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Thema: Verwirrt durch Selbstreflexion

  1. #1
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    Standard Verwirrt durch Selbstreflexion

    Hallo ihr Lieben!
    Ich bin 33 Jahre alt, war schon mal verheiratet und bin zur Zeit auf einen „Selbstreflexions Trip“ der mich ziemlich verwirrt.

    Nach meiner sehr kurzen Ehe habe ich jemanden kennengelernt und war so verliebt und glücklich, wie noch nie.
    Die ersten Monate super, dann kühlte das ganze von seiner Seite eher ab, ich bekam Verlustangst, begann zu Klammern und die Beziehung zerbrach.

    Das ganze hat mich so mitgenommen. Ich war überrascht von mir selber und meinem extremen Klammern. Ich fing an, mich viel mit mir selbst und psychologischen Erklärungen auseinanderzusetzen.

    Ich lernte meine negativen Glaubenssätze kennen und erkannte, wie oft ich mich klein und unwichtig fühle. Ich erkannte, dass ich manchmal regelrecht Drama brauche, und bereits innerhalb meiner Ehe in die Täter-Opfer-Perversion geraten bin und deshalb die Scheidung einreichte.
    Mir fiel auf, wie konfliktscheu ich bin und wie schwer es mir fällt, für mich einzustehen und meine Meinung frei zu sagen.

    Hier arbeite ich zur Zeit daran, dass es nicht nur bei einer theoretischen Erkenntnis bleibt - ein sehr langer Weg.

    Jetzt bin ich wieder in einer Beziehung. Ich erkenne manchmal, dass ich berechtigte „Forderungen“ und Wünsche an meinen Partner habe.. aber manchmal weiß ich nicht, ob diese Forderungen wirklich gerechtfertigt sind, oder ich mich nur wieder in der Opferrolle sehe und den anderen zum Täter deklariere.

    Ich merke regelrecht, dass ich hier keinen gesunden Zugang zu Beziehungen habe (was ist gerecht, was ungerecht) und regelrecht verwirrt bin.

    Habt ihr vielleicht Tipps, wie ich hier noch klarer sehen kann?


    Ich hoffe es war verständlich,
    Vielen Dank!

    Pia

  2. #2
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    Ist denn dein neuer Partner der Ansicht, dass du ungerechtfertigte Forderungen stellst?

  3. #3
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    Vielleicht hilft es, die Forderungen als Wünsche zu formulieren und auch als solche zu betrachten. Oftmals macht man es so dem Partner leichter, einen Wunsch zu erfüllen, da er sich nicht gegen eine Forderung wehren muss. Und wünschen darf man auch Dinge, die man selbst vielleicht als nicht unbedingt gerechtfertigt sieht.
    Nur mal so in den Raum gedacht.
    Füße im Humus, Kopf im Wind, Vögel in den Haaren - Buche

  4. #4
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    Zitat Zitat von Buche Beitrag anzeigen
    Vielleicht hilft es, die Forderungen als Wünsche zu formulieren und auch als solche zu betrachten. Oftmals macht man es so dem Partner leichter, einen Wunsch zu erfüllen, da er sich nicht gegen eine Forderung wehren muss. Und wünschen darf man auch Dinge, die man selbst vielleicht als nicht unbedingt gerechtfertigt sieht.
    Nur mal so in den Raum gedacht.
    Ich denke, es kommt darauf an, um was es geht.

    Wenn klare (ursprünglich einvernehmliche) Absprachen, beispielsweise den Haushalt betreffend, wiederholt/häufig von meinem Partner nicht eingehalten werden, dann fällt das für mich persönlich in die Kategorie “Forderung“ und nicht “persönlicher Wunsch“.

    Ansonsten sehe ich das ähnlich.

  5. #5
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    Vielleicht ist Forderung hier als Begriff nicht ganz richtig.. es ist eher sowas wie das einfordern von Nähe zb
    Und hier gebe ich zu, könnte ich es vielleicht manchmal geschickter und eher als „Wunsch“ formulieren.

    Platze ich zum Beispiel mit einem „Nimm mich in den Arm“ raus, reagiert mein Partner manchmal schon etwas „genervt“ - und sagt tatsächlich auch, dass er solche Forderungen nicht mag. (Das fällt mir übrigens erst jetzt beim Schreiben auf &#128517

  6. #6
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    Zitat Zitat von Pia1903 Beitrag anzeigen
    Vielleicht ist Forderung hier als Begriff nicht ganz richtig.. es ist eher sowas wie das einfordern von Nähe zb
    Und hier gebe ich zu, könnte ich es vielleicht manchmal geschickter und eher als „Wunsch“ formulieren.

    Platze ich zum Beispiel mit einem „Nimm mich in den Arm“ raus, reagiert mein Partner manchmal schon etwas „genervt“ - und sagt tatsächlich auch, dass er solche Forderungen nicht mag. (Das fällt mir übrigens erst jetzt beim Schreiben auf ��)
    Wie oft stellst du solche Forderungen nach Nähe?

  7. #7
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    Ich möchte meine Verwirrung nochmal versuchen anders zu beschreiben:

    Ich kann für mich schwer greifen, wann es zb vollkommen gerechtfertigt, dass mein Gegenüber einen gewissen Freiraum/ Zeit für sich braucht und wann ist es eher nicht gerechtfertigt und einer Beziehung nicht Zuträglich.

    Zwischen diesen Polen wandle ich immer: verständnisvoll vs verurteilend.

    Hier wünsche ich mir eine Methode, die mich klar sehen lässt, was „normal“ ist und was nicht.

    Aber vielleicht gibt es das auch gar nicht..

  8. #8
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    Zitat Zitat von Pia1903 Beitrag anzeigen
    Ich möchte meine Verwirrung nochmal versuchen anders zu beschreiben:

    Ich kann für mich schwer greifen, wann es zb vollkommen gerechtfertigt, dass mein Gegenüber einen gewissen Freiraum/ Zeit für sich braucht und wann ist es eher nicht gerechtfertigt und einer Beziehung nicht Zuträglich.

    Zwischen diesen Polen wandle ich immer: verständnisvoll vs verurteilend.

    Hier wünsche ich mir eine Methode, die mich klar sehen lässt, was „normal“ ist und was nicht.

    Aber vielleicht gibt es das auch gar nicht..
    Ich persönlich störe mich an dem Begriff "gerechtfertigt". Das Bedürfnis nach Freiraum und Zeit ist individuell. Das geht nur über freiwillige Absprachen und/oder Akzeptanz. Ich denke, es wird dich nicht weiterbringen, wenn du weiterhin unter dem Gesichtpunkt "gerechtfertigt ja oder nein" darüber grübelst.

    Magst du ein konkretes Beispiel schildern?

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