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Thema: Ständige Eschöpfung und wie damit umgehen?

  1. #1
    Neuling
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    Standard Ständige Eschöpfung und wie damit umgehen?

    Hallo Ihr lieben,

    Wie viele von euch, habe ich so meine täglichen wehwehchen und da hoffe ich mal ein wenig auf auf eure SchwarmIntelligenz und auf Erfahrungsberichte wie Ihr mit Erschöpfungszuständen und Stimmungstiefs umgeht. Ganz aktuell fühle ich mich seit einer Woche recht ernegielos, kann mich nur schwer aufraffen mir auch nur etwas zu Essen zu kochen. Ich schlafe viel, höre Hörbücher und bin krankheitsbedingt (aber natürlich auch wegen meiner Depression davor nach draussen zu gehen) oft in der Wohnung.

    Ich weiss das mir viele zu Bewegung raten werden, danke - das versuche ich schon.

    Als Teil meiner Erkankung fühle ich mich draussen nie wohl und bin immer froh wenn ich nicht raus muss und dankbar wenn ich wieder zu Hause sein kann. Am liebsten möchte ich gar nicht angesprochen werden, weder vom Nachbarn im Treppenhaus noch draussen von irgend wem.Die meisten Menschen da draussen empfinde ich als sehr anstrengend und ernegieraubend. Ich bin nicht unfreundlich und habe auch ein gutes Verhältnis zu meinen Nachbarn/Umwelt, nur nerven sie mich eben. Als ich noch gearbeitet habe, da gingen mir alle Kollegen auf den Keks und ich fand meine Arbeit grösstenteils sinnlos. Das Gerede auf den Fluren, das gegenseitige sich mobben und tratschen über andere Kollegen, das Gelaber über Frauentausch, Dschungelcamp oder Fussball empfinde ich meist nur als hohl, unerfreulich und pure Zeitverschwendung. Smalltalk ertrage ich nur in Massen und meist gar nicht.

    Vermutlich bini ch ein verschrobener Krauz aber vielleicht hat der eine oder andere von euch dennoch eine Idee was man machen kann oder welche Therapie Sinn machen könnte.

    Liebe Grüßé

  2. #2
    Verleger Avatar von Mirjam
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    Bist du in psychotherapeutischer Behandlung?

    Falls du einen Balkon oder Garten hast, könntest du dich regelmäßig (halbe Stunde ca.) in die Sonne legen - Vitamin D tanken.

    Ich würde überlegen “was geht“ und nicht, was du nicht kannst. Irgendwas geht immer. Beispielsweise ein Heimtrainer - kriegt man gebraucht mit Sicherheit nachgeworfen.

    Bei Depressionen ist kohlenhydratreiche Ernährung angesagt - war mir selbst nicht so bewusst.

    Wie lange geht das schon so, dass du das Haus kaum verlässt?

  3. #3
    Nachwuchs Autor Avatar von Taedium vitae
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    Hi,

    mir geht es schon seit ca. 2 Jahren so wie Dir und so richtig raus komme ich da auch nicht. Irgendwie habe ich schon resigniert. Genau wie Dir erschöpfen mich Menschen meistens einfach sehr schnell und raus geh ich eher selten. Meistens nur wenn ich muss. Manchmal bei schönem Wetter halt irgendwo in die Natur. Bevorzugt an Tagen wo dort keiner ist und man niemandem begegnet. Smalltalk finde ich meistens auch ganz furchtbar, gerade wenn es um total substanzloses Zeug geht ...
    Ich schlafe auch sehr viel ... viel zu viel ... mein ganzer Biorhythmus und Kreislauf ist völlig im Eimer.

    Bald muss ich aber wieder Arbeiten gehen, da mir das Geld ausgeht. Hab einige Vorstellungsgespräche demnächst. Tue das aber nicht weil ich will. Ich hab weder Bock noch Lust noch Motivation. Kein Ehrgeiz, kein Antrieb ... null, nix, nada. Mache es eben einfach nur weil ich eben muss. Das kotzt mich auch irgendwie an. Aber es ist irgendwie für mich dennoch das geringere Übel. Denn ich will keine Transferleistungen beantragen. Das alles zieht meine Stimmung, Laune und mein Gemüt aber noch weiter runter als es jetzt eh schon seit Jahren ist.
    Es ist alles ein tagtäglicher innerer K(r)ampf ... voller Wut, Frust, Verzweiflung und letztendlich doch Resignation. Frisst einen alles auf wie ein kleines schwarzes Loch in der Mitte vom Körper das einen nach und nach ganz langsam aufsaugt. ALLES, einfach ALLES nervt einen nur ... selbst Dinge die vielleicht mal angenehm, schön oder "gut" waren ... Schmerz oder Langeweile, wie bei Schopenhauer.

    Meine Derpis haben einfach sehr stark etwas mit (Erwerbs)arbeit usw. zu tun. Dieser Gedanke (in meinem Fall) noch etwa 30 Jahre oder mehr arbeiten gehen zu MÜSSEN macht mich völlig kaputt. Nach wie vor. Seit Jahren. Kann es einfach nicht ändern. Therapie mach ich seit etwa 9 Monaten. Ob es wirklich hilft ist schwer zu sagen. Antidepressiva verweigere ich mich konsequent.

    Ich habe auch schon viel ausprobiert. Achtsamkeitsübungen usw. Irgendwelche Aktivitäten machen um "raus" zu kommen ...
    Ganz kurzzeitig geht's dann vielleicht mal was besser aber schließlich fällt man doch wieder in das Loch. Leider werde ich von Jahr zu Jahr auch cholerischer. Das war ich früher nie, da ich eher ein stoisches Temperament habe. Aber zunehmend fehlt mir für alles die Ruhe oder Geduld. Selbst kleinste Alltägliche Tätigkeiten machen mich schnell Sauer und Wütend. Häufig schaffe ich vieles eigentlich nur noch wenn ich mich selbst irgendwie innerlich "abschalte" ... einfach nur noch funktioniere ...

    Würde Dir gerne einen positiven Rat geben ... leider suche ich den selbst ... schon sehr lange ...

    Der Tip mit dem Balkon ist aber gut. Ein Balkon ist immer eine Möglichkeit "raus zu gehen ohne raus zugehen"

  4. #4
    Verleger Avatar von mops
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    Zitat Zitat von Taedium vitae Beitrag anzeigen
    Hi,

    Ich habe auch schon viel ausprobiert. Achtsamkeitsübungen usw. Irgendwelche Aktivitäten machen um "raus" zu kommen ...
    Ganz kurzzeitig geht's dann vielleicht mal was besser aber schließlich fällt man doch wieder in das Loch. Leider werde ich von Jahr zu Jahr auch cholerischer. Das war ich früher nie, da ich eher ein stoisches Temperament habe. Aber zunehmend fehlt mir für alles die Ruhe oder Geduld. Selbst kleinste Alltägliche Tätigkeiten machen mich schnell Sauer und Wütend. Häufig schaffe ich vieles eigentlich nur noch wenn ich mich selbst irgendwie innerlich "abschalte" ... einfach nur noch funktioniere ...
    dein stoisches Temperament kann dein Verhängnis sein.

    Ich leide wie die Kanzlerin an Konzentrationsschwäche.
    Ich wurde als Kind immer wieder aufgefordert, meine Hände still zu halten. In der Pubertät "Hände aus den Taschen!" Ich wollte sie ja gar nicht in die Taschen stecken, aber wenn ich sie in die Hosentaschen stecke, muss ich sie still halten.
    Frauen haben keine Hosentaschen. Die Kanzlerin faltet die Hände vor dem Oberkörper zusammen. Das beobachtete ich früher öfters bei den Frauen.

    – Nervosität: Die Hände nicht still halten können. Hin und her laufen und mehr. Zappelphilipp - nicht still sitzen können.

    Wenn ich mich stark konzentrieren muss, entsteht Nervosität.
    Du musst geistig etwas Leisten! Daher spricht man heute immer mehr von Konzentration. Wenn die Nervosität steigt, fällt die Konzentration.


    Die geistige Aktivität führt zu Ermüdungen und Erschöpfungen.
    Wie konzentriert bist du? Wie lange konzentrierst du dich schon? Das ergibt die Konzentration.

    Muss ich mich mehr und stärker konzentrieren, führt das zu erhöhter Nervosität.

    Wie schnell kann ein Mensch denken? Wie schnell lerne ich das? Wie schnell kann ich mir das merken?
    Lasse ich mir wieder Zeit, kann ich verhindern, dass Stress entsteht! Oder, dass ich weniger Stress habe!
    Beim Laufen oder Wandern durch die Gegend, baue ich Stress ab. Dabei lässt die Nervosität nach. Die Nervosität führt dazu, dass ich mehr grüble. Dadurch kann ich mich weniger auf das konzentrieren, worauf ich mich konzentrieren soll. „Wo bist du schon wieder mit deinen Gedanken!“ warf mir meine Mutter in der Pubertät vor.
    In der Grundschule spielte ich mit meinen Schulsachen. Die Nervosität nimmt zu, damit sinkt die Konzentration. Ich fange an zu grübeln. Was die Lehrerin sieht, ist das Spielen mit meinen Schulsachen.


    mit deiner stoischen Ruhe, gehst du dem Stress aus dem Weg. „Faulheit lass los!“


    gruss mops

  5. #5
    Neuling
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    Oha, da scheint es auch noch andere zu geben die das ganze Drama sehr gut kennen.
    Vielleicht kann man sich ja mal auf Teamspeak oder Discord treffen und über das Thema zu reden.

    Therapeuthen sind auch so ein Ding. Eigentlich bin ich alle paar Jahre bei so einem, war auch schon mal für ein paar Wochen stationär aber geholfen hat das gnaze nicht.Mein letzter Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, der mir von meinem Hausarzt vermittelt wurde (sonst hätte ich vermutlich ewig einen freihen Therapeuten suchen können) war auch echt fit, die Chemie stimmte aber er war auch ratlos was er mit mir machen soll. Es war auch gar nicht klar wohin sich die Therapie entwickeln könnte und nach ein paar Monaten bin ich dann nicht mehr hingegangen. Es waren nette Plauderstunden aber geholfen hat es überhaupt nicht, auch die Therapeuten davor waren nicht wirklich hilfreich. Was etwas geholfen hat, war 20mg Citalopram pro tag, das war es.

    Hoewer: Zur Zeit bin ich Erwerbslos, drei unterschiedliche Psychiatrische Amtsärzte beim Jobcenter haben mich als nicht für Arbeitsmarkt verwertbar klassifiziert und nun versucht man mich gerade mit biegen und brechen in die EU-Renteabzuschieben. Da habe ich in 14 Tagen einen weiteren Amtsarzttermin für die Rentenkasse. Alleine dieser Behördenkram ist nervig man muss Schubkarren voll an Papieren und Nachweisen einreichen. Als ITler kann ich kaum nachvollziehen wie Papierlastig der ganze Kram immer noch ist aber das ist eine andere Geschichte.

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