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Thema: Selbstliebe entwickeln

  1. #1
    Verleger Avatar von :knuddel:
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    Standard Selbstliebe entwickeln

    Hallo ihr Lieben,

    ich bin über mehrere Bücher über Selbstliebe gestolpert und habe dort einige Aufgaben gefunden, wie man sich annehmen kann und die Selbstliebe in einem wachsen kann.

    Da ich gerade an dem Thema arbeite wäre es doch eine gute Möglichkeit mal andere Tipps zu bekommen oder Aufgaben zu bekommen, die einem auf der Suche nach der Selbstliebe helfen.

    Hier nun eine der Aufgaben
    Schreiben sie einen Brief an sich selbst. Nicht lachen....so richtig mit Anrede und so weiter...
    Der Brief soll in der IchForm geschrieben werden und an sich selbst adressiert. Wem das schwer fällt, der kann sich ja vorstellen die Freundin, die man sich so sehr wünscht schreibt den Brief über dich.

    Der Brief sollte folgende Themen behandeln.
    Liebe , ich möchte dir heute von meinem Verhältnis zu dir erzählen, davon:
    - wie ich dich sehe, - welche Gefühle empfinde ich wenn ich an Dich denke,
    - welche deiner eigenschaften ich mag, - was mag ich nicht - was geht noch so zu ertragen,
    - was ich von dem halte, was du tust, - was ich von deinen Ideen und Träumen halte,
    - was du besser tun oder besser lassen solltest, - was bei dir so bleiben kann.. was du verändern sollst,
    - was ich glaube , was andere von dir halten, - was ich von dir halte etc.

    Wer Lust hat, kann es ja mit ausprobieren, ob sich an der Selbstliebe was verändert.
    Ein neues Leben kann man nicht anfangen, aber täglich einen neuen Tag!!!!!!!!!!!!

  2. #2
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    Hallo ich bins schon wieder,

    habe gerade einen schönen Link gefunden

    http://www.selbstliebe-gegen.selbsthass.com/
    Ein neues Leben kann man nicht anfangen, aber täglich einen neuen Tag!!!!!!!!!!!!

  3. #3
    Gast784
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    Knuddel, den link sollten wir uns vormerken als Infoquelle für einen etwaigen Themenchat

    Ich finde das Briefeschreiben ein tolles Experiment. Die Gefahr dabei ist, dass man sich zu sehr in seinem negativen Selbstbildnis aufhängt. Ich kenne das aus Kursen. Wenn da die Aufgabe heisst, einen positiven Satz über sich selbst zu formulieren, kommen einige Leute ins schleudern und versuchen sich drum rum zu reden bzw. haben Fluchttendenzen. Da ist es gut, wenn sie ein Gegenüber haben, das ihnen hilft. Wir sind alle in bestimmten Gedankenmustern. Oft braucht es eine Anregung von außen, eine unbekannte Erfahrung o.ä., damit die Gedanken eine Kurve machen können und das ganze mal in einem anderen Licht sehen. Ich glaube aber, solche Aufgaben und Bücher für zu hause können ein Anfang sein, und sie sind sehr geeignet für Menschen, die sich gut selbst reflektieren können.

    Es wäre natürlich auch eine tolle Möglichkeit, sich über diese Briefe im Netz auszutauschen und gegenseitig zu reflektieren. Aber ich würde das nicht in einem so öffentlichen Rahmen wie Forum machen wollen.

    LG Gaby

  4. #4
    Verleger Avatar von Waris
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    Mhmh...ich finde es irgendwie lächerlich einen Brief an mich zu schreiben. Es würde mich einige Überwindung kosten.
    Ich weiß, dass ich positive Eigenschaften habe. Aber manchmal hasse ich einfach meinen Charakter. Dieses negative Bild wiegt dann so schwer, dass es die positiven Eigenschaften überlagert...Rational gesehen, weiß ich, dass ich kein schlechter Mensch bin. Aber emotional schaff ich es irgendwie nicht, dass dauerhaft zu verinnerlichen.

  5. #5
    Gast784
    Gast

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    Waris, genau das meine ich.

    Warum empfindest Du es als lächerlich? Warum ist es eine Überwindung etwas in Worte zu fassen und ihm damit Gestalt zu geben, was latent im Rationalen vorhanden ist?

    Dass die Selbstliebe oft nur im Kopf vorhanden ist, aber nicht im Gefühl, das ist doch das Problem. Das empfinde ich auch nicht als Liebe, sondern bestenfalls als eine Form der Selbst-Akzeptanz. Sich selbst einen Liebesbrief zu schreiben, löst deshalb bei vielen eine Abwehr aus. Denn die Erkenntnis, dass da nix ist, ist eine sehr schmerzhafte Angelegenheit. Und an die vielen Kränkungen, die man im Laufe seines Lebens erfahren hat, und die zwischen mir und meiner Liebe zu mir selbst stehen können, lassen wir uns nur ungern erinnern. Eine Aktion, wie das Schreiben eines Liebesbriefes, berührt unsere Herzen. Warum versucht man das in Punkto Selbstliebe zu vermeiden?

    Ich schreibe zwar jetzt auch keinen Brief an mich selbst, aber wäre imstande dazu. Ich fühle mich dabei nicht komisch, finde es nicht lächerlich, vergeb mir dabei nix, weil ich genug Liebe für mich selbst habe.

    Ich bin allerdings seit kurzem in einer ganz neuen Fragestellung, die mir zeigt, dass ich anscheinend am Beginn eines neuen Lebensabschnittes stehe:

    warum verliere ich jetzt, wo ich meine Selbstliebe gefunden habe, die Liebe für die Menschen im Allgemeinen? Sie interessieren mich nicht mehr, ich brauche sie nicht mehr, sie brauchen mich nicht mehr. Ich tausche mich hier zwar noch aus, aber ich merke, dass auch dies dem Ende zu geht.

    Ich folgere daraus: auch Selbstliebe ist keine feste Instanz, sondern ständigen Bewegungen und Entwicklungen unterworfen. So wie eben alles, was lebt...

    LG Gaby
    Geändert von Gast784 (29.12.2007 um 11:20 Uhr)

  6. #6
    Verleger
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    Hallo Gabi,

    du hast heute wieder eine sehr kreative Phase glaub ich...deine Fragen zu Themen gefallen mir super...es kribbelt in den Fingern.

    Sollen wir für die Selbstliebe vs. Fremdliebe mal einen Thread aufmachen?? Ich find es so interessant, weil mir das gleiche aufgefallen ist wie dir.

    Das Briefschreiben finde ich eine Aufgabe die sich leicht liest aber es in sich hat.
    Es zeigt zuerst einmal, nehme ich mich ernst oder lasse ich es überhaupt zu mit mir zu reden oder zu schreiben. Viele fühlen sich dafür zu erwachsen und es kommt es hoch, von das macht man doch nicht. Für mich war es auch sehr schwer als ich es das erste Mal gemacht habe, aber im Nachhinein, hat es mir schwarz auf weiss gezeigt, was ich an mir mag. Auch die negativen Sachen, aber viel schwieriger war es nachzudenken was ich so an mir akzeptiere und war erstaunt wie wenig ich am Anfang gefunden habe. Ich musste richtig kramen. Es bewegt viel in einem und es ist eine der schwersten Aufgabe an sich mit sich ehrlich umzugehen finde ich. Es hört sich so leicht an, weil man belügt sich ja nicht so wie andere, aber man unterdrückt vieles und überspielt und weiss genau, wo man die Leichen im Keller hat.

    Ich habe meinen Brief noch nicht geschrieben, weil ich zur Zeit noch in einer anderen Baustelle stecke und die erst fertigschreiben muss, damit ich mich wieder auf mich konzentrieren kann.
    Ich würde mich freuen, wenn ich einige Briefe lesen dürfte und man sich darüber austauschen könnte. Vielleicht als pn. Mir hat es früher sehr geholfen mich über meinen Brief und die Gedanken über mich auszutauschen, aber nur in einem gesicherten Rahmen, wo ich auch wusste ich werde ernst genommen und respektvoll behandelt.
    Mittlerweile stehe ich zu den Dingen felsenfest und bin mit mir in vielen Punkten im Reinen und auch wenn andere wettern, es ist eingebildet oder überheblich, kann ich mir jetzt sagen NAUND....ist meine Sichtweise von mir und ich stehe damit fest auf dem Boden.

    waris
    ich kann dich nur ermutigen es mit dem Brief zu versuchen, vielleicht im stillen Kämmerlein und nur für dich. Es wird dir helfen die guten Dinge an dir zu verinnerlichen und die schlechten genauer zu betrachten und sie versuchen zu ändern. Manchmal fehlt der sichtbare Überblick. Mir zumindest.
    Eigenliebe hat ja auch viel mit Annerkennung von sich selbst zutun. Wer lobt sich denn schon für gute Taten?? Man freut sich, aber dann muss auch gut sein, stolz drauf sein und auch dazu zu stehen tun nicht viele. Mir tut das Eigenlob gut und stinkt in keinster Weise, es hat mich aufrechter gemacht und der Selbstwert in mir steigt.
    Ich glaube irgendwann fühlt man auch die Gefühle dazu und sagt es sich nicht nur. Auf jeden Fall spüre ich schon viel mehr positives kräftiges bei dem Gedanken an mich. Ich wünsche es dir auch von ganzem Herzen.

    Ein neues Leben kann man nicht anfangen, aber täglich einen neuen Tag!!!!!!!!!!!!

  7. #7
    Gast784
    Gast

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    Zitat Zitat von :knuddel: Beitrag anzeigen
    Sollen wir für die Selbstliebe vs. Fremdliebe mal einen Thread aufmachen?? Ich find es so interessant, weil mir das gleiche aufgefallen ist wie dir.

    :
    Echt? Das überascht und freut mich riesig. Denn ich fühle mich in dieser Frage gerade sehr allein und ratlos. Das machen wir. Aber mir wärs recht, wenn Du ihn aufmachst, Knuddel, weil mir da grad eher die Worte fehlen.

    Im neuen Jahr werd ich einen Selbstliebebrief schreiben und Dir per PN schicken. Denn mir Dir würd ich mich da schon gern austauschen.

    Bis denno

    Gaby

  8. #8
    Verleger Avatar von Waris
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    [QUOTE=Gabiannarele;11540]Waris, genau das meine ich.

    Warum empfindest Du es als lächerlich? Warum ist es eine Überwindung etwas in Worte zu fassen und ihm damit Gestalt zu geben, was latent im Rationalen vorhanden ist?

    Dass die Selbstliebe oft nur im Kopf vorhanden ist, aber nicht im Gefühl, das ist doch das Problem. Das empfinde ich auch nicht als Liebe, sondern bestenfalls als eine Form der Selbst-Akzeptanz. Sich selbst einen Liebesbrief zu schreiben, löst deshalb bei vielen eine Abwehr aus. Denn die Erkenntnis, dass da nix ist, ist eine sehr schmerzhafte Angelegenheit. Und an die vielen Kränkungen, die man im Laufe seines Lebens erfahren hat, und die zwischen mir und meiner Liebe zu mir selbst stehen können, lassen wir uns nur ungern erinnern. Eine Aktion, wie das Schreiben eines Liebesbriefes, berührt unsere Herzen. Warum versucht man das in Punkto Selbstliebe zu vermeiden?



    LG Gaby[/QUOTE

    Du hast recht, die Liebe im Kopf bringt gar nix. Schließlich lieben wir andere Menschen auch nicht im kopf, sondern im Herzen.Mag auch sein, dass da einfach nix ist. Manchmal ist da eher mehr Hass als Liebe. Der Kopf verbietet dem Herzen, sich zu hassen, aber das Herz kann nicht drauf hören. Es gibt Kränkungen im Leben, die kann man nicht erfassen, weil sie in einer Zeit stattgefunden haben, wo man noch gar kein Ich-Empfinden hatte.
    Ich hab schon einige dieser Tricks probiert, wie positive eigenschaften sammeln und aufschreiben, aber das geht eben nicht an Herz. Das mit dem Brief fällt mir da bedeutend schwerer. Ich denke mir dann auch: "Wieso hast du es nötig einen Liebesbrief an mich selbst zu schreiben?"
    Knuddel, vielleicht versuch ich es mit dem Brief, evtl. schick ich ihn dir.

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