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Thema: Partner triggert mich sehr oft - Trennung?

  1. #1
    Neuling
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    Standard Partner triggert mich sehr oft - Trennung?

    Hallo ihr Lieben,

    ich habe folgendes Problem. Ich habe eine PTBS und seit Jänner eine ziemliche Krise, körperlich und psychisch. Ich kann mich meistens einigermaßen regulieren, aber habe oft auch Angstzustände (die sind allerdings in den letzten Wochen deutlich weniger geworden). Ich habe vor einem Jahr SSRIs abgesetzt, die ich vorher sehr lange Zeit genommen hatte (habe sehr langsam, über 3 Jahre, ausgeschlichen). Ich nehme momentan 5HTP und CBD, was mir gut tut, habe aber seit Monaten immer wieder die Frage in mir, ob ich wieder Antidepressiva nehmen soll.

    Ich arbeite nicht mehr, weil ich eine instabile Halswirbelsäule habe und es mir dadurch körperlich sehr schlecht geht, ich kann seit Monaten oft nur liegen. Vorher war ich immer viel draußen und habe Sport gemacht, das fällt jetzt weg, genauso wie die Arbeit. Mir fehlt die Struktur und der Ausgleich und ich hadere oft mit meinem Schicksal. Das einmal das drumherum.

    Dazu kommen meine Beziehungsprobleme. Mein Mann und ich hatten einige schlechte Monate und vor 4 Wochen ist er ausgezogen. Wir haben uns jedoch nicht getrennt, er kommt jeden zweiten Tag. Unsere Beziehung ist dadurch tatsächlich besser geworden, wir streiten viel weniger und fühlen uns wieder viel mehr zueinander hingezogen. Allerdings triggert er sehr oft meine Verlassenheitsängste. (Ich habe unter anderem ein Bindungstrauma.) Das nächste Problem ist, dass er, wenn dieses Problem (oder andere Probleme) auftauchen, genauso wird wie mein Vater (kalt, empathielos, er lacht mich aus, sagt, das ist alles "nur"psychisch, ich mache das alles selbst, sogar die HWS Krankheit habe ich, seiner Meinung nach, selbst produziert, damit er nicht geht usw).

    Heute ist es mir wegen meiner HWS sehr schlecht gegangen und ich konnte nur liegen. Das hat große Angst in mir ausgelöst (die letzten Tage waren sehr gut gewesen, ich war öfter auch draußen). Ich habe ihn deshalb gebeten heute ausnahmsweise auch bei mir zu bleiben. Nein, er hatte sich in den Kopf gesetzt, dass er um 16 Uhr geht, er KANN dann nicht bleiben. Ich habe gesagt, es geht mir heute sehr schlecht und er hat mir früher gesagt, falls es mir einmal wirklich schlecht gehen sollte, ist es für mich da. (Ich habe ihn bisher aber noch nie darum gebeten). Aber heute, als ich ihn darum gebeten habe, ging es nicht. Er ist wieder eiskalt geworden, hat mich ausgelacht, gesagt, ich soll doch ins Krankenhaus gehen. Ich hab egesagt, ich habe Angst dass ich sterbe. Er meinte, das wäre eh besser, tot sein ist sowieso besser. Er wird dann so kalt und grausam und das erinnert mich extrem an meinen Vater. Da bin ich erst vor kurzem draufgekommen, auf diese Parallele, die war mir vorher tatsächlich nicht bewusst. Ich habe dann so extreme Gefühle in Bauch und Brust, dass ich glaube, verrückt zu werden oder zu sterben, es tut sehr weh und fühlt sich an, als ob mich innerlich etwas auffrisst. Sein Kommentar: Egal, dann wirst du halt verrückt. Ernst und kalt!

    Mir ist klar, dass ich für meine Zustände selbst verantwortlich bin und dass ich das in mir lösen muss. Leider ist das in letzter Zeit viel schlimmer geworden. Ich weiß, dass er sich nicht um mich kümmern soll/muss. Aber ich frage mich derzeit, ob es gut ist, mit einem Mann zusammen zu sein, der das so heftig in mir triggert. Ich habe das in vorherigen Beziehungen noch nicht erlebt! Ich fühle mich massiv im Stich gelassen und wie ein Baby, dass Todesangst hat, weil es verlassen wird.
    Ich mache seit ein paar Wochen eine Traumatherapie und habe danach immer das Gefühl, dass es mir nicht gut tut. Ich fühle mich noch infantiler. Gestern nach der Therapie war ich mit meiner Mutter und meiner Tochter einkaufen, Als ich einmal alleine in einem Gang war, hatte ich ganz heftige Angst, weil ich alleine war. Das hatte ich noch nie! Wie ein kleines Kind, dass allein gelassen wurde.

    Ich bin ratlos. Meine Beziehung triggert mich, Trennung macht mir natürlich auch extreme Angst (Verlassen werden). Ich bin körperlich krank und fühle mich dadurch sehr belastet. Meine Psychotherapie passt irgendwie nicht (oder muss ich da durchtauchen? Ich hatte das bei vorigen Therapeuten nie, dieses Gefühl) Und oft die Frage, ob ich wieder Tabletten nehmen soll. Ich will aber diese schlechten Nebenwirkungen nicht mehr.

    Und, wie kann ich mir selbst helfen, wenn ich diese heftigen Zustände habe, dass ich glaube, die Gefühle fressen mich auf? Ich habe auch beim Einschlafen oft Angst. Und das geht jetzt schon seit 5 Monaten...

    Hat jemand einen Rat für mich?

  2. #2
    Neuling
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    Standard

    Das ist irgendwie sooo viel. Deine Beziehung wirkt einfach nur wie zusätzlicher Ballast. Ein Notnagel, den du zu greifen versuchst, aber an dem du dich verletzt.
    Aufgrund der hohen Belastung von mehreren Seiten würde ich eine Auszeit empfehlen(?). Vielleicht Tagesklinik? Irgendwas stationäres? Ich kenn mich da jetzt nicht so genau aus in den Möglichkeiten.
    Wo ich mir aber relativ sicher bin ist, dass du eine Auszeit brauchst über Wochen oder Monate, Abstand. So, dass du die Dinge erstmal mit dir selbst regeln kannst, klar kommen kannst. Vielleicht, im Rahmen einer (Tages)Klinik mit verschiedenen Psychologen reden kannst um für dich zu entscheiden, was du willst und was richtig für dich ist.

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