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Thema: Verdrängte Erinnerungen, Therapie, Ziele

  1. #1
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    Standard Verdrängte Erinnerungen, Therapie, Ziele

    Hallo an alle,

    das ist mein erster Beitrag hier, ich hoffe er passt so.

    Ich bin seit einiger Zeit in Therapie und viele Sachen haben sich schon verbessert. Doch in letzter Zeit habe ich Erinnerungen an eventuellen sexuellen Missbrauch in der Kindheit, wobei ich nicht weiß, ob sie wahr sind oder nicht. Es hilft mir nicht, dass meine Thera mir alles glaubt, denn sie war nicht dabei, sie kann es nicht wissen. Einerseits möchte ich darüber reden, weil die Erinnerungen mich sehr beschäftigen. Andererseits möchte ich mir keine unechten Erinnerungen einpflanzen lassen. Meine Thera ist sich zu sicher, dass das alles wahr ist und das verunsichert wiederum mich.

    Wie setze ich nun meine Therapie fort? Ich schwanke mehrmals am Tag zwischen "sie redet es mir ein, ich rede es mir ein" und "das ist wirklich so passiert". Ich bin nicht mehr sicher, ob ich meiner Therapeutin trauen kann oder nicht. Sie hat mir aber schon in der Berufsfindung und meinem Selbstwertgefühl sehr geholfen. Soll ich nur noch über aktuelle Themen reden? Die hängen jedoch wiederum oft mit diesen Erinnerungen, bzw. mit sexuellen Themen zusammen.

    Vielleicht merkt man hier, dass ich nicht im Stande bin, eine konkrete, klare Frage zu stellen. Das ist in den Sitzungen nicht anders und ich habe das Gefühl, dass sich alles ewig lange hinzieht, weil ich nicht in der Lage bin, Ziele oder konkrete Problemstellungen zu formulieren. Dabei ist es wenig hilfreich, dass ich kaum Emotionen spüre und so alles, was mir wichtig ist, dem Gegenüber neutral erscheint, weil ich es nicht wirklich rüberbringen kann wie ich möchte. Habt ihr dagegen Tipps?

    Tut mir Leid, wenn ich euch verwirrt habe.

    Viele Grüße, Scherenvorhang

  2. #2
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    Standard

    Es ist ein sehr heikles Thema. Je nach Ausrichtung der Therapeutin kann einem schnell etwas eingeredet werden. Habe auch zunehmend den Eindruck, dass es mittlerweile zum Programm gehört, Patienten dazu zu bringen, Missbräuche um jeden preis zu erinnern.
    War bei mir auch so. Ich habe dem Thera sehr klar gesagt, dass ich nicht missbraucht wurde und warum er so unbedingt will, dass ich etwas sage, was gar nicht stimmt.
    Dann war Ruhe damit.
    Hätte ich mich manipulieren lassen, wäre die Therapie erfolglios geblieben und ich verrückt geworden.

  3. #3
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    Ich finde es für einen Therapie entscheidend, das mein Th. mir glaubt, denn ich erzähle grundsätzlich keine Märchen!

    Ein Th. der mir nicht glaubt, unterstellt mir ja ich würde etwas erfinden. Er ist für mich nicht vertrauenswüdig, denn er kann mich nicht richtig einschätzen und somit auch nicht erfolgreich therapieren.
    Grüße
    Beinwell

    (Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten.)

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