Moinsen,

ich träume seit meiner Kindheit viel und intensiv, besonders morgens erinner ich mich gut an meine Träume. Da ich oft morgens einmal aufwache und wieder einschlafe komme ich in viele REM Phasen. Seit Jahren mache ich mir Gedanken um diese Belastung und habe das Gefühl, dass etwas nicht stimmt oder in meiner Entwicklung gefehlt hat (oder noch fehlt).
Nun habe ich seit meiner Kindheit ausschließlich "negative" Träume, diese sind nach Priorität/Häufigkeit kategorisiert:

1. sich verlaufen, etwas suchen
2. Verfolgung, Gewalt, Ohnmacht
3. Insekten/Ungeziefer
(4. Zahnverlust)


Darstellung:
1. sich verlaufen, etwas suchen (am Häufigsten):

Ich irre in einem nach mir "Bekannten" Gebiet herum, was allerdings völlig anders aussieht. Ich denke ich kenne mich aus, verlaufe mich aber im Endeffekt. Entweder ich versuche "nach Hause" zu gelangen, oder ich suche Etwas. Die Areale verändern sich oft im Traum und sind stetigem Wandel unterzogen, alles scheint mir bekannt aber doch so fremd. In diesen Träumen reise ich viel, bin sehr aktiv und aktiv auf der Suche mit einer klaren Vorstellung. Gefühle von Verzweiflung und Einsamkeit sind häufig der Fall. Zum Beispiel suche ich nach meinen Freunden die ich aus dem echten Leben kenne. Das größte Problem bei diesen Strukturen: Ich fühle mich fremd unter Fremden und unwohl in Gebieten die ich nicht kenne. Vor allem da diese sich ständig verformen. Ich hab das Gefühl nie anzukommen und wache meist auch mitten im Traum auf. Auffallend ist, dass hier ausschließlich nach einem Ort gesucht wird.


2. Verfolgung, Gewalt, Ohnmacht:

Einer der unangenehmsten Träume. Verfolgt werden ist hierbei die häufigste Traumstruktur. Meist durch Personen mit bösartigen Absichten, manchmal auch durch eine Kreatur. Oft sind diese Träume ziemlich düster. Manchmal sind diese Träume realistischer und sind in einer Traumwelt - wie im echten Leben - mit Rechtssystem. In diesen Träumen wird mir immer Unrecht gegeben und die Person die mir was Bösartiges will wird nicht zur Rechenschaft gezogen. In den letzten Jahren habe ich mich angefangen in den Träumen zu wehren, mit voller Alarmbereitschaft und mit dem Willen mich durchzusetzen. Dies funktioniert jedoch nie: Ich habe keine Kraft, kann mich kaum bewegen, alles fühlt sich schwer an. Wenn ich weglaufe komme ich auch keinen Meter voran.Totale Ohnmacht. Meist werde ich überwältigt.
Dazu kommt der "kranke" Teil, der kommt seltener aber ist dafür intensiv, oft wird viel Gewalt eingesetzt.

z.B. wurde ich vor ein paar Tagen noch verfolgt, die Person hatte Klingen oder Schwerter und hat mich mehrmals durchbohrt. Konnte der Person auch 2 Klingen in den Körper rammen, hatte aber keinen Effekt. Heute hat mir eine Person meinen Kopf mehrmals mit Kraft gegen eine Wand gehauen.
Seltener sind es Träume die schon Splatter Filmen ähneln.


3. Insekten/Ungeziefer

Träume von Spinnen hatte ich in meiner Kindheit wöchentlich. Mal mehr Spinnen, mal weniger, aber immer mit einem Gefühl von Ekel und Angst verbunden. Manchmal hingen hunderte Spinnen am Faden von der Decke. Oft war ich von Netzen umgeben. Mittlerweile träume ich selten von Spinnen, aber mehr von anderem Ungeziefer. Mal sind überall Kokons an Wänden, mal Kakerlaken und mal Insekten die man so noch nicht gesehen hat.

z.B. habe ich letzte Woche noch von einer Hautveränderung geträumt wo ich dachte es sei eine Warze, jedoch bewegte sich darunter etwas. Ich griff in die Öffnung und zog mit Faszination und ein wenig Ekel einen ca. 30cm langen Tausendfüßler raus.


4. Zahnverlust

Alle Träume die häufiger wiederkommen und sehr ähnlich sind finde ich wichtig zu beachten. Denn bei diesen wird klar das ein tieferliegendes Problem ein Grund sein kann, als z.B. einen Traum den man auch mal im Alltag visuell und emotional aufgegriffen hat.
Die letzten zwei Jahre habe ich sehr häufig und sehr intensiv von Zahnverlust geträumt. Manchmal verlor ich einen Zahn, mal mehr und manchmal eine komplette Kieferseite. Mal nur die Größe eines Zahns wie man diese aus dem echten Leben kennt, mal Zähne die 20 cm lang waren, quasi die "Krone" und darunter meine Interpretation einer Wurzel (wie ein Haifischzahn nach unten geneigt).
Jeder Zahnverlust hat stark geblutet und führte auch zum Aufwachen.
Nach dem Aufwachen hat es sich immernoch angefühlt als wäre der Zahn nicht da, der metallische Blutgeschmack verschwamm auch erst innerhalb einer Minute.


Ich möchte klar darstellen, dass das vermehrte Aufwachen aus "negativen" Träumen mich auch besser an diese erinnern lässt. D.h. also nicht das ich keine positiven Träume habe.
Habt ihr ähnliche Bedenken, dass eure Träume nicht mehr "normal" sind? Da man nicht viel mit Anderen über solch private Sachen redet, vor allem nicht wenn es um starke Gewalt geht, will man schon Wissen ob man ein Ausnahmefall ist.

Wer sich zu meinem Fall äussern will oder ähnliche Bedenken habt kann sich ja kurz dem Thema anschließen.