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Thema: möchte weg. ich halte das Gefühl der Verzweiflung nicht länger aus...

  1. #1
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    Standard möchte weg. ich halte das Gefühl der Verzweiflung nicht länger aus...

    Hi.
    ich bin mal wieder in einer meiner Phasen...und die Verzweiflung ist groß..
    Ich fühle mich hier so unwohl. Früher als kleines Kind bin ich ein paar mal umgezogen, habe zu den Orten aber "noch Kontakt" und seit über 10 Jahren wohne ich nun hier im gleichen Ort mit meiner Mutter und meinem Bruder (ich bin 18).
    Doch werde ich oft sehr sehr unglücklich. Ich bin auch schon das 2. Mal bei einer Psychologin und eigentlich hatte ich den Eindruck, es würde besser werden aber es kommt gerade alles wieder
    In den letzten Monaten bin ich so viel selbstsicherer, selbstbewusster, zufriedener, offenener etc geworden. Ich war auch glücklich, hab das Leben genossen. doch jetzt ist es wieder da. Ich falle zurück in das Loch aus dem ich gerade mühsam hochgeklettert bin. Die Gefühle sind die gleichen, nur stärker. Die Verzweiflung ist größer.
    Es ist der Ort. Ich bin schon oft verreist, oft für Zeiträume zwischen 1-3 Wochen, 2010 sogar für ein halbes Jahr (Auslandsjahr).

    Und jedesmal wenn ich zurückkomme fühle ich mich, als würde ich einen Kulturschock erleiden. Ich liebe die Kulturen, die Offenheit der Menschen in anderen Ländern. Manchmal überlege ich, ob ich hier einfach in den falschen Kreisen gelandet bin. Sicherlich auch, aber ich glaube nicht dass das allein der Grund ist. Ich fühle mich so unwohl hier, und das größte Problem ist, dass ich keine genauen Gründe dafür nennen kann. Ich hab wirklich versucht, hier glücklich zu werden, ich bin auch eigentlich von Natur aus ein glücklicher, optimistischer, gutgelaunter Mensch, nur hier fühle ich mich so fehl am Platz. Ich gehe auf Partys, lerne neue Leute kennen, treffe mich mit alten Freunden, habe mein Zimmer komplett (!) ausgemistet diesen Sommer, habe mein Zimmer insgesamt so gestaltet, dass ich mich wohl darin fühle, habe mir neue Klamotten gekauft, habe mein Aussehen verändert (Haare getönt), mache mehr Sport, Zeichne, spiele Klavier,...all das hilft nicht wirklich. Ständig komme ich in diese Verzweiflungsmomente zurück.

    So wie jetzt gerade. Ich komme gerade von einem Geburtstag; der war nicht schlecht aber ich habe schon bessere Partys erlebt, DENN irgendwie hab ich mich ein bisschen fehl am Platz gefühlt manchmal, dann war ich entrüstet über die Oberflächlichkeit, mit der sich manche der Gäste unterhalten haben bzw die Art, wie sie sich verhalten haben. Außerdem war das einfach nicht meine Welt..aber so sind sie alle. Ich vermisse die Leute, die so waren wie ich, die ich während meiner "Reisen" getroffen/kennengelernt habe. Eine Freundin zum Beispiel (eig so eine Art beste Freundin, obwohl ich den Begriff nicht mag) wohnt weiter weg (5 h), ich habe sie während meines Auslandjahres kennengelernt und wir halten seit dem sehr regelmäßig, fast täglich Kontakt. Auch einige andere Freundschaften wie diese existieren noch. Ich sehne mich nach einer anderen Mentalität, nach einer anderen Lebenseinstellung. Sobald ich über deutsche Grenzen fahre (nach Deutschland), wird mir anders ums Herz, dann ist mir oft nach Weinen zumute. Ich weine auch sehr oft....
    Mein Leben verliert hier einfach seinen Sinn, ich will das alles nicht mehr, ich möchte weg. Endlich einen Ort finden, an dem ich glücklich sein kann... Und das Einzige, was mir immer wieder Kraft gibt, ist der Gedanke, dass ich weggehen kann und frei bin sobald ich mein Abi in der Tasche hab (nächstes Jahr, bin nicht schlecht in der Schule)

    Was soll ich tun? Ich will glücklich sein.. und nicht mehr diese Niedergeschlagenheit, Sehnsucht und

    Ich hoffe, jemand kann das verstehen, fühlt evtl genauso wie ich?

  2. #2
    Schreibkraft Avatar von free 93
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    Standard ich kenn das

    Ich kenn das so gut. ich bin auch 18 und unsre gesellschaft vor allem die von uns jungen leuten ist oft so oberflächlich. ich bin auch oft umgezogen und hab mich vielleicht auch deswegen nie wo zu Hause gefüht. genau wie du gesagt hast, mir fehlt auch immer die offenheit und auch die toleranz der leute hier in deutschland. wenn ich im urlaub war,war ich auch immer glücklich. dort hab ich mich frei gefühlt und hab mir nicht so viele gedanken gemacht. Hier hab ich oft das gefühl ich mache etwas falsch. ich bin damit nicht klar gekommen, dass ich so sein muss wie es von mir erwartet wird. ich wollte selbst rausfinden wer ich bin. deswegen bin ich auch vor enem monat weggezogen und will jetzt versuchen nochmal neu anzufangen. doch die depressionen die ich die jahre immer wieder hatte, machen es mir schwer. hattest du auch welche? und hast du sonst noch probleme? du musst natürlich nicht antworten

  3. #3
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    Zitat Zitat von YnnEye Beitrag anzeigen
    Mein Leben verliert hier einfach seinen Sinn, ich will das alles nicht mehr, ich möchte weg. Endlich einen Ort finden, an dem ich glücklich sein kann... Und das Einzige, was mir immer wieder Kraft gibt, ist der Gedanke, dass ich weggehen kann und frei bin sobald ich mein Abi in der Tasche hab (nächstes Jahr, bin nicht schlecht in der Schule)
    Das kenne ich ganz gut. Meine Eltern haben immer zu mir gesagt:"Du bist Weltenbürger!". Es stimmt auf jeden Fall, dass ich viel reisen muss. Eine definitive Heimat habe ich nach einer Klassenreise sogar auch noch gefunden. Leider arbeite ich nicht auf dieses Ziel hinaus und werde wahrscheinlich immer in meiner Heimatstadt bleiben.
    Wenn dich das antreibt, der Gedanke wegehen zu können, dann informiere dich über Chancen im Ausland. Du musst ja auch nicht dein Leben lang an einem Fleck bleiben. Wir leben in einer globalisierten Welt und da reist man nicht nur, man zieht auch oft um. Solange du noch keine Kinder hast und gesundheitlich alles läuft, probiere einige Sachen aus! Es ist auch eine gern gesehene Tätigkeit bei der Bewerbung. ^^ Vielleicht kannst du ja im Ausland studieren? Wenn es mit dem Geld klappt.
    aufwachen, träumerle...!


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