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Thema: Psychische Störungen alle miteinander verwoben?

  1. #1
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    Standard Psychische Störungen alle miteinander verwoben?

    Guten Morgen liebe User,

    manchmal stelle ich mir die Frage, ob nicht alle (wenigstens die, die ich so kenne) psychischen Störungen miteinander verwoben sind.

    So eine Art Blutsverwandtschaft.

    Jetzt nicht im Sinne von Mehrfachdiagnose, sondern eine enge Verwandtschaft der Symptome.

    Z.B Hat ein depressiver Mensch auch Symptome eines Zwangserkrankten, nämlich Grübelzwänge, oder und starke Ängste wie ein Angsterkrankter.

    Oder ein schizophrener Mensch, um jetzt mal einen Extremfall zu nennen, hat er nicht auch Depressionen wie jemand der an Depressionen erkrankt ist. Und hat er nicht auch Ängste wie ein Angstserkrankter. Er hat auch Grübelzwänge wie bei einer Zwangserkrankung.

    So könnte ich jetzt alle mir bekannten psychischen Störungen nennen, ich würde bei allen übereinstimmende Sympthome nennen können. Wenn auch in unterschiedlicher Intensität.
    Ich weiß nicht, ob in der Forschung dahingehend gedacht wird. Aber das wäre doch ein Ansatz um eine neue Therapieform zu entwickeln, ich meine eine Gesprächstherapie.

    freue mich auf eine rege Diskussion

  2. #2
    Verleger Avatar von Mirjam
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    Biist der Ansicht, dass in Bezug auf Gemeinsamkeiten, hilfreiche Strategien, wie beispielsweise der Umgang mit Gefühlen/Gedanken (ABC der Gefühle) bisher nicht bei verschiedenen psychischen Krankheitsbildern vermittelt wird?

  3. #3
    Schreibkraft
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    Doch das denke ich schon. Ich weiß es ja nicht wie so eine Therapie aussehen könnte. Ich stelle es ja zur Diskussion im allgemeinem, was sich aus meinem Denkansatz ergeben "könnte".
    Es muss ja nicht direkt zu einer "neuen" Therapieform führen. Aber was könnte sich aus meinem Denkansatz für die Psychiatrie im allgemeinen entwickeln. Vielleicht ist mein Gedanke ja auch absoluter Blödsinn.

  4. #4
    Verleger Avatar von Mirjam
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    Von deiner konkreten Frage mal abgesehen, denke ich, dass der Knackpunkt, warum Psychotherapie nur bedingt Wirkung zeigt, mit einem selbst zu tun hat (meine individuellen Gedanken, ob das allgemeingültig ist? Keine Ahnung).

    Mit einem (mir) selbst:

    Sich weiterhin weitestgehend in der Komfortzone bewegen. Bezogen sowohl auf Gewohnheiten als auch grundlegende Veränderungen.

    Andererseits nimmt man sich selbst überall hin mit.

    Inwieweit sind psychische Erkrankungen überhaupt ....hm...“wegzukriegen“.....inwieweit sollte es eher darum gehen, damit zu leben....zu akzeptieren.

    (Das sind meine persönlichen Gedanken kurz vor einem weiteren Therapeuten-Termin am Mo. Ich habe unterschwellig öfter das Gefühl, in Bezug auf meine Psyche nicht genug “geleistet“ zu haben).

  5. #5
    Schreibkraft
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    Vielleicht ist ja gerade das falsch, in einer Therapie zu sehr auf das Individuum einzugehen? Wenn sich die Symptome der unterschiedlichsten Erkrankungen, der unterschiedlichsten Patienten doch so ähneln. Ich weiß sehr gewagte These.

  6. #6
    Roman Verfasser
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    Ich denke, dass das, was als "psychische Störungen" bezeichnet wird, ja letztendlich Strategien der Psyche bzw. des (heranreifenden, sich entwickelnden) Gehirns sind, sich an eine destruktive oder dysfunktionale Umwelt anzupasssen. Es geht letztendlich um "gesunde" Anpassungs-, Verteidigungs- und Überlebensstrategien, die da ausgebildet werden. Auf diese Strukturen baut sich alles weitere auf, nach diesen Strukturen beurteilt, fühlt und handelt man.
    Da es sich aber letzendlich um eine Art "Notprogramm" handelt, in dem vieles nicht richtig integriert ist, ist die Anpassungsmöglichkeit beschränkt, und führt dadurch zur letztendlich auch zur Dysfunktionalität.

    Meiner Ansicht nach hängen all die verschiedenen "Störungen" tatsächlich miteinander zusammen, überschneiden sich, und manchmal wird auch das eine Störungsbild vom anderen abgelöst, und sie haben letztendlich alle die gleiche bzw. ähnliche Ursache.

    Es ist auch vollkommen einleuchtend, dass man sich als Betroffener schwer mit Veränderungen tut, denn immerhin handelt es sich um das individuelle Überlebensprogramm. Es hatte ja mal einen existentiellen Zweck, hat es oft auch in der Gegenwart noch. Auch wenn es mit Leiden verbunden ist, gibt es dennoch eine gewisse Sicherheit.

    Ist nicht eine Therapie letztendlich immer ein Balanceakt zwischen (erlerntem, über Jahre entwickelten) Eigenschutz und Aufgabe dieses Schutzes?
    Wenn man etwas aufgibt, muß an diese Stelle etwas anderes treten, und zu diesem "anderen" muß man erst mal Vertrauen fassen.
    Das ist unglaublich schwer.

  7. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Der rote Faden für den sinnvollen Beitrag:

    Blase (03.03.2020)

  8. #7
    Verleger Avatar von Draugr
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    Zitat Zitat von erdbeerstiel Beitrag anzeigen
    Vielleicht ist ja gerade das falsch, in einer Therapie zu sehr auf das Individuum einzugehen? Wenn sich die Symptome der unterschiedlichsten Erkrankungen, der unterschiedlichsten Patienten doch so ähneln. Ich weiß sehr gewagte These.
    Ich würde das nicht unbedingt voneinander trennen; sicherlich hat auch eine psychische Erkrankung klassische Symptome, wie etwa auch eine Grippe; jedoch dürfte der Umgang mit ersterer sowie die Folgen hiervon mitunter recht individuell sein; auch geht es ja darum, das Individuum zu stärken, seine Ressourcen festzustellen etc, dafür ist ein individuelles eingehen sicherlich schon essentiell .

    Für die allgemeinen Symptome wäre meiner Meinung nach eher der Neurologe denn der Therapeut zuständig.
    Das Angenehme dieser Welt hab ich genossen,
    Die Jugendstunden sind, wie lang! wie lang! verflossen,
    April und Mai und Julius sind ferne
    Ich bin nichts mehr; ich lebe nicht mehr gerne!
    (Friedrich Hölderlin)

  9. #8
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    @Der rote Faden

    Sehr gut interpretiert!

    Ich denke ähnlich. Ich denke auch, wenn nicht mehr eine solche scharfe Abgrenzung in der Bezeichnung dieser Störungen getroffen würde. Wäre auch die Akzeptanz der Psychischen Störungen in der Gesellschaft wesentlich höher.

    Depression ist ja schon was schlimmes, aber Schizophrenie.............um Gottes Willen das ist ja gaaaanz schlimm. So wird doch immer noch gedacht.

    Psychisch krank, basta.

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