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Thema: Vater des Partners mit unheilbarem Krebs diagnostiziert

  1. #1
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    Unglücklich Vater des Partners mit unheilbarem Krebs diagnostiziert

    Liebes Forum,

    Ganz frisch hat mein Partner erfahren, dass sein Vater an einem unheilbaren Krebs erkrankt ist,
    er reagiert sehr gelassen, hat mir erzählt er habe kurz geweint, würde die Trauer aber jetzt auf nach dem Tod verschieben wollen.
    Er möchte darüber gerade nicht reden und auch nicht nachdenken.
    Ich verstehe diese Reaktion und will aber für ihn da sein sobald es sich ändert.
    Ich habe Angst, dass dies für ihn fast zu verständnisvoll ist und er mit dieser Rücksicht die ich äußere, kaum zurechtzukommen scheint.
    Wir sind bereits sechs Jahre zusammen und haben eine gute Basis was den Umgang mit schlimmen Nachrichten angeht,
    nur waren diese Probleme meist auf meiner Seite und nicht auf seiner, seine Reaktionen waren unglaublich geduldig und sehr sehr wichtig für mich.
    Aus Respekt vor ihm möchte ich nicht mit meinen Freundinnen oder meiner Familie über das Thema sprechen, bevor
    er nicht mit mir darüber gesprochen hat, deshalb muss ich mir alles hier von der Seele schreiben.
    Ich bin selbst sehr mitgenommen von der Nachricht, weil ich seinen Vater unglaublich gern habe
    und die Gedanken, dass er wo er so ein lebensfroher Mensch ist, nun all seine Pläne nicht mehr ausleben kann, lässt mich
    im Moment fast verzweifeln, auch die Gedanken an die Familie und die Freunde brechen mir das Herz.
    Ich möchte auf keinen Fall egoistisch meinen Partner mit meinem Schmerz überrumpeln, der
    in seiner Auslebung nach außen größer scheint als seiner, und ihn zu irgendeiner Reaktion zwingen, allerdings weiß ich
    beim besten Willen auch nicht mit seinem Optimismus umzugehen.
    Zudem verwirrt mich noch die Angst es kräftetechnisch nicht zu schaffen ihm beizustehen und ihn über alles zu verlieren, da ich
    ohnehin unter Verlustängsten leide, erschwert dies meine Fähigkeit gerade klar darüber nachzudenken wie ich vorgehen soll.

    Mir tut es sehr Leid, dass ich so verwirrende Ausschweifende Gedanken niederkritzle, ich wäre dennoch sehr dankbar falls jemand
    sich meldet oder mir einfach nur sagt, dass ich das irgendwie schaffe, für meinen Freund da zu sein.

  2. #2
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    Wie geht es den alten Herrn? Wie macht sich die Erkrankung bemerkbar?

    Welche Pläne kann der Vater des Partner nicht mehr ausleben?

    Was stört dich am Optimismus deines Partners?
    Grüße
    Beinwell

    (Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten.)

  3. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Beinwell für den sinnvollen Beitrag:

    Stagniert (24.04.2020)

  4. #3
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    Er ist leider nicht sehr alt... er ist gerade Mitte 50. Ich weiß leider nicht sehr viel über die Erkrankung, weil mein Freund bisher nicht darüber spricht, allerdings ist die Schwester des Betroffenen Ärztin und die Diagnosen damit sehr klar. Er hatte viele Pläne für den Ruhestand, da er einen stressigen Beruf hatte, wollte ein Haus auf
    dem Land kaufen und Enkelkinder.
    Der Optimismus stört mich nicht ich bin froh, wenn er einen Umgang mit der Sache finden kann. Mich stört, dass ich gerade keinen Zugang
    zu ihm finde, weil ich eben diesen Optimismus nicht an den Tag legen kann, und mich auch nicht ihm zuliebe verstellen kann.

  5. #4
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    Zitat Zitat von Stagniert Beitrag anzeigen
    Er ist leider nicht sehr alt... er ist gerade Mitte 50. Ich weiß leider nicht sehr viel über die Erkrankung, weil mein Freund bisher nicht darüber spricht, allerdings ist die Schwester des Betroffenen Ärztin und die Diagnosen damit sehr klar.
    Ich zweifel die Diagnose nicht an. Mein Frage gilt den Krankheitssymtomen. Wie geht es dem Vater deines Partners? Wenn Du ihm tatsächlich nahe stehst, wirst Du doch wohl mit ihm darüber gesprochen haben.
    Oder hast Du nur ein theoretisches Problem mit damit, das der Vater deines Partners schwerst krank ist, ohne diesen Menschen näher zu kennen.

    Er hatte viele Pläne für den Ruhestand, da er einen stressigen Beruf hatte, wollte ein Haus auf
    dem Land kaufen
    Nun ja, ein Haus auf dem Land kann man auch mieten. Und sehr viel Krebspatienten leben noch Jahre mit der Krankheit.

    Neulich sagte mir ein todkranker Menschen den ich palliativ begleite, das er sehr gerne lebt.

    und Enkelkinder.
    Hätte ich auch sehr gerne. Bin aber nicht für die "Produktion" der selben zuständig.
    Wünschen kann man sich viel, ob man das gewünschte auch bekommt, steht auf einem ganz anderen Blatt.

    Der Optimismus stört mich nicht ich bin froh, wenn er einen Umgang mit der Sache finden kann. Mich stört, dass ich gerade keinen Zugang
    zu ihm finde, weil ich eben diesen Optimismus nicht an den Tag legen kann, und mich auch nicht ihm zuliebe verstellen kann.
    Was für einen Umgang mit der Sache hat denn dein Partner?
    Grüße
    Beinwell

    (Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten.)

  6. #5
    Neuling
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    Lieber Beinwell,
    Ich danke dir sehr für deine Antworten,
    Ich merke nur anhand deiner Sicht auf die Welt, dass wir sehr unterschiedliche Naturelle sind.
    Du scheinst ein sehr rationaler Charakter zu sein, der eine gewisse Praxis mit dem Thema Krebs hat und bereits Erfahrungen hat.
    Ich bin noch sehr jung, bin selbst damit beschäftigt mein Leben zu sortieren und auf die Reihe zu bekommen, daher habe ich eine andere Sicht und
    andere Gefühlspunkte und vermutlich auch Illusionen in gewissen Dingen. Ich denke es geht in erster Linie nicht darum ob sie auf den Vater
    meines Partners zutreffend sind oder ich sie projiziere, sondern ich denke es geht hier darum, dass sie in meinem Kopf sind und mir Sorgen bereiten.
    Ich denke ich muss in dieser Lage selbst erst einmal eine Beziehung zu meiner neuen Situation aufbauen, bevor ich mit irgendjemand reden kann.
    Wie du vielleicht gelesen hast, habe ich im Schock den Kommentar direkt nach der Neuigkeit verfasst, demnach habe ich mit dem Vater dem ich wahrlich
    sehr Nahe stehe, noch nicht sprechen können und habe ehrlich gesagt auch Angst davor.
    Ich bin als übersensibel diagnostiziert und neige aufgrund meiner kreativen Tätigkeit dazu stark in meiner Fantasie zu versinken. es gilt für mich jetzt
    erstmal, wie immer, Realität und Fantasie auseinander zu klamüsern und keine Energie in Momente zu stecken, die noch nicht eingetreten sind.
    Ich danke dennoch für die first aid und verabschiede mich aus diesem Forum

  7. #6
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    Schade!

    Ich würde sagen, das es sehr viel zu klären gibt.
    Und einen realistischen Blick für das Problem zu bekommen, kann nur hilfreich sein.

    Also, mach es gut.
    Grüße
    Beinwell

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