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Thema: Verdacht an Borderline zu leiden

  1. #1
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    Standard Verdacht an Borderline zu leiden

    Hallo Forum,

    wie der Titel im Grunde schon klar aussagt, habe ich den (starken!) Verdacht an Borderline zu leiden...

    Ich habe im Grunde schon seit dem Jahr 2013 das Gefühl, dass etwas mit mir nicht so "stimmt".
    Und besonders, wenn es um ein bestimmtes Thema geht, wird es mir immer sehr deutlich. Und das Thema heißt: Männer. Ganz besonders beim Dating der Männer wird mir das klar...

    Ich will gar nicht zu weit ausholen. Doch schon als ich 2012 einen Mann datete, merkte ich, dass ich sehr schnell sehr an ihm hing und neben Gefühlen auch eine gewisse Abhängigkeit von ihm entwickelte.
    Gedanken wie: "Wenn dieser Mann nicht meiner wird, dann ist es das Ende für mich!" waren zu der Zeit oft in meinem Kopf.

    Es kam dann aber so, dass ich mit diesem Mann zusammen kam und wir ganze 6 Jahre ein Paar waren. Die Beziehung funktionierte insgesamt gut. In der Zeit hatte ich dann auch keine Verlustängste. Dennoch hatte ich manchmal leicht depressive Verstimmungen, fühlte mich wertlos, hatte unbegründete Ängste usw.
    In diesen Zeiten zog ich mich dann immer etwas zurück, weinte auch viel aber fand viel Trost von meinem Partner. Gestritten haben wir deswegen nie und ich habe auch nie Wut auf ihn oder irgendjemanden gefunden. Ich war einfach nur traurig und fühlte mich leer...
    Dann kam letztes Jahr die Trennung. Von meiner Seite aus. Das letzte halbe Jahr der Beziehung war leider nicht gut... Mein Partner wurde arbeitslos, verfiel dem Alkohol und alle Kosten (Miete, etc.) blieben an mir hängen... Es kam deswegen oft zum Streit und ich beschloss, dass ich leider nicht mehr bei ihm bleiben möchte und kann... Die Trennung habe ich mittlerweile definitiv verarbeitet.

    Einige Zeit später traf ich einen neuen Mann. Und dieser hatte mich direkt umgehauen! Auch das fand ich selbst wieder komisch, aber es war einfach so... Wir dateten über etwa 1,5 Monate und irgendwie geriet das Ganze schnell in eine Schieflage... Ich war sehr anhänglich, wollte ihn am liebsten 2 Mal die Woche sehen, war besorgt, wenn mal einen Tag keine Nachricht kam... Und so kam es dazu, dass ich zur "Jägerin" wurde und ihn letztlich vergrauelte...
    Ich hatte tatsächlich mehr Schwierigkeiten über diesen Mann hinweg zu kommen als über meinen Freund, von dem ich mich zuvor trennte. Ich verstand einfach nicht, warum ich so an diesem Mann hing... Ich hatte große Schwierigkeiten seinen Rückzug zu akzeptieren und bettelte förmlich um eine Chance... Nach etwa 3 Monaten hatte ich aber alles verarbeitet.

    Ich beschloss an mir zu arbeiten und wollte wirklich, dass so etwas nicht nochmals passiert... Unter keinen Umständen!
    Ich begann darauf mich völlig auf mich zu konzentrieren, begann ein neues Hobby, traf Freunde. Ich traf auch zufällig einige Männer auf Veranstaltungen, die mich offenbar ganz toll fanden, mich nach Dates fragten aber ich lehnte immer ab.

    Etwa 6 Monate später, in denen ich nur mich in den Fokus rückte, lernte ich dann aber einen Mann kennen, der mich interessierte. Ich sagte mir, dass ich es langsam angehen will. Die Dates liefen super. Dann kamen wir uns auch etwas näher. Mit ihm fühlte sich alles unfassbar toll und richtig an. Wir waren wirklich auf einer Wellenlänge und es lief wirklich entspannt.
    Und dann kam es: Er musste berufsbedingt für einige Monate ins Ausland. Und genau an diesem Punkt stehe ich jetzt. Er bleibt dort bis Anfang nächsten Jahres.
    Seit 1,5 Monaten haben wir uns jetzt nicht gesehen. Und ich merke, wie langsam die altbekannte Panik in mir aufkommt! Da ist diese innerliche Wut, wenn er sich mal 2-3 Tage nicht meldet. Davon lasse ich ihn natürlich nichts spüren. Das Gedankenkarussell und das Gefühl, dass mein Glücklich-Sein von ihm abhängig ist!
    Ich habe mich ihm gegenüber gut unter Kontrolle. Ich weiß, dass er mich mag... Aber wir sind auch noch nicht fest zusammen und irgendwie habe ich das Bedürfnis da dennoch schnell Nägel mit Köpfen machen zu wollen... Ich möchte diesen Mann nicht auch wieder vergraulen...

    Ich habe in den letzten Tagen sehr viel über Borderline gelesen. Ich kam darauf, weil ich immer der Meinung war, es wären Angststörungen, unter denen ich leide. Bis ich auf das Thema Borderline stieß.

    Ich denke ich leide unter dem "entmutigten Typus" von Borderline, denn nahezu alle "Symptome" bzw. Merkmale passen auf mich.

    Hier mal ein paar, die doch sehr auf mich zutreffen:

    - sehr instabile Emotionen
    - Launenhaftigkeit/Stimmungsschwankungen (meine Laune ändert sich fast stündlich!)
    - Emotionen werden leicht hervorgerufen, auch in intensivem Maße
    - Gefühlsausbrüche
    - erhöhte Nervosität, Anspannung, Angst, Panik, Unruhe, allgemeine Angstzustände
    - Fixierung auf unangenehme Erfahrungen aus der Vergangenheit
    - Angst vor Ablehnung
    - Angst vor dem Ungewissen
    - das Gefühl der Ohnmacht
    - Niedergeschlagenheit und Antriebslosigkeit
    - ein extremes Maß an Treue
    - Gefühl der Hoffnungslosigkeit
    - Bedürfnis nach Aufmerksamkeit, Bestätigung und Zuneigung durch andere
    - Gefühl der Leere
    - Verlustängste
    - das Gefühl, dass andere Dinge oft gemeiner meinen als es tatsächlich der Fall ist
    - Empfinden von extremer Langeweile, obwohl man eigentlich viele Dinge erledigen könnte

    Oft bekomme ich bei Angstzuständen und innerer Unruhe auch körperliche Beschwerden wie Schwindel, Übelkeit, Herzrasen, Druckgefühl auf den Ohren...

    Was jedoch nicht zutrifft:

    - Bedürfnis nach Selbstverletzung
    - Wutausbrüche
    - Missbrauch von Drogen

    Ich selbst bin 25 Jahre alt. Meine Mutter hat Depression, die diagnostiziert wurde, als ich etwa 12 Jahre alt war.
    Ich hatte dennoch eine absolut unbeschwerte Kindheit in meinem Elternhaus. Allerdings wurde ich in der Schule (1. - 7. Klasse) gemobbt...

    Mir ist durchaus bewusst, dass ich ein eigenständiges Individuum bin und die wichtigste Person in meinem Leben ich selbst bin...
    Dennoch kann ich gegen diese emotionale Abhängigkeit nicht viel tun. Mir geht es einfach wirklich schlecht, wenn ich nicht die erhoffte Zuneigung von dem Menschen, der mir wichtig ist, bekomme...

    Gibt es hier vielleicht Menschen, die sich ein Stück weit wieder erkennen in all dem?

  2. #2
    Verleger Avatar von Mirjam
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    Die von dir fett markierten Textstellen treffen ebenso auf andere psychische Störungen zu oder können auch ohne derartige Störungen auftreten, je nach Ausprägung.

    Insbesondere der Absatz “Ängste, Unruhe, Herzrasen usw.“ trifft auf mich ebenso zu. Ich habe eine diagnostizierte Depression sowie Angststörung (damit will ich NICHT ausdrücken, dass das auf dich ebenso zutrifft).

    Deine Ängste bezüglich deines relativ neuen Partners halte ich persönlich nicht für unnormal.

  3. Die folgenden 2 Benutzer bedankten sich bei Mirjam für den sinnvollen Beitrag:

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  4. #3
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    Hey Du

    wir können hier keine Diagnosen stellen aber für mich klingt es definitiv nicht so als hättest du eine Persönlichkeitsstörung, vor allem keine, die sich vor allem bzgl. des Erlebens in Beziehungen äußert.
    Das was du schilderst kenne ich von mir selbst in viel extremerem Maß (Abhängigkeitsgefühle, Ohnmachtsgefühle, Depressivität, Ungleichgewicht in Beziehungen, bei mir kommen auch Drogenmissbrauch und Selbstverletzung dazu), dennoch bin auch ich (weit?) davon entfernt unter einer Persönlichkeitsstörung zu leiden.


    Ich denke, deine Problematik liegt eher im Bereich depressive Verstimmung/Depression o.ä., diese geht oft auch mit Problemen innerhalb von Beziehungen einher.
    Das was du schilderst, kenne ich von vielen Menschen, gerade wenn es einem selbst nicht gut tut, kann sich Nähe zu einem anderen Menschen sehr extrem anfühlen.
    Ich finde außerdem sehr verständlich, dass es dir schwer fällt, dass der Mann, in den du frisch verliebt bist, für einige Monate im Ausland ist. Dazu noch der unsichere Beziehungsstatus... ich denke, damit täten sich viele Menschen schwer und darunter zu leiden erscheint mir eher "der Norm entsprechend".

    Du könntest mit deinem Hausarzt/-ärztin über deine Symptome sprechen und/oder überdenken, ob Psychotherapie wegen der häufigen Niedergeschlagenheit/starken Angstgefühle eine Option für dich ist.

    Alles Gute!

  5. Die folgenden 2 Benutzer bedankten sich bei Steinchen.im.Schuh für den sinnvollen Beitrag:

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  6. #4
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    Zitat Zitat von Black_Swan Beitrag anzeigen
    Hallo Forum,

    wie der Titel im Grunde schon klar aussagt, habe ich den (starken!) Verdacht an Borderline zu leiden...
    Wenn Du den starken Verdacht hast, dann bleibt letztendlich zur Gewissheit nur die Diagnostik.


    Gibt es hier vielleicht Menschen, die sich ein Stück weit wieder erkennen in all dem?
    Ich habe zur emotional instabilen Persönlichkeit mal eine Facharbeit geschrieben bzw. habe drei Personen kennen gelernt, die diese Diagnose hatten.
    Auffällig war für mich an Menschen mit dieser PS (Persönlichkeits"störung") immer das:

    1. Emotionalität: Die Gefühlswelt war deutlich ausgeprägter als ich sie kenne. Es gab Phasen der Eskalation, in denen andere Menschen bedroht, beschimpft wurden; manchmal wurde mit Suizid gedroht. Das machte Beziehungen extrem schwierig. Eine Mischung aus Hass auf andere und sich selbst sowie gefühlte Abhängigkeit (ohne den anderen sterben zu müssen) war ersichtlich. Das sorgte auch im Berufsleben für Extremsituationen (Kündigungen z.B.).

    2. Sexualleben. Zwei von diesen Bekannten hatten eine deutlich ausgeprägtere Neigung, promisk zu sein bzw. in Flirterei zu gehen.

    3. Wechselnde intensive Interessen. Die drei Menschen, die ich kennen lernte, hatten immer mal wieder plötzlich neue Interessen, denen sie zeitlich begrenzt und intensiv nachgingen.

    4. Manipulation habe ich eher oberflächlich und durchschaubar erlebt.

    5. Immer wieder habe ich erlebt, dass die Menschen in der Umgebung von Menschen dieser PS irgendwann keine Lust mehr hatten, mit der Person umzugehen, da es zu anstrengend, unverständlich war.


    Im ICD-10 stehen noch ein paar andere Kriterien. Die wirst Du Dir sicher schon angeschaut haben.

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    Black_Swan (25.10.2019),Mirjam (24.10.2019)

  8. #5
    Schreiberling Avatar von Snowgold
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    Es gibt ich weiß gar nicht wie viele Psychische Sachen die derartige Symptomatiken hervorrufen, da würde ich nicht unbedingt an Borderline denken. Dann schon eher, als eine Folge deiner Vergangenheit, was mich persönlich jetzt nicht wundert.

    Ich wusste gar nichts, das extremes Maß an Treue Borderline typisch ist.
    Angst vor Ablehnung, direkte Folge von Mobbing, bietet sich doch an finde ich.
    Bedürfnis nach Aufmerksamkeit, Bestätigung und Zuneigung durch andere, resultiert eher aus Unsicherheit und würde ich jetzt nicht mit Borderline assoziieren.
    Ich bin nichts und niemand, irgendwer.
    Ein kleines Licht.
    Ein Stück Haut, Knochen, Muskeln, Fleisch....

    Ich bin die Leere
    Geh mit leeren Augen durch die Welt
    Ich bin verloren, schon lang

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    Black_Swan (25.10.2019)

  10. #6
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    Ich teile die Meinungen meiner Vorschreiber. Besonders Abyssos Beitrag fand ich spannend.
    Black_Swan, so eine Diagnose lässt sich nicht eben mal per Google diagnostizieren. Ich denke auch, das viele dieser Symptome auch auf mich zutreffen, aber eben nicht in dem Ausmaß. Borderline habe ich nicht und da bin ich auch sehr froh drum. Das ist gar nicht lustig für die Betroffenen.
    Wenn du vermutest, dass du Probleme hast, dann Rede mit einem Arzt darüber. Selbstdiagnosen sind immer doof, man neigt dazu sich selber in irgendwelchen Schubladen zu stecken.

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    Black_Swan (25.10.2019)

  12. #7
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    Zitat Zitat von Mirjam Beitrag anzeigen
    Die von dir fett markierten Textstellen treffen ebenso auf andere psychische Störungen zu oder können auch ohne derartige Störungen auftreten, je nach Ausprägung.

    Insbesondere der Absatz “Ängste, Unruhe, Herzrasen usw.“ trifft auf mich ebenso zu. Ich habe eine diagnostizierte Depression sowie Angststörung (damit will ich NICHT ausdrücken, dass das auf dich ebenso zutrifft).

    Deine Ängste bezüglich deines relativ neuen Partners halte ich persönlich nicht für unnormal.
    Hallo Mirjam,

    Dankeschön für deine Gedanken dazu.

    Du hast Recht. Diese Symptome beschreiben natürlich auch andere Krankheitsbilder bzw. Störungen.

    Ich habe ein ungutes Gefühl, weil ich mich in vielen Berichten über Borderline-Betroffene sehr stark wieder erkenne... Ich habe gestern erst einen Artikel gelesen, in dem eine junge Frau ihre Erfahrungen mit Männern beschrieb, und ich dachte: "Der könnte genau so von mir sein!"

    Sie sagte da zum Beispiel, dass sie sehr schnell Nähe aufbaut und dann auch ein starkes Bedürfnis nach Bestätigung hat. Und auch, wenn sie einen Mann erst 2 Mal getroffen hat, verfällt sie in Panik und Verlustängste, sobald dieser sich von ihr nach einem Treffen verabschiedet.
    Auch ich bin da leider so... Und mache (nur für mich, ohne das jemand anderes das mitbekommt) aus solchen Verabschiedungen echt oft ein Riesendrama und frage mich: "Warum bin ich so?! Das ist doch übertrieben!"
    Aber solche Gedanken wie: "Wenn das jetzt das letzte Treffen war?!", "Was, wenn er eine andere trifft bis wir uns wieder sehen?!", "Was, wenn er das Treffen blöd fand aber sich nicht traut es zu sagen?!", "Was, wenn er mich jetzt ghostet?!" rauben mir den Verstand. Manchmal möchte ich mich heulend auf dem Boden krümmen, wenn ein Mann, den ich mag, meine Wohnung verlässt...
    ¨
    Und ich weiß, dass das sehr viel von "Dramaqueen" hat. Aber da sind dann so viele Emotionen in mir...

    Jedenfalls ist es ein kleiner Trost zu hören, dass meine Ängste in Bezug auf den neuen Dating-Partner nachvollziehbar sind. Ich hatte da auch schon Angst maßlos zu übertreiben...

  13. #8
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    Zitat Zitat von Steinchen.im.Schuh Beitrag anzeigen
    Hey Du

    wir können hier keine Diagnosen stellen aber für mich klingt es definitiv nicht so als hättest du eine Persönlichkeitsstörung, vor allem keine, die sich vor allem bzgl. des Erlebens in Beziehungen äußert.
    Das was du schilderst kenne ich von mir selbst in viel extremerem Maß (Abhängigkeitsgefühle, Ohnmachtsgefühle, Depressivität, Ungleichgewicht in Beziehungen, bei mir kommen auch Drogenmissbrauch und Selbstverletzung dazu), dennoch bin auch ich (weit?) davon entfernt unter einer Persönlichkeitsstörung zu leiden.


    Ich denke, deine Problematik liegt eher im Bereich depressive Verstimmung/Depression o.ä., diese geht oft auch mit Problemen innerhalb von Beziehungen einher.
    Das was du schilderst, kenne ich von vielen Menschen, gerade wenn es einem selbst nicht gut tut, kann sich Nähe zu einem anderen Menschen sehr extrem anfühlen.
    Ich finde außerdem sehr verständlich, dass es dir schwer fällt, dass der Mann, in den du frisch verliebt bist, für einige Monate im Ausland ist. Dazu noch der unsichere Beziehungsstatus... ich denke, damit täten sich viele Menschen schwer und darunter zu leiden erscheint mir eher "der Norm entsprechend".

    Du könntest mit deinem Hausarzt/-ärztin über deine Symptome sprechen und/oder überdenken, ob Psychotherapie wegen der häufigen Niedergeschlagenheit/starken Angstgefühle eine Option für dich ist.

    Alles Gute!

    Hallo Steinchen,

    Auch dir danke für deine Worte und deine Schilderungen.

    An depressive Verstimmung(en) habe ich auch schon gedacht... Ich finde es seltsam, dass diese im Grunde meistens getriggert werden, wenn ich dabei bin einen potentiellen Partner kennenzulernen... Eigentlich sollte Verliebt-Sein und die Kennlernphase ja etwas Schönes sein. Für mich ist das purer Stress. Nicht zu wissen: "Wird das was? Oder nicht?" An die Sache entspannt ranzugehen, ist für mich fast unmöglich. Auch, wenn ich das nach außen wirklich nicht mehr ausstrahle, so ist es innerlich eine Qual!
    Wenn ich mal ein paar Tage nichts höre, mache ich mich selbst komplett fertig... Und ich weiß, dass das Problem bei mir liegt. Und nicht am Verhalten der Männer.

    Doch auch in meiner Beziehung kamen wie gesagt mal Zeiten vor, wo ich grundsätzlich traurig gestimmt war. Dazu reichten auch schon kleine, unbedeutende Anlässe und ich reagierte übertrieben emotional. Manchmal reichte es schon, wenn das bestellte Kleid nicht so passte wie erhoffte und ich konnte 2-3 Tage traurig deswegen sein und mein Kopf damit beschäftigen krampfhaft eine Lösung zu finden.

    Ich denke, ich werde wirklich mal ein Gespräch beim Hausarzt suchen... Ich merke selbst, dass sich meine emotionale Gefühlswelt wie eine Achterbahnfahrt anfühlt. Und ich wünsche mir wirklich mehr Stabilität...

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