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Thema: Tiere vs. Kind

  1. #1
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    Standard Tiere vs. Kind

    Hallo ihr Lieben

    Ich hoffe ich bin bei euch gut mit meinem Thema aufgehoben, denn ich komme gerade mit einer bestimmten Situation so gar nicht zurecht ...

    Eine gute Freundin von mir hat einen Sohn, der nun bald sein erstes Jahrzehnt vollendet. Auch hat sie fünf Kleinhunde, die sie abgöttisch liebt und für die sie nahezu alles auf sich nimmt...

    Ich bin immer sehr vorsichtig und darauf bedacht, mich nicht zu weit aus dem Fenster zu lehnen; Aber ich habe mehr und mehr den Eindruck, dass ihr ihre Hunde wichtiger sind als ihr Kind. :/ In den meisten Situationen die ich miterlebe, ranzt sie ihn an und er wird in sein Zimmer geschickt (à la 'stör jetzt nicht'). Die Hunde dürfen nicht geärgert/kindlich beaufmerksamkeitet werden; Er soll sich (gefühlt) voll auf die Hunde einstellen. Meistens reagiert sie genervt auf ihn und redet unablässig von ihren Tieren. Manchmal redet er genau so 'queitschig' mit den Hunden wie seine Mutter - immeroft mit einem Seitenblick (mehr Kontakt zur Mutter suchen, durch mitquietschen?).
    Abgesehen von Kritik zum Schulsystem, oder Unorganisiertheiten des Kleenen, höre ich von ihr kaum etwas über ihren Sohn. Nicht so wie andere Mütter, die stolz von ihren Kindern erzählen. Nein. Es geht immer nur um die Hunde.

    Was ich schreibe ist etwas dünn ... aber ich möchte mich, wie gesagt, nicht zu weit aus dem Fenster lehnen.
    Ich frage mich nur: Wie komm ich an sie ran um ihr da die Augen zu öffnen!? Sie ist wirklich verdammt vernarrt in dir Hunde und lässt ihren Sohn sich mehr oder weniger alleine beschäftigen ...

    Sie war schon immer in Tiere vernarrt, war kaum 20 als sie ihren Sohn geboren hat, musst viel entbehren weil sie während der Schwangerschaft noch ihre Ausbildung durchzog und sehr durch ihre Eltern unterstützt wurde. Ich denke sie hat sich nier ausgelebt und durch die frühe Mutterschaft etwas eigenes verpasst, dass sie nun auf zu holen versucht ... vergisst ihr Kind aber dabei ...

    Ich weiß nicht was ich machen oder sagen kann, um sie aufwachen zu lassen - damit sie für ihren Sohn da ist... dazu kommt, dass sie im März ihr zweites Kind erwartet ... Ich bin da momentan überfordert, denn ich seh' ja das ihr Sohn leidet - aber einer schwangeren, engstirnigen Frau etwas zu sagen!? Oh man ...

    Hat vielleicht jemand da irgendeinen Ratschlag?

    Liebe Grüße
    Melo

  2. #2
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    Hallo Melodramatika!

    Es spricht für dich als gute Freundin, wenn du dir derartige Gedanken und Sorgen machst um deine Freundin und deren Sohn. Keine gute Freundin wärst du mMn, wenn du weiterhin zusiehst und schweigst. Aus deiner Sicht ist es wahrlich eine große Herausforderung.
    Du wirst sie meistern, wenn du dir zunächst diese Frage selber beantwortest:
    Was befürchtest du, wenn du dich "zu weit aus dem Fenster lehnst" ? Streit und infolge ein Ende der Freundschaft?
    Aus meiner Erfahrung lautet die Antwort: Eine gute Freundschaft hält dies aus - sie muss es aushalten, denn sonst wäre sie keine gute Freundschaft!

    Beispiel:

    "Halt dich da raus, das geht dich nichts an!" plärrte mir eine liebe Freundin entgegen, die ich auf ihren besorgniserregenden Umgang mit Alkohol angesprochen hatte.
    Ich entgegnete ihr: " Ich bin deine Freundin und als solche kannst du nicht von mir verlangen, dass ich tatenlos zusehe" - und erst dann ließ ich sie einfach stehen - damit sie darüber nachdenken konnte. Ergebnis: die Freundschaft hatte zwar zunächst einen kleinen Kacks bekommen, (längere Zeit Funkstille). Inzwischen aber hat sie ihren Alkoholkonsum auf ein Minimum reduziert und mir zudem gestanden, dass sie froh darüber ist. - mehr wollte ich nicht! Die Freundschaft hält nunmehr mehr als 20 Jahre.

    Also, liebe Melodramatika, sei mutig und sprich deine Freundin daraufhin an - am besten in der Ich-Botschaft (Ich mache mir Sorgen, weil.....ich habe beobachtet....usw.) und kritisiere nicht deine Freundin in ihrer Person sondern ihre aus deiner Sicht falsche Verhaltensweise. Rücksicht auf die Schwangerschaft musst du dabei nicht nehmen - auch Schwangere können nachdenken - dazu solltest du sie bewegen.

    Deine Freundin, ihr Sohn und auch das ungeborene Baby brauchen eine Freundin wie dich!

    Ich hoffe, dir ein wenig geholfen zu haben und sage Chapeau! Um eine solche Freundin wie dich, ist deine Freundin zu beneiden.

    Lieben Gruß
    von attilem

  3. Der folgende Benutzer bedankte sich bei attilem für den sinnvollen Beitrag:

    Melodramatika (27.11.2013)

  4. #3
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    Hey Attilem,

    Dankeschön für die schnelle Antwort. Deine Worte tun wirklich gut, weil ich ein wenig das Gefühl hatte mich dreist ein zu mischen, sobald ich das Gespräch suche.
    Meine Freundin ist wohl sehr stur und fasst vieles sehr schnell als Kritik auf. Hier und da habe ich schon mal vorsichtig eine Frage gestellt, oder etwas angesprochen ("Mir ist aufgefallen ..."); Habe zum Beispiel schon einmal angemerkt, dass ich fast sie nur noch mit ihrem Sohn meckern hören würde - egal ob am Telefon oder vor Ort. Daraufhin erzählte sie mir das es immer Situationsabhängig wäre und er permanent 'dieses und jenes so und so' machen würde 'anstatt das er es so und so' macht. Ich bekomme also immer zu hören was er verkehrt machen würde ... sie sieht sich da selbst gar nicht. Und ich befürchte dass es an dem bleiben würde.

    Das eine gute Freundschaft sowas aushält, denke ich im Grunde auch ... aber durch ihre Sturheit weiß ich auch, dass die gute Freundschaft für sie da 'hinten an stehen' könnte. Das ist allerdings meine geringste Sorge; Wenn ein Gespräch zum Ende unserer Freundschaft, aber zum Beginn eines Umdenkens führen würde, wäre ich vollkommen zufrieden. Weil es mir sehr um den Sohn und das ungeborene Geschwisterchen geht...

    Ich habe also ein wenig Sorge das ich abgewunken oder aussortiert würde, während alles beim Alten bleibt. Denn dann kann ich gar nicht mehr einwirken.

    Auch frage ich mich, was sie so an ihren Tieren statt an ihrem Kind kleben lässt ...
    Ein Gespräch wird unausweichlich stattfinden. Aber speziell bei ihr weiß ich nicht so richtig, wie da der Erfolgsweg ausschaut.

  5. #4
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    Schön, dass du so ein Auge auf das Ganze hast. Viell. macht es Sinn deine Bebachtungen den Großeltern mitzuteilen und mit ihnen gemeinsam nach einer Lösung zu suchen? Denk bei allem was du machst immer daran, dass da ein Kind ist was unter Umständen ohne deine Einmischung seelisch und vielleicht sogar körperlich verwahrlosen würde.
    Es liest sich für mich so, als wenn die Mutter leicht überfordert und genervt wäre.
    Geändert von Kleine-Hexe (28.11.2013 um 00:15 Uhr)

  6. Die folgenden 2 Benutzer bedankten sich bei Kleine-Hexe für den sinnvollen Beitrag:

    attilem (28.11.2013),Melodramatika (28.11.2013)

  7. #5
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    Hallo liebe Melodramatika!
    Deine Sorge "denn dann kann ich gar nicht mehr einwirken" kann ich sehr gut verstehen, denn dein Ziel ist ja ein wirksames Einwirken zum Wohle aller Beteiligten.

    Kleine-Hexe hat - wie ich finde, einen guten Alternativvorschlag gemacht. Du könntest also auch mit den Großeltern reden, oder mit anderen Verwandten, die du evtl. kennst.
    Eine andere Alternative wäre auch den Vertrauenslehrer des Jungens zu kontaktieren......auf dass dieser wiederum auf die Mutter einwirken könnte....
    auch könntest du mit dem Jugendamt sprechen.....(ich würde dabei Vorsicht walten lassen und vorerst keine Namen nennen)

    eine andere Option, die mir gerade einfällt, wäre bspw. auch ein Buch als Geschenk - ein Buch in dessen Inhalt es genau um dieses Problem "Tier vers Kind" geht.
    Es gibt auch im Intrernet sicherlich ne Menge "Tierhalterseiten" mit foren, wo du auch dein Problem schildern könntest.....

    Hey - viele Wege führen nach Rom!

    Ich wünsche dir auf jeden Fall von ganzem Herzen viel Erfolg!
    Nicht wegschauen, sondern hinschauen und sich einsetzen, dass muss einfach belohnt werden!


    Lieben Gruß
    von attilem

  8. Der folgende Benutzer bedankte sich bei attilem für den sinnvollen Beitrag:

    Melodramatika (28.11.2013)

  9. #6
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    Dankeschön.
    Ich denke der Weg über die Großeltern (bzw. die Familie an sich) ist wirklich der Beste. Das werde ich dann jetzt in Angriff nehmen. *tief-einatme*

    Nicht wegschauen, sondern hinschauen und sich einsetzen, dass muss einfach belohnt werden!
    Ich hoffe es.

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