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Thema: Schlafprobleme

  1. #1
    Neuling
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    Standard Schlafprobleme

    Hallo liebe Leute,
    vorab hoffe ich, dass ich im richtigen Bereich gelandet bin.

    Ich wende mich heute nochmal an Euch, da ich mir die letzten Tage viele Gedanken über mich mache.
    In letzter Zeit schlafe ich sehr unterschiedlich, am Wochenanfang (Sonntag-Montag-Dienstag) meist immer sehr schlecht.
    Ich gehe in der Regel um 22:45 ins Bett und lese so bis 23.10 Uhr, danach mache ich das Licht aus und versuche einzuschlafen..meistens bleibt es bei dem Versuch.
    Teilweise liege ich bis 2-3 Uhr in der Nacht wach und kann dann einfach nicht einschlafen..in meinem Kopf fahren die unterschiedlichsten Gedanken Achterbahn und oftmals wird mir extrem warm sodass ich anfange zu schwitzen.
    Das merkwürdige am nächsten Tag ist dann aber, dass ich überhaupt nicht müde bin oder mich so fühle..
    Ab Mittwoch-Abend wird es in der Regel dann besser, wobei so richtig durchschlafen ohne wach zu werden kommt fast nie vor.


    Zu meiner Person muss ich sagen, dass ich ein extremst nachdenklicher Mensch bin, der sich praktisch über alles Gedanken macht.
    Ich simuliere häufig über Situationen in denen ich mich dann frage, was passt zu dir bzw. wer bist du?
    Diese Gedanken sind dann häufig negativer Natur, sodass ich dann bei dem nächsten Thema anfange.
    Hierzu ein kleines Beispiel:


    -Heute höre ich Metal und identifiziere mich fest mit der Szene.. nach einem Tag steigere ich mich dann so rein, dass ich praktisch alle Klamotten wegschmeißen will um mir schwarze zu kaufen.

    -Dann interessiere ich mich für Politik, möchte mich zB bei der SPD engagieren .. fülle einen Mitgliedsantrag aus und sofort fangen die Zweifel an (Passt das zu dir? Du hast aber ein Thorshammer-Tatto..passt das zu eher „links-orientierten“ Menschen?)..Die Zweifel gehen dann soweit, dass ich den Antrag zurückziehe.

    Und so geht das dann praktisch jeden Tag..ein neues Thema kommt auf, ich denke mich da rein und meine Zweifel werden irgendwann so groß, dass ich es wieder lasse.
    Diese Eigenschaften haben ihren Ursprung, so glaube ich es zumindest, in der Endzeit meiner letzten Ausbildung.
    Hier habe ich eine radikale Diät gemacht (lediglich Knäckebrot und Wasser).
    Ich habe zwar extrem schnell abgenommen, allerdings auch des Öfteren Migräneanfälle mit einer sogenannten „Aura“ bekommen.
    Nach dieser Ausbildung sind die Migräneanfälle allmählich verschwunden und ich entschied mich dazu, eine neue Ausbildung zu beginnen.
    Und ab dieser Ausbildung begannen auch die Schlafprobleme allmählich aufzutreten.
    Zu den Ausbildungen muss ich sagen, dass ich in der zweiten Ausbildung sowie in meinem jetzigen Beruf, nicht viel zu tun habe...Oftmals muss ich sogar Spiele am Handy spielen damit die Zeit vergeht.
    Mittlerweile hat ein Kollege gekündigt, ich werde alle Aufgaben von ihm übernehmen (allerdings erst in 6 Monaten…).
    Ich möchte bis dahin nicht jedes Mal Schlafprobleme haben..die fangen nämlich an mich zu belasten..

    Meine Schilddrüsen-Werte habe ich auch schon mal prüfen lassen, um eventuelle Störungen der Schilddrüse auszuschließen.. die waren auch alle in Ordnung.
    Ich weiß natürlich das meine vielen Gedanken, positiv wie auch zu häufig negativ, nicht gut sind und man deswegen auch nie wirklich abschalten kann.
    Allerdings kann man die einfach nicht „abschalten“ ..mein Kopf bringt sie immer wieder hervor..selbst wenn ich mir vornehme „Höre nicht auf sie, geh deinen Weg!“.

    Ich habe auch schon von Baldrian-Präparaten gehört, allerdings bin ich da eher misstrauisch.

    Es tut mir leid das es vielleicht etwas unkoordiniert geschrieben ist, aber ich wollte einfach mal meine Gedanken zu „Papier“ bringen.
    Vielleicht kann mir der ein oder andere helfen bzw. einen Tipp geben..Für beides wäre ich euch extrem dankbar!

    Euch allen ein schönes und erholsames Wochenende !

  2. #2
    Neuling Avatar von Cailynn
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    Hallo Jan,

    ich habe deinen Text gelesen, bin allerdings auch gerade etwas ratlos was man dir schreiben könnte, das über die gängigen Laientipps hinaus geht.
    Das erste was mir einfiel war, dass du vielleicht einen Ausgleich zum Alltag brauchst. Vielleicht einen Sport der dich körperlich so fordert, dass du abends einfach zu müde zum grübeln bist. Oder aber ein geistiges Hobby das deinen Kopf von Grübeleien ablenkt? Mir hilft es bei meinen Schlafproblemen, wenn ich körperlich und geistig so richtig gefordert und ausgelastet bin, sodass ich abends nur noch müde bin....

    Ansonsten könntest du auch mal mit einem Arzt sprechen, ob eine Untersuchung im Schlaflabor für dich sinnvoll wäre wenn da auch körperliche Symptome dazu kommen
    Tut mir Leid, mehr fällt mir jetzt auch gerade nicht ein. Vielleicht haben ja andere User noch Ideen oder Erfahrungen.

    lg Cailynn

  3. #3
    Neuling
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    Hallo Cailynn, ich möchte mich erstmal für deine Antwort bedanken
    Ich habe diese Probleme auch wirklich nur, wenn ich arbeiten muss.
    Am Wochenende oder aber im Urlaub kenne ich sowas nicht..da bin ich Abends auch viel entspannter.

    Ich habe die letzten Tage viel überlegt und geguckt, weshalb ich auch in so festen Strukturen bzw. Tagesabläufen gefangen bin.
    So muss ich z.B einen festen Tagesablauf haben, ansonsten kriege ich totale Panik.
    Das hat mich über die Jahre so dermaßen unflexibel gemacht, dass nahezu jeder Tag gleich ist (Ab 18 Uhr essen, 22:40 ins Bett gehen usw.)

    Diese Pläne kommen bei mir, weil ich tierische Angst vor zu wenig Schlaf bzw. Schlafproblemen habe (die dann meistens auch kommen, weil man sich verrückt macht).
    Der Gedanke, müde und kaputt auf der Arbeit zu erscheinen bringen mich immer wieder in diese Probleme..

  4. #4
    Neuling Avatar von Cailynn
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    Hm.... im Prinzip gibst du dir deine Antwort ja selbst du bist sehr reflektiert und erkennst deine Probleme. Dann versuche doch vielleicht deine zu enge Struktur etwas aufzulockern? Also nicht komplett aufgeben, um eine Panik zu vermeiden, aber etwas aufzulockern. Sodass du zwar deine Struktur im Tag hast aber trotzdem noch Luft zum Atmen und für spontane Dinge. Auch das tut uns ja gut.... mal spontan sein.
    Auf mich wirkt das so, dass du vor lauter Angst vor zu wenig Schlaf so verkrampft bist, dass genau das am Ende eintritt. Denn dein Gedankenkarussell dreht sich ja dann automatisch darum.
    Bist du eigentlich in psychologischer Behandlung? Und falls ja, hast du das da schon angesprochen? Wenn nein, vielleicht wäre eine Therapie für dich sinnvoll um mal hinter das Symptom zu schauen?
    Leider kann ich dir keine wertvolleren Tipps geben. Ich bin selbst nur Laie und keine Psychologin, kenne aber Schlafstörungen aus eigener Erfahrung und weiß, wie hartnäkig und kräftezehrend das sein kann. Ich denke du solltest dir da Hilfe suchen. Denn dauerhafte Schlafstörungen können sehr ungesund für den Körper sein.
    Schlaf kann man aber leider nicht erzwingen (es sei denn man greift zu Schlafmitteln, was meiner Erfahrung nach aber auch keine gute Dauerlösung ist). Du musst also einen Weg finden. Ich denke der erste Schritt wäre, herauszufinden was eigentlich das Kernproblem ist.

    lg Cailynn

  5. #5
    Verleger Avatar von Mirjam
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    Man kann versuchen, den abendlichen negativen Gedankenmustern entgegenzuwirken.

    Mein inneres Bild dafür ist, dass negative Gedanken irgendwann zur “Standard-Software“ werden. An den Punkt bist du glücklicherweise noch nicht.

    Hilfreich sind zum Beispiel “Dankbarkeitsübungen“ vor dem Schlafen. Lass den Tag gedanklich Revue passieren - den Fokus auf Momente gerichtet, die schön waren....für die du dankbar bist (es findet sich immer irgendwas, wofür man dankbar sein kann, das muss nichts Großes gewesen sein). Wenn du etwas Übung darin hast, wirst du spüren, dass die Denkweise sich u. a. körperlich auswirkt, was sich beispielsweise in nachlassender körperlicher Anspannung zeigt.

  6. #6
    Neuling
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    Das man am Wochenanfang schlecht schlafen kann kenne ich. Vor allem vom Sonntag zu Montag. Ich weiß nicht, wann du früh aufstehst? Oft ist man ja am Wochenende ausgeruhter, weil man ausschlafen kann. Dann ist man natürlich Sonntag Abend auch nicht müde. Und dann liegt man wach im Bett und macht sich Gedanken über die kommende Woche. Hinzu kommt der Druck, wie du auch schon beschrieben hattest, dass die Zeit bis der Wecker klingelt immer kürzer wird. Ich hab mir angewöhnt, mir auch am Wochenende den Wecker zu stellen, damit ich nicht zu lange schlafe. Ein regelmäßiger Spaziergang am Abend an der frischen Luft tut auch sehr gut und entspannt. Wenn ich das Gefühl habe, trotzdem nicht zur Ruhe zu kommen, höre ich mir ein Hörspiel an (kein Krimi, oder Actiongeschichte! ). Bei Kinder wirkt das ja auch wunderbar, warum dann nicht auch bei uns Erwachsenen?
    Viele Grüße, Sanne

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