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Thema: Probleme den Alltag zu überwinden

  1. #1
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    Standard Probleme den Alltag zu überwinden

    Guten Tag,

    Da ich mir nicht mehr anders zu helfen weiss, versuche ich es hier im Forum.

    Mein Alltag ist über die Jahre langsam zur Qual geworden.

    Eigentlich sieht meine Situation von aussen ziemlich gut aus :
    * bin verheiratet mit einer lieben Familie, bestehend aus einer liebenswerten Frau und zwei Kindern (7 und 4),
    * ich habe einen Job bei dem ich mehr Geld als genug verdiene, und von dem ich mir ein Haus, 2 Mal im Jahr Urlaub, 2 Autos, sowie Schnickschnack leisten kann.

    Jedoch bin ich seit mehreren Jahren innerlich am Sterben.
    Vor ein paar Jahren war es zuhause schwer
    weil die Kinder noch sehr klein waren, und meine ganze Welt drehte sich um sie, inklusive aller Restriktionen, die man wegen Kleinkindern hat.
    Für mich war die Umstellung vom “freien” Mann zum Familienvater ziemlich schwer, da ich mir immer so vorkam als müsste ich auf alles versichten.

    Seitsem diese Pille nun geschluckt ist, und ich mein neues Leben akzeptiert habe, und eingesehen habe, dass es doch gar nicht schlechter ist als Familienvater, geht es am Arbeitsplatz nun stark bergab.

    Mein Vorgesetzter engt seine Mitarbeiter (zu denen ich gehöre) mit seiner despotischen Art und Weisen immer mehr ein.
    Eigentlich ist er kein schlechter Kerl, aber er ist ein Kontrollfreak.
    Obwohl ich Projektmanager bin, werden mir wichtige Entscheidungen vorgeschrieben, bei denen ich anders handeln gehandelt hätte.
    Mein Team wurde von diesem Vorgesetzten dezimiert und reduziert, weil er damit seiner eigenen langfristigen Strategie nachgehen will, wobei keiner weiss was diese genau sein soll.
    Nun bin ich seit mehreren Monat am Boden, da ich den Eindruck habe am Arbeitsplatz nur noch zu leiden. Erfolgsgefühle habe ich keine mehr gehabt, was mich ziemlech hernunterzieht.

    Das Schlimmste ist dass sich meine Gehirn sich konstant mit dieser Situation vom Arbeitsplatz befasst, und ich kann es nicht abschalten. Sobald ich nicht an der Arbeit bin geht elos, und es macht mich nachts und an freien Tagen innerlich fertig.

    Nun habe ich versucht vor ein paar Monaten etwas dagegen zu unternehmen. Ich habe versucht Sachen zu erledigen, die ich aus Verzweiflung unbewusst in der Vergangenheit verdrängt hatte.
    Der erste Punkt war eine Diät zu starten. Ich ging also zum Experten. Nach ein paar Wochen Diät, waren ein paar Pfunde weg, aber nicht in dem erwarteten Maße.
    Misstrauisch ging ich zum Arzt, und dieser diagnostizierte die Hashimoto-Krankheit (reduzierte Schilddrüsenfuktion).
    Seiner Meinung nach ist dies die Folge extremes Stresses der sich über die Jahre angesammelt hat, und dieser hat mir geraten mich weniger zu stressen.

    Jedoch schaffe ich das nicht.

    Erstens ist meine Arbeit an sich stressig, und zweitens, bin ich so von dieser Arbeit terrorisiert, dass ich unter Stress leide sobald ich von der Arbeit weg bin.

    Ich bin also in ein Teufelskreis geraten, und es geht mir sehr schlecht.

    Ich bin von Natur ein ruhiger Mensch der das meiste in sich reinfrisst, hohe Erwartungen an sich selbst hat, anderen hilft, und selbst nicht nach Hilfe fragt.

    Und im Moment komme ich mir vor wie ein totaler Versager, und ich weiss nicht was ich tun soll, um Mental wieder hoch zu kommen.

    Obwohl ich mich seit einem Jahr mir Hobby-Schreinerei befasse, und mittlerweile selbst kleinere Möbelstücke herstelle, überwiegt diese Ablenkung nicht dem Stress der in meinem Gehirn existiert.

    Habt ihr da irgendwelche Tipps für mich?

    Obwohl es mir im Regelfall nicht entspricht, habe ich sogar ein Buch angefangen darüber wie man das Leben geniessen und die Sorgen managen soll, aber ich habe Angst zu schwach zu sein, um diese Ratschläge umzusetzen.

    Ich habe den Eindruck in einem Loch zu sein das jeden Tag tiefer wird.

    Ich habe schon darüber nachgedacht den Job zu wechseln, aber befürchte, dass es beim nächsten Job auch so wird.
    Finanziell gesehen hängt auch alles vom derzeitigen Job ab.

    Ich möchte mich ändern, aber ich schaffe es in meinem Zustand nicht, und befürchte, dass es immer schlimmer wird. Und leider weiss ich nicht ob ich es noch lange aushalte, vor allem falls ich noch tiefer fallen sollte. Denn im Moment sieht alles danach aus...


    MfG

  2. #2
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    Warum denkst du, in einem anderen Job wäre es genauso?

    Ich glaube, bei Hashi entwickelt man auch leicht depressive Symptome, oder?
    Ich denke, der Gang zum Therapeuten könnte dir helfen, den Knoten in deinem Kopf ein wenig zu lösen und sei es nur, dass du deine Verzweiflung mal rauslassen könntest.

    Du hast Angst, noch tiefer zu fallen, dann hole dir jetzt Hilfe, bevor es so weit ist ;-)

  3. #3
    Neuling
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    Hi Miraly,

    Vielen Dank für deine Antwort.
    Ich befürchte im nächsten Job die selbe Routine und Probleme wiederzufinden. Ich befürchte für nichts mehr gut zu sein ausser für das was ich gerade mache.

    Der Gang zum Therapeuten macht mir Angst, weil ich es als Niederlage empfinde.

    Ich hatte aber in den letzten Tagen Glück in meinem Unglück.
    Einerseits bin ich mit meinem Buch vorangekommen, der nur so von Wahrheiten wimmelt, und ich durfte auf der Arbeit an einem Selbstbestimmung/Selbstvertrauenseminar teilnehmen.

    Die Moderatorin hat mir die Augen geöffnet darüber dass man als Mensch Rechte hat, und dass man das Recht haben sollte sich selbst zu sein.
    Und dass man nur Glück findet wenn man sein eigenes Ich nicht unterdrückt.
    Diese 2 Tage haben mir Mut gegeben, und ich versuche nun daran zu arbeiten, wie ich mir selbst helfen kann.
    Jede Veränderung kann nur von mir kommen.
    Es gab Tips um sich suverän auszudrücken, nicht in Emotionen unterzugehen, und wie man anderen richtig zuhört.

    Ich denke ich muss diesen Weg gehen um Glück zu finden. Dieser Weg wird sicherlich nicht einfach. Das Ergebnis wird mir aber sicherlich bei der Schilddrüsenkrankheit helfen.


    MfG

  4. #4
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    Hey,
    das stimmt, an dir arbeiten kannst nur du selbst.
    Wie ist es dir die letzten Tage ergangen? Hast du neue Dinge entdecken können?
    Wieso wäre ein Therapeutenbesuch eine Niederlage? Du schriebst, dass du nicht nach Hilfe fragst. Kannst du nicht nach Hilfe fragen? Wäre es deswegen eine Niederlage?

  5. #5
    Neuling
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    Hi Miraly,

    Als überwiegend bisher rational denkender Mensch (und Gefühle unterdrückender Mensch) muss ich progressiv vorgehen. Sofort zum Therapeuten zu gehen ohne mich vorher schlau zu machen und Sachen zu probieren, fühlt sich an als würde ich mit Kanonen auf Spatzen schiessen.

    In den letzten Tagen habe ich versucht die Tips anzuwenden die ich von meinem Buch und vom Coach aus meinem einmaligen Training kenne.
    Und das mit mehr oder weniger Erfolg. Ich versuche meine Reaktionen zu bändigen, den Leuten besser zuzuhören, davon auazugehen dass meine Mitmenschen ok sind, dass man den Tag leben sollte und nicht den Vortag oder den Tag danach, dass man das Ich respektieren soll und nach seinem Gewissen leben sollte.
    Vieles verlangt Kraft, und Vieles mache ich noch falsch, aber es fällt mir nun endlich auf und ich kann mich nun nach und nach verbessern.

    Ich befürchte aber dass es noch lange dauert wird bis ich den Mut habe wichtige Entscheidungen für mein Wohlbefinden zu treffen. Und ich befürchte, dass ich rückfällig werde und es dann ganz aufgebe.

    MfG


    Luc Beni

  6. #6
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    Zitat Zitat von Cleaner57 Beitrag anzeigen
    dass man das Ich respektieren soll und nach seinem Gewissen leben sollte
    Gehört da für dich auch dazu, Gefühle nicht zu unterdrücken und nicht alles in sich hinein zu fressen?

    Entschuldige, aber für mich klingt das, was du geschrieben hast, ein bisschen nach 'an den Symptomen rumdoktern'. Aber das ist vielleicht mein subjektives Empfinden, weil ich für mich gerade daran arbeiten will, meine Emotionen wieder zu fühlen.

  7. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Miraly für den sinnvollen Beitrag:

    Mirjam (16.03.2018)

  8. #7
    Neuling
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    Zitat Zitat von Miraly Beitrag anzeigen
    Gehört da für dich auch dazu, Gefühle nicht zu unterdrücken und nicht alles in sich hinein zu fressen?
    Ich denke dies ist der Ursprung aller meiner Probleme, aber über die Jahre hat das Ganze drastisch zugenommen, sodass ich überwiegend negative Gedanken habe.

    Zum Thema “herumdoktern” kann ich nur sagen dass ich nicht wirklich verstehe was Du meinst.
    Ich denke nicht, dass ich mir das Ganze einbilde.
    Ebenfalls denke ich, dass ich versuchen muss mir selbst zu helfen ehe ich zum Therapeuten gehe.
    Auch weiss ich nicht, ob das Problem von einem Arzt behandelt werden soll, von einem Psychologen, oder von einem Lebens-Coach.

    MfG

  9. #8
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    Standard

    Nein, nein, ich meinte damit nicht, dass du dir etwas einbildest.
    Ich wollte damit zum Ausdruck bringen, dass ich denke, dass es langfristig nicht hilft, nur einzelnes Verhalten zu verändern. Also z.B. "Reaktionen bändigen", wenn du aber weiterhin alles in dich hinein frisst.
    Aber so wie du schreibst, scheinst du das ja erkannt zu haben, darum ging es mir.

    Natürlich ist es auch gut, selbst erst einmal zu schauen, was man selbst hinbekommt. Auch wenn du zu einem Therapeuten gehst, bist du ja trotz allem derjenige, der tun muss. Das nimmt dir der Therapeut nicht ab, er hilft dir nur, (schneller) die Richtung zu finden.

    Bezüglich dessen, dass du nicht weißt, von wem dein Problem behandelt werden sollte, kann ich dir sagen, dass du eben jenes auch bei einem Therapeuten nachfragen kannst. Manche bieten eine Sprechstunde an, die eben dazu dient, dies einzuschätzen. Ein guter Hausarzt wird dir das sicherlich auch sagen können. Einen Lebens-Coach müsstest du halt selbst bezahlen, denke ich, ein Therapeut ist aber meines Erachtens eigentlich nichts anderes ;-)

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