Hallo,

ich möchte gerne erst mal versuchen zu umschreiben, wie es mir geht, was ich so für einer bin......
Mir macht es sehr viel aus, dass ich das Gefühl haben muss, aus der Rolle zu fallen und allein zu sein. Kann mich nirgendwo richtig zugehörig fühlen, obwohl ich das doch sooo gerne würde.
Das beunruhigt mich, denn menschliche Kontakte, bedeuten mir sehr viel. Es haben sich –eigentlich meistens recht schnell -freundschaftliche Beziehungen zwischen mir und ganz wenigen anderen Menschen entwickeln können. Nur wohnen die weiter weg oder haben keine Zeit und wir sehen uns kaum. Dann habe ich auch den Eindruck, selbst unter ihnen noch mit meiner Art und den Lebensumständen aus dem Rahmen zu fallen. Schon klar, möchte keine Klone als Freunde, Hilfe! Ich meine aber, dass es ganz bedeutend ist, Gleichgesinnte kennenzulernen.
Seit langer Zeit leide ich unter einer Angstsymptomantik, die mich in meinem Leben ziemlich stark beeinträchtigt. Allerdings äußern sich diese Ängste auf eine ganz spezielle, indirekte Art und Weise, wirke gar nicht unbedingt wie ein ängstlicher Mensch!
Merke dann auch wieder Potentiale zu haben, kann schon mal "richtig anpacken" und so wie es mir rückgemeldet wurde, wirke ich auf andere Menschen scheinbar sogar "kompetent".

Wie ergeht es Dir denn, erkennst Du Dich vielleicht teilweise ein wenig wieder? Bin an einem freundschaftlichen Austausch interessiert! Würde mich freuen!

Ganz wichtig ist mir die Natur und oft habe ich intensive Eindrücke, deshalb soll ein solcher jetzt zum Schluss folgen:

Im feinen, noch warmen Sand liegend, um mich herum ein buntes Muster aus kleinen Flintsteinen und Muscheln, hin und wieder rieselt es leise von den Dünen her, zwischen denen sogar Schmetterlinge umhertanzen und sich auf den raren gelben Blüten niederlassen.
Der Wind bringt den Geruch des Meeres mit sich, streicht raschelnd durch das Seegras;
Seevögel segeln geschickt durch das leuchtende Blau des Himmels und ihre Rufe kündigen von Freiheit neben dem Rauschen der Brandung;
Der Widerschein der sich senkenden Sonne, der sich verfärbenden Wolken in der Ferne über dem Meer, lässt die Dünen in einem Gelborange schimmern und auch ich werde in ein warmes Licht getaucht, stehe auf und laufe durch den vom Wind geriffelten Sand hinauf, vor der gewaltigen Weite des Ozeans und möchte vor Ergriffenheit alles umarmen...

Danke für Dein Interesse und alles Liebe!

Empfindsam