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Thema: umzugsdepression - Kann zu vieles umziehen der Psyche schaden?

  1. #1
    Neuling
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    Standard umzugsdepression - Kann zu vieles umziehen der Psyche schaden?

    Tach zusammen,

    bevor ich gleich los fahre und mich mit einem Freund treffe, möchte ich noch folgendes loswerden.

    Kann zu vieles umziehen innerhalb von drei Jahren eine Depression entstehen lassen? Ich habe aktuell das Gefühl das sich mein Körper gegen die neue Stadt und Region sich wehrt, obwohl ich die Region und die Stadt bereits aus der Vergangenheit kenne. Stressen tut mich in erster Linie eigentlich nur die letzten zzwei Jahre, davon bin ich völlig platt und erschöpft.

    Nun habe ich wieder das Gefühl, dass ich mich hier nicht richtig einleben kann etc. pp. das gleiche hatte ich schon mal Anfang 2017 und auch 2018 bei den anderen umzügen.

    Daher meine Frage: Kann vieles umziehen der Psyche schaden? Der Mensch ist ja bekanntlich ein Gewohnheitstier. Umgezogen bin 2016, 2017, 2018 und 2019. Also viermal. Gleich auch immer die Stadt gewechselt teilweise auch die Region. Mein letzter Umzug waren an die 60km.

    Soziales Umfeld ist vorhanden. Ich sehe nur bei den neuen Arbeitgebern, den neuen Leihfirmen und auch bei den neuen Ärzten (wie hausarzt etc.) da streikt mein Körper aktuell. Irgendwo will er das etwas altes bleibt. Im Kern ist irgendwo noch ein Teil von mir in der alten Region und Stadt. Selbst vom Kopfe her hänge ich noch voll in dieser Zeit.

    Daher die Frage. Umgezogen bin ich Anfang 12/2019.

  2. #2
    Verleger Avatar von Mirjam
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    Ich bin an der Textstelle “neue Leihfirmen“ hängen geblieben.

    Ich würde an deiner Stelle versuchen, eine Direktanstellung zu finden.

  3. #3
    Roman Verfasser
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    Hast Du an Dich den Anspruch, flexibel zu sein oder ist es vielleicht so, dass Du das mal aufregend fandest und eben jetzt an eiinem Punkt bist, wo Du merkst, es ist zu viel Veränderung auf einmal und immer wieder?

    Ich glaube schon, dass es auf Dauer sehr anstrengend ist, wenn man viel umzieht, besonders dann, wenn es aus arbeitstechnischen Gründen ist, die man nicht selbst bestimmt. Und es ist bestimmt auch eine Typfrage, wieviel Gewohnheit man braucht und wieviel Abwechslung gut tut oder auch nicht.
    Man muß mit Allem rechnen, sogar mit dem Schönen!
    Es gibt tausend Gründe, alles beim Alten zu belassen, aber nur einen, etwas zu ändern, Du hältst es einfach nicht mehr aus!

  4. #4
    Neuling
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    Also ich würde dir auf jeden Fall zustimmen, damit, dass der Mensch daran rot knacken hat, wenn ihm das Umfeld, an dass er sich nach einiger Zeit gewöhnt hat immer wieder entrissen wird und er sich neu integrieren muss.

    Irgendwo braucht man doch dieses Gefühl zu Hause zu sein und sich dort auch heimisch zu fühlen.

    „Soziale Kontakte sind vorhanden.“, d.h. auch wieder in der neuen Stadt durch Eigeninitiative? Wie hast du das innerhalb so kurzer Zeit geschafft?
    Ich bräuchte dafür Monate.

    Also ich würde dir trotz deiner Empfindung dass es jetzt wieder nicht der richtige Platz für dich ist, empfehlen es mind. 1 Jahr da jetzt durchzuhalten und erst mal von dem Stress der letzten Jahre runterzukommen und versuchen jetzt Wurzeln zu schlagen.

    Gefällt es dir dann immer noch nicht, wäre vllt die Überlegung dann an den Ort zurückzukehren, der dir von allen noch am ehesten am Herzen liegt und den du dir als „zu Hause“ noch vorstellen kannst.

  5. #5
    Neuling
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    ich bin heute dahinter gekommen das ich keine Umzugsdepression habe, sondern das ich eine fortgeschrittene Depression seit ca. 1 Jahr habe. Wie habe ich das selber festgestellt? Ich habe mich heute mit jemanden in Hagen getroffen. Auf dem nachhause Weg habe ich gemerkt, dass mich die Stadt nicht interessiert und allgemein das ich kein Interesse habe an der Stadt und an der Region. Obwohl ich hier die Landschaft die Berge und Co habe.

    Wie ich schon beim Umzug hierher festgestellt habe, habe ich eine gewisse Zeit nicht verkraftet, die Energielosigkeit, der Schwindel, die Rückenschmerzen all die Symptome passen irgendwie. Die Ironie ist, ich hatte das alles schon letztes jahr nur anders. Nur habe ich das damls noch nicht so wahrgenommen.

    Ich war im August 2019 im Krankenhaus dort bekam ich die Depression diagnostiziert. Ich selbst habe schon letztes Jahr im Frühjahr wie Sommer festgestellt das ich mir eine Depression eingefangen hab. Nur hab ich das damals alles auf die Wohnung, die Stadt und die Region bezogen. Nun weis ich, das mein aktueller Zustand nichts mit der Realität zu tun hat. Mein Kopf befindet sich noch im Jahr 2019. Daher war es hier mir nicht möglich sich zu vernetzen sozail und mich auch zu bewerben. Komischerweise ist irgendwie durch die Arbeit diese Woche der knoten geplatzt. Seit zwei tagen habe ich nahezu ununterbrochen Kopfschmerzen. Heute morgen war ich beim Arzt. Irgendwo ist heute der Knoten geplatzt.

  6. #6
    Verleger Avatar von Mirjam
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    ........eine Depression “eingefangen“....

    An der Textstelle bin ich hängengeblieben. Das klingt so, als ob die Depression irgendwo von außen kommen würde - meiner Erfahrung nach entsteht/wächst sie jedoch in einem selbst.

    Was willst du mit deiner Erkenntnis jetzt anfangen? Dich in Therapie begeben?
    Geändert von Mirjam (17.01.2020 um 20:03 Uhr)

  7. #7
    Neuling
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    Zitat Zitat von Mirjam Beitrag anzeigen
    ........eine Depression “eingefangen“....

    An der Textstelle bin ich hängengeblieben. Das klingt so, als ob die Depression irgendwo von außen kommen würde - meiner Erfahrung nach entsteht/wächst sie jedoch in einem selbst.

    Was willst du mit deiner Erkenntnis jetzt anfangen? Dich in Therapie begeben?
    Keine Ahnung ehrlich gesagt.

  8. #8
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    Stress über längere Zeit kann natürlich zur Depression führen.
    Sicher gibts Menschen, die 4 Umzüge in 4 Jahren nicht oder nur wenig stressen, aber dich haben sie gestresst und dein Körper hat darauf reagiert.
    Ich würde versuchen, mehr Ruhe in mein Leben zu bringen. Erholung, Schlaf, gesundes Essen....

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