Seite 1 von 4 1234 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 8 von 29

Thema: Sex und Anerkėnnung

  1. #1
    Neuling
    Registriert seit
    16.06.2020
    Beiträge
    16
    Danke
    0
    1 Danke in einem Post erhalten.

    Standard Sex und Anerkėnnung

    Hallo Zusammen,

    das ist mein erster Beitrag. Ich lese zwar schon eine ganze Weile über alle möglichen Themen, aber jetzt würde ich gern aktiv teilnehmen und nach eurem Rat fragen.

    Ich bin männlich, 33 Jahre alt nun schon seit etwa 15 Jahren mit meiner Freundin zusammen. Wir haben zwei wundervolle Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter. Wie fast immer lief am Anfang alles perfekt, wir haben eine wunderbare Zeit allein erlebt und als die Kinder kamen war auch alles super. Klar gab es immer mal Streitigkeiten, aber im Grunde war immer alles gut. Seit zwei drei Jahren ist es aber ziemlich still zwischen uns geworden. Der ganze Alltag mit Haus, Kindern, zwei Jobs u.s.w... hat wohl seinen Beitrag geleistet, ist aber nicht allein Schuld daran. Wir haben uns einfach ein Stück weit entfernt, wir geben die Kinder fast nie an andere (Großeltern) ab, weil wir das beide nicht so gerne haben und außerdem seitens der Großeltern kein großes Interesse besteht. (Selbst berufstätig, keine Zeit, eigene Probleme...).

    Wie gesagt, es ist sehr Still geworden, wir haben auch nicht viel gestritten und beide vorbildlich unsere Alltags-Aufgaben bewältigt. Wir haben als Eltern und Hausbesitzer super funktioniert aber wir sind auf der Strecke geblieben. Nun war es in den letzten Wochen / Monaten so, dass meine Freundin immer mehr ihr eigenes Ding gemacht hat. Sie war viel unterwegs, bei Eltern, Großeltern, Freundin u.s.w... Ja und irgendwann ist quasi die Bombe geplatzt, sie hat mir gesagt dass zwischen uns nichts mehr ist, dass sie mich nicht mehr liebt und sich sehr unsicher ist. Das war der Moment, in dem sich bei mir ein Schalter umgelegt hat. Ich habe dann erst gemerkt, wie wenig wir beide für die Beziehung getan haben, wie wertvoll diese Beziehung aber ist und wie dumm ich war, mir einzubilden, dass immer alles einfach so weiter geht. Also haben wir angefangen miteinander zu reden, viel zu reden. Es sind auch einige Tränen dabei geflossen, bei beiden. Sie möchte nicht, dass ich sie einschränke, sie will ihre Freiheiten haben und vielleicht wird das ja mit uns wieder. Über diese Freiheiten habe ich auch mit ihr gesprochen. Wie ihr euch denken könnt, geht es hier auch um andere Männer, Gespräche, was auch immer und auch Sex hat sie nicht ausgeschlossen. Für mich geht das aber gar nicht, für mich ist Sex das intimste was ich mit dem Menschen den ich liebe teilen kann. Es ist für mich Ausdruck der Liebe, dafür, dass man sich gar nicht näher kommen kann als das. Sie sieht das etwas anders, für sie ist Sex ein Zeichen der Anerkennung und Wertschätzung und nicht so mit Liebe verknüpft, wie ich das sehe.

    Ich gebe mir seit dem das gewesen ist (rund 3-4 Wochen) auch richtig Mühe, ich will sie nicht verlieren. Ich habe Bücher über Beziehungen gelesen und mit ihr drüber gesprochen. Wir haben gelernt uns näher zu kommen, auf die Bedürfnisse des anderen zu achten und auf einmal passiert die Beachtung der eigenen Bedürfnisse wie von allein. Wir haben wohl verstanden, dass ein Warten auf etwas, ein Aussitzen, ein Fordern nichts bringt, sondern nur wenn man selbst aktiv wird auch etwas zurück bekommt.

    Das Thema mit dem Anerkennung durch Sex kam natürlich auch nochmal auf, sowas lässt mich nicht in Ruhe. Ich habe ihr versucht meine Sicht der Dinge klar zu machen. Dass die Anerkennung von ihr selbst für sich selbst kommen muss. Dass sie, wenn sie mit anderen Typen schläft niemals echte Anerkennung bekommt, da die Typen, die auf sowas aus sind niemals Sie als Mensch anerkennen, sondern nur ihren Vorzug sehen abzuspritzen und befriedigt zu sein. Und dass solche Typen auch ganz klar Komplimente machen und ihr Honig ums Maul schmieren wollen. Aber nicht aus Anerkennung und Wertschätzung, sondern weil sie beim nächsten Mal wieder zum Zug kommen wollen. Dass es einen Menschen gibt, der ihr wirklich Anerkennung gibt, der jede Stelle ihres Körpers liebt, der sie so nimmt wie sie ist, der geradezu danach schmachtet mir ihr zu schlafen und langen Arm verhungert. Und das bin ich. Ich glaube bei diesem Gespräch ist ihr auch einiges klar geworden, sie hat mir Recht gegeben. Die einfache Erkenntnis "****bar" zu sein, wird nicht das Loch in ihr füllen, das aus mangelnder Anerkennung und Wertschätzung besteht.

    Was ich ihr beim Sex gegeben habe war immer sehr liebevoll. Ich wollte sie immer zärtlich berühren, Küssen, ihr richtig nah sein. Nun hat sich aus den ganzen Gesprächen ergeben, dass sie genau das nicht will. Ich soll sie einfach nehmen, sagt sie. Ich soll nicht so "rumschmieren", sondern einfach los legen, sonst verliert sie die Lust. Ja und nun, nach dieser langen Einleitung - die ich aber wichtig finde, damit man die Situation versteht - bitte ich um Rat. Ich bin gerade mit ihr an einem Punkt, in dem sich alles Klasse anfühlt. Wir reden fast jeden Abend allein mit einem Glas Wein, schwelgen in Erinnerungen, sind uns Nahe und freuen uns auf die Zukunft. Ich vertraue ihr auch so weit, dass sich bisher noch nichts abgespielt hat, also sie mich nicht betrogen hat. Wenn diese Situation und die Art und Weise nicht gewesen wäre wie wir damit umgehen wäre es aber wohl dazu gekommen. Ich hätte enttäuscht und verletzt das Handtuch geworfen, zugesehen, dass wir das mit den Haus und den Kindern klären und mit einem Scherbenhaufen von Leben das Feld verlassen. Aber dazu kam es nicht. Aber was kann ich tun, damit sich dieses Loch nicht wieder auf tut? Klar werde ich anders mit ihr schlafen, da ich nun weiß was ihr nicht gefällt. Ich werde das Rumgeknutsche und die Zärtlichkeiten einschränken und härter dabei sein. Ich bin auch gern bereit neues auszuprobieren, ich habe wirklich Verlangen nach ihr, würde am liebsten (mindestens) jeden Tag mit ihr schlafen. Ich denke nicht, dass das Loch der mangelnden Anerkennung allein durch die Sex-Sache gestopft werden kann. Das wird ein tieferes Problem sein, bei dem ich auch alles geben will um ihr zu helfen. Aber wenn das mit dem Sex und der Anerkennung in ihrem Kopf so stark verknüpft ist, muss ich doch etwas tun können. Ich habe mir auch vorgenommen ihr mehr zu sagen und zu zeigen, was ich wundervoll an ihr finde. Auch beim Sex. Aber kann ich überhaupt gegen diesen unterbewussten Gedanken ankommen, die Anerkennung eben durch Andere zu erfahren? Kann ich ihr überhaupt diese Bestätigung geben, die sich eine Frau eben auf dem "freien Markt" einholen wollte, weil sie meine Bestätigung ja bereits hat? Vielleicht ist ja hier jemand dabei der ähnliche Erfahrungen hat, oder Frauen die ähnliche Gefühle und Gedanken haben.

    Ich will es irgendwie schaffen, ihren inneren Glücks- / Anerkennungs- / Sicherheitsspeicher zu füllen und ihr das Gefühl geben, dass das Leben und die Liebe perfekt ist, auch wenn man nicht alles auf der Welt ausprobiert hat, nicht jeden Typ von Partner, vom Singledasein u.s.w. kennen gelernt hat. Ich will ihr beweisen, dass das Glück von innen kommt und man nur danach greifen muss.

    Vielen Dank für das geduldige Lesen, ich bin gespannt...

  2. Der folgende Benutzer bedankte sich bei kexxxx für den sinnvollen Beitrag:

    Endstation (16.06.2020)

  3. #2
    Moderator Avatar von GrayBear
    Registriert seit
    11.12.2016
    Ort
    Im Süden
    Beiträge
    363
    Danke
    109
    447 mal in 243 Beiträgen bedankt

    Standard

    Hallo Kexxxx,

    Du willst es schaffen, ihr das Gefühl geben, hast Dir etwas vorgenommen, willst ihr alles geben und ihr mehr sagen und zeigen. Das hört sich alles nach einem großen Plan und großen Ambitionen an. Aber ganz deutlich schimmert zwischen Deinen vielen Zeilen Deine Angst durch, dass das alles nicht reichen könnte und Du nicht liefern kannst, was Du zu liefern hättest, was immer das sein mag. Auf den Punkt gebracht: egal wie die eigenen Kirschen schmecken, die Kirschen in Nachbars Garten sind eben sehr verlockend. Und der Nachbar hat schließlich wieder einen Nachbarn. Wenn Du eure Beziehungssituation nur auf die Ebene reduzierst, was DU TUN kannst, dann wirst Du eine Hetzjagd starten, die Du irgendwann verlieren wirst. Es wird immer jemanden geben, der dies oder das besser kann als Du. Und wenn Du jeden auszustechen versuchst, bleibt Dir zum Schluss vielleicht eine Wand mit Trophäen und die Erinnerung an verschiedene Siege, aber mehr nicht.

    Deine Partnerin hat keinen Sicherheitsspeicher, den Du füllen könntest. Du kannst nicht für sie ihre Glückshormone steuern und ihr helfen. Siehst Du nicht, wie anmaßend das von Dir ist? Wenn "Mein Haus, mein Auto, mein Boot" alles "abgefrühstückt" ist, wird es immer etwas anderes geben. Wenn Sie sich nicht entscheidet, euren Weg gemeinsam mit Dir zu gehen, dann kannst wedeln, womit Du willst, irgendwann wird es zuwenig sein. Mach Dich nicht zum Sklaven Deiner Angst. Irgendwann wirst Du verbittert feststellen müssen, dass Du nicht noch mehr und nicht noch weiter willst, und dann? Was ihr gerade diskutiert enthält viel Sprengstoff. Wenn ihr diesen Sprengstoff sinnvoll und verantwortungsvoll einsetzen könnt, dann findet ihr noch viele Schätze und das Ganze kann das Abenteuer werden, dass sie sich und Du Dir erhoffst. Aber damit wächst auch das Risiko. Dumm ist nur, dass eure zwei Kinder mitten drin stecken und eure Abenteuer mit erleben, mit leben und mit ausbaden müssen. So ganz dürft ihr das nicht aus den Augen verlieren.

  4. #3
    Verleger Avatar von Steinchen.im.Schuh
    Registriert seit
    10.11.2017
    Beiträge
    3.430
    Danke
    1.308
    2.358 mal in 1.446 Beiträgen bedankt

    Standard

    "Das Thema mit dem Anerkennung durch Sex kam natürlich auch nochmal auf, sowas lässt mich nicht in Ruhe. Ich habe ihr versucht meine Sicht der Dinge klar zu machen. Dass die Anerkennung von ihr selbst für sich selbst kommen muss. Dass sie, wenn sie mit anderen Typen schläft niemals echte Anerkennung bekommt, da die Typen, die auf sowas aus sind niemals Sie als Mensch anerkennen, sondern nur ihren Vorzug sehen abzuspritzen und befriedigt zu sein. Und dass solche Typen auch ganz klar Komplimente machen und ihr Honig ums Maul schmieren wollen. Aber nicht aus Anerkennung und Wertschätzung, sondern weil sie beim nächsten Mal wieder zum Zug kommen wollen. Dass es einen Menschen gibt, der ihr wirklich Anerkennung gibt, der jede Stelle ihres Körpers liebt, der sie so nimmt wie sie ist, der geradezu danach schmachtet mir ihr zu schlafen und langen Arm verhungert. Und das bin ich. Ich glaube bei diesem Gespräch ist ihr auch einiges klar geworden, sie hat mir Recht gegeben. Die einfache Erkenntnis "****bar" zu sein, wird nicht das Loch in ihr füllen, das aus mangelnder Anerkennung und Wertschätzung besteht."

    Wie kommst du denn darauf? Das finde ich aber ein arg schlechtes Männer-/ Menschenbild, das ich (als Frau) so nicht teile. Auch wenn ich einen Mann nicht gut kenne und mit ihm schlafe hatte ich so gut wie nie das Gefühl, einfach nur ein Loch oder sowas zu sein. Man kann sich doch auch sehr wertschätzen und auf einer intimen, liebevollen Ebene begehren, auch ohne sich ewig zu kennen.
    Ihr braucht keine Angst zu haben, es gibt keinen Boden.

  5. #4
    Verleger Avatar von Mirjam
    Registriert seit
    22.06.2015
    Beiträge
    7.521
    Danke
    4.868
    3.882 mal in 2.628 Beiträgen bedankt

    Standard

    Ich lese nur davon, was du bereit bist, zu ändern. Was ist mit ihr?

    Hast DU dir schon mal überlegt, was DIR wichtig ist in (d)einer Beziehung.....wo ggf. auch deine persönliche Grenze wäre?
    Geändert von Mirjam (16.06.2020 um 18:45 Uhr)

  6. #5
    Neuling
    Themenstarter

    Registriert seit
    16.06.2020
    Beiträge
    16
    Danke
    0
    1 Danke in einem Post erhalten.

    Standard

    Zitat Zitat von GrayBear Beitrag anzeigen
    Hallo Kexxxx,

    Du willst es schaffen, ihr das Gefühl geben, hast Dir etwas vorgenommen, willst ihr alles geben und ihr mehr sagen und zeigen. Das hört sich alles nach einem großen Plan und großen Ambitionen an. Aber ganz deutlich schimmert zwischen Deinen vielen Zeilen Deine Angst durch, dass das alles nicht reichen könnte und Du nicht liefern kannst, was Du zu liefern hättest, was immer das sein mag. Auf den Punkt gebracht: egal wie die eigenen Kirschen schmecken, die Kirschen in Nachbars Garten sind eben sehr verlockend. Und der Nachbar hat schließlich wieder einen Nachbarn. Wenn Du eure Beziehungssituation nur auf die Ebene reduzierst, was DU TUN kannst, dann wirst Du eine Hetzjagd starten, die Du irgendwann verlieren wirst. Es wird immer jemanden geben, der dies oder das besser kann als Du. Und wenn Du jeden auszustechen versuchst, bleibt Dir zum Schluss vielleicht eine Wand mit Trophäen und die Erinnerung an verschiedene Siege, aber mehr nicht.

    Deine Partnerin hat keinen Sicherheitsspeicher, den Du füllen könntest. Du kannst nicht für sie ihre Glückshormone steuern und ihr helfen. Siehst Du nicht, wie anmaßend das von Dir ist? Wenn "Mein Haus, mein Auto, mein Boot" alles "abgefrühstückt" ist, wird es immer etwas anderes geben. Wenn Sie sich nicht entscheidet, euren Weg gemeinsam mit Dir zu gehen, dann kannst wedeln, womit Du willst, irgendwann wird es zuwenig sein. Mach Dich nicht zum Sklaven Deiner Angst. Irgendwann wirst Du verbittert feststellen müssen, dass Du nicht noch mehr und nicht noch weiter willst, und dann? Was ihr gerade diskutiert enthält viel Sprengstoff. Wenn ihr diesen Sprengstoff sinnvoll und verantwortungsvoll einsetzen könnt, dann findet ihr noch viele Schätze und das Ganze kann das Abenteuer werden, dass sie sich und Du Dir erhoffst. Aber damit wächst auch das Risiko. Dumm ist nur, dass eure zwei Kinder mitten drin stecken und eure Abenteuer mit erleben, mit leben und mit ausbaden müssen. So ganz dürft ihr das nicht aus den Augen verlieren.
    An die Kinder denken wir natürlich beide viel, weil wir beide sie abgöttisch lieben. Aber ich will ihnen auch nichts vor machen, will kein Schauspiel aufrecht erhalten das eine Lüge ist. Ich will etwas verändern und ja, auch dass sie etwas verändert. Ich will das Problem lösen, statt meine Augen davor zu verschließen. Wie gesagt, seit den letzten Gesprächen sind wir uns so nah wie lange nicht mehr. Manchmal fühlt es sich sogar wieder so an wie als wir uns verliebt haben. Es ist eigentlich alles gut. Aber wie du schon sagst, in Nachbars Garten hängen auch Kirschen. Aber irgendwie kann oder will ich einfach nicht wahr haben, dass man unbedingt davon kosten muss. Wie soll ich da sonst je in einer anderen Beziehung Vertauen stecken können, wenn ich nicht mal dem Menschen über den Weg traue, den ich schon seit 15 Jahren liebe? Wieso habe ich eine Barriere, wenn ich einer anderen Frau begegne, dass ich einen bestimmten Punkt nicht überschreiten darf, weil ich sonst meine Liebe aufs Spiel setze und andere nicht?
    Geändert von kexxxx (16.06.2020 um 19:15 Uhr)

  7. #6
    Neuling
    Themenstarter

    Registriert seit
    16.06.2020
    Beiträge
    16
    Danke
    0
    1 Danke in einem Post erhalten.

    Standard

    Zitat Zitat von Steinchen.im.Schuh Beitrag anzeigen
    "Das Thema mit dem Anerkennung durch Sex kam natürlich auch nochmal auf, sowas lässt mich nicht in Ruhe. Ich habe ihr versucht meine Sicht der Dinge klar zu machen. Dass die Anerkennung von ihr selbst für sich selbst kommen muss. Dass sie, wenn sie mit anderen Typen schläft niemals echte Anerkennung bekommt, da die Typen, die auf sowas aus sind niemals Sie als Mensch anerkennen, sondern nur ihren Vorzug sehen abzuspritzen und befriedigt zu sein. Und dass solche Typen auch ganz klar Komplimente machen und ihr Honig ums Maul schmieren wollen. Aber nicht aus Anerkennung und Wertschätzung, sondern weil sie beim nächsten Mal wieder zum Zug kommen wollen. Dass es einen Menschen gibt, der ihr wirklich Anerkennung gibt, der jede Stelle ihres Körpers liebt, der sie so nimmt wie sie ist, der geradezu danach schmachtet mir ihr zu schlafen und langen Arm verhungert. Und das bin ich. Ich glaube bei diesem Gespräch ist ihr auch einiges klar geworden, sie hat mir Recht gegeben. Die einfache Erkenntnis "****bar" zu sein, wird nicht das Loch in ihr füllen, das aus mangelnder Anerkennung und Wertschätzung besteht."

    Wie kommst du denn darauf? Das finde ich aber ein arg schlechtes Männer-/ Menschenbild, das ich (als Frau) so nicht teile. Auch wenn ich einen Mann nicht gut kenne und mit ihm schlafe hatte ich so gut wie nie das Gefühl, einfach nur ein Loch oder sowas zu sein. Man kann sich doch auch sehr wertschätzen und auf einer intimen, liebevollen Ebene begehren, auch ohne sich ewig zu kennen.
    Ja da hast du Recht. Vielleicht habe ich da auch übertrieben. Aber gerade wenn es eine intime, liebevolle Ebene ist, auf der sie einem anderen begegnen würde und nicht nur die "blanke Bestätigung", wäre ja für mich alles hinüber. Sie wollte es ja so darstellen, wie wenn es keine große Sache ist und sie trotzdem bei mir bleibt. Ist es in der heutigen, offenen Gesellschaft wirklich so abwegig geworden, dass ein Mensch mit sowas nicht umgehen kann?
    Geändert von kexxxx (16.06.2020 um 19:15 Uhr)

  8. #7
    Neuling
    Themenstarter

    Registriert seit
    16.06.2020
    Beiträge
    16
    Danke
    0
    1 Danke in einem Post erhalten.

    Standard

    Zitat Zitat von Mirjam Beitrag anzeigen
    Ich lese nur davon, was du bereit bist, zu ändern. Was ist mit ihr?

    Hast DU dir schon mal überlegt, was DIR wichtig ist in (d)einer Beziehung.....wo ggf. auch deine persönliche Grenze wäre?
    Mir ist Vertrauen sehr wichtig. Und "Sicherheit". Dass ich weiß, dieser Mensch hat sich dafür entschieden hat mit mir sein Leben zu verbringen. Und daher immer versucht mit mir gemeinsam an Problemen zu arbeiten, statt dass ich immer Angst haben muss, dass er im nächsten Moment das Handtuch wirft. Und auch Zärtlichkeit, nicht nur beim Sex. Daher würde ich es wohl auch nie wirklich fertig bringen, diese Zärtlichkeit mit jemand anderem teilen zu müssen. Daher bin ich was das angeht auch sehr eifersüchtig. Alle normalen Freundschaften, alle Dinge die sie mit jemandem Teilt, wenn sie mit ihren Freundinnen unterwegs ist ist okay für mich. Aber was darüber hinaus geht, was Liebe und Zärtlichkeit angeht das kann ich einfach nicht abgeben. Sie hat in diesem Zusammenhang schon davon gesprochen, dass das Besitzverhalten wäre und ich sie nicht als meinen Besitz sehen kann. Keine Ahnung ob es das wirklich ist, aber wahr haben kann ich das nicht so richtig.

    Was sie bereit ist zu ändern? Ja, das ist ja gerade meine Frage. Nützt es was, ihr zu sagen "Du musst aufhören, an andere Männer zu denken"? Ihr zu sagen "Entscheide dich für mich und zwar voll und ganz"? Ich weiß eben keinen Besseren Rat, als ihr irgendwie zu zeigen, dass sie das nicht braucht. Weil etwas zu verlangen wohl selten zum Ziel führt.

  9. #8
    Verleger Avatar von Mirjam
    Registriert seit
    22.06.2015
    Beiträge
    7.521
    Danke
    4.868
    3.882 mal in 2.628 Beiträgen bedankt

    Standard

    Mir geht's eher um die innere Haltung sowie Erwartungshaltung. Es bringt meiner Meinung nach nichts, zu versuchen, in eine “Rolle“ zu schlüpfen bzw. dich zu verbiegen.

    Zu ihr: Hast du den Eindruck, dass sie beispielsweise mehr mit dir als Paar Zeit verbringen will (Babysitter)? Gibt es andere konstruktive Vorschläge von ihr?

Seite 1 von 4 1234 LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •