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Thema: Mid-Lifecrisis mit 24 ?

  1. #1
    Neuling
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    Standard Mid-Lifecrisis mit 24 ?

    Hallo liebes Forum!

    ich bräuchte mal euren Rat.

    Es geht darum, dass ich mit meinen aktuell 24 Jahren nun eine Lebenssituation habe, mit der ich sehr unzufrieden bin. Dazu kommt, dass ich schon immer recht Nostalgisch veranlagt war. Ich bin eigentlich kein Mensch für große Gefühle, aber in letzter Zeit liege ich immer häufiger nachts im Bett und muss mich erstmal ausweinen.

    Hauptauslöser für all das sind zwei Dinge:

    1. Extreme Nostalgie
    Norstalgisch veranlagt war ich schon immer ein bisschen. Allerdings wird das immer stärker. Abgesehen von der Zeit in der Schule vermisse ich meine Kindheit so unglaublich. Die Freunde die ich damals hatte habe ich zwar größtenteils immernoch, jedoch hat man nun kaum Zeit füreinander. Wirklich alle Dinge die mich Interessieren und/oder mir Freude bereiten waren damals besser und entwickeln sich heute immer mehr und mehr in eine Richtung die ich überhaupt nicht mag. Es geht mir dabei nicht mal darum wieder Jung zu sein, sondern wirklich nur um den Stand all meiner Hobbys und interessen. Das gilt auch für die Gesellschaft, für den Stand der Technik etc. Es wird alles immer moderner, immer mehr Skandale und Probleme. Smartphones überall, Klimawandel, Kommerzialisierung von allem möglichen, alles wird teurer, Verbote überall... Ich wünsche mir von ganzen Herzen, dass das Jahrtausend einfach vieder von vorne Anfängt. Dafür würde ich sogar wieder die schlimme Schulzeit in kauf nehmen.

    2. Unglückliche beziehung.
    Ich bin momentan in einer Beziehung die mich die meiste Zeit sehr unglücklich macht, aus der ich aber auch nicht so einfach rauskomme. Das führt dazu, dass ich z.b. Freitag abends auf der Arbeit sitze und versuche so lange wie möglich dort zu bleiben und ich das Kotzen kriege weil wieder Wochenende ist, wobei sich all meine Kollegen sehr darüber freuen. Das führt auch dazu, dass ich alles was mit Beziehung, Liebe etc. zu tun hat mich inzwischen sauer, hasserfüllt macht. Ich würde auch in Kauf nehmen den Rest meines Lebens alleine zu sein wenn ich dafür einfach so mit einem Wimpernschlag da raus komme.

    Beide Punkte führen auch dazu, dass ich nichts mehr habe worauf ich mich noch freuen kann in der Zukunft. Die Welt wird gefühlt immer beschissener, alle meine Hobbys entwickeln sich ins negative, ich möchte kein Haus kaufen, ich möchte niemals Kinder haben, Ich möchte nicht heiraten... Das Einzige was mir noch Freude bereitet sind ein paar Events die pro Jahr anstehen und das Ziel 1 mal im Leben in den USA gewesen zu sein. Wenn meine Eltern (einzige Familienangehörige die noch leben) irgendwann abtreten sehe ich nix mehr was mich noch groß im Leben hält, bzw. wofür ich jeden Tag aufstehe und zur Arbeit gehe. (Selbstmordgedanken habe ich aber nicht!)

    Der Einzige Bereich in meinem Leben mit dem ich zufrieden bin und der gut läuft ist meine Arbeit.

    Ich weiss nicht mehr weiter wie ich damit umgehen soll. Ich habe niemanden mit dem ich darüber reden kann. Reicht sowas aus um sich Proffessionelle Hilfe zu beanspruchen ?
    Könnt ihr mir Ratschläge geben wie ich damit umgehen kann ? Wie ich mir selber wieder klarmache, dass die Zukunft lohnenswert ist?

    Ich habe das Gefühl, dass sowas mit 24 Jahren eigentlich absolut nicht normal ist was ich fühle.

  2. #2
    Verleger Avatar von Draugr
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    Warum Midlife-Crisis? Du stehst relativ am Anfang deines Lebens und aus objektiver Sicht sieht's ja gar nicht so schlecht aus, beruflich Fuß gefasst zu haben ist viel wert und eine unglückliche Beziehung kann man zumeist beenden.

    Nostalgie? Du meinst wohl Melancholie und Weltschmerz , meiner Meinung nach ist das noch ausgeprägter bei dir, hast du dich mal zum Thema Depressionen schlau gemacht?
    Das Angenehme dieser Welt hab ich genossen,
    Die Jugendstunden sind, wie lang! wie lang! verflossen,
    April und Mai und Julius sind ferne
    Ich bin nichts mehr; ich lebe nicht mehr gerne!
    (Friedrich Hölderlin)

  3. Die folgenden 2 Benutzer bedankten sich bei Draugr für den sinnvollen Beitrag:

    Dellör (03.02.2020),Mirjam (03.02.2020)

  4. #3
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    Ich habe mich zumidest mal nach meinen genannten "Symptomen" gesucht. Dort bin ich oft auf Mid-Life Crisis gestoßen im Zusammenhang darauf, kein Ziel zu haben und sich zu Fragen wozu man überhaupt Arbeiten geht und sein Leben lebt. Daher bin ich auch darauf gekommen.

  5. #4
    Verleger Avatar von Mirjam
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    Insgesamt schließe ich mich Draugr an.

    Auf den Punkt “Zufriedenheit im Zusammenhang mit Arbeit“ möchte ich gerne detaillierter eingehen:

    Magst du bisschen mehr dazu erzählen? Was genau gibt dir deine Arbeit (vom Geld mal abgesehen)?

    Weitere Frage: Magst du dich?

  6. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Mirjam für den sinnvollen Beitrag:

    Draugr (03.02.2020)

  7. #5
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    Ja da kann ich gerne drüber erzählen:

    Nach der Schule habe ich erst ein Jahr lang eine Berufsvorbereitung gemacht da ich nicht wusste was ich werden soll. Daraus resultierte dann eine Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik. Nach 1 Jahr c.a habe ich dann gemerkt, dass das kein Beruf ist den ich jetzt den Rest meines Lebens machen möchte. Da ich aber nicht mit leeren Händen da stehen wollte haben ich die aber durchgezogen und erfolgreich beendet.

    Daraufhin habe ich dann nach einer neuen Ausbildung gesucht und nach einem Jahr nebenjob auch gefunden (meine jetzige Firma). Das war im Vergleich zur vorherigen Ausbildung eine Komplett andere Welt. die Tätigkeiten machten mir nunr spaß, die Kollegen sind mir sehr schnell ans Herz gewachsen und die Zeit geht immer schnell rum. Diese Ausbildung habe ich dann ebenfalls abgeschlossen, wurde dann aber übernommen.

    Seitdem bin ich fest angestellt und sehr zufrieden. Ich kann sagen, dass ich gerne zur Arbeit gehe. (Was nicht selbstverständlich ist.) Wie im Eingangspost geschrieben bin ich aufgrund meiner Privaten Situation auch lieber auf der Arbeit als Zuhause und bin ein stück weit Traurig wenn das Wochenende wieder anfängt.

    Ob ich mich selber mag ?: Jaein. Mein Aussehen ist ganz okay. Kröperlich gibt es jedoch ein paar dinge die mich stören.
    Geändert von Dellör (03.02.2020 um 16:54 Uhr)

  8. #6
    Verleger Avatar von Steinchen.im.Schuh
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    Weshalb bist du so unglücklich in deiner Beziehung? Und weshalb denkst du, du kämst nicht raus?
    Wohnt ihr zusammen? Falls ja, klingt es so, als würdest du mit einer Person zusammen leben, die du nicht sonderlich magst, somit kein Zuhause hast, an dem du dich wohl fühlst (?). Da lohnt es sich wohl, etwas genauer hinzusehen.
    Und ja, ich denke, das sind Themen, die du in einer Therapie bearbeiten könntest (wenn du willst).

  9. #7
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    Warum kannst du dich nicht einfach trennen?

  10. #8
    Verleger Avatar von Draugr
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    Zitat Zitat von Dellör Beitrag anzeigen
    Ich habe mich zumidest mal nach meinen genannten "Symptomen" gesucht. Dort bin ich oft auf Mid-Life Crisis gestoßen im Zusammenhang darauf, kein Ziel zu haben und sich zu Fragen wozu man überhaupt Arbeiten geht und sein Leben lebt. Daher bin ich auch darauf gekommen.
    Die Frage, warum man denn überhaupt lebt/ wozu das Leben gut sei, hat ja schon einen depressiven Charakter; da würde ich an deiner Stelle ein Auge drauf haben.

    Im Hinblick auf deine Beziehung gilt es wohl zu hinterfragen, ob diese zu deinem Unglück beiträgt, oder ob die Beziehung eigentlich ganz ok ist und du sie nur übermäßig negativ einschätzt, wegen deiner Grundhaltung. Ist klar was ich meine?
    Das Angenehme dieser Welt hab ich genossen,
    Die Jugendstunden sind, wie lang! wie lang! verflossen,
    April und Mai und Julius sind ferne
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