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Thema: Tochter in elterlicher Abhängigkeit wieder schwanger

  1. #1
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    Standard Tochter in elterlicher Abhängigkeit wieder schwanger

    Meine Tochter (24) wohnt mit ihrem 7-jährigen Sohn noch im Elternhaus.
    Mit 17 das Kind bekommen, Schule abgebrochen, Essstörung, Selbstmordversuch...einige Therapien....dann doch die Matura mit Auszeichnung bestanden und Studium abgeschlossen.
    Mit vielen Auf und Abs zwar, psychisch instabil, wechselnde Partner.
    Ihr Kind hab großteils ich (58) aufgezogen, sie war immer wieder, auch für längere Zeit, weg.
    Nach Studiumabschluss hat sie nach einiger Zeit einen vielversprechenden Job bekommen, den sie im Probemonat abgebrochen hat.
    Lt.ihrer Aussage wegen psychischer Probleme und weil sie sich nun vermehrt um ihr Kind kümmern wollte.
    Der Kleine und ich gewöhnten uns langsam an diese Situation, dass sie nun “Mutter spielte“.
    Dann die Mitteilung: sie ist wieder schwanger. Vater ist ein 23-jähriger Arbeitsloser, der seine Lehrabschlussprüfung nicht schafft.
    Beide haben kein Einkommen.
    Gespräche an Beratungsstellen halfen ihr nicht - sie kann sich weder für noch gegen die Schwangerschaft entscheiden!
    Ich möchte nicht nochmal ein Enkelkind aufziehen, und auch nicht eine Jungfamilie bei mir wohnen haben (den Vater des ersten Kindes hab ich ein Jahr aufgenommen, bis sie sich trennten.)
    Ich weiß nicht, wie ich mich abgrenzen kann und ihr beibringen, endlich Verantwortung zu übernehmen, ohne sich und ihre Kinder zu gefährden?
    Mir tut natürlich auch der Kleine leid, der zu mir eine starke Bindung hat.
    Was würden Sie mir raten ?
    Mit lieben Grüßen!!!

  2. #2
    Roman Verfasser
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    Hallo Elisabeth,

    das klingt nach großer Sorge und viel um die Ohren. Wen hast Du, dem Du Dein Herz und Deine Sorgen mitteilen kannst? Wer ist für Dich da? (Ich hoffe, das "Du" ist okay?)

    Mittlerweile ist sie 23 und das Jugendamt nicht mehr für sie zuständig, aber das Jugendamt könnte von Dir beauftragt werden, da es um das Kindeswohl Deiner Enkel geht.
    Was denkst Du darüber, warum sie sich für diesen Weg entschieden hat? Machst Du Dir Vorwürfe und Schuldgefühle?

  3. #3
    Roman Verfasser Avatar von Pluto
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    Dass einen die Vergangenheit immer so schrecklich einholen muss und man nicht von ihr los kommt. Ich möchte dir sagen, wie toll ich es von dir finde, dass du deine Tochter so sehr unterstützt und das Enkel quasi im Alleingang groß gezogen hast. Es gibt so viele Menschen, die ihre Kinder alleine lassen, frei nach dem Motto "sieh zu wie du zurecht kommst /musste jetzt selbst damit klar kommen".

    Aber ich denke, du wirst deine Tochter vorerst weiterhin unterstützen müssen. Sonst geht die Problematik unter Umständen auf die nächste Generation über. Du bist 58 Jahre alt und eine gestandene Frau. Wichtig ist aber und das sehe ich wie icefrozen, dass du nicht auch noch vor die Hunde gehst und ausfällst. Und da gibt es durchaus Hilfen seitens des Jugendamtes. Vielleicht unterstützen dich auch die Eltern des Vaters, dass ihr euch ein wenig rein teilen könnt.

    Könnten deine Tochter und der Vater des neuen Kindes in deine unmittelbare Nähe ziehen, sodass ihr nicht zusammen wohnt, aber quasi nebenan, sodass du immer aushelfen kannst? Ich möchte mich auch Mariposa anschließen. Mit 24 Jahren ist man tatsächlich noch ziemlich jung. Ich will gar nicht zurück denken, wie überfordert und ratlos ich mit meinem ersten Kind war, was ich mit 24 Jahren bekommen habe. Da kommt noch ganz viel Entwicklung bei deiner Tochter. Ich denke, mit deiner Hilfe und Unterstützung hat sie es mit 30 Jahren im Griff, wenn nicht ganz schlimmes dazwischen kommt. Wäre es für dich okay, noch einmal 6 Jahre zu investieren un dich dann zurück zu ziehen und das vielleicht auch mit deiner Tochter besprechen.
    Geändert von Pluto (17.06.2019 um 19:28 Uhr)
    Ein Kind ohne Mutter ist eine Blume ohne Regen. Indisches Sprichwort

  4. #4
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    Standard Vielen Dank

    Zitat Zitat von Mariposa Beitrag anzeigen
    Hallo Elisabeth,

    erstmal herzlich willkommen in unserem Forum!

    Ich kann verstehen dass du etwas ratlos bist.
    Mir fällt spontan ein:
    -deine Tochter könnte in Erwägung ziehen ihr Baby zur Adoption freizugeben, ich weiß das klingt nicht schön, wäre aber vorerst eine mögliche Lösung wenn sie das Baby austragen möchte, es aber unsicher ist dass sie dem Kind gegenüber gut Verantwortung tragen kann.
    Bis es auf der Welt ist kann sie sich ja noch umentscheiden bzw daran arbeiten dass sie ihm ein angemessenes Zuhause bieten kann.
    -die 2. Lösung wäre wenn ihr zsm einen Plan erstellt, etwa bzgl. zeitnaher Unterbringung des Kindes in Tagesstätten so dass du im Fall dass sie deine Hilfe wieder über Maßen einfordert entlastet bist.
    Viel ist das nicht was mir grad einfällt, ich werde weiter überlegen....
    Meine Jüngste ist übrigens im gleichen Alter, daher meine ich dass du ihr vllt vertrauen solltest dass sie sich zum Positiven weiterentwickeln wird.
    So ganz fertig sind 24jährige ja noch nicht....(und Potential hat sie ja)
    Vielen Dank für die nette Aufnahme und deine Ratschläge!
    Ich weiß nicht, ob ich das mit der Antwort richtig mache?
    Ich sehe kein “Antwort-Feld“, nur “zitieren“
    Wie ich mich für einen Beitrag bedanken kann, weiß ich auch nicht. Auf jeden Fall freue ich mich über all eure Antworten!

  5. #5
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    Vielen Dank, natürlich ist das Du okay
    Leider habe ich niemanden, der für mich da sein mag, deshalb hab ich mich auch an das Forum gewandt.
    Schuldgefühle habe ich keine, ich habe und gebe ja mein Bestes und mehr, als ich eigentlich kann.
    Mir wäre am liebsten, sie würde ihren Weg finden, und dass sie und ihr Freund genug reifen, um für ihr Kind dazusein!

  6. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Elisabeth9 für den sinnvollen Beitrag:

    Ice Frozen Sunset (17.06.2019)

  7. #6
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    Vielen Dank für die nette Aufnahme und all die hilfreichen Ratschläge!

  8. #7
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    Pluto, vielen Dank für die tröstlichen Worte und dein Verständnis!
    Hat mir gut getan, das zu lesen!!!

  9. #8
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    Entschuldige, ich meinte natürlich, dass sie mittlerweile 24 ist.
    Mhm, ihren eigenen Weg.
    In erster Linie solltest Du auch an Dich denken und mit den beiden ein offenes Gespräch suchen, in dem Du klarstellst, was Du möchtest, wie Du sie unterstützen kannst und willst.
    Ein zweites mal würde ich den neuen Freund nicht mehr aufnehmen.
    Deine Bitte an ihn sollte lauten, dass er sich Arbeit sucht und eine Wohnung für die kleine Familie.

    An Deine Tochter gerichtet, insofern Du sie bei Dir wohnen lassen kannst/möchtest: Vorher klarstellen, was Du für sie und die Enkel noch leistest und was Du nicht mehr bereit bist, für sie zu tun. Damit sie merkt, dass das Leben nicht nur aus "Hotel Mama" besteht, sollte sie einen kleinen finanziellen Beitrag zusteuern.
    Dazu gehört, sich arbeitslos zu melden, eine kleine Aufgabe zu suchen, die Geld einbringt.

    Es gibt auch noch sogenannte Mütter-Kind-Heime. Soweit ich das in Erinnerung habe, werden da "schwierige Fälle" aufgenommen. Dann wüsstest Du sie gut versorgt, aber Dir würde auch Arbeit abgenommen werden.

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