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Thema: Mein Sohn (10) macht mir Sorgen

  1. #1
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    Standard Mein Sohn (10) macht mir Sorgen

    Hi,

    ich weiß mir keinen Ausweg mehr, darum versuche ich es hier.

    Ich habe einen Sohn, welcher mittlerweile 10 Jahre alt ist. Scheidungskind seit er 1 Jahr ist. Es gab in der Hinsicht nie wirklich Probleme. Seit 5 Jahren habe ich einen neuen Partner, zu dem wir letztes Jahr gezogen sind, da ein Kind unterwegs war, welches Anfang des Jahres gekommen ist. Mein Großer musste aus diesem Grund die 4. VS-Klasse in der neuen Ortschaft ableisten, was haber kein Problem bezügl. Noten o. sonstigem darstellte.

    Nun ist unser Kleiner 5 Monate alt und mein Großer beginnt sich aus seiner Kleidung Windeln zu basteln, bedeutet, er zieht sich mehrere Hosen übereinander an und nässt ein oder er holt sich die Pampers vom Kleinen.

    Ich mache mir deshalb große Sorgen.

    Ich betüdle den Kleinen nicht extrem. Ich trage ihn extra nicht viel herum, damit sich mein Großer nicht zurückgestellt fühlt. Muss aber trotzdem meinem Großen gegenüber konsequenter sein, was beim Kleinen eben noch nicht der Fall ist.

    Mein Lebensgefährte liebt seinen Nachwuchs und natürlich ist es so, dass für ihn der Kleine mehr Bedeutung hat als der Große, jedoch ist es nicht so, dass er auf ihn herumhackt oder ihn schimpft. Wir sind uns in der Sache Erziehung einig und wollen, dass aus meinem Großen ein aufrechter ehrlicher Mensch wird, der soszusagen was im Hirn hat, unterstützen ihn in schulischen Dingen, binden ihn ein ins Familiendasein.

    Ich wäre echt über ein paar Ratschläge dankbar, wie ich meinem Großen am besten vermitteln kann, dass ich ihn liebe und er dazu "kein" Baby sein muss und der Kleine eben noch Hilfe braucht in allen Dingen (Füttern, Wickeln, usw.) und er das wieder sein lässt.

    Bin mit meinem Latein am Ende ... :/

    Lieben Gruß

  2. #2
    katha
    Gast

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    Guten Morgen
    versteh ich das du dir sorgen machst und des anstrengend ist...aber so ne regression wenn ein geschwisterchen kommt ist nichts ungewöhnliches.

    also ich hätte da schon so ein paar ratschläge die du dir ja mal anhören kannst:
    1. tageststruktur und planung
    also es wäre gut wenn du dir und auch dein partner zeit nehmt für den großen sohn...und zwar ohne das das baby dazwischenfunkt...wozusagen eine mama-sohn zeit in der du wirklich nicht für das baby verantwortlich bist sondern dein partner das übernimmt.

    2. den großen miteinbeziehen
    d.h er darf das baby halten, beim anziehen helfen (aber ihn nicht überfordern)...er darf die rolle des großen bruders kennenlernen, euren stolz fühlen wie groß er schon ist und das er sich so gut um sein geschwisterchen kümmer kann....

    3. so lernt er auch das geschwisterchen noch besser kennen

    4. ihn nicht bestrafen für das einnässen...dem ganzen so wenig aufmerksamkeit wie möglich geben (ich kann mir vorstellen das das für euch sehr nervenaufreibend ist...aber ich glaube es wäre gut wenn er weder strafe noch aufmerksamkeit dafür bekommt)

    5. vielleicht mal alte fotoalben auspacken mit bidern wo er klein war...und über ihn erzählen, wie er war (und hier nicht nur erzählen "so wie bei deinem geschwisterchen...sondern wirklich von ihm erzählen") und während dem anschauen kann man darauf eingehen wie er sich entwickelt hat und wie stolz du warst als er dann laufen, reden, fahrradfahren usw. konnte.

    6. ihn die rolle des großen schmackhaft machen
    also er darf ja schon länger wach bleiben, oder kann sich schon mit freunden treffen usw. das sind alles vorzüge wenn man groß ist

    7. kleine Geschwister schauen oft zu ihren brüdern auf...wollen so sein wie sie und lernen ganz viel von ihnen...das gehört auch zu seiner rolle...das sein geschwisterchen ihn lieben wird eben weil er der große ist...das es ihn bewundern wird...
    das macht den großen sicher innerlich stolz wenn er das hört. und auch jetzt kann man schoon auf die emotionen eingehen die das geschwisterchen ihm gegenüber zeigt...ein lächeln oder ähnliches

    8. wenn besuch kommt und alle das baby bewundern..dann holt den großen zu euch..lasst ihm die rolle das baby zu zeigen und über es zu erzählen wenn er das möchte...und wenn alle darüber reden wie süß das baby ist...dann erzählt auch ihr was über den großen..(z.B was er einfach die letzten tage gemacht ist, wie super er mit dem baby umgeht, wie froh ihr seid das ihr auch schon einen großen im haus habt) und ihr dürft auch ruhig ansprechen wie es ist..und zwar das das baby manchmal anstrengend sein kann...weil es noch nicht reden kann und ihr nicht immer gleich wisst was es sagen will, weil es nicht laufen kann und ihr es überall hinschleppen müsst.

    9. ausflüge
    packt die kids am Wochenende ein und fahrt in irgendeinen freizeitpark....hier sieht der große ganz stark die vorzüge die er hat....einer von euch nimmt das baby und der andere begibt sich mit dem großen zu wilden achterbahnfahren oder ähnlichem

    ja ich denke das wars jetzt erstmal...hoffe ich konnte ein bisschen helfen...und nochwas..räumt euch auch zeit für euch als paar ein..auch wichtig..
    ich denke es ist wichtig das keines der kinder verzichten muss (weil du gesagt hast du trägst den kleinen extra nicht die ganze zeit rum...das ist schade ...)

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    chrissihexe (10.06.2011),Pure (10.06.2011),SirWiwor (10.06.2011)

  4. #3
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    Zitat Zitat von katha Beitrag anzeigen
    ich denke es ist wichtig das keines der kinder verzichten muss (weil du gesagt hast du trägst den kleinen extra nicht die ganze zeit rum...das ist schade ...)
    Ja, das finde ich auch sehr destruktiv. Sollen jetzt wenn schon sich wenigstens beide Kinder zurückgesetzt fühlen, oder was für einen Sinn soll das haben?
    Du schreibst immer unheimlich viel, was "nicht" getan wird. Was wird denn getan???
    Du schreibst, es sei natrülich, dass der Kleine deinem Mann mehr bedeutet. Wenn ihr das so auch dem Großen gegenüber raushängen lässt, was glaubst du, wie er sich da fühlt? Was ist denn mit seinem leiblichen Vater?
    Wenn sein Stiefvater die einzige Vaterfigur ist für ihn und dann kommt ein neues Baby, wo man dann sagt: "Ja, klar lieb ich das jetzt mehr als dich" (und ich meine hier nicht wörtlich "sagen", manche Dinge müssen nicht ausgesprochen werden), dann ist das sehr traurig für deinen Sohn.

    LG Waris
    Wenn Sie mich suchen, ich halte mich in der Nähe des Wahnsinns auf, genauer gesagt auf der schmalen Linie zwischen Wahnsinn und Panik, gleich um die Ecke von Todesangst, nicht weit weg von Irrwitz und Idiotie.

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  6. #4
    katha
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    hmm...ich finde es wichtig das man auch darauf schaut was die situation gerade für die eltern bedeutet. es ist eine neue situation, 2 kinder, eins noch ganz klein und sehr auf sie angewiesen, das andere zeigt offensichtlich das es mit der situation nicht klar kommt, man will es beiden recht machen, dann ist es auch noch so das die kinder nicht vom gleichen papa sind und seine partnerschaft will man ja eigentlich auch noch genießen können.

    das ist einfach alles viel im moment.
    ich denke organisation ist das A und O ...wenn der große in der Schule ist ist Zeit dafür das Baby herumzutragen und es zu verwöhnen...und auch für den Haushalt...und...auch ganz wichtig..zum ausruhen für die mama...weil wenn der große aus der schule kommt solltest du nicht vollkommen erschöpft sein und keine kraft mehr für den großen haben.
    aber nicht falsch verstehen auch wenn der große da ist...wird das baby mal rumgetragen usw. ... ihr seid ja unteranderm auch vorbild in eurem verhalten mit dem kind...und außerdem soll keines der kinder denken das es für es selbst einen verzicht bedeutet wenn der andere etwas gutes bekommt.

    und die einstellung das das baby deinem partner natürlich mehr bedeutet..... schade wenn das als gegeben hingenommen wird... man muss das ja nicht so vergleichen...es gibt 2 Kinder die beide mit diesem Mann zusammen wohnen und der mann ist für beide das männliche vorbild...und er hat zu beiden kindern eine beziehung die gepflegt werden will.

  7. #5
    Neuling
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    Erstmal danke für eure Antworten. Meine Meinung, Außenstehende sehen Dinge viel viel besser, als wenn man selbst drinnen steckt. Weiß jetzt ned, wie i das besser ausdrücken soll.

    Also:
    @ Katha - danke für deine Tipps. Ich finde sie gut & werde sie mir zu Herzen nehmen.

    @ Waris - der Große hatte mich bis letztes Jahr ganz für sich. Es gab für ihn mich (ich ging nebenbei 30 h arbeiten), dann meine Mutter, seinen Vater jedes zweite WE, wo er sich bisher immer wohl fühlte, außer, dass ihm zeitweis fade ist (aber ich unterstütze die Beziehung in jeder Hinsicht!!!) u. schließlich Schule u. Freunde. Dann der Umzug, eine Schule, wo alle 4 Klassen (insg. 10 Kids) in einer sind, nur zwei weitere Burschen in der Ortschaft, die er zum spielen hat, die Oma nicht mehr da, welche ihn sehr verwöhnt hat, sondern jetzt die Mama den ganzen Tag, die nicht schreit o. schlägt, sondern alles, was anfällt, normal mit ihm bespricht und ihm lehren will, wie wichtig es ist rauszugehen in die Natur, anstatt dauernd vor dem Computer zu hängen, zu lernen, anstatt zu faulenzen, sein Zimmer in Ordnung zu halten, auf sich selbst zu schauen, sich zu pflegen, ehrlich zu sein (Erziehung halt) ... es ist eben a Unterschied zwischen einem Kind mit 5 Monaten und einem Kind mit 10 Jahren. Ich frage ihn immer, ob er mitkommen möchte, wenn ich raus gehe o. einkaufen fahre o. sonst was, wo er dann zeitweise selbst "nein" sagt u. zu Hause bleibt.

    Mein jetziger Mann blödelt sicher mehr mit dem Baby rum. Er ist bereits über 40 und hat nicht mehr damit gerechnet Vater zu werden - versteh ich meinerseits auch und dass der Große und er Zeit brauchen, zusammenzuwachsen, dass das ned von heut auf morgen geht. Aber der Wille ist da.

    Und dass ich den Kleinen überhaupt ned rumtrage, hab i ja ned gesagt.

    Es ist für mich extrem schwer nen Mittelweg rauszufinden, das geb i offen zu ... & das Männle sollt man ja auch ned grad auf´s Abstellgleis schieben ... *grunz*

    Aber den Großen vermehrt einbinden - werd i mir zu Herzen nehmen. Der Kerl ist mir einfach zu wichtig und die dzt. Situation treibt mir die Tränen in die Augen.

  8. #6
    katha
    Gast

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    Schön wenn du mit den Tipps was angangen könntest

    Und wie gesagt:
    "hmm...ich finde es wichtig das man auch darauf schaut was die situation gerade für die eltern bedeutet. es ist eine neue situation, 2 kinder, eins noch ganz klein und sehr auf sie angewiesen, das andere zeigt offensichtlich das es mit der situation nicht klar kommt, man will es beiden recht machen, dann ist es auch noch so das die kinder nicht vom gleichen papa sind und seine partnerschaft will man ja eigentlich auch noch genießen können."

    ich glaube dir das das echt schwer ist und zwar nciht nur für deinen sohn sondern auch für euch..deshalb achtet nach mögichkeit darauf das ihr auch zeit zum erholen und zeit für euch als Paar habt....das steht euch zu und gibt kraft.

    und mach dir keine vorwürfe weil du den Mittelweg nicht auf anhieb findest....das ist verständlich und wenn man in der situation steckt ist überforderung am anfang erstmal vorprogrammiert.
    man merkt (daran das du hier schreibst und wie du schreibst) das du den willen hast das beste für alle beteiligten zu machen...und das wirst du schaffen....aber vergess dich selbst nicht und vergess nicht was du alles meisterst..und das mit so einem willen und so einer motivation.

  9. #7
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    es gibt ein wunderschönes buch über erziehung. es heisst "lieben, ermutigen, loslassen" und ist von heidi maier-hauser. die darin beschriebenen erziehungsmethoden kommen fast ohne strafen aus und sind sanft und respektvoll dem kind gegenüber. sollte ich jemals noch einmal in die verlegenheit kommen, ein kind zu erziehen, würde ich daraus lernen...

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    Semiramis (17.01.2014)

  11. #8
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    Eine Patchwork-Familie ist auch nunmal nicht einfach. Weil er eben immer der Stiefsohn bleiben wird. Deswegen ist es super, dass er auch seinen leiblichen Vater als feste Bezugsperson hat.
    5 Jahre sind aber schon eine lange Zeit, um zusammenzuwachsen. Du solltest das mit deinem Partner nochmal eingehend besprechen, wie wichtig es ist, dass er sich auch seinem Stiefsohn weiterhin liebevoll zuwendet.
    Die Tipps von Katha finde ich auch sehr gut.
    Man sollte nicht zu viel Aufmerksamkeit in solche Marotten geben. Dadurch werden sie oft größer. Auch negative Aufmerksamkeit ist aufmerksamkeit, wie schon vor mir jemand andeutete.
    Solltest du weiterhin unsicher sein und die Situation sich nicht bessern, gehe doch mal zu einer Erziehungsberatungsstelle!

    LG Waris
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