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Thema: Scham: Wohnung verwahrlost, keine Energie - Wie komme ich da raus?

  1. #1
    Neuling
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    Standard Scham: Wohnung verwahrlost, keine Energie - Wie komme ich da raus?

    Hallo Leute,

    Keine Ahnung ob schon mal jemand etwas zum Thema geschrieben hat, aber der Titel sagt eigentlich schon alles.

    Ok, direkt zur Sache und ohne Umschweife.
    Seit Jahren leide ich unter einer GAS und Depressionen, die mir das Leben schwer machen. Ich nehme 20mg Citalopram am Morgen
    und habe seit dem keine starken Angstreaktionen mehr. Aber ich kann mich kaum aufraffen irgend etwas zu tun. Meine Wohnung ist dreckig,
    ich lebe von Harz4 und das Jobcenter schiebt mich gerade in Richtung EU-Rente ab, da die Amtsärzte 4x in Folge zum dem Ergebnis kamen, das
    ich nicht mehr arbeiten könnte, da ich durch meine Psychische Erkankung nicht Leistungsfähig wäre. Dazu kommt noch eine Überschuldung von über
    100.000 EUR (so genau habe ich das nicht im Blick). Ich komme kaum raus, halte mich seit 2005 fast nur in der Wohnung auf und gehe nur raus
    wenn ich was behördliches machen oder etwas einkaufen muss. Beim einkaufen organisiere ich es so, daß ich eine Woche auskomme und nicht so oft
    raus muss. Ich fühle mich da draussen nicht wohl, Menschen sind super anstrengend. In meiner Wohnungs war seit Jahren kein anderer Mensch ausser
    mir. Vor kurzen klingelte mein Unehelicher Sohn bei mir, ich öffnete und er meinte. Ich wollte Dich nur mal sehen und jetzt wo ich weiss das Du so
    schäbig ausschaust, will ich auch nichts weiter mit Dir zu tun haben. Hat natürlich ganz schön gesessen und natürlich stimmt es auch irgendwie.
    Ich schäme mich, das Selbstgefühl ist seit Jahren im Keller.

    Ok, so schaut es bei mir aus - komplett ungeschminkt.
    Es kostet mich ganz schön Überwindung das hier zu schreiben aber wenn ich das nicht zumindest und ehrlich reflektiere, dann kann es auch nicht
    besser werden.

    Derzeit versuche ich mir Strukturen zu schaffen aber das klappt nicht so gut. Ein paar Psychotherapien inkl. eines Klinikaufenthalts für 7 Wochen hatte
    ich auch schon mal, hat aber nichts geholfen. Irgendwie hänge ich fest, komme aus diesem Teufelskreis nicht herraus.

    Geht es jemanden ansatzweise ähnlich?

  2. #2
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    Ich würde Dir raten, Freunde zu bitten gegen ein kleines Entgeld Dir beim ausmisten und putzen zu helfen.
    Anders geht das bei dir nicht. Wenn Du wieder "Grund" siehst, fällt es Dir sicher leichter einen Reset zu machen und dann Ordnung zu halten und 1 x in der Woche wenigstens zu putzen.

    Auch ohne viel Geld kannst Du Dich gepflegt halten. Vielleicht kann Dir eine Freundin die Haare schneiden.

    Gesichtshaare kannst Du selbst entfernen und einen Lippenstift und etwas Rouge kostet nicht die Welt.

    Finger-Fussnägel schneiden und Dich gründlich eincremen.

    Mehr braucht es nicht.

    Aber Du würdest Dich wundern, wie viel besser es Dir dann geht und wieviel lieber Du dann wieder aus dem Haus gehst.

    Bei der Caritas gibt es sehr schöne, gebrauchte Kleider und Schuhe.

    Also los, morgen fängst Du an und dann berichte hier.

  3. #3
    Neuling
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    Zitat Zitat von Olorin Beitrag anzeigen
    Derzeit versuche ich mir Strukturen zu schaffen aber das klappt nicht so gut.
    Geht es jemanden ansatzweise ähnlich?
    Hallo Olorin,
    wie genau versuchst du denn Struktur zu schaffen?

  4. #4
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    Ich bin mit Hilfe der Psychotherapie aus der Depression raus, welche seit meinem ersten Lebenjahr vorhanden war.

    Die Veränderung kam, als ich in der Psychotherapie konsequent selbständig an meinen Themen gearbeitet habe, der Psychotherapeut hat mich nur begleitet.
    Grüße
    Beinwell

    (Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten.)

  5. #5
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    Ich glaube sehr ernst hat sei das nicht gemeint.

  6. #6
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    Hallo Olorin,

    ich hatte auch eine zeit, da konnte ich nicht mehr aus dem haus gehen. und meine wohnung in ordnung zu halten, das ist mir sehr schwer gefallen.

    sehr geholfen hat mir, dass ich mir hilfe geholt habe, über den sozialpsychiatrischen dienst einzelbetreutes wohnen. sie geht jetzt regelmäßig mit mir raus, spazieren und kaffee trinken, ins museum. damit ich mich nicht mehr in der wohnung verstecken kann. mittlerweile habe ich viel öfter das bedürfnis auch allein rauszugehen, weil ich merke, wie gut mir das tut.

    ich habe außerdem eine ergotherapeutin über die psychiatrie. sie kommt zu mir in die wohnung. hilft mir dabei einzukaufen, die wohnung in ordnung zu halten, die sachen mit den behörden zu klären.

    beides war ein segen für mich. kannst du dir das als option vorstellen? und auch das mit den schulden kann man in den griff bekommen. man trifft nicht immer gleich auf die richtige art von hilfe, dann muss man konsequent weitersuchen, so schwer das auch ist.

  7. Die folgenden 3 Benutzer bedankten sich bei grisou für den sinnvollen Beitrag:

    -Yang- (10.08.2018),Empnet (14.08.2018),Xandra (11.08.2018)

  8. #7
    Neuling
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    Hallo Lakshmi

    Zitat Zitat von Lakshmi Beitrag anzeigen
    Ich würde Dir raten, Freunde zu bitten gegen ein kleines Entgeld Dir beim ausmisten und putzen zu helfen.
    Anders geht das bei dir nicht. Wenn Du wieder "Grund" siehst, fällt es Dir sicher leichter einen Reset zu machen und dann Ordnung zu halten und 1 x in der Woche wenigstens zu putzen.
    Da kommen wir zum ersten Problem.
    Ich wohne seit einigen Jahren in einer fremden Stadt, bin sehr scheu und habe hier nie Anschluss gefunden.

    Auch ohne viel Geld kannst Du Dich gepflegt halten. Vielleicht kann Dir eine Freundin die Haare schneiden.
    Gesichtshaare kannst Du selbst entfernen und einen Lippenstift und etwas Rouge kostet nicht die Welt.
    Finger-Fussnägel schneiden und Dich gründlich eincremen.
    Auch wenn es hier vielleicht seltener vorkommt, aber ich bin ein Mann / und ja, auch wir Männer können in so schlimme Situationen kommen
    aber trotzdem danke.


    Bei der Caritas gibt es sehr schöne, gebrauchte Kleider und Schuhe.
    Also los, morgen fängst Du an und dann berichte hier.
    Das werde ich mal versuchen. Habe seit ca. 10 Jahren keine neuen Klamotten mehr gekauft. Teilweise war kein Geld da aber oft einfach keine Energie.

  9. #8
    Neuling
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    Zitat Zitat von grisou Beitrag anzeigen
    Hallo Olorin,

    ich hatte auch eine zeit, da konnte ich nicht mehr aus dem haus gehen. und meine wohnung in ordnung zu halten, das ist mir sehr schwer gefallen.

    sehr geholfen hat mir, dass ich mir hilfe geholt habe, über den sozialpsychiatrischen dienst einzelbetreutes wohnen. sie geht jetzt regelmäßig mit mir raus, spazieren und kaffee trinken, ins museum. damit ich mich nicht mehr in der wohnung verstecken kann. mittlerweile habe ich viel öfter das bedürfnis auch allein rauszugehen, weil ich merke, wie gut mir das tut.

    ich habe außerdem eine ergotherapeutin über die psychiatrie. sie kommt zu mir in die wohnung. hilft mir dabei einzukaufen, die wohnung in ordnung zu halten, die sachen mit den behörden zu klären.

    beides war ein segen für mich. kannst du dir das als option vorstellen? und auch das mit den schulden kann man in den griff bekommen. man trifft nicht immer gleich auf die richtige art von hilfe, dann muss man konsequent weitersuchen, so schwer das auch ist.
    Das hört sich richtig gut an. Da werde ich am Montag gleich mal versuchen in unserer Stadt den Sozialpsychologischen Dienst anzurufen.

    Zur Zeit fühle ich mich etwas schwindelig, so als ob ich kurz davor stünde ohnmächtig zu werden. Hatte eigentlich seit Jahren keine solchen Symptome mehr aber wie es ausschaut geht es wieder los.

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