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Thema: Psychosomatische Beschwerden? Depression? Anpassungsstörung?

  1. #1
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    Standard Psychosomatische Beschwerden? Depression? Anpassungsstörung?

    Hallo ihr Lieben - ich weiß jetzt nicht ob ich im richtigen Unterforum bin - wenn nicht, dann bitte einfach verschieben

    Alles hat letztes Jahr im Sommer angefangen - mir ist plötzlich tagelang schwindlig gewesen, ich war zeitweise benommen, meine Finger haben angefangen zu zittern, ich bin manchmal tagelang fast nur auf der Couch gelegen.

    Ich dachte dann es liegt an meiner SD (habe eine autoimmunkrankheit) - aber die Werte waren in ordnung (nehme künstlche Hormone seit 15 Jahren). Also bin ich zum MRT von HWS und Schädel gegangen, weil ich Panik hatte, dass Gehirntumor oder MS/ALS ... aber alles ohne Befund und in Ordnung.
    Der Schwindel und die Benommenheit haben dann langsam aufgehört, aber die zittrigen Finger sind geblieben. Dazu ist gekommen, dass ich immer weder starke Muskelschmerzen habe nach Anstrengung, dass ich mich tagelang echt fertig und erschöpft fühle. Ich fühle mich "krank" - es ist nicht so, dass ich keine Kraft habe, aber irgendwie stimmt etwas nicht.

    ich bin von Arzt zu Arzt gelaufen, habe Bluttest machen lassen, Ultraschall von SD, Bauch (also alle Bauchorgane), Magen und Darmspiegelung - es kam heraus, dass ich eine chronische Gastritis Typ c habe.

    Ich habe versucht Histmaindiät zu halten - keine Besserung.

    Jetzt ist es bei mir soweit, dass mein Arzt der die Magen/Darmspiegelung bei mir gemacht hat mir geraten hat zu einem Psychiater zu gehen, da ich wohl zu viel stress habe. Ich war dort und bin nun mit der Diagnose "Anpassungsstörung" krankgeschrieben für einen unbestimmten Zeitraum. Ich dachte mir "Yipie", jetzt wird alles wieder gut - aber nein - bin nun seit Mitte Mai zu Hause und dennoch fühle ich mich nicht wirlich besser. Ständig bin ich verspannt - dann kommen wieder Atmenprobleme dazu (Lunge ist laut Arz in Ordnung - vor 2 Monaten Lungenröntgen gemacht, Sauerstoffsättigung gemessen, Lunge abgehört etc)

    Meine Gedanken kreisen ständig um meinen Körper - immer wieder kommt etwas neues dazu ... ich fühle mich so "schwach" und habe dennoch körperlich eine gute Kraft (also kein Kraftverlust) - ich fühle mich oft antriebslos, lustlos, müde, erschöpft .... Meine Psychiaterin und auch meine Therapeutin empfehlen mir Fluctine zu nehmen (Antidepressiva) .... ich weiß jetzt nicht - ja oder nein? Wird es besser? Ist es alles psychosomatisch oder doch etwas anderes? Greift eins ins andere?

    Ich kann meine verschiedenen Symptome schon nicht mehr aufzählen und ordnen - habe Angst etwas zu unternehmen und/oder Sport zu machen, weil es mir nachher dann oft schlecht geht (Muskelschmerzen, Erschöpfung) .... auf gut Deutsch, ich habe Panik eine schwere Krankheit zu haben und diese nicht zu erkennen. Ich bin schon Dauergast bei meinem Hausrazt (er versteht das auch und untersucht mich immer) - aber ich will einfach nur mein altes Leben zurückhaben. Wieder "ich" sein ... bis letzten Jahr im Sommer hatte ich nie Probleme - es ging mir blendend ... und jetzt? Ich bin irgendwie nicht mehr ich und frage mich schon - bin ich verrückt? Bilde ich mir wirklich alles nur ein?

    Ich weiß schon nicht mehr was ich alles noch untersuchen lassen soll ... aber irgendwas muss es doch sein? Kann die Psyche mir so einen STreich spielen? Alles so aus dem Ruder bringen?

    Sorry wenn das alles ein wenig Durcheinander ist - aber so ganz kann ich alles nimma ordnen ...

  2. #2
    Verleger Avatar von Mirjam
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    Ja, die Psyche kann das alles....und ggf. auch noch mehr.

    Diagnose darf (und kann) hier keiner stellen. Ich habe (nur noch leichte) Depressionen. Einen Teil deiner Symptome hatte ich....manche nicht, dafür noch andere zusätzliche.

    Bei mir lautete die Diagnose ganz zu Anfang übrigens auch Anpassungsstörung.

    Letztendlich kannst nur du selbst dich für oder gegen die Antidepressiva entscheiden. Begleitet sollte die medikamentöse Therapie meiner Meinung nach von Gesprächstherapie. Empfehlen würde ich dir zusätzlich das Erlernen einer Entspannungstechnik.

    Du schreibst, dass du dein “altes Ich“ zurückhaben willst - einerseits kann ich das sehr gut nachvollziehen....andererseits haben meine alten Verhaltensmuster mich krank gemacht. So schlimm meine Erkrankung auch war/ist.....sie war wirklich schlimm....manche Änderung möchte ich echt nicht missen.

    Falls du wirklich Depressionen hast, dann ist es wichtig, das anzunehmen.....und das ist nicht einfach.
    Geändert von Mirjam (13.06.2018 um 13:24 Uhr)

  3. #3
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    Zitat Zitat von Fate84 Beitrag anzeigen
    Ich weiß schon nicht mehr was ich alles noch untersuchen lassen soll ... aber irgendwas muss es doch sein? Kann die Psyche mir so einen STreich spielen? Alles so aus dem Ruder bringen?
    (
    Ja, kann sie. Leider. Leider deshalb, weil gesellschaftlich immer noch der Nimbus des "alles nur eingebildet" herrscht. Es ist aber nicht eingebildet und es ist auch nicht "nur" seelisch.
    Psychosomatisch heißt lediglich, dass die Ursache seelisch ist, aber nicht, dass diese Symptome eingebildet wären.

    Greift eins ins andere?
    Auch hier muss man antworten, ja, leider sehr oft. Angst und Unsicherheit führen dazu, dass man noch anfälliger wird und in eine Spirale gerät, aus der der Patient nur schwer herauskommt.
    Aus meiner Sicht ist der erste Schritt, anzuerkennen, dass hier keine organischen Ursachen (auch wenn sich die Beschwerden natürlich am Organ abspielen) vorliegen.

    Deine Gastritis ist so ein Indiz, dass Dir etwas auf der Seele lastet, dessen Du Dir nicht bewußt bist und dass dies eventl. schon länger so ist.

    Sich selbst verrückt machen, bringt auf jeden Fall wenig. Der Ansatz Antidepressiva auszuprobieren, ist auf jeden Fall nicht schlecht und einen Versuch wert.
    Parallel würde ich aber auch versuchen einen Therapieplatz zu bekommen. Denn aus dieser destruktiven Gedankenspirale heraus zu kommen, ist alleine recht schwer (wenn auch möglich).

  4. #4
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    Danke für die Antworten, ich bin generell eine sehr ängstliche Person (geworden)... Ständig Angst etwas schlimmes zu haben... Flugangst, Angst das meinem Mann etwas passiert, Angst zu sterben etc... Das belastet mich sehr und ich hoffe, dass die antidepressiva da helfen können diese Ängste nicht so an mich ran zu lassen.
    Ich bin schon in Gesprächatherapie und gehe 2 bis 3 mal im Monat... Gleichzeitig bin ich 1 mal im Monat bei der psychaterin die mich krankgeschrieben hat bzw die die Empfehlung an meinen Hausarzt geschrieben hat.
    Ich komm aus der Spirale der körperlichen Beschwerden nicht raus und das schränkt mich so enorm ein :-( und dann kommen wieder die Ängste, dass es etwas schlimmes ist...

  5. #5
    Verleger Avatar von Mirjam
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    Was hälst du davon, eine psychosomatische Reha zu beantragen? Mir hat das sehr gut getan.

  6. #6
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    Grundsätzlich ist es sicher eine gute Idee, allerdings möchte ich nicht so lange weg von daheim... Von meinem Mann etc. Also ich kann es mir nicht vorstellen. Eher überlege ich die Therapie zu intensivieren

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