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Thema: Meinem Vater wurde ein Kind untergejubelt - Haben wir richtig gehandelt?

  1. #1
    Neuling
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    Standard Meinem Vater wurde ein Kind untergejubelt - Haben wir richtig gehandelt?

    Guten Abend ihr Nachtschwärmer!
    Ich habe gerade das Bedürfnis, mir etwas von der Seele zu schreiben und hätte gern dazu eine unvoreingenommene Meinung: Schon Mal sorry, für den Roman.

    Mein Vater begann im zarten alter von 20 Jahren eine Liebschaft mit einer damals 12 Jahre älteren Frau, das war 5 Jahre bevor er meine Mutter kennen lernte. Für mein Papa war es nur Spaß, der Altersunterschied streichelte auch sein Ego.
    Weil beide aus Italien sind und auch noch zufälliger Weiße aus der selben Stadt, lud er sie eines Tages zu einem Kurztrip nach Italien ein. Während der fahrt, stellte sich dann heraus: Die Frau war verheiratet. Und nicht nur das, sie hatte bereits 2 Kinder, diese kamen nach der Hochzeit und waren jeweils nochmal von 2 verschiedenen Männern. Ihr Ehemann wusste, dass beide nicht von ihm waren, er nahm seine Frau jedes Mal zurück.

    Mein Vater bekam in diesem Moment fast einen Schlaganfall, er reagierte logischerweise total angewidert, er war kein Ehebrecher. Er brachte diese Frau zu ihren Verwandten und sagte ihr, sie solle sich nie wieder bei ihm melden. Mein Papa verbrachte dann ein paar ruhige Tage bei seiner Familie, ging wieder nach Hause und vergaß dieses Fiasko. Nun....etwa 6 Monate später stand eben jene Frau vor seiner Haustür, im 6ten Monat Schwanger. Freudig erzählte sie ihm, dass sie ihm nur sagen wolle, dass er Papa wird, sie wollte sich auch Rechtzeitig melden, da er ja zu Unterhalt verpflichtet ist.

    Man muss dazu sagen, das war Mitte der 80ger, DNA Tests gabs damals noch nicht. Mein Vater bestritt ihr gegenüber die Vaterschaft, er meinte bei ihrem Lebensstil hat er Zweifel, dass er damals der einzige war, zumal sie sich eben nur kurz vergnügt hatten. Er wartete dann, bis das Kind da war, es war ein Mädchen und sie sah meinem Vater nicht im entferntesten ähnlich. Alle aus meiner Familie sind eher dunkle Typen, während dieses Kind blass und Blauäugig war (Bedenkt die Mutter war auch italienisch und sah auch so aus, dunkle Haare, dunkle Augen). Nach der Geburt war sie auch nicht mehr ganz sicher, ob mein Papa der Erzeuger war. Unterhaltszahlungen waren nicht nötig, da der Ehemann seine abtrünnige Frau zum 3ten Mal Schwanger von einem anderen wieder aufgenommen hatte, er wurde als Vater eingetragen.

    Die Jahre vergingen, mein Papa lernte meine Mama kennen und ich kam auf die Welt. Ich erinnere mich, dass es wegen diesem Kind ständig ärger gab. Die Mutter kam im Laufe der Jahre immer auf an: Bitte nimm sie, sie ist so schwierig.

    Meine Eltern nahmen sie immer wieder zu sich, auch wenn sie nicht glaubten, dass sie seine Tochter war. Meine Eltern hatten mitleid mit diesem armen Mädchen, denn sie wuchs in absolut chaotischen Verhältnissen auf. Die Mutter brachte nach ihr NOCHMAL 2 Kinder, wieder von 2 anderen Männern auf die Welt. Der Ehemann war ein schwaches Würstchen, die Mutter immer weg und auf Achse, meine Eltern wollten ihr zumindest ein bisschen Normalität geben.

    Das Problem war, dass sich schnell herauskristallisierte, dass dieses Kind offensichtlich gar nicht zu uns wollte. Es war deutlich, dass die Mutter ihr Kind zu diesen treffen gezwungen hatte, ständig sagte sie etwas, was für ihr alter absolut nicht typisch war. Es war klar, das ihr viele Sätze vorher in den Mund gelegt wurden meistens ging es um Infos oder eben um Geld. Beispielsweise beschwerte sie sich einmal bei meinem Papa, dass er ihr nie etwas großes kaufen würde, sie hätte ja so gern eine Gitarre. Mein Vater fragte sie dann, ob sie sich für Musik interessiert, darauf antwortete sie: Nein, aber mein Bruder will Gitarre spielen. Dieses Kind hatte keinen Bezug zu uns, streng genommen hatte sie ja auch einen Vater. Und auch waren diese Spielnachmittage sehr willkürlich, mal meldeten sie sich für Wochen und Monate nicht. Ich habe schon als Kindergartenkind gemerkt, sie fühlt sich gar nicht bei uns wohl, wir sind Fremde für sie und das sind nur Versuche hier Extra-Geld abzugreifen.

    Meine Eltern versuchten dann sich mit dieser Frau zu einigen, sie wollten zuerst einmal ein Vaterschaftstest, dann geregelte Besuchszeiten und auch nur, wenn das Kind dies wirklich will. Die Mutter brach darauf hin den Kontakt ab.

    Ein paar Jahre vergingen, wie wir dann durch einen bitterbösen Brief erfuhren, hatte dieses Kind sich im alter von 13 Jahren versucht das Leben zu nehmen und befindet sich zum derzeitigen Zeitpunkt in der Psychiatrie. Sicher, wenn du in solch Chaotischen Verhältnissen aufwächst, ist klar dass du Depressionen und Zwangsstörungen entwickelst, man kann so nicht normal werden. Aber sie gab an allem meinem Papa die Schuld. Er allein ist schuld an ihrem Elend, nur weil er nie für sie da war, hat sie Depressionen und so viele Probleme. Meine gutmütigen Eltern haben dann wieder versucht, sie zu uns zu holen aber ein DNA Test lehnte sie strickt ab (Ihr Adoptivvater hätte so dann keine Rechte mehr und das wollte sie nicht) und wir fanden heraus, dass sie uns beklaut. Sie stahl Spielssachen, Geld, Zigaretten - alles was sie in die Finger bekam. Mit den Vorwürfen konfrontiert, gab sie es sofort zu und verteidigte sich damit, dass sie sich hier alles nehmen kann was sie will, immerhin hat sie Depressionen, ihre Mutter hätte ihr das auch gesagt.

    Da haben meine Eltern sie dann ohne Rückschein zurück zu ihrer Mutter geschickt. Wir hatten fast 10 Jahre ruhe, da stand sie wieder vor unserer Haustür. Sie meinte es täte ihr alles Leid, sie ist jetzt in Therapie, sie hat einen Vater der sie groß gezogen hat und wollte einfach nur mal ihren Erzeuger richtig Kennenlernen, nur ihren Erzeuger, mich wollte sie nicht sehen unter keinen Umständen.

    Das ganze ging etwas 4 Wochen gut, dann war das alles vergessen. Sie bat meinem Vater ständig um Geld und keine kleinen Summen (300-800 Euro), dann jammerte sie, dass sie nie eine Familie hatte, sie findet es stehe ihr zu an Weihnachten bei uns am Tisch zu sitzen usw.

    Da ist dann mir, meiner Mutter und meinen Geschwistern die Hutschnur geplatzt. Wir machten ihr unmissverständlich klar, dass wir diese Psychospielchen nicht mehr erduldet. Sie ist jetzt eine Erwachsene Frau, sie muss begreifen, dass einzig und allein ihre ach so geliebte Mutter ihr ganzes Leben versaut hat und das wir uns nicht länger dafür verantwortlich machen. Sie hatte genug chancen bei uns auf ein normales Leben und sie hat sie alle vergeigt. Sie wiederum drohte damit sich umzubringen wenn wir sie nicht weiter treffen, wir wurden auch von ihrer Mutter und ihren Stiefgeschwistern bedroht, nach dem Motto: Das Mädchen hat Depression, macht gefälligst alles was sie will.

    Nach etwa 4 Monaten war dann aber ruhe. Das alles ist nun 10 Jahre her. Ich kann leider mit niemand darüber reden, für meine Familie ist das Thema ein rotes Tuch. Manchmal habe ich noch Schuldgefühle, diese Frau kann eigentlich am allerwenigsten dafür wie sie einstanden ist, manchmal habe ich Zweifel ob wir nicht zu hart waren...

    Was meint ihr? Sofern das hier jemand alles ließt.

  2. #2
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    Du schreibst ständig "wir", wenn es darum geht, ob vielleicht dein Vater und deine Mutter zu hart gehandelt haben. Was hast du damit zu tun? Du bist allenfalls die kleine Halbschwester von dieser Frau und mit Sicherheit nicht für irgendetwas verantwortlich. Sollte dort im System irgendwo so etwas wie Schuld sein, dann liegt dieser nicht bei dir. Das wollte ich zuerst einmal dazu sagen.

    Zu dem Rest: Gibt es mittlerweile so etwas wie einen Vaterschaftstest? Würde sich etwas ändern, wenn es einen gäbe, der die Vaterschaft bestätigt? Was würde sich ändern? Und was würde sich ändern, wenn die Vaterschaft nicht bestätigt würde? Was würde sich für dich, deinen Vater und deine Mutter ändern?

    Zum anderen finde ich, dass diese Frau immer noch die Befehle ihrer Mutter (nämlich euch auszubeuten) ausführt. Das hätte ich auch nicht mitmachen wollen und hätte auch eine Grenze gesetzt. Ich finde, deine Mutter hat da ganz richtig gehandelt. Ich würde mich auch nicht durch eventuelle Depressionen bei der Frau erpressen lassen. Sollte sie wirklich suizidgefährdet sein, braucht sie professionelle Hilfe und nicht ein Weihnachtsfest bei euch oder endlose Erfüllung der Wünsche ihrer Mutter. Letztendlich unterstützt ihr den Missbrauch, wenn ihr ständig nachgebt.
    Füße im Humus, Kopf im Wind, Vögel in den Haaren - Buche

  3. #3
    Neuling
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    Sie rauszuwerfen war richtig. Wenn sie wiederkommt, Kontakt gegen DNA-test. Nicht mehr allein lassen wegen klauen. Und sollte sich irgendwann herausstellen dass dein Vater nicht ihrer ist, kontskrverbit, ihre Mutter verklagen, das ganze Programm eben

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