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Thema: Warum ist mein Leben so grau und beschissen?

  1. #1
    Neuling
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    Standard Warum ist mein Leben so grau und beschissen?

    Hallo,

    ich bin Anfang 20 und war eigentlich noch nie glücklich oder zufrieden mit meinem Leben. Habe abgebrochene Studiengänge und zurzeit einen Minijob den ich aber gekündigt habe, weil er mich körperlich und psychisch noch mehr zu einem Krüppel macht. Wohne wieder Zuhause, was sowieso beschissen ist.
    Jeder um mich herum führt ein ''normales'' Leben, Job/Studium, Freundin, WG, Freizeitbeschäftigungen. Nur ich hab nichts davon.
    Jede Minute meines Lebens deprimiert mich einfach.
    Wenn ich frei hab liege ich Tage lang nur im Bett und Penne oder hänge am PC und klick sinnlos durchs Internet. Ich würde auch so gerne ne erfüllende Arbeit haben, ne Freundin, ne Bude, irgendwelche Perspektiven, irgendein Funken Spaß oder Interesse an meinem Leben haben. Aber irgendwie krieg ich es nicht hin.
    Die Arbeitstage sind auch sinnlos, sobald Feierabend ist und ich kaputt bin habe ich wieder Selbstmordgedanken und bin total upgefuckt weil ich weiß das mich Zuhause nur der PC erwartet um sinnlos bis in die Nacht zu surfen und am nächsten Tag sinnlos im Bett zu gammeln. Ich weiß schon wo das hinführt wenn ich mal alleine wohne, dass ich nach der Arbeit jeden Tag fertig nachhause komme mich mit Bier und fettigem Essen an PC setze und total vereinsame.
    Ich will das nicht, aber irgendwie habe ich keinen Einfluss darauf, ich bin meinem Schicksal irgendwie ausgeliefert. Klar bin ich mal am Wochenende bei Freunden was trinken oderso aber das wird ja mit der Zeit alles nachlassen, weil ich jetzt schon einer der letzten Singles im Kreis bin und manchmal schon kein Bock habe mit Pärchen rumzuhängen. Dieses alleine nachhause gehen nach sozialen Abenden ist immer das schlimmste, wie der letzte Hänger komme ich mir da vor. Ich hab aber auch keine Kraft irgendwas zu ändern, ich weiß auch nicht wie, ich habe noch nie sowas wie Liebe spüren können, wie soll ich sowas dann geben können? Ich denke dann oft dass mein Leben irgendwann mit Selbstmord enden muss, weil es einfach nicht lebenswert ist und jeder Tag einfach nur schmerzt, vorallem in Situationen die schön sein müssten, ich es aber nicht genießen kann.
    Dass ich der Stille Beobachter bin und jeder um mich herum ein Leben führt nur ich nichts hinkriege, zieht sich irgendwie wie ein roter Faden durch mein Leben. Ich hör immer wieder Komplimente über mein Aussehen oderso und ich glaube auch dass ich nach außen nicht so wirke wie ich es selbst sehe, aber was nutzt dass wenn ich mit Depressionen im Bett liege und mich verloren in dieser Welt fühle?
    Dazu kommt noch dass ich häufig neben mir stehe, komplett keine Konzentration mehr habe und seit über 2 Jahren chronische Schmerzen in einer Nicht schönen Gegend habe, wo mir bis heute noch kein Arzt helfen konnte, was mich zusätzlich stark belastet.

    Bin seit paar Monaten bei einem Psychologen und will mir was verschreiben lassen, aber weiß nicht wie das was bringen soll, er ist ja auch nur ein Mensch und kann aus mir keine andere Persönlichkeit zaubern.

    Weiß auch nicht was ich mir hiervon erhoffe, vielleicht gibts ja hier jemandem dem des genauso geht und der irgendwie ne Lösung die sinnvoller ist als nen Vereinsbeitritt, Onlinedating oder Ehrenamt vorzuschlagen.

  2. #2
    Awenasa
    Gast

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    Lösung: Füll deine Zeit. Womit kannst du frei wählen. Wenn dir Vereine, Ehrenamt oder Onlinedating nicht gefallen, such dir doch was anderes aus.

  3. #3
    Verleger Avatar von Mirjam
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    Ich will das nicht, aber irgendwie habe ich keinen Einfluss darauf, ich bin meinem Schicksal irgendwie ausgeliefert.
    Nein, bist du nicht. Du kannst dich zwar durch Unterstützung von außen begleiten lassen - aber gehen musst du selbst! Wie wär's, wenn du mit Sport anfangen würdest?

    Nur falls du denkst, dass ich leicht Reden habe: Das ist nicht so, ich habe seit ca. 1/2 Jahr Depressionen.

  4. #4
    Roman Verfasser Avatar von Seidenschnabel
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    Hallo Snnlos18,

    ich habe seit etwa 30 Jahren Depressionen, mal mehr, mal weniger stark. Und weißt du was, ich mag mein Leben trotzdem, meistens jedenfalls. Es ist zwar manchmal mühsam und anstrengend, sich immer wieder aus dem seelischen Loch rauszuarbeiten, aber es lohnt sich. Denn auch mit Depressionen kann man schöne Zeiten erleben und auch mal glücklich sein. Wichtig ist nur, dass du dich nicht einfach damit abfindest, dass dein Leben halt schei**e ist, sondern aktiv wirst und dein Leben selbst in die Hand nimmst.

    Du sagst, du bist bei einem Psychologen, machst du eine Therapie? Wenn ja, was für eine? Antidepressiva können dir helfen, erstmal aus dem allertiefsten Loch herauszukommen, eine Therapie ist aber wichtiger. ADs machen hauptsächlich begleitend dazu Sinn, denke ich.

    Du sagst, du hast dein Studium abgebrochen, hast du denn irgendeine Idee, in welche Richtung du beruflich möchtest? Hast du irgendwelche Ziele? Und was ist mit Interessen oder Hobbys? Was würdest du denn gerne machen, statt immer nur am PC rumzuhängen?
    Liebe Grüße von Seidenschnabel

    Wirklich reich ist, wer mehr Träume in seiner Seele hat, als die Realität zerstören kann!

  5. #5
    Schreibkraft Avatar von Gaten
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    Fang n online business an(e books/affiliate marketing/
    aktien(wobei ich das recht schwer finde)
    Ne freundin? Wenn schon du siehst 1A aus oder hast genug auf der kante, ach ja shittests musste auch noch bestehen
    Belies dich mal auf youtube über MGTOW das ist sinnvoller zeitvertreib


    Mach sport (erzeugt glückshormone)
    Und du siehst gut aus

    Warte bis 25 und zieh dann aus wenn du keinen job findest oder geh in ne schule(abi nachholen und kassier bafög)

    Nutz deine zeit in der du allein bist
    Sei kreativ oder zocke meinentwegen (übertreibs aber net)

    Setzt dich net unter druck mach einfach entspannt weiter

    Warum hast du abgebrochen? Wurdest du gemobbt?

  6. #6
    Neuling
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    Ja das schlimmste ist, an schönen Sommertagen andere Leute glücklich im Park zu sehen und mit seiner Depression deprimiert dadran vorbeizugehen und diese Freude nicht empfinden zu können dasselbe zu erleben. Es ist schwierig sich/sein Leben zu mögen, wenn nichts so isst wie es sein könnte. Vielleicht hast du dich auch schon selber gefunden innerhalb dieser 30 Jahre, ich hab mich eher entfremdet und verloren.

    Eine Verhaltenstherapie mache ich, aber irgendwie hab ich da auch garnicht richtig Bock drauf, weil ich glaube das kratzt nur an den oberflächigen Problemen, aber es viel tiefer in mir drin steckt. Kann mir nicht vorstellen wie das was bringen soll. Nehme ab heute AD, mal schauen was sich damit tut.

    Ich hab keine Idee was ich machen könnte und trau mir auch nichts zu, wieso ausgerechnet jemand mich einstellen sollte. Ich seh dann immer tagsüber die ganzen arbeitenden Menschen und werde dadurch noch depressiver, von denen sieht kaum einer glücklich aus. Vielleicht ist das auch nur meine Wahrnehmung zur Zeit. Aber die Vorstellung nen Job zu machen von dem ich Abends nachhause komme und abstumpfe und nur noch für die Arbeit lebe, weil ich danach keine Energie oder Nerv mehr für etwas schönes habe, treibt mich immer wieder in Selbstmordgedanken. Das Problem ist diese Einsamkeit die mich erwartet und auch nicht in der Lage zu sein irgendwie die loszuwerden, trotz Freunde und Familie. Und diese Torschlusspanik meine besten Jahre zu verpassen, während alle Altersgenossen um mich herum ihr Leben leben.
    Ich weiß nicht genau, was ich gern machen würde, irgendwas mit anderen Kulturen und Menschen, nichts zu spießiges. Leute zum Lachen bringen, besonders Frauen, was ich früher gut konnte, mittlerweile bin ich so abgestumpft und kann kaum noch nüchtern Scherze machen über Gott und die Welt. Stattdessen sitz ich lieber am PC und betäube mich mit Tagträumereien.

  7. #7
    Roman Verfasser Avatar von Seidenschnabel
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    Zitat Zitat von Sinnlos18 Beitrag anzeigen
    Ja das schlimmste ist, an schönen Sommertagen andere Leute glücklich im Park zu sehen und mit seiner Depression deprimiert dadran vorbeizugehen und diese Freude nicht empfinden zu können dasselbe zu erleben.
    Ja, ich weiß, dieses Gefühl kenne ich auch. Als ob ich in einer Art gläsernem Kokon sitzen würde. Ich kann die anderen zwar sehen und hören, habe aber keinerlei Verbindung zu ihnen und weiß nicht, warum das so ist.

    Zitat Zitat von Sinnlos18 Beitrag anzeigen
    Es ist schwierig sich/sein Leben zu mögen, wenn nichts so isst wie es sein könnte. Vielleicht hast du dich auch schon selber gefunden innerhalb dieser 30 Jahre, ich hab mich eher entfremdet und verloren.
    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass bei den allermeisten Menschen einiges im Leben nicht so ist, wie es sein könnte und wie sie es sich wünschen. Niemand lebt ein perfektes Leben, auch wenn es manchmal von außen betrachtet so aussieht.

    Ob ich mich gefunden habe? Ja, ein Stück weit schon, aber das waren auch 30 Jahre teilweise harte Arbeit. Du bist noch jung, du stehst noch ganz am Anfang des Weges. Ich war 17, als ich meine erste depressive Episode hatte, da habe ich mich vermutlich ähnlich gefühlt wie du gerade. Ich weiß noch, dass ich damals mal zu meiner Oma gesagt habe, ich wünschte, ich wäre schon so alt wie du, dann hätte ich den ganzen Mist hier bald hinter mir. Das war aus heutiger Sicht natürlich Blödsinn, aber so habe ich mich damals gefühlt. Ich dachte, wenn das die nächsten 60 Jahre so weiter geht, dann gute Nacht.

    Zitat Zitat von Sinnlos18 Beitrag anzeigen
    Eine Verhaltenstherapie mache ich, aber irgendwie hab ich da auch garnicht richtig Bock drauf, weil ich glaube das kratzt nur an den oberflächigen Problemen, aber es viel tiefer in mir drin steckt. Kann mir nicht vorstellen wie das was bringen soll. Nehme ab heute AD, mal schauen was sich damit tut.
    Vielleicht solltest du mit deinem behandelnden Arzt mal darüber sprechen, ob das überhaupt die richtige Therapieform für dich ist. Ich wäre gar nicht in der Lage gewesen, mein Verhalten zu ändern, ohne erstmal die Hintergründe zu beleuchten, deshalb war für mich eine Gesprächstherapie besser. Vielleicht ist das bei dir ja ähnlich.

    Was die ADs angeht, wird es eine Weile dauern, bis die stimmungsaufhellende Wirkung einsetzt, das geht nicht von heute auf morgen, sondern kann ein paar Wochen brauchen. Welches AD hast du denn?

    Zitat Zitat von Sinnlos18 Beitrag anzeigen
    Aber die Vorstellung nen Job zu machen von dem ich Abends nachhause komme und abstumpfe und nur noch für die Arbeit lebe, weil ich danach keine Energie oder Nerv mehr für etwas schönes habe, treibt mich immer wieder in Selbstmordgedanken.
    Wichtig ist, einen Job zu finden, den man gerne macht und wo auch das Umfeld stimmt. Dann fühlt es sich auch nicht wie Zeitverschwendung an, da jeden Tag x Stunden zu verbringen. Ich bin abends nach der Arbeit auch oft müde und hab keine Lust mehr, irgendwas zu machen, aber das ist okay. Ich hab was Sinnvolles geleistet und darf dann auch müde sein. Und Zeit für schöne Dinge findet sich trotzdem immer noch.

    Zitat Zitat von Sinnlos18 Beitrag anzeigen
    Ich weiß nicht genau, was ich gern machen würde, irgendwas mit anderen Kulturen und Menschen, nichts zu spießiges.
    Das ist ein weites Feld, da wird sich sicher was Passendes für diich finden. Aber erstmal solltest du dich darauf konzentrieren, wieder gesund zu werden, das ist das Allerwichtigste.
    Liebe Grüße von Seidenschnabel

    Wirklich reich ist, wer mehr Träume in seiner Seele hat, als die Realität zerstören kann!

  8. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Seidenschnabel für den sinnvollen Beitrag:

    Mirjam (05.05.2017)

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