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Thema: Schizotypische Persönlichkeitsstörung oder Asperger Syndrom?

  1. #1
    Schreiberling Avatar von Mendoza
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    Standard Schizotypische Persönlichkeitsstörung oder Asperger Syndrom?

    Hallo.

    Seit meinem 15. Lebensjahr habe ich offiziell meine Asperger-Diagnose erhalten.
    Seit meinem 18. Lebensjahr schwebt allerdings zusätzlich noch die Diagnose Schizotypische Persönlichkeitsstörung im Raum.
    Eine richtige Diagnose dafür habe ich noch nicht erhalten, allerdings habe ich mich über STPS ein wenig schlau gemacht und finde, dass die Symptome im Großteil zutreffen.

    Damals mit 18 meinte mein Therapeut, dass er davon überzeugt sei, dass ich kein Asperger sondern STPS habe, was aber im Grunde nicht schlimm sei, da beide die gleiche Behandlung bräuchten.

    Da werfe ich doch naiv wie ich bin die Frage in den Raum: Stimmt das?
    Denn ich habe gelesen, dass Menschen mit STPS eine spezielle Therapie bräuchten.
    Es kann natürlich auch sein, dass ich mich mit den Dingen aus dem Internet verrückt mache, aber vielleicht macht die Diagnostizierung doch einen großen Unterschied.
    Falls sich jemand damit auskennt, möge er sich vielleicht dazu äußern.

    Mit freundlichem Gruß
    Mendoza
    Reflection of fear makes shadows of nothing, shadows of nothing.

    Akeboshi

  2. #2
    mops
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    Hallo Mendoza,

    die Persönlichkeitsstörung entsteht durch die Erziehung in der Pubertät.
    Eigentlich haben alle Menschen mehr oder weniger eine Persönlichkeitsstörung.

    Es besteht der Glaube die Kinder in der Pubertät erziehen zu müssen. Auch die moralischen Vorstellungen der Erwachsenen spielen damit eine Rolle. "Ich bin kein Kind mehr!" - "Aber Erwachsen bist du auch noch nicht!" Es entsteht ein Konflikt zwischen den Eltern und den Kindern.

    Früh in der Schule beobachtete ich einiges. Am Schluss stellte ich fest:
    "Der Mensch regt sich über alles und nichts auf! Jeder regt sich übe jeden auf! Ich rege mich auf. Nah und! Aufregen gehört zum menschlichen Leben dazu!"

    Ich rege mich auf.
    Ich meine hier nicht das Aufregen über etwas oder andere! -- sondern nur das aufgeregt sein
    Das Wahrnehmen, das ich aufgeregt bin. Das mich irgendwelche Umstände in Aufregung versetzt haben. Das mich aufgeregt fühlen. Wie wenn wir heute von Stress sprechen.

    "Ich reg mich doch nicht auf!" protestierten viele Erwachsene. Das sich nicht trauen zu zugeben, aufgeregt zu sein.
    daher auch das "Nah und! aufregen gehört zum menschlichen Leben dazu!"
    moralische oder andere Gründe führen dazu, die Aufregung als Fehler zu sehen, die man verhindern kann.


    "Warum rege ich mich so auf, wenn der Fehler etwas normal menschliches ist? Ich muss mich ändern verbessern, um mich weniger aufzuregen, damit ich mich mehr und besser konzentrieren kann."

    Das Buch, der Fehler
    Beides sind für mich Dingwörter. Nur 'das Buch' ist ein Ding, ein Gegenstand. Anders 'der Fehler' Was verstehe ich unter einem 'Fehler' Durch die Erziehung in der Pubertät ist meine Vorstellung davon was ein 'Fehler' ist zerstört worden.
    - Durch die Erziehung in der Pubertät sind mir Vorschriften gemacht worden und damit habe ich feste Vorstellungen bekommen was Fehler sind.

    Auch hörte ich später mal:
    In der Pubertät ändert sich unsere Sprache! Alles wird substantiviert!
    -- auch werden viele Erinnerungen aus der Kindheit gelöscht.

    In der Pubertät entsteht eine größere Eigenständigkeit. Auch wie ein Trieb sich jetzt von den Eltern zu lösen. Es bildet sich jetzt eine eigene Persönlichkeit heraus.
    die eigene Meinung, die eigenen Interessen, der eigene Geschmack. Das erwachsen werdende Kind interessiert sich für vieles, wofür es sich vorher gar nicht oder kaum interessiert hat. Was es anzieht, hat es mehr den Eltern überlassen. Jetzt interessiert es sich plötzlich für Mode.

    Ich habe vielleicht das Asperger-Syndrom. Ich beschäftigte mich schon vor der Pubertät mit der Veränderung des Verhaltens der Menschen. Genauer mit dem zwischenmenschlichen Verhalten "Jeder regt sich über jeden auf!"
    Auch mit den Gefühlen. "Ich rege mich auf." Wie fühle ich mich? Das Wahrnehmen der eigenen Gefühle. Auch das Selbstexperiment, die Selbstbeobachtung, durch was werden meine Gefühle verändert.

    Die soziale Phobie ist für mich kein großes Problem. Fast so, als suche ich mir die Menschen aus. Mehr das Bewusstsein: Die Menschen sind sehr verschieden. Nicht alle Menschen akzeptieren mich so wie ich bin. Vieles beruht auf Gegenseitigkeit.


    gruss mops

  3. Der folgende Benutzer bedankte sich bei mops für den sinnvollen Beitrag:

    Mendoza (02.04.2017)

  4. #3
    Schreibkraft Avatar von Jedimeisterin
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    Hallo Mendoza,

    Asperger Syndrom ist eine Autismusform. Solche Menschen haben Probleme mit der zwischenmenschlichen Interaktion, d.h sie leben mehr oder weniger in ihrer eigenen Welt. Das ist angeboren. Autisten fallen schon im frühsten Kindesalter auf. Sie nehmen selten oder gar nicht Kontakt zu ihrer Umwelt auf. Vieles muss antrainiert werden, damit sie im Leben mit anderen zurecht kommen. Das mal ganz groß zusammengefaßt. Und jeder Autist ist anders. Mein kleiner Sohn ist übrigens frühkindlicher Autist. Und jeder Autist ist anders. Es gibt Autisten, die haben zusätzlich ADS/ADHS.

    Aber kuck mal hier : ( Link editiert )
    "● Schizophrenie: Wenn ein Mensch als „eigenartig“, „ungewöhnlich“, „sonderbar“ oder gar „verrückt“ auffällt, so ist es nicht verwunderlich, wenn vor allem Laien ihm die Diagnose „Schizophrenie“ anhängen. Ähnliches gilt sogar für Ärzte und Psychologen mit wenig psychiatrischen Kenntnissen. Einzelheiten zu den Schizophrenien siehe das ausführliche Kapitel. Wo aber gibt es nun



    Int.1-Asperger-Syndrom.doc
    22
    Überschneidungen oder Unsicherheiten zwischen Asperger-Syndrom und schizophrener Psychose (Geisteskrankheit)?

    Die Schizophrenie ist vor allem durch psychotische Symptome charakterisiert wie Halluzinationen (Sinnestäuschungen, Trugwahrnehmungen, besonders akustische, also Stimmen), ferner Wahnvorstellungen oder die „ver-rückte“ Wahrnehmung eigener Gedanken oder Gefühle, die vor allem von außen gesteuert sein sollen („fremde Mächte“).

    Beim Asperger-Syndrom kommen solche wahnhaften Vorstellungen oder Sinnestäuschungen nicht vor. Allerdings können diese Patienten auch dekompensieren und damit in psychose-ähnliche Zustände geraten. Dies vor allem dann, wenn sie aufgrund (scheinbar) unüberwindbarer äußerer Anforderungen unsicher, verwirrt und ratlos, vielleicht auch übermäßig angespannt, fast chaotisch werden. Doch nachdem die sichere Routine des Alltags wiederhergestellt ist, verschwinden auch diese peinlichen Verwirrtheitszustände und das gewohnte starre, aber eben für sie auch hilfreiche Verhaltensmuster kehrt zurück.

    Um solche Verwirrtheitszustände von psychotischen Symptomen einer Schizophrenie abgrenzen zu können, nannte man das im englischsprachigen Bereich „chaotic states“, also Chaos-Zustände.

    Wenn nun ein Patient mit Asperger-Syndrom solche Chaos-Zustände durchleben muss, dann gilt es sie zwar adäquat zu behandeln (z. B. mit antipsychotischen Neuroleptika, vielleicht sogar vorübergehend in einem psychiatrischen Fachkrankenhaus), doch sie vergehen wieder und es bleibt diesbezüglich nichts zurück."

    Ich würde an deiner Stelle die Diagnose Asperger Syndrom nicht anzweifeln lassen. Egal welche Form von Autismus, für solche Krankheitsbilder bedarf es spezieller Therapien.

    LG Jedimeisterin
    Geändert von siddhi (01.04.2017 um 21:51 Uhr) Grund: Unerlaubter Link editiert

  5. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Jedimeisterin für den sinnvollen Beitrag:

    Mendoza (02.04.2017)

  6. #4
    mops
    Gast

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    Autismus ist nicht Autismus

    Beim Autismus wird zwischen zwei Hauptgruppen unterschieden: dem Asperger-Autismus und dem Kanner-Autismus. 1944 veröffentlichte der Wiener Kinderarzt Hans Asperger seine Doktorarbeit zum Thema „autistische Psychopathie“. Sein Landsmann Leo Kanner hatte zuvor eine eigene Abhandlung über autistische Kinder veröffentlicht. Leo Kanner befasste sich mit stark ausgeprägt autistischen Kindern; Hans Asperger beschrieb Kinder, die über mehr soziale Fähigkeiten verfügten.

    - - - Asperger-Autismus
    Auffälligkeiten etwa vom 3. Lebensjahr an, Durchschnittsalter bei Diagnose: 8 Jahre
    geistig normal entwickelt, häufig Spezialinteressen, mitunter Hochbegabung
    Schwierigkeiten in sozialen Situationen
    keine oder leichte Verzögerungen der Sprachentwicklung
    motorische Ungeschicktheit

    - - - Kanner-Autismus
    Auffälligkeiten meist schon in den ersten Lebensmonaten, Diagnose bis zum dritten Lebensjahr
    große intellektuelle Unterschiede zwischen Betroffenen, häufig Sonderbeschulung
    große Schwierigkeiten in sozialen Situationen
    verzögerte Sprachentwicklung, mitunter Mutismus
    keine motorischen Einschränkungen

    - asperger-kinder -

    das Asperger-Syndrom wird als die schwächere Form bezeichnet und ist weniger auffällig.
    Es trifft fast auf mich zu.

    Der Autismus ist auch eine Schwäche der Erwachsenen!
    Rechthaberei, Besserwisserei ist mit Widersprechen verbunden! Dabei fällt der Mensch automatisch, spontan dem anderen ins Wort, ohne dem anderen zu Ende zu zuhören.

    Autismus finde ich abwertend.
    Syndrom - Spricht mehr davon, dass es sich hier um eine Krankheit oder Behinderung handelt. Wie ich gelesen habe, gibt es Meinungen und Vorstellungen gibt, es besser, menschlicher ist von einem Syndrom zu sprechen. Für mich wie:
    Es gibt mehrere Symptome, Merkmale.


    gruss mops

  7. #5
    Schreiberling
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    Avatar von Mendoza
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    @Jedimeisterin

    Keine Schizophrenie, sondern Schizotypische Persönlichkeitsstörung.
    Da gibt's doch enorme Unterschiede.
    Autismus steht bei mir fest, sonst könnte ich nicht in dieser speziellen Wohnform leben.
    Leider kennt sich kaum jemand mit Schizotypischer Persönlichkeitsstörung aus um das bei mir differenzieren zu können.

    @Mops
    Ja, bei mir ist es Asperger.
    Irgendwie wird bei Autismus meistens nur von Kindern gesprochen.
    Als ob man der Meinung wäre, dass sich sowas auswächst.
    Für Erwachsene muss man schon suchen, bis man erweiterte Literatur findet.
    Reflection of fear makes shadows of nothing, shadows of nothing.

    Akeboshi

  8. #6
    mops
    Gast

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    Zitat Zitat von Mendoza Beitrag anzeigen
    @Jedimeisterin

    @Mops
    Ja, bei mir ist es Asperger.
    Irgendwie wird bei Autismus meistens nur von Kindern gesprochen.
    Als ob man der Meinung wäre, dass sich sowas auswächst.
    Für Erwachsene muss man schon suchen, bis man erweiterte Literatur findet.
    Mit dem kommenden Ende der Pubertät sagte ich:

    "Warum rege ich mich so auf, wenn der Fehler etwas normal menschliches ist? Ich muss mich ändern verbessern, um mich mehr und besser konzentrieren kann!"


    Später hörte ich davon, dass sich in der Pubertät unsere Sprache verändert. Alles wird Substantiviert!

    • Die Aufregung - Dingwort; "Was ist eine Aufregung?"
    • sich aufregen - Tätigkeitswort - "Warum rege ich mich auf?"
    • aufgeregt sein - Eigenschaftswort - "Wie aufgeregt bin ich?" aufgeregt, aufgeregter, am aufgeregtesten

    Wortbestimmung in der Grammatik, konnte ich mich wieder erinnern.
    Am Anfang der Schule stellte ich nach langer Beobachten und grübeln fest:
    "Der Mensch regt sich über alles und nichts auf! Jeder regt sich über jeden auf! Ich rege mich auf. Nah und! Aufregen gehört zum menschlichen Leben dazu!"
    Ich sprach nicht nur von den anderen, sondern auch von mir: "Ich rege mich auf."
    Ich nahm mich damit bewusst wahr: "Warum rege ich mich auf?"
    "Ich rege mich auf." es ging nicht darum, dass ich mich über etwas oder über jemand aufrege, sondern das mich etwas in Aufregung versetzt. So wenn wir heute von Stress redet.

    Die Aufzählung, die Liste zeigt,
    dass in der Pubertät sich unser Bewusstsein verändert. Das geschieht auch durch die Erziehung durch die Eltern. Die Persönlichkeitsstörung passiert erst hier. Mit dem Beginn der Pubertät.
    Das Asperger-Syndrom tritt schon in der Kindheit - vor der Pubertät - auf.
    Die Persönlichkeitsstörung tritt mit den Veränderungen in der Pubertät auf.



    Ich habe Probleme mir Details, Fakten oder Daten zu merken. So habe ich mich dabei nur die allgemeine Volksgeschichte beschäftigt. Dabei wurde auch immer wieder die Erziehung erwähnt. Auch die Interessen der Eltern, was mit den Kindern nach der Pubertät, wenn sie Erwachsen sind, geschieht.
    Früher sagte man: "Das Kind ist noch unvollkommen!" - soviel wie: das Kind ist noch in der Entwicklung, es ändert sich noch. Irgendwie hat man nicht groß in die natürliche Entwicklung des Kindes eingegriffen. Die Persönlichkeit entsteht in der Pubertät, damit ändert es auch sein Verhalten. Es lässt sich nicht mehr lieb an die Hand fassen. Es wird Erwachsen. Jetzt wird in die Entwicklung eingegriffen.
    "Laufen lernen", "Sprechen lernen" Als gibt es einen natürlichen, angeborenen Lernprozess. "Es lässt sich nicht mehr lieb an die Hand fassen" Jetzt entsteht der Glaube, die Vorstellung das Kind erziehen zu müssen. Aber der Lernprozess geht noch in der Pubertät weiter und endet erst mit der Pubertät.
    "Ich bin kein Kind mehr!" -- "Aber Erwachsen bist du auch noch nicht!" Auch entstehe dadurch oft die Konflikte zwischen den Eltern und den Jugendlichen.
    Diese Konflikte bewirken auch, dass in der Geschichte sich Veränderungen geschehen. Während die Eltern und andere Erwachsenen am Alten, Gewohnten festhalten wollen, wollen die Jugendlichen, jungen Männer oder jungen Frauen neue andere Wege gehen.

    In der Vergangenheit wurden die Jugendlichen zur Unterordnung erzogen worden. Sich in der Familie unterordnen. Etwas ähnliches haben wir wohl noch in den türkischen Familienclans?

    eine Persönlichkeit sein. Die Vollkommenheit hängt auch mit dem Vergleich mit anderen Menschen zusammen. Eine Persönlichkeit ist was besonderes. Es hängt mit dem aufstrebenden Bürgertum zusammen.
    "Alle Menschen sind gleich!" wie: Jeder Mensch ist eine Persönlichkeit!
    Daher der Gedanke: "Persönlichkeitsstörung"
    Eine Persönlichkeit sein - das entsteht erst in dem Prozess des Erwachsen werden (Pubertät).



    gruss mops

  9. #7
    mops
    Gast

    Standard

    Kurz im Nachhinein:

    "Warum rege ich mich so auf, wenn der Fehler etwas normal menschliches ist?"

    das Buch - "Was ist ein Buch?" hier kann man mit Bestimmtheit sage was ist ein Buch.
    der Fehler -- "Was ist ein Fehler?" hier ist die Frage nicht so einfach zu beantworten. Meine persönliche Erfahrung was ist ein Fehler ist durch die Erziehung zerstört worden. ", wenn der Fehler etwas normal menschliches ist?" Als Kind habe vor der Pubertät, oder kurz davor, die Erfahrung gemacht, dass es auch moralische Vorstellungen gibt: "Was ein Fehler ist." Dadurch gibt es auch Hemmungen und Ängste. Wie "feste Vorstellungen" haben. Mit Bestimmtheit sagen können was ein Fehler ist.

    durch die moralischen Vorstellungen der Eltern, werden die persönlichen Erfahrungen zerstört. Diese Zerstörungen führen zu den Persönlichkeitsstörungen.
    Als kann man fast alles mit Bestimmtheit sagen. Auch hängt der Perfektionismus damit zusammen.

    "Wie schwer ist denn deine Persönlichkeitsstörung?"
    Als werden diese Vorstellung, dass die Schwere der Persönlichkeitsstörung unterschiedlich sein kann, durch die Erziehung zerstört.


    gruss mops

  10. #8
    musmusculus
    Gast

    Standard

    Dir wurde Asperger diagnostiziert? Würden die Psychologen nicht eher zu einer anderen Diagnose neigen, wie es der Zweite tat und dir eine Schizotypische Persönlichkeitsstörung ausstellen? Asperger ist weniger geläufig.

    In South Park dreht sich eine Episode um Asperger. In ihr wird kritisiert, dass der Begriff in die Normalität hineinragt und schwer zu erfassen und abzugrenzen ist. Manche sagen Einstein nach, ein Aspeger gewesen zu sein, weil er sich geweigert haben soll, Socken zu tragen, da er sie als störend empfunden hätte. Ich las ein Buch über Asperger, in dem sich ein Fragebogen befand und im Internet bilden Tests Ähnliches ab. Zwischen Asperger, Schizotypischer Persönlichkeitsstörung und ADHS/ADS soll es Überschneidungen geben, stellt man sich drei Kreise mit einer Schnittmenge vor.

    Als ein Kennzeichen einer Schizotypischen Persönlichkeitsstörung wird "magisches Denken" angenommen, wie zum Beispiel ein Gefühl, dass Bäume lebten. Davon lässt sich die Schizoide Persönlichkeitsstörung abgrenzen, bei der das nicht so wäre. Erstere Betroffene sollen eine Beziehung wollen, Letzte nicht.

    Es gibt aber auch noch andere, nicht in einem Manual vermerkte Subsumtionen wie Hochbegabung, Hypersensibilität, Hypersensitivität und Borderline. Alle paar Jahre setzen sich Psychologen, Psychiater und Psychotherapeuten zusammen und diskutieren über Kriterien und Störungsbilder. In Zukunft kann etwas ganz Anderes herauskommen. Entscheidend ist, wie sehr du darunter leidest.

    Ein Erklärungsansatz schlägt eine Autismus-Skala vor, in der sich ganz links der Kanner-Autismus befindet, weit rechts davon HFA, Hochfunktioneller Autismus und noch weiter rechts Asperger. Wahrscheinlich ist HFA auffälliger und würde eher diagnostiziert, entspräche das Denken und Verhalten den Kennzeichen. Autismus hat genetische Ursachen und betrifft mehrere Gene, darunter eines für den Nährstoff-Transport. In einer Region wurden Nervenzellen gefunden mit einem anderem Körper und reduzierte Dornen-Dichte, die für die Verdrahtung wichtig sind.
    Geändert von musmusculus (04.04.2017 um 21:42 Uhr)

  11. Der folgende Benutzer bedankte sich bei musmusculus für den sinnvollen Beitrag:

    Mendoza (08.04.2017)

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