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Thema: Psychologieforum als Beschäftigungstherapie?

  1. #1
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    Standard Psychologieforum als Beschäftigungstherapie?

    Hallo liebe User

    Hin und wieder melde ich mich in einem Psychologieforum wie diesem hier an. In allen Foren die ich bisher besucht habe, gab es User, die mehrere Tausend Beiträge verfasst haben. In einem Forum gabs z. B. einen/eine, der/die weit über 16000 Beiträge hatte.

    Ist das überhaupt sinnvoll für einen Psychisch kranken?

    Was meint ihr dazu?

  2. #2
    Verleger Avatar von manannan
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    Zitat Zitat von erdbeerstiel Beitrag anzeigen

    Ist das überhaupt sinnvoll für einen Psychisch kranken?
    Ich bin weder Psychiater noch Therapeut, daher weiß ich nicht im Einzelnen, was in wieweit sinnvoll für psychisch Kranke sein kann. Des weiteren sind Foren wie dieses hier nicht (nur) psychisch Kranken vorbehalten. Abgesehen davon gibt es zahlreiche Abstufungen zwischen psychischer völliger Gesundheit und diversen psychischen Erkrankungen.
    Du selbst zu sein, in einer Welt die dich ständig anders haben will, ist die größte Errungenschaft.
    Ralph Waldo Emerson
    (1803 – 1882)

  3. Die folgenden 4 Benutzer bedankten sich bei manannan für den sinnvollen Beitrag:

    Cailynn (26.02.2020),Der rote Faden (26.02.2020),Mona-Lisa (27.02.2020),Pullus (26.02.2020)

  4. #3
    Roman Verfasser
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    Die Frage ist sicherlich differenziert zu betrachten.
    Zum einen sind nicht alle, die sich bei einem Psychologieforum anmelden, "psychisch krank".
    Viele User sind bestimmt auch in "normaler" psychischer Verfassung, haben aber vielleicht gerade eine persönliche oder berufliche Krise oder ein bestimmtes Problem, bei dem sie nicht weiterkommen.
    Andere haben einfach nur Interesse an psychologischen Themen.
    Wie viele Beiträge ein User geschrieben hat, hängt sicherlich auch davon ab, wie lange er schon in dem entsprechenden Forum schreibt.
    In zehn Jahren kommt beispielsweise einiges an Beiträgen zusammen, auch wenn man täglich nur einen oder zwei schreibt.

    Aber das Schreiben in Foren kann natürlich auch zu einer gewissen Sucht werden, vor allem für Leute, die wenig Aufgaben oder Kontakte im realen Leben haben.
    Da kann man schon mal den ganzen Tag vor dem Rechner verbringen, träge werden und dadurch den Hintern noch schwerer hochbekommen für Dinge, die einem eh schon schwer fallen.
    Je nachdem, wie so der Umgangston im Forum ist, kann es auch emotional ziemlich stressen, wenn man angegriffen wird, oder selber irgendwem auf den Schlips getreten hat.
    Andererseits kann es auch eine Bereicherung sein, wenn man auf Verständnis stößt und sich mal über Dinge austauschen kann, über die man sonst nicht redet, wenn man neue Betrachtungsweisen aufgezeigt bekommt, von den Erfahrungen anderer Leute lernen kann ect.

    Deswegen kann ich da keine eindeutigen Aussagen machen; es muß wohl jeder für sich selbst entscheiden und verantworten, ob und wann es einem gut tut oder nicht.

  5. Die folgenden 5 Benutzer bedankten sich bei Der rote Faden für den sinnvollen Beitrag:

    Beinwell (26.02.2020),Cailynn (26.02.2020),manannan (26.02.2020),Mona-Lisa (27.02.2020),Pullus (26.02.2020)

  6. #4
    Verleger Avatar von manannan
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    Zitat Zitat von Der rote Faden Beitrag anzeigen
    Wie viele Beiträge ein User geschrieben hat, hängt sicherlich auch davon ab, wie lange er schon in dem entsprechenden Forum schreibt.
    In zehn Jahren kommt beispielsweise einiges an Beiträgen zusammen, auch wenn man täglich nur einen oder zwei schreibt.
    Die pure Anzahl an Beiträgen sagt gar nicht allzu viel über die tatsächlich aufgewendeten Zeiten im Forum aus. In manchen etwas hitzigeren Diskussionsrunden über aktuelle Themen ergeben sich häufig auch dialogartige Sequenzen, in denen man viele relativ kurze Antwortbeiträge schreibt, die die Beitragszahl deutlich erhöhen, ohne dass man deswegen viel geschrieben oder übermäßig viel Zeit hier verbracht hätte.
    Du selbst zu sein, in einer Welt die dich ständig anders haben will, ist die größte Errungenschaft.
    Ralph Waldo Emerson
    (1803 – 1882)

  7. Die folgenden 3 Benutzer bedankten sich bei manannan für den sinnvollen Beitrag:

    Der rote Faden (26.02.2020),Mona-Lisa (27.02.2020),Pullus (26.02.2020)

  8. #5
    Neuling Avatar von Cailynn
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    Ich denke es ist wie überall im Leben. Die Dosis macht das Gift. Sicher kann ein Forum eine Bereicherung sein wenn man spezielle Anliegen hat über die man sich vielleicht sonst nicht austauschen kann. Aber ein Forum oder generell das Internet kann und sollte nicht der Mittelpunkt des Lebens sein, denn es ersetzt niemals reale soziale Kontakte.
    Wenn jemand psychische Leiden hat kann es hilfreich sein auf Gleichgesinnte im Forum zu stoßen mit denen man sich austauschen kann aber es kann genauso gut das Gegenteil bewirken und noch mehr destabilisieren.
    Daher ist meine Meinung, dass man da auf sich achten muss das man im Gleichgewicht bleibt.
    Auch eine gesunde Skepsis ist m.M.n. in Ordnung. Ich würde im Forum nicht zu viel von mir preis geben und auch anderen Usern nicht zu schnell vertrauen oder gar alles glauben was in Foren so geschrieben wird. Das habe ich in der Vergangenheit in einem anderen Forum getan und bin damit gut auf die Nase gefallen. Wenn ich spüre das der Austausch im Forum ungesunde Züge annimmt nehme ich Abstand. Dabei spielt es für mich gar keine Rolle ob jemand psychisch vorbelastet ist oder nicht. Das ist aus meiner Sicht einfach Achtsamkeit sich selbst gegenüber. So wie mit vielen anderen Dingen im Leben.

    lg Cailynn

  9. Die folgenden 4 Benutzer bedankten sich bei Cailynn für den sinnvollen Beitrag:

    Beinwell (26.02.2020),erdbeerstiel (26.02.2020),Mona-Lisa (27.02.2020),Pullus (26.02.2020)

  10. #6
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    Bei manchen Störungen sehe ich solche Foren sehr kritisch. Z. B. bei sozialer Phobie, Kontaktschwierigkeiten etc.

    Dann sollte man sich doch eher überhaupt nicht, oder nur ganz wenig, in einem Forum aufhalten.

    Und bei solch einer hohen Anzahl von Beiträgen ist es doch schon naheliegend, dass das Forum zum Lebensinhalt geworden ist.

  11. #7
    Verleger Avatar von manannan
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    Zitat Zitat von erdbeerstiel Beitrag anzeigen

    Und bei solch einer hohen Anzahl von Beiträgen ist es doch schon naheliegend, dass das Forum zum Lebensinhalt geworden ist.
    Wobei nicht alles, was naheliegend scheint auch tatsächlich der Fall ist. Meine insgesamt etwa 4600 Beiträge haben sich beispielsweise seit 2013 nach und nach angesammelt. Rechnerisch ergeben sich etwa zwei Beiträge pro Kalendertag, wobei ich normalerweise überwiegend nur an Arbeitstagen anwesend bin. Und wie gesagt, in aktuellen Diskussionen kommen gelegentlich 10 oder 20 kurze Beiträge an einem einzelnen Tag zusammen, während ich häufig an vielen anderen Tagen gar nicht online bin. Somit würde ich nicht sagen können, dass Foren wie diese meinen Lebensinhalt bestimmen würden.
    Du selbst zu sein, in einer Welt die dich ständig anders haben will, ist die größte Errungenschaft.
    Ralph Waldo Emerson
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  12. #8
    Verleger Avatar von Draugr
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    Ich habe beispielsweise einen Schnitt von 2,85 Beiträgen pro Tag, das lässt auf eine Angewohnheit schließen, ist ja auch ok, Lebensmittelpunkte habe ich jedoch sicherlich andere.
    Momentan bin ich krankgeschrieben, da bin ich hier sicherlich aktiver, als wenn abends vielleicht noch drei oder vier Stunden für alles wären.
    Das Angenehme dieser Welt hab ich genossen,
    Die Jugendstunden sind, wie lang! wie lang! verflossen,
    April und Mai und Julius sind ferne
    Ich bin nichts mehr; ich lebe nicht mehr gerne!
    (Friedrich Hölderlin)

  13. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Draugr für den sinnvollen Beitrag:

    Mona-Lisa (27.02.2020)

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