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Thema: Ungewöhnliches Verhalten einer Kollegin - muss ich mir Sorgen machen?

  1. #1
    Neuling
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    Standard Ungewöhnliches Verhalten einer Kollegin - muss ich mir Sorgen machen?

    Hallo zusammen,

    ich bin neu hier im Forum und hoffe, dass dies der richtige Platz ist, um meine Fragen zu stellen. Bitte seht mir den langen Text nach....

    Es geht nicht um mich, sondern um eine Kollegin. Ich bin besorgt, was ihr Verhalten - vor allem mir gegenüber - angeht. Man muss dazu sagen, dass ich der Vorgesetzte bin, wir aber bis vor einem Jahr Kollegen waren und wir auch nach meiner Beförderung eine Zeit lang gut zusammengearbeitet haben. Ich habe ihr vor einigen Monaten eine Projektleitung übertragen, in der sie ganz klar das sagen hat und ich mich - was dieses Projekt betrifft - gerne zurücknehme. Bei uns in der Abteilung haben wir allgemein eine sehr offene Diskussionskultur, jeder Kollege kann immer zu uns Teamleitern kommen und uns auch unangenehme Dinge sagen, was viele auch machen. Von uns fordert niemand "Respekt" ein.

    Jetzt zu meiner Kollegin: Ihr Verhalten mir gegenüber hat sich in letzter Zeit massiv gewandelt. Es gibt regelmäßige 1:1 Meetings, in denen wir uns austauschen und auch wöchentliche Teammeetings. In diesen Meetings oder auch in anderen Situationen ist ihr Verhalten unglaublich sprunghaft. An einem Tag sagt sie fast kein Wort sondern bringt 2 - 3 Punkte an, die wir "abhandeln", dann klappt sie ihren Laptop zu und geht einfach, im Teammeeting meidet sie jeden Blickkontakt mit mir, so als ob sie nichts mit mir zu tun haben möchte, antwortet auf Emails nur ganz knapp und formell (...wie gestern im Meeting besprochen anbei bla, bla, bla) etc.
    An anderen Tagen redet sie im 1:1 ohne Punkt und Komma und spricht über ihr vergangenes Wochenende, fixiert im Teammeeting fast nur mich, so als ob sie eine Bestätigung von mir möchte, schreibt in Emails übertrieben viele "ooooo"s in "soooooorrrryyyy", am besten noch mit Smily etc.

    Das passt alles irgendwie nicht zusammen, ich weiß nie, woran ich bin. Es gibt kein Mittelmaß. An einem Tag meidet sie mich, am anderen sucht sie Bestätigung bei mir. Ich frage mich, ob ich mir Sorgen machen muss, und ob da eine Erkrankung dahinterstecken kann?

    Ich bin absoluter Laie, aber auf mich macht sie keinen depressiven oder manischen Eindruck. Was sie ab und zu erzählt scheint sie viele Freunde und Bekannte zu haben, ist seit Jahren in einem Verein aktiv, unternimmt auch sonst viele unterschiedliche Dinge und scheint in einem stabilen Umfeld zu leben.

    Hat irgendjemand eine Idee, ob da was Ernsthaftes dahinterstecken könnte? Vielleicht ist sie einfach auch nur so, und ich muss mich damit arrangieren?

    Bin für alle Hinweise / Tipps / Kommentare dankbar.

  2. #2
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    Standard

    hallo appletree,

    das Verhalten Deiner Kollegin und ihre Gründe zu analysieren, ist auf Grund der spärlichen Angaben nicht möglich. Allenfalls könnte man annehmen, dass Deine Kollegin sich evt. damit schwer tut, Deinen Aufstieg neidlos zu akzeptieren.


    Da Du der Vorgesetzte bist, empfehle ich Dir, klare Regeln aufzustellen, wie Du Dir die Zusammenarbeit und damit die Kommunikation vorstellst. So wäre es für mich nicht akzeptabel, dass die Kollegin ein Meeting verlässt, ohne dass Du das Meeting beendet hast. Für jedes Meeting empfehle ich Dir zu überlegen, was Dein Beitrag sein soll und welchen Beitrag die Mitarbeiter - damit auch diese Kollegin - liefern sollen. Also gib Du immer klare Äusserung, was Du erwartest und was Du nicht haben bzw. nicht erleben möchtest. Deine Äusserung hinsichtlich Deiner Vorstellungen eines Meetings solltest Du frühzeitig vor einem Meeting bekannt geben, damit sich der oder die Mitarbeiter darauf vorbereiten können.


    Nach einem Meeting verfasse für Dich ein kurzes Protokoll, in dem Du auch die Punkte (z.B. Verhaltensweisen) beschreibst, die Du in Zukunft anders bzw. besser haben möchtest. Und diese Kritik besprich ggf. mit dem jeweiligen Mitarbeiter/in, damit dieser Mitarbeiter/in sich darauf einstellen kann. Und vergiß nicht, auch gute Zusammenarbeit oder gute Ergebnisse zu loben, besonders dann, wenn es auch negative Kritik von Dir gibt. Lob wirkt motivierend.


    LG, Nordrheiner
    Wie glücklich ist der Mensch, der Weisheit gefunden und Erkenntnis erlangt hat. Weisheit besitzen ist besser als Silber, wertvoller als das reinste Gold. Sprüche 3, 13+14

    Das Leben der Menschen, die auf Gott hören, gleicht einem Sonnenaufgang. Es wird heller und heller, bis es völlig Tag geworden ist. Aber das Leben derer, die Gott mißachten, ist wie die finstere Nacht. Sie kommen zu Fall und wissen nicht, worüber sie gestolpert sind. Sprüche 4, 18+19

  3. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Nordrheiner für den sinnvollen Beitrag:

    mops (14.06.2018)

  4. #3
    Verleger Avatar von mops
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    Zitat Zitat von Nordrheiner Beitrag anzeigen
    Da Du der Vorgesetzte bist, empfehle ich Dir, klare Regeln aufzustellen, wie Du Dir die Zusammenarbeit und damit die Kommunikation vorstellst. So wäre es für mich nicht akzeptabel, dass die Kollegin ein Meeting verlässt, ohne dass Du das Meeting beendet hast. Für jedes Meeting empfehle ich Dir zu überlegen, was Dein Beitrag sein soll und welchen Beitrag die Mitarbeiter - damit auch diese Kollegin - liefern sollen. Also gib Du immer klare Äusserung, was Du erwartest und was Du nicht haben bzw. nicht erleben möchtest. Deine Äusserung hinsichtlich Deiner Vorstellungen eines Meetings solltest Du frühzeitig vor einem Meeting bekannt geben, damit sich der oder die Mitarbeiter darauf vorbereiten können.

    LG, Nordrheiner
    Wie behandelst du die anderen Mitarbeiter?

    Du musst als Vorgesetzter lernen, sie genauso zu behandeln, wie alle anderen Mitarbeiter.
    Du hast als Vorgesetzter eine lenkende, leitende Aufgabe. Auch wenn du nicht autoritär sein willst, musst du in der einen oder anderen Situation durchgreifen! Für Ruhe und Ordnung schaffen. Alle gleich behandeln. Sie nicht anders behandeln, als die anderen Kollegen und Kolleginnen!

    gerecht sein!
    Wenn deine Frau zum Kollegenkreis gehört. Du darfst sie nicht anders behandeln, als alle anderen auch!
    – Du bist auf Arbeit! Alles andere erst nach der Arbeit. - etwa so.


    gruss mops

  5. #4
    Schreibkraft Avatar von Milly
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    Sorgen würde ich mir nur machen, wenn sie nicht gut arbeiten würde.
    Solange sie ihre Arbeit vernünftig erledigt, darf sie auch mal wortkarg und mal überschwänglich sein.
    Ob sie wechselnd gesprächig ist, ist nicht relevant.
    (Hegst du tiefere Gefühle für die Kollegin?)

  6. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Milly für den sinnvollen Beitrag:

    mops (14.06.2018)

  7. #5
    Bestseller Autor Avatar von Steinchen.im.Schuh
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    Standard

    Mein erster Gedanke war, dass sie evtl. verliebt ist und selbst nicht so wirklich damit zurecht kommt?

    Nach einer schwerwiegenden psychischen Krankheit klingt es für mich nach deiner Schilderung nicht aber das ist natürlich schwer anhand weniger Zeilen zu beurteilen und ich bin auch nur Lain. Vielleicht täte wirklich etwas mehr Struktur von deiner Seite aus gut, vielleicht ist sie einfach etwas durcheinander.

  8. #6
    Verleger Avatar von Mirjam
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    Es war auch mein erster Gedanke, dass sie möglicherweise Gefühle für dich hat. Widersprüchliches Verhalten durch innerliches hin- und hergerissen sein, ist dann nicht untypisch.

    Deutet darauf ansonsten irgendwas hin? Nervosität oder Erröten.beispielsweise?

  9. #7
    Neuling
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    Standard

    Danke für die Antworten.

    Ich versuche, alle Kollegen "gleich" zu behandeln. Nicht im Sinne von "genau so"; jeder ist anders und sollte individuell behandelt werden, sondern im Sinne, dass ich versuche sie so zu behandeln dass sie sich gut aufgehoben fühlen usw (ich bin ein großer Fan von Simon Sineks "Leaders eat last"). Also gleich fair. Das ist zumindest mein Anspruch. Und ab und zu scheine ich das auch hinzubekommen. Viel loben, bestärken, zur Selbstständigkeit motivieren, Vertrauen entgegenbringen, was es sonst noch alles gibt. Dale Carnegie lässt grüßen.

    Ob sie in mich verliebt ist? Glaube ich nicht. Es gab mal eine ganz kurze Phase, kurz nachdem sich ihr Freund von ihr getrennt hatte, als es für ein paar Tage eine Art "Vertrautheit" gab. Wir waren zusammen unterwegs für ein Projekt und haben viel geredet. Das war aber nichts, ich war einfach die Person die gerade da war und sie hat jemand zum Reden gebraucht.
    Ob ich Gefühle für sie hege? Ich arbeite gerne mit ihr zusammen. Aber weiter ist da nichts. Uns trennen 20 Jahre, ich denke nicht, dass sie in mich verliebt ist und ich bin es auch nicht in sie.

    Die Arbeitsqualität schwankt zwischen "brillant" und "erfüllt die Anforderungen". Wenn sie sich auf ein neues Projekt stürzen kann, dann ist sie Feuer und Flamme und ist richtig gut, wenn sich das Projekt aber zieht und die langweiligen Arbeiten kommen, dann lässt die Motivation nach und sie bringt es dann "ganz ok" zu Ende. Schlecht ist es aber nicht, nur halt motivationsabhängig.

    Einerseits braucht sie sehr viel Bestätigung und sucht sie teilweise aktiv (sie fixiert im Meeting fast nur mich, kommt aktiv mit Vorschlägen auf mich zu, gibt Statusupdates, wie es gerade bei ihr läuft etc.), andererseits ignoriert sie mich dann aber wieder fast komplett, ist einsilbig, ihre ganze Körpersprache ist von mir abgewandt, rückt nicht mit Info raus ("wenn du was wissen willst, dann frag doch"). Wie schon geschrieben, das passt alles irgendwie nicht zusammen. Zwischen respektlos und über-angepasst. Zwischen "klar Chef, sofort" und "das kann ich auf keinen Fall auch noch machen".

    Ich weiß nicht, welches ihr wahres Ich ist. Das angepasste? Das respektlose? Das macht es für mich schwer, ihr zu vertrauen und ihr z.B. mehr Verantwortung zu übergeben. Dabei hätte sie echt Potential und wäre eine echte Entlastung für mich.

    Kann es sein, dass sie versucht, mit diesem Verhalten die "Führung" über uns (also sie und ich) zu übernehmen?

    Wie gesagt, so ein Verhalten habe ich noch nie erlebt.

  10. #8
    Schreibkraft Avatar von Milly
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    Standard

    Ich verstehe launische Menschen gut.
    Sie macht ihre Arbeit aber doch prima.
    Warum sollte sie die "Führung über euch" übernehmen wollen?
    Denkst du, sie denkt so viel über dich nach, wie du über sie?
    Wenn du ein so großes Problem mit ihr hast, frag deinen Chef um Rat.
    Wobei ich da keinen Bedarf sähe, aber das will nix heißen.

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