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Thema: Vergangenheit gehört nicht mir bzw. Ist sehr präsent

  1. #1
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    Standard Vergangenheit gehört nicht mir bzw. Ist sehr präsent

    Moin zusammen,

    Ich bin 26 Jahre alt und habe eine leichte Angststörung und Überfokussiertheit.
    Gemeint ist damit, dass ich krass auf meinen Körper achte und bei jeder Ungereimtheit Panik bekomme.

    Ich bin dadurch leider super verspannt und habe diverse Blockaden in der Wirbelsäule, sodass es oft knackt, wenn ich atme, was es nicht unbedingt besser macht.

    Angefangen hat alles, weil ich über 2 Jahre duales Studium dann gegen Ende Panikattacken bekommen habe. Ich war in der Zeit viel unterwegs im Ausland für die Firma und privat, bin mit meiner Freundin zusammen gezogen und bin leider sehr ehrgeizig auch bei Dingen, die mir nicht wirklich viel Spaß machen.

    Zum eigentlichen Thema: Im Sommer hatte ich 6 Termine beim Psychologen bekommen, die mir sehr geholfen haben die Angst zu verstehen und seitdem geht es immer besser. Leider habe ich irgendwie das Gefühl, dass meine Vergangenheit nicht so richtig mir gehört (vielleicht weil ich mich halt persönlich gerade stark verändere von 'ich will es anderen recht machen' zu 'ist mir doch egal, was du von mir hältst') . Das belastet mich, weil ich mich halt super gut an alles erinnere. Mir kommen aber die letzten 3 Jahre gleichzeitig super lang vor aber wenn ich an den Beginn meines Studiums denke, kommt es mir vor als sei es gestern gewesen. Irgendwie ist meine nähere Vergangenheit, also die letzten 3 Jahre, halt so präsent in meinem vordergründigen Denken, dass es schwer ist, mich auf die Gegenwart zu konzentrieren. Ich will meinen, dass es besser wird und ich habe auch die Hoffnung, dass es einfach Zeit braucht (ist ja schon eine 300 %ige Besserung zu letztem Jahr auf meinem Höhepunkt wo ich ständig gedacht habe, dass ich morgen nicht mehr lebe wegen meiner Panikattacken).

    Ich erhoffe mir einfach, dass jemand sagt, dass es besser wird und dass es 'normal' ist bzw zum Besserungsverlauf gehört...
    Eigl läuft mein Leben nämlich wirklich super!
    Guter Job, schöne Wohnung, gerade ein neues Auto, ich surfe und snowboarde wieder wie früher schon (alles nicht gemacht wegen des Studiums).. Verbringe gerne Zeit mit Freunden, und und und...

    Freue mich auf eure Antworten🙂

  2. #2
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    Hey Tiffey,

    nach deinem Hinweis in dem anderen Thema hab ich mal geschaut auf was genau du keine Antwort bekommen hast

    Mal davon abgesehen, dass es leicht wäre dir jetzt zu sagen, dass es normal ist bei allem was du Beschreibst, denke ich, dass du es vielleicht selbst schon erkannt hast, oder?

    Ich denke auch, dass die Antworten aus deinem anderem Thema hier gut rein passen. Vor allem das Vertrauen in dich wie du es in deiner letzten Antwort so schön geschrieben hast

    tiffey: "...Ich habe aktuell wirklich manchmal das Gefühl: Wow, das habe ICH alles in den letzten Jahren so hinbekommen? Und in den Momenten habe ich ein sehr positives Zukunftsgefühl.. So: Das wird schon alles! Versteif dich nicht auf irgendwas sondern schau, was passiert... Dann fängt das alt vertraute "gute" Bauchkribbeln wieder an... Das gibt mir große Kraft, mit kleinen Pausen weiterzumachen ..."

    Bestehen da für dich parallelen?

    Manchmal entspannt es einen, wenn man sich bewusst wird, dass man nicht auf jeden Frage sofort eine Antwort bekommt. Weiter sogar die Antwort nach einiger Zeit viel wertvoller ist, wenn sie einem nach einer bestimmten Zeit von alleine "einleuchtet"

    Ist das Thema den im Moment noch aktuell?

    Herzliche Grüße
    Argus

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  4. #3
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    Meine persönliche Meinung ist, dass 6 Termine beim Psychologen in Anbetracht der beschriebenen Problematik (zu) wenige waren.

    Zu Grübeln scheinst du auch recht viel - trifft das zu?

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  6. #4
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    Danke Argus, dass du dir das hier noch einmal angeschaut hast :-)

    Ja, da bestehen sicherlich parallelen ;-) Aktuell ist er nicht mehr ganz so. Ich bin gerade dabei meine Vergangenheit zu akzeptieren und damit zu Arbeiten bzw. in die Zukunft zu schauen. Wie der von dir zitierte Satz es zu 100 % beschreibt )
    Ich denke diesen "Einleuchtenden Moment" hatte ich demzufolge irgendwie gerade

    @Mirjam: Ich werde definitiv noch eine Therapie machen in Zukunft. Dazu spreche ich diese Woche noch mit meinem Psychotherapeut. Jetzt wo sich vieles gelöst hat und auch mein "Scham" davor, dass ich ein Problem habe (ich schreibe das gerade, obwohl meine Freundin neben mir sitzt. Das hätte ich vor ein paar Monaten auf keinen Fall gemacht, weil ich mich irgendwie dafür geschämt habe...), weg ist, glaube ich, dass sich dadurch mein Wohlbefinden über längere Zeit halten wird
    Und ja, ich bin der totale Grübler. Schon immer. Wenn ich mit Freunden feiern war oder bin, denke ich meistens über den Sinn hinter bestimmten Verhaltensweisen nach oder versuche Menschen zu analysieren. Außerdem denke ich seit eigl. schon immer über den Sinn des Lebens nach... Schon in meiner Kindheit war im immer eher der vernünftige, erwachsene, ängstliche unter meinen Freunden. Dadurch habe ich mich vielleicht auch immer etwas überlegen gefühlt anderen Menschen gegenüber weil ich glaubte "sie durchschaut" zu haben... :-D
    Ich glaube auch immer noch, dass ich eine akzeptable Menschenkenntnis habe, auch wenn ich manchmal eines Besseren belehrt werde

    LG
    Tiffey

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