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Thema: Mutter, Exfreund, Vergangenheit

  1. #1
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    Standard Mutter, Exfreund, Vergangenheit

    Hallo zusammen,

    Ich versuche mich kurz zufassen. Ich weiß nicht mit wem ich sonst drüber reden könnte.

    Mit meinem ersten Freund war ich 5 Jahre zusammen. Er ist 25 Jahre älter als ich. Ich wollte immer ein Kind haben und er sprach nie über das Thema. Bis ich schwanger wurde. Er heulte mir die Ohren voll. Schrie mich an. Flehte und bettelte und weinte, dass ich ihm das doch nicht antun könnte. Ich würde sein Leben zerstören. Tag und Nacht ging das so.

    Aufgrund Depressionen hatte ich leider keine Freunde zu dem Zeitpunkt da ich mich die Jahre davor immer mehr zurück zog. Ich konnte mit niemandem über diese Situation reden. Ich kam mir komplett hilflos vor. Er heulte mir die Ohren voll. Ich habe das Kind dann abgetrieben...Und er tat so als ob nie irgendwas passiert wäre. Er hat das Thema totgeschwiegen und wir hatten danach nicht einmal drüber gesprochen. Seitdem änderte sich alles und wir waren quasi unausgesprochen getrennt. Ich zog in ein anderes Zimmer und wohnte allerdings noch ein Jahr dort. Ich hatte irgendwie nicht die Kraft mir eine eigene Wohnung zu suchen und er sagte dazu nichts. Ich hatte wieder mit SVV angefangen und hatte täglich Suizidgedanken.

    Als ich 1 Jahr später meinen neuen Partner kennen lernte ( der jedoch auch eine Katastrophe war, von dem bin ich auch getrennt) und ich von dem ersten Freund wegzog... da dachte ich es geht bergauf.

    Jedoch war meine Mutter plötzlich am Ausrasten. Weil ich von meinem ersten Freund wegzog. Sie rief mich an und schrie durchs Telefon dass ich der schlechteste Mensch der Welt wäre. Sie will mich nicht sehen. Wie könnte ich ihm ( dem ersten Freund) das nur antun. Ich wäre ein Unmensch. Mein Vater schrie im Hintergrund, dass meine Mutter bald einen Herzinfarkt bekäme. Es war furchtbar.... ich habe es nicht verstanden. Täglich trennen sich Menschen, oder ziehen aus, oder was auch immer, das ist doch nichts weswegen man die eigene Tochter wochenlang anschreit? Meine Mutter verteufelte mich weil ich von meinem ersten Freund ausgezogen bin. Das ging über mehrere Wochen so in der Zwischenzeit bin ich bei dem 2. Freund eingezogen.

    Meine Mutter hat meinen ersten Freund daraufhin oft besucht. Backte ihm Kuchen. Fuhr zu ihm um ihn zu trösten. Sie machte mir immer wieder Vorwürfe und schrie mich an. Obwohl sie früher nie viel aus ihm machte. Besuchte uns nur ein paar Mal im Jahr obwohl wir alle in der gleichen Stadt wohnen.

    Sie verbrachte viel Zeit bei ihm. Um ihn über "die schweren Stunden hinweg zu helfen, dass er sich nicht umbringen würde".

    Sie planten plötzlich einen gemeinsamen Urlaub. Aus einem Urlaub wurden inzwischen nach 2 Jahren 4 Urlaube und weitere sollen folgen. Sie treffen sich. Telefonieren. Schreiben den ganzen Abend bei WhatsApp. Wie ich mitbekam erzählt sie ihm alles über mich. Über meine Beziehungen. Über Arbeit und Privates. Auch über Andere in der Familie.

    Aus finanziellen Gründen und weil ich mich von meinem 2. Freund trennte ( der bei jedem Streit die Abtreibung erwähnte. Mich schlechte behandelte.Geld klaute, Drogen nimmt, viel zu viele Probleme mit sich hat) wohne ich im Haus meiner Oma in dem auch meine Eltern leben. Deswegen bekomme ich vieles mit mit meiner Mutter und meinem Ex.

    Natürlich sprach ich sie schon oft drauf an. Wieso sie mit ihm in den Urlaub fährt. Wieso nicht mit mir. Sie schreit und weint dann immer dass das ihre Sache ist. Sie kann machen was sie will und ich hätte ja mit dem Ex nichts mehr zu tun. Und mehr als Freundschaft wäre da nicht.
    Mein Vater sagt nichts dazu da er vermutlich Angst hat, dass sie ausflippt und auszieht.

    Manchmal geht es mir psychisch ganz gut... aber manchmal nimmt mich das alles sehr mit.

    Wenn ich wieder was höre oder ich weiß, dass meine Mutter am nächsten Tag wieder zu ihm fährt, sie beide abends bei WhatsApp "online" sehe.... das erinnert mich dann immer an die Sache mit dem Kind, seinem ignoranten Totschweigen, wie meine Mutter mich anschrie als ich dort wegzog, an den Freund danach der als Partner absolut unbrauchbar ist und ich viel zu viel mitgemacht habe.

    Ich habe das Gefühl, dass ich so mit der Vergangenheit nicht abschließen kann, wenn der erste Ex als Kontakt mit "uns" hat durch meine Mutter.

    Wie würdet ihr reagieren? Soll ich lernen "drüber zu stehen"? Alles in die Wege leiten und wegziehen? Ich traue mich nicht meiner Familie zu erzählen was war.. mit dem Kind. Wie ich mich danach fühlte.

    SVV mache ich nicht mehr.. aber manchmal fühle ich mich doch sehr sehr schlecht....

    Vielen Dank fürs Lesen

  2. #2
    Roman Verfasser Avatar von Mona-Lisa
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    Hallo Arwen000,

    das ist fruchtbar, was Du Alles erlebt hast und dass Du es dort aushältst! Ist es Deine finanzielle Situation, weswegen Du noch dort wohnst oder auch, dass Du Dich mit Deiner Oma gut verstehst?

    Das kann ich gut nachvollziehen, dass das wehtut, wenn ein liebloser Expartner praktisch schon fast unzertrennlich mit der Mutter befreundet ist und diese einem Gegenüber immer wieder hysterisch ist. Ich könnte da nicht wohnen und würde wohl, wenn möglich weit wegziehen, damit ich davon nichts mehr mitbekomme.

    Machst Du eine Therapie im Moement? Es hört sich für mich so ein wenig an, als wünschtest Du Dir einen vertrauensvollen Kontakt zu Deinen Eltern, der aber nicht wirklich stattfindet. Vielleicht interpretiere ich das aber auch falsch? Seltsam ist das Verhalten Deiner Mutter schon, als wären sie und Dein Exfreund verliebt.

    War das Verhältnis zu Deinen Eltern früher besser? Hat sie schon immer viel getratscht, was Dich anging. Es gibt ja Menschen, die zwar nicht wirklich in der Lage sind, mit anderen direkt zu kommunizieren oder auch etwas über sich zu erzählen, aber sie erzählen ständig, was Andere tun, was ich nie verstand, wie das funktionieren kann.

    Vielleicht kann man leichter drüber stehen, wenn das eigene Leben erfüllt ist, man selbst Hobbies und Freunde hat und es einem gut geht? Oder wenn man weniger sensibel ist?

    Alles Gute
    Mona-Lisa
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  3. #3
    Neuling
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    Hallo Mona-Lisa,

    vielen Dank für deine Nachricht. Ich musste direkt wieder anfangen zu weinen.

    Meine Eltern und ich haben uns immer sehr gut verstanden. Nur meinen Ex mochten sie nicht super gern da er 25 Jahre älter ist und ich jahrelang gesagt bekam ich soll mich trennen. Deswegen bin ich aus allen Wolken gefallen, als ich mitbekam, dass meine Mutter ständig bei ihm war. Ich dachte erst sie würden sich für mich freuen, dass ich einen (vermeintlich) tollen Mann kennen lernte. Man kann in einen Menschen nicht hinein schauen, aber in dem einen Jahr indem ich noch dort bei meinem Ex wohnte und am Tag des Auszugs, schien mir mein Ex überhaupt nicht mitgenommen oder ansatzweise emotional zu sein, dass er hätte Trost gebrauchen können. Er hatte im Gegensatz zu mir einen stabilen, großen Freundeskreis.

    Ja ein paar Hobbys habe ich und auch wieder frühere Freunde. Allerdings schäme ich mich für diese Geschichte. Und auch für die Geschichte mit meinem 2. Expartner.

    Mein 1. Ex war immer super nett, aber ab der Sache mit dem Kind plötzlich ignorant und hat mich damit allein gelassen. Sah meine aufgeschnittenen Arme und sagte kein Wort dazu. Deswegen bin ich so ich weiß nicht... wütend, dass er mit meiner Mutter in den Urlaub fährt und immer noch so tut als wäre nie was geschehen und auf heile Welt macht. Und wütend auf meine Mutter, da man meiner Meinung nach zur Familie hält also auch zur Tochter. Sie hatte selbst riesen große Eltern-Kind Probleme mit ihrer Mutter und hat nicht genug Liebe bekommen die sie wollte.

    Wegen meinem gewalttätigen 2.Ex kündigte ich Job und Wohnung. Deswegen dann auch der Umzug zurück ins Elternhaus. Mit meiner Oma verstehe ich mich gut und sie ist auch "auf meiner Seite", aber erzählen kann ich ihr auch nichts. Zur Zeit kann ich aus finanziellen Gründen nicht woanders hinziehen.

    Es tat gut, dass hier alles mal zu schreiben. Ich habe schon ein paar Mal einen Termin beim Psychologen ausgemacht aber leider immer wieder abgesagt.

    Ja, ich dachte, dass ich mich ehrenamtlich im Tierschutz betätigen könnte. Das habe ich früher schon mal gemacht und es würde mir viel zurückgeben und ich hätte mehr Anschluss zu neuen Leuten. Ich denke nicht, dass sich bei meiner Mutter und meinen Ex was ändern wird, da sie bereits Urlaub für 2021 planen. Manchmal überkommt es mich und dann tut es sehr weh, zu wissen, die beiden machen sich eine schöne Zeit und er ist immer noch irgendwie involviert. In meine Familie.

    Arwen000

  4. #4
    Roman Verfasser Avatar von Mona-Lisa
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    Darf ich Dich fragen, was Dich dazu veranlasst hat, immer wieder eine Therapie abzusagen?
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