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Thema: Ständiges Grübeln und "Ausdenken" von Problemen

  1. #1
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    Böse Ständiges Grübeln und "Ausdenken" von Problemen

    Hallo Ihr,

    ich bin 16 Jahre alt und seit mehreren Jahren plagt mich ein Problem:

    Ich steiger mich extrem in Dinge rein, und suche mir so ständig Probleme. Dies mache ich komplett unterbewusst, jedoch komme ich aus diesen Teufelskreisen dann überhaupt nicht mehr raus.
    Beispielsweise habe ich mich die letzten Wochen total darein gesteigert, dass ein Freund von mir genervt von mir sein könnte. Er hatte mir seltener auf sozialen Netzwerken geantwortet als mehreren Freunden von mir und auch wenn wir uns gesehen haben hatte ich das Gefühl, er sei genervt.
    Ich hatte dann mit mehreren Freundinnen von mir geredet, die mir alle versicherten, dass alles gut sei und auch ich wusste, dass ich mich da nur hinein steigerte - dennoch drehten sich meine Gedanken solange ich alleine war nur um dieses eine Thema, ständig fand ich neue Indizien, dass er genervt sei etc. Irgendwann hatte sich dieses Problem gelöst, jetzt sitze ich hier und mache mir total Gedanken darüber, dass ich mit ihm zu zweit keinen wirklichen Kontakt habe, da ich ständig das Gefühl habe, ihn zu nerven und daher habe ich Angst, ihn in EINEM JAHR (!) nach dem Abitur nicht mehr zu sehen, da wir uns auseinander leben und zu zweit momentan ja keinen Kontakt hätten.
    Dabei ist dieser Gedanke relativ absurd - das Abi ist in knapp 1,5 Jahren, ich habe überhaupt keinen Grund, mir jetzt schon darüber Gedanken zu machen, ob ich mit meinen Leuten danach noch befreundet bin und auch insgesamt weiß ich genau, dass ich ihn nicht nerve und er mich als eine ganz normale, gute Freundin sieht - auch wenn er beispielsweise mal nicht antwortet etc. Aber meine Gedanken kreisen nur über dieses Thema, ich kann mich nicht selbst beruhigen, auch wenn ich genau weiß, dass eigentlich kein wirkliches Problem vorliegt, außer dass ich selbst unsicher bin.
    Dieses Reinsteigern geht so weit, dass ich morgens damit aufstehe und Abends damit einschlafe, wobei ich keinen einzigen wirklichen Gedanken an diese Themen verschwende, solange ich mit Freunden zusammen oder in der Öffentlichkeit bin. Auch körperlich ist dieser Stress einfach nicht gut, mir ist ständig übel, ich habe Kopfschmerzen, knirsche mit den Zähnen etc.
    Dieses Ausdenken von Problemen geht so weit, dass ich mir manchmal Gedanken über total abstruse Dinge mache, wo ich mir gleichzeitig denke: "Wieso steigerst du dich da jetzt so rein? Ist doch egal.."
    Ich weiß echt nicht, was ich machen soll. Ich will nicht ständig nur denken, ich will auch nicht ständig nur "Probleme". Ich weiß doch beispielsweise, dass gerade alles gut ist und ich mir überhaupt keine Sorgen darüber machen muss. Und auch dass ich nach dem Abi vielleicht keinen Kontakt mehr zu ihm habe, ist eine Sache, über die ich mir nach dem Abi Gedanken machen muss - nicht aber jetzt. Diese Gedanken kreisen natürlich nicht nur um diesen Jungen, dies ist aber das momentane Beispiel, weshalb ich gerade wachliege und diesen Text schreibe. Auch über ganz andere Sachen denke ich nach und suche mir Probleme damit, oft wie oben schon erwähnt über Dinge, die total weit hergeholt sind. Ich will doch nur einfach glücklich sein, ohne ständige Besorgnis.

  2. #2
    Neuling
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    Standard

    Hallo Mauerblume,
    das Problem was du da ansprichst haben viele Leute und das kommt auch nicht von ungefähr, denn gerade dann, wenn eigentlich alles gut zu sein scheint, beginnt man wie du eben sich Probleme "Auszudenken".
    Das fängt damit an dass man Kleinigkeiten einen viel zu hohen Stellenwert schenkt und sie total überinterpretiert und hört damit auf, dass man nur weil jemand mal ne längere Zeit nicht antwortet man denkt er sei genervt.
    Zu deinem speziellen Beispiel möchte ich dir einen Rat geben:
    Menschen sind unterschiedlich, Menschen legen ihren Fokus auf andere Sachen. So gibt es Leute denen ist es total wichtig Personen direkt zu antworten und so gibt es Leute die sich manchmal auch mal Abstand wünschen, vor allem wenns darum geht miteinander zu schreiben.

    Generell ist es zwar normal dass man in einer ruhigen Minute mal über Sachen nachdenkt die einen beschäftigen aber es ist wichtig dass du dann auch wieder zurück ins Leben findest. Ich denke du solltest einfach den Kontakt zu Leuten suchen die dir gut tun und die dir das Gefühl vermitteln geborgen zu sein. Unternimm mehr oder fang an eine Serie zu schauen die dir Spaß macht (und wenn es 10 Episoden am Tag sind) dann hast du eine Serie mit Story über die du nachdenken kannst.

    Das wichtigste ist aber dass du jemanden hast/Findest mit dem du über alles reden kannst. Ob ein guter Freund/Freundin oder eine person die du kaum kennst, die völlig unvoreingenommen deine Probleme und Sorgen mit dir bespricht, wirkt da manchmal wirklich Wunder.

    Ich hoffe ich konnte dir helfen,

    Mit freundlichen Grüßen

    LieToMe

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