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Thema: Urlaub ohne Partner?

  1. #1
    Neuling
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    Standard Urlaub ohne Partner?

    Hallo, mein Partner(55) möchte seit 3 Jahren nicht mehr mit mir in Urlaub,. Wenn ich nur das Thema anspreche eskaliert es schon. Ich habe ihn nur gefragt, ob er dieses Jahr etwas geplant hat, aber er wird dann gleich gemein... Ich hätte nur Urlaub im Kopf, würde ihn unter Druck setzen usw... Früher sind wir zusammen gerne verreist, ganz oft nach Kreta oder mit dem Rucksack nach Asien. Es hat ihm immer gut gefallen, er schwärmt heute noch davon. Aber plötzlich hat er extreme Existenzängste, die unbegründet sind, er verdient gut, mehr als ich, wohnt in meinem Haus und gibt mir 750 Euro dafür im Monat. Er könnte locker was sparen, will er aber nicht, er will lieber "gut leben", d. H. häufig essen gehen usw., aber für alles andere Urlaub, Klamotten, Anschaffungen fürs Haus bzw. Wohnen ist er zu geizig.
    Mit meinen Urlauben hätte ich ihn finanziell ruiniert sagt er, dabei waren das nie Luxusurlaube, ich muss auch aufs Geld schauen, habe immer günstige Flüge und Unterkünfte rausgesucht.
    Ich verstehe das nicht, weiss nicht wie ich mich verhalten soll. Wenn ich sage ich gehe alleine, dann fragt er woher ich das Geld nehme, er vermutet ich bereichere mich an den 750 Euro im Monat. Ich spare halt immer monatlich was um mir dann einen Urlaub leisten zu können. Aber trotzdem habe ich ein schlechtes Gewissen, das er mir auch einredet, ich solle nämlich lieber mal was ins Haus investieren und nicht so "urlaubsgeil" sein.
    Ich muss dazu sagen, dass ich vor 3 Jahren schwer krank war und weiss wie schnell alles vorbei sein kann, deshalb möchte ich mein Leben noch geniessen.
    Ich bin so verunsichert, könnte dieses Jahr mit meinem Sohn und Freundin und ihren Eltern wegfliegen, aber traue mich nicht zu buchen, weil mein Partner ja angeblich nicht mit kann weil er kein Geld dafür hat. Früher habe ich immer den größten Teil der Urlaube bezahlt, aber das sehe ich auch nicht mehr ein, zumal er mehr verdient als ich.
    Ich soll ihm einen Finanzplan vorlegen und wenn er den akzeptieren kann, dann denkt er mal drüber nach, ob wir zusammen in Urlaub gehen, aber auch nur vielleicht. Mich macht das wütend und traurig zu gleich, ich weiss nicht, warum er sich plötzlich so verändert hat, was würdet ihr an meiner Stelle tun?
    Genau in dem Moment, als die Raupe dachte, die Welt geht unter, wurde sie zum Schmetterling

  2. #2
    Verleger Avatar von Mirjam
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    Ich würde an deiner Stelle buchen.

    Ihr seid nicht verheiratet, habt weitestgehend getrennte Kassen ,gemeinsam verreisen will er nicht..... Natürlich wirst du auf Gegenwind stoßen. Vielleicht wird es besser, wenn du den ersten Urlaub durchgezogen hast.

  3. Die folgenden 4 Benutzer bedankten sich bei Mirjam für den sinnvollen Beitrag:

    DerMännerGuru (09.01.2020),Kräuterbiene (06.01.2020),Mona-Lisa (07.01.2020)

  4. #3
    Neuling
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    Da stimme ich Mirjam echt zu. In den Urlaub fahren solltest du wirklich, wenn er ein Problem damit hat dann sollte er in seinen 55 Jahren gelernt haben auch genau zu erklären wieso. Das Thema Urlaub ist halt immer so eine Sache da kann ich nicht gross mitreden weil ich auch nie in den Urlaub fahre, wozu auch? Für mich geht der Urlaub zu schnell vorbei und ist auch echt teuer, andernfalls wenn du dir das leisten willst dann mach das und wenn er böse wird dann packst du auch das Argument aus das du das Gefühl hast du lebst nicht mehr lange. An diesem Punkt muss er dich dann verstehen, wenn nicht würde ich mich echt fragen was er für ein Mensch ist.

    Mach keinen Finanzplan! Du hast es nicht nötig extra Energie in das zu investieren nur damit er dann Gründe findet an deinem Plan herum zu meckern, so würde ich ihn einschätzen.

    Wenn du wirklich denkst du musst jetzt noch dein restliches Leben geniessen dann frag dich mit wem, denn diese Zeit gibt dir niemand mehr zurück.

  5. Der folgende Benutzer bedankte sich bei TonyStark für den sinnvollen Beitrag:

    Mona-Lisa (08.01.2020)

  6. #4
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    Hallo

    Was der einzelne gern mit seinem Geld macht ist ja sehr unterschiedlich. Ich gebe gern Geld für meine Einrichtung, Kleidung und sowas aus, für meine Kinder und mich, Urlaub hingegen ist mir nicht wichtig, eher mal tolle Ausflüge. Mein Mann findet Urlaub enorm wichtig, für ihn muss da immer Geld für übrig sein. So hat jeder seine Prioritäten.

    Ich lese bei deiner Schilderung allerdings raus, dass dein Partner gänzlich unzufrieden scheint mit seiner finanziellen Lage und er sich an der Aufteilung von Kosten stört (??)

    Das muss ja jeder selbst schauen, ob man getrennte Kassen oder Gemeinschaftskonto macht. Ich will da nichts bewerten, weil es mir an Erfahrung mangelt. Aber dass der Partner mit dem man zusammen lebt Miete an dich zahlen muss, weil er in deinem (abbezahlten?) Haus lebt, ist das nicht irgendwie unfair?
    Ist das nicht eher für gewöhnlich so, wenn beide Einkommen haben, dass sie sich einfach Ausgaben teilen, Nebenkosten, Lebensmittel, Anschaffungen? Meinetwegen dann prozentual gemessen am Gehalt?

    Wenn du allein reisen nicht schlimm findest, mach das doch.

  7. #5
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    Aber dass der Partner mit dem man zusammen lebt Miete an dich zahlen muss, weil er in deinem (abbezahlten?) Haus lebt, ist das nicht irgendwie unfair?
    Ich finde das nicht unfair.

    Auch für ein (abbezahltes) Haus fallen Kosten an (Rücklagen für Sanierungsarbeiten und Reparaturen), dazu kommt Heizung, Strom, Wasser, Müll, Grundsteuer, Straßenreinigung, Schornsteinfeger usw.
    Ich vermute, in den 750 € sind auch die allgemeinen Haushaltsausgaben enthalten.
    Also sind die 750€ ein Kostenanteil vom Einkommen.

  8. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Pullus für den sinnvollen Beitrag:

    Else08/15 (06.01.2020)

  9. #6
    Schreiberling Avatar von katta
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    Zitat Zitat von Pullus Beitrag anzeigen
    Ich finde das nicht unfair.
    Ich auch nicht. Ich persönlich denke, dass ich nicht erwarten kann, wenn ich eigenes Einkommen habe, egal ob weniger oder mehr als der Partner, dass er mich unentgeltlich in seinem Haus oder seiner Wohnung wohnen lässt. Diese Kosten hätte ich auch, wenn ich alleine lebe. In dem Fall wären die Kosten sogar für mich allein höher.

    Ansonsten ist meine Haltung dazu:

    Sowohl ich als auch der Partner haben in einer Beziehung trotzdem noch jeder ein eigenes Leben, bzw. jeder hat das Recht, auch seinen Interessen, Hobbys nachzugehen unabhängig vom Partner. Wenn ich also in Urlaub fahren möchte, der Partner mich jedoch nicht begleiten mag oder nicht will, sehe ich für mich keinen Grund, mich da zurück zu nehmen. Ich würde es auch offen gesagt nicht einsehen, meinem Partner einen Finanzplan zu erstellen, den er dann prüft, um zu schauen, ob er das Geld für den Urlaub übrig hat.

    Irgendwo, so meine Denke, gibt's auch in Partnerschaft eine Grenze. Die wäre an dem Punkt für mich erreicht.

    Den Plan mag er gern für sich selbst ausarbeiten.

  10. Die folgenden 3 Benutzer bedankten sich bei katta für den sinnvollen Beitrag:

    Mona-Lisa (07.01.2020),Pullus (06.01.2020),TonyStark (06.01.2020)

  11. #7
    Verleger Avatar von LukeHB
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    Zitat Zitat von katta Beitrag anzeigen
    Sowohl ich als auch der Partner haben in einer Beziehung trotzdem noch jeder ein eigenes Leben, bzw. jeder hat das Recht, auch seinen Interessen, Hobbys nachzugehen unabhängig vom Partner. Wenn ich also in Urlaub fahren möchte, der Partner mich jedoch nicht begleiten mag oder nicht will, sehe ich für mich keinen Grund, mich da zurück zu nehmen.
    Sehr richtig. Ich gebe für meine Hobbys auch Geld aus, dafür hat meine Frau andere Interessen. Das ist auch gut so.
    Wenn er dich nicht begleiten möchte ist das ok, auch wenn Du deine Reisen gerne mit jemandem Teilen würdest.
    Zitat Zitat von Uschi Beitrag anzeigen
    Aber plötzlich hat er extreme Existenzängste, die unbegründet sind, er verdient gut, mehr als ich, wohnt in meinem Haus und gibt mir 750 Euro dafür im Monat. Er könnte locker was sparen, will er aber nicht, er will lieber "gut leben", d. H. häufig essen gehen usw., aber für alles andere Urlaub, Klamotten, Anschaffungen fürs Haus bzw. Wohnen ist er zu geizig.
    Was meinst Du mit Existenzängsten? Spart er für sein Alter, um neben der Rente was auf der Kante zu haben? Denn er will ja gut leben und gibt das Geld für's Essen gehen aus ... hätte ich Existenzängste, würde ich mir das sparen.
    Begleitest Du ihn eigentlich beim Essen?
    Orthographie, Grammatik und Interpunktion sind keine Spielwiese für Individualisten!

    "Warum passieren mir immer Sachen, die sonst nur dämlichen Menschen passieren?" (Homer J. Simpson)

  12. #8
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    Hallo Uschi,

    ich finde es richtig, dass dein Partner etwas für sein "Dach über dem Kopf" bezahlen muss.

    Was gar nicht geht, ist, dass ein Partner, der auch noch mehr verdient, kostenlos irgendwo wohnen möchte. Auch wenn der Partner weniger wie Du verdienen würde, müsste er Meiner Meinung nach seinen Anteil dazu beitragen irgendwo zu wohnen. Was wäre denn, wenn er allein leben würde? Da müsste er doch auch Miete, Strom, Wasser, Gas usw bezahlen. Wenn er weniger verdienen würde, müsste er halt anteilsmäßig weniger bezahlen.

    Gut, in den asiatischen Raum würde es mich überhaupt nicht ziehen (Geschmackssache), dafür bräuchte man mit mir über mein Lieblingsland (Griechenland und Kreta als meine Lieblingsinsel) nicht diskutieren.

    Ich verstehe gerade eine Sache überhaupt nicht. Er schwärmt heute noch von den vergangenen Urlauben, behauptet aber, dass Du ihn damit ruinieren würdest, bzw. ruiniert hättest und möchte am liebsten häufig in Restaurants essen? Was für Restaurants wären das denn? Wären das einfache, gut bürgerliche Restaurants, oder möchte er in gehobenere Restaurants und dort exklusiv speisen?

    Das passt irgendwie nicht so ganz zusammen.

    Du schreibst, dass er Existenzängste hätte. Was für Ängste sind das und wie äußern die sich? Hast Du in darauf schon mal angesprochen? Du schreibst weiterhin, dass er diese Ängste "plötzlich" hatte. Ist da etwas passiert?

    Ich fürchte, Du wirst ihn zur Rede stellen müssen und mach Dir vorher bitte Notizen, wann euer letzter gemeinsamer Urlaub "ohne diese Zickereien" war. Konfrontier ihn bitte konkret mit der Frage, was da seit diesem letzten Urlaub und seinen "plötzlichen Existenzängsten" passiert ist. Dass "nichts passiert" ist, glaube ich nicht. Konfrontier ihn bitte auch mit der Tatsache, dass er "früher" auch nicht so war. Nehmen diese "Existenzängste" eher zu oder bleibt das auf einem gewissen "Level"? Ich kann mir auch ehrlich gesagt nicht vorstellen, in einer Beziehung glücklich zu werden, wo der "andere Part" Existenzängste hat. Hast Du ihn schon mal darauf angesprochen professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen?

    Auch würde ich allein oder mit der "Familie" in Urlaub fahren, wenn es sich ergibt und Du es dir leisten kannst und willst. Wenn er nicht mitkommen will, ist das sein Problem.

    Einen Finanzplan würde ich definitiv nicht vorlegen. Entschuldige bitte, aber wer glaubt er, dass er ist? Wenn er glaubt kontrollieren zu wollen und zu können, dann angenehme Träume von der Märchenfee.

    Gruß
    Simon
    Geändert von simonjohannes (07.01.2020 um 10:05 Uhr)
    Ich bin kein Arzt, Therapeut oder Rechtsanwalt. Meine Postings entsprechen meiner (momentanen) Meinung zu einem Thema und können auch falsch sein. Wenn jemand etwas aus meinen Postings umsetzt / umsetzen möchte, dann ist er / sie für die Folgen selbst verantwortlich und sollte dies nur nach vorherigem Nachdenken tun.

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