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Thema: Vorstellung

  1. #1
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    Standard Vorstellung

    Liebe Menschen da draußen,

    Wie am Titel nicht schwer abzulesen ist, bin ich neu hier. Nein, ich habe jetzt nicht vor, hier meine ganze Lebensgeschichte reinzuschreiben, wie viele andere Neuankömmlinge und das könntet ihr sehr zu schätzen wissen, da ich mehrfachen Verdacht auf eine narzisstische Persönlichkeitsstörung habe. Die Intention dieses Beitrags ist es lediglich, mich mit dem System vertraut zu machen und vielleicht doch ein paar grundlegende Informationen zu meinerselbst einzubauen, um dem Titel gerecht zu werden. Außerdem, wer weiß - vielleicht gibt es ja doch irgendwo Leute, die mir ähneln.

    Ich habe schon etwas hier gestöbert und bemerkte, dass solche Vorstellungen selten Aufmerksamkeit bekommen und natürlich setzen meine Charakterzüge es immer sehr hart darauf an Bewunderung von allen Seiten zu bekommen. Wenn ich den letzten Satz lese, bin ich jetzt schon wütend auf mich selbst, da ich wahrscheinlich schon alle verjagt habe. Dann kommt die Narzisstin in mir zum Vorschein und will noch irgendeinen schockierenden Fakt über sich selbst einbauen, damit sie Antworten bekommt, da nichts schlimmer ist als Ignoranz ihr gegenüber.
    Ebenso stellte ich fest, dass die Masse hier einer älteren Altersgruppe angehört. Zu dieser gehöre ich nicht, jedoch sollte ich meine Beiträge trotzdem annehmlich für die Zielgruppe gestalten.

    Mein Name ist übrigens Johanna. Ich interessiere mich sehr für Psychologie. Zurzeit schreibe ich an einer vorwissenschaftlichen Arbeit über die Angst vor dem Tod bzw. allgemein Sterbensforschung. Corona ist mir sehr gelegen gekommen, da ich zuvor einen großen Berg Arbeit immer nur vor mir herschob. Wie auch immer, ich habe vor in die USA auszuwandern und dort die Karriereleiter zu einer FBI-Agentin hochzuklettern. Ich als Rationalistin habe natürlich im Hinterkopf schon für jeden Buchstaben im Alphabet bereits einen Alternativplan ausgearbeitet. Trotzdem würde ich lügen, wenn ich sage, dass Plan Z genauso gut sei wie Plan A. Ich denke, dass ich nun das richtige Maß einer guten Vorstellung erreicht habe und werde erwartungsvoll sehen, was mich hier noch so erwartet.

    Danke fürs Lesen,
    Johanna

  2. #2
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    Zitat Zitat von Sweet.but.Psycho Beitrag anzeigen
    Wie auch immer, ich habe vor in die USA auszuwandern und dort die Karriereleiter zu einer FBI-Agentin hochzuklettern.
    Aber vielleicht besser nicht unter dem jetzigen Staatsoberhaupt. Nicht dass es dir noch ergeht wie dem werten Herrn Comey

    Herzlich Willkommen

  3. #3
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    Dankeschön nein nein, es sind ja zum Glück auch noch ein paar Jahre. Sonst wäre das absolut katastrophal!

  4. #4
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    Karriereleiter zu einer FBI-Agentin hochzuklettern
    Hat Dich FBI-Agentenanwärterin Clarice Starling inspiriert und möchtest hier, wie die mit ihrem lieben Hanibal, von einem schon reifen Psychoanalytiker geholfen sein?

    Arbeit über die Angst vor dem Tod
    Scheint zu meiner angefragten These zu passen. Was sagt Deine Ratio?

    Ein Lämmerschlachtungstrauma haben übrigens alle heutigen Menschen - im nicht einmal allzu symbolischen Sinne. Hänsel und Gretels alle Kinder stellvertretende Bestimmung war, im Erziehungskerker gefangen gemäßtet, dem verhexten System zum Fraß geworfen zu werden. Zur Zeit leidet es an der Furcht, vom Virus selber gefressen zu werden...

  5. #5
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    Ich sah das Schweigen der Lämmer ja, aber erst als ich diese berufliche Richtung bereits einschlagen wollte. Ein sehr guter Film. Jedoch für mich, als unter Insectophobie leidender Mensch nicht gerade anzüglich und genießbar zu mancher Szene. Der Grund für das Aufgreifen dieses Themas in meiner Arbeit lässt sich nun auf meine Kindertage zurückführen. Mit 6 Jahren setzten wie aus dem Nichts Halluzinationen und Albträume über die meinige Hinrichtung ein. Ein darauffolgendes Verdrängnis dieses Kapitel meinerseits um weiterhin sorglos draußen spielen zu können, bis heute - der Drang dieses Thema doch in irgendeiner Form aufzuarbeiten. Das Virus und das Schlachten der Lämmer betrachte ich persönlich als einfach existent und ziehe daraus ab und an Unterhaltung.

  6. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Sweet.but.Psycho für den sinnvollen Beitrag:

    Konrat (22.05.2020)

  7. #6
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    Hallo Johanna!

    Freut mich sehr, dass wir uns ein bisschen kennenlernen.
    Sind es spezielle Insekten, oder die ganze Gattung? Solch Phobie macht natürlich noch schwerer, den Film zu genießen, wobei der Genuß wohl am gesündesten wäre, wenn man dieses schockende Drama bereits sachlich betrachten kann. Als Wissenschaftler, den auch eine Vivisection nicht mehr aus der Fassung bringt.

    Also bereits vor dem Film hattest Du den Wunsch, FBI-Agentin zu werden. Das Interesse an Psychologie ist also erstursächlich unbewusst davon bedingt, die Alpträume verstehen, respektive die damit verbundene Problematik aufzulösen? So glaube ich den "Grund für das Aufgreifen dieses Themas" zu verstehen.

    Die Art und Weise, wie im Film die Lämmer zum Schweigen gebracht werden, hat Clarise ja offenbar intuitiv als "Verbrechen" aufgefasst - und zwar in teilweiser Identifikation mit den Opfern (deren Tötung also die Deckerinnerung eines noch älteren Traumas von Clarissa darstellt, das im Film ungenannt bleibt) -, jedoch wusste sie nicht um den direkten Weg der Aufklärung. Statt dessen begann sie in einer Art Ersatzhandlung als FBI-Frau nach Tätern zu fahnden, die mit ihrem Problem nur in einem übertragenen Sinne zu tun haben. Die Ironie der Geschichte ist dann wesenhaft die, dass ausgerechnet ein Täter der schlimmsten Sorte sie auf die Psychoanalyse als 'Ultima Ratio' der Verbrechensaufklärung aufmerksam macht, Hannibal. Seinerseits Opfer ungeheuerlicher Vorgänge in seiner Kindheit (wie ein neuerer, nachgereichter Film zeigt).

    Ich finde es sehr ungewöhnlich, dass Du Deine Alpträume überhaupt in Erinnerung behalten hast. Normaler Weise fallen die ersten Lebensjahre dem totalen Vergessen der "Infantilen Amnesie" anheim, welche um das 7. Lebensjahr eintritt - ein Alter, dass zugleich den Beginn der sog. "Latenz-" oder "Dornröschenschlaf-Phase" kennzeichnet... Die Schlachtung der zuvor mit bäuerlicher Liebe sorgfältig gemäßteten Lämmer (so wie es eben auch die 'Bestimmung' von Hänsel & Gretel hätte sein sollen), stellt nun eine Variante von Hinrichtung dar. Dachte ich eben spontan. Aber es ist psychoanalytisch unzulässig, dass ich über DEINE Träume Einfälle produziere.

    Wie findest Du meine Erwägungen oben?
    Geändert von Konrat (22.05.2020 um 14:25 Uhr)

  8. #7
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    Hallo Konrat,

    Im Grunde genommen sind es Insekten jeglicher Form. Die Phobie äußert sich mit meiner Vorstellung, das Insekt würde mich irgendwie berühren. Mir ist natürlich bewusst, dass es mich nicht auffressen etc. kann. Seit ich denken kann, habe ich große Angst vor diesen Tieren. Anarchophie habe ich übrigens ebenso und dies fast stärker. Das Krabbeln und das schlimme Gefühl ein derartiges Wesen auf meiner Haut zu spüren, lässt mich einfach nur erschaudern. Eigentlich gehe ich mit allen meiner Ängste mithilfe von direkter Konfrontation um. Mittlerweile ist mein Gehirn nur leider schon so darauf vorbereitet Ängsten jeglicher Gattung direkt gegenüber zu stehen, dass die Angst bleibt und sich nichts ändert. Trotz der Phobie sind Wald oder See zwei meiner Lieblingsorte. Ich liebe es in einem See zu schwimmen, trotz der Tatsache, dass ich es alles andere als beruhigend empfinde, da ich der ständigen Angst irgendwelchen Seetieren zu begegnen augesetzt bin. Insofern nutze ich meine Ängste also aus, um diesen Adrenalinkick zu bekommen.

    Ja ganz genau - ich war allgemein immer schon von der eher "brutalen" Sorte Mensch, der ohne Aufregung und Spannung vor Monotonie sterben würde. Ob mein großes Interesse an Psychologie wirklich auf meine kindlichen Träume zurückführen lässt, könnte ich jetzt nicht so pauschal sagen. Ich habe nämlich abgesehen von Traumanalyse schon damals gerne Psychospielchen an meinen Freunden und Familienmitgliedern augetestet, wenn auch unterbewusst. Meine manipulative Ader blieb bis heute präsent, nur fällt meinem Kopf wohl die Interpretation und Analyse leichter.

    An dieser Stelle muss ich ehrlich sein und anbringen, dass ich persönlich die Schauspielerin der Clarice nicht als besonders passend empfinde. Sie verkörpert einfach keine FBI-Agentin...Lecters Kannibalismus machte mir tatsächlich weniger aus als die Insektenzucht des anderen Täters, dessen Name mir gerade nicht geläufig ist. Ihr Trauma deutet für mich nur auf eine Schwäche hin, welche auch bei der spannenden Erstbegegnung und dem damit verbundenen Anfang Hannibals und Clarices Beziehung deutlich zum Vorschein kommt. Ihre mangelnde Erfahrung wird beim größten Fehler ihres Versuchs zu bekommen was sie will klar...Sie leistet kaum Arbeit seine Manipulation abzuwehren, somit ist er ihr immer einen Schritt voraus. Präzise Vorbereitung, genaueres Einlesen in sein ganzes Mysterium wären bei ihrer ganzen Arbeit von Vorteil gewesen.

    Bezüglich der Alpträume ist es für mich eigentlich eine Selbstverständlichkeit diese in Erinnerung zu behalten. Ich hab teilweise sogar klare Erinnerungen meines 3. Lebensjahrs. Möglicherweise hängt dies zwar mit meinem noch jungen Alter zusammen und der kurzen Zeitspanne dazwischen, jedoch habe ich allgemein unzählige Erinnerungen aus ganz jungen Jahren abgespeichert. Und zwar vor allem in Bilderform. Oft merke ich mir nur ein ganz bestimmtes Blickfeld einer Situation und ein damit verbundenes Gefühl. Mit "Hinrichtung" fand ich lediglich ein belustigendes Wort meines eigenen Tods, der in meinen Träumen auf ganz vielseitige Variannten zur Schau gestellt wurde.

  9. #8
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    Präzise Vorbereitung, genaueres Einlesen in sein ganzes Mysterium wären bei ihrer ganzen Arbeit von Vorteil gewesen.
    Ja. Von größtem Vorteil wäre gewesen, die Psychoanalyse einige Jahre vor Hannibal kennen gelernt zu haben, weil damit unbewusste Inhalte zugänglich werden, das Leben lebenswert. Es hätte sich also Clarices Karriere erübrigt, das FBI als Mittel zum Zweck, eigentlich nur ihre Adrenalinkicksucht zu befriedigen und die ihrer Zielgruppe auch. Wobei sich die meisten darunter wahrscheinlich - wie der Nachbarkerkerinsasse Hannibals - bei weitem nur damit selbstbefriedigen können, wenn ihnen dank gutgetimten Bildschirmeinschaltens einen Blick auf das vorbeiwandelnde Frischfleisch zu erhaschen gelingt.
    Geändert von Konrat (23.05.2020 um 10:54 Uhr)

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