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Thema: Was für ein Syndrom ist das

  1. #1
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    Frage Was für ein Syndrom ist das

    Hallo !

    Eine Bekannte von mir legt ein sehr seltsames Verhalten an den Tag und da wollte ich mal fragen, um was für ein Syndrom es sich handelt, oder ob es vielleicht einfach nur um einstudierte Denkfehler handelt.

    1. Sie legt ein völlig überzogenes Selbstwertgefühl an den Tag im Sinne von "ich bin die größte, die beste" offensichtlich um sich gut zu fühlen, denn wenn sie das nicht tut, fühlt sie sich nicht ganz so gut

    2. Andere Menschen sind nur so lange die liebsten Menschen der Welt, bis sie auch nur die geringste Kritik am Verhalten dieser Person gegenüber äußern.
    Sobald darüber 2-3 Mal gegenargumentiert wird, ist der Ofen aus.
    Dann wird der Kontakt für einige Tage komplett abgebrochen, bis sie eine Frage hat, ein Problem usw. und meldet sich wie eh und je ganz normal als ob nix gewesen wäre

    3. Sie kann sich so in Verliebtheit stürzen, dass es schon am dritten Tag heißt, wir suchen uns eine Wohnung, oder derjenige kann bei ihr einziehen, Liebe für immer etc... die Liebe ist dann nach dem ersten größeren Fehler komplett vorbei, nichts wird verziehen, nach der Trennung wird der Ex-Partner möglichst überall schlecht gemacht, seine Gegenstände unterschlagen, egal wie wertlos sie sein mögen, auch defekte Sachen, die man wegwerfen könnte, aber die derjenige gern wieder hätte, behält sie wie eine Trophäe und ist stolz darauf.

    Absicht von Anzeigen bei der Polizei, z.B. wegen Straftaten (Bagatelle) des Ex-Partners, müssen von 3 Leuten ausgeredet werden, damit die Person es sein lässt.

    4. Die Person meint, sie kann wirklich alles, was sie so erzählt, und im Nachhinein hat sie von kaum etwas eine Ahnung und andere müssen ihr dabei helfen.
    Nützliche Hilfe wird aber abgelehnt, sobald Kritik an ihr ins Spiel kommt, dann wird diese beschimpft und für die nächsten Tage ist Funkstille. Geht nicht ans Telefon etc.

    Also mal ein paar Persönlichkeitspunkte:

    Überzogenes Selbstwertgefühl nach außen hin, aber innen ziemlich kaputt meiner Meinung nach harte Schale, sehr weicher Kern

    Prollverhalten (die Frau ist erwachsen, 30 Jahre und hat 2 Kinder)

    sehr impulsives Verhalten, kann ganz schnell mal ausrasten und braucht dann lange um sich zu beruhigen, das kann auch ganz kleine Auslöser als Ursache haben, die eigentlich völlig unbedeutend und mit 5 Sekunden nachdenken zu lösen wären.

    Sie meint sie hat AD(H)S, der Psychologe meinte sie habe auch Anteile von Borderline aber das streitet sie ab, ohne sich überhaupt über Borderline informiert zu haben. Wenn man anfängt darüber zu sprechen, blockt sie ab, beruft sich auf ADHS und mehr sollte man dann auch nicht mehr sagen.

    Nach außen hin KANN sie sehr seriös wirken, aber auch eine sehr arrogante Person sein, je nachdem wie es die Situation erfordert.

    Hat jemand so auf Anhieb eine Idee, was da wohl drin steckt ?

    Danke und Gruß,
    Psychi...

  2. #2
    Schreibkraft Avatar von Schaufelbagger
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    Hat jemand so auf Anhieb eine Idee, was da wohl drin steckt ?
    Auf Anhieb: Borderline und/oder Narzisstische Persönlichkeitsstörung.

    Disclaimer: Ich bin weder Psychologe noch habe ich allzu viel Ahnung von abnormaler/klinischer/psychopathologischer Psychologie.

    Darf man fragen warum dich eine "Diagnose" interessiert?

  3. #3
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    Darf man fragen warum dich eine "Diagnose" interessiert?
    Sie ist eine gute Freundin von mir, sie hat nicht viele Freunde, die meisten vergrault sie, bzw. schiebt sie einfach ab, sobald sie keinen Nutzen mehr durch sie hat bzw. sie ihr einfach nicht mehr "gefallen".
    Und ich komme ganz gut klar mit ihr, weil ich 1. meistens aufpasse was ich sage und 2. sehr tolerant ihr gegenüber bin, weil sie doch meistens ganz nett ist, man kann sich normal mit ihr unterhalten, aber sobald es um sie selbst geht, ist Ende.

    Und da sie sich lieber von irgendwelchen Leuten sagen lässt, dass ihr Psychologe sowieso keine Ahnung hat und jede Diagnose ablehnt, die von ADHS abweicht, wird es eine professionelle Diagnose wohl erstmal nicht geben, es sei denn jemand stellt ein Gutachten aus.

    Sie macht einfach dicht und hört sich dann nichts mehr an. Sie meint es wäre eine Unverschämtheit, Ansätze von Borderline oder sonstigen Syndromen zu diagnostizieren. Das hätten nur "Asoziale" oder "psychisch kranke" meint sie.
    Wenn man dann entgegnet, dass Borderline nicht nur mit SVV also Ritzen zu tun hat, interessiert sie das trotzdem nicht.
    ADHS wäre ja keine Krankheit und sie käme damit zurecht meint sie, aber Borderline findet sie anscheinend abstoßend, sowie alles andere, was sie "seltsam" oder "krank" anhört, sie liest es auch nicht im Internet nach, um zu gucken, ob etwas davon auf sie zutrifft.

    Beim Psychologen war sie nur um ADHS diagnostizieren zu lassen, damit sie Ihr Ritalin o.ä. bekommt, was ja rezeptpflichtig ist.
    Sie meint, dass sie es unbedingt braucht.
    Übergangsweise hat sie schon einige Wochen lang Anti-Depressiva genommen, weil das unter ADHS Patienten als Alternative gilt.
    Diese waren auf Dauer zu heftig, sie war nur noch schläfrig.

    Sie hat schon Anzeichen für ADHS, aber bis auf zeitweilige Hektik verbunden mit ständiger Ungeduld (wenn sie was will, dann am besten sofort..., aber nicht weil sie nicht warten könnte, sondern weil sie jetzt gerade den fixen Gedanken hat) merke ich bei ihr nicht viel davon. Es überwiegen mehr die anderen auffälligen Verhalten, für die ich unter der Definition von ADHS bisher nichts finden konnte (s.o.) und die ganz bestimmt nicht dort hinein passen.

    Im Übrigen interessiert mich die Diagnose, weil eine Ex-Freundin von mir ein ähnliches Verhalten hatte, da war aber das narzistische nicht so geprägt.
    Und ich will mich auch nicht zufrieden geben, dass sie Ihr Verhalten ständig mit ADHS entschuldigt.

    Disclaimer: Ich bin weder Psychologe noch habe ich allzu viel Ahnung von abnormaler/klinischer/psychopathologischer Psychologie.
    Ich möchte auch gar keine verbindliche Aussage, es reicht schon wenn ich Ansätze habe, wo ich diese Symptome zuordnen kann. Denn aufgrund dessen kann man schon eine Menge herausfinden.
    Geändert von psychi (31.05.2008 um 19:13 Uhr)

  4. #4
    Schreibkraft Avatar von Schaufelbagger
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    Das scheint mir ein vernünftiger Ansatz zu sein. Schade, dass sie wahrscheinlich nicht versteht, was sie an dir hat.

    Eine Anmerkung noch: Bei diesem ganzen Persönlichkeitsstörungskram, kann man von zwei Seiten rangehen. Entweder, man denkt in Kategorien oder in Dimensionen. Kategorie will sagen, dass jemand entweder (z.B.) eine Borderline Persönlichkeitsstörung hat oder nicht. Das käme mit ihrer Ansicht überein: Entweder man ist krank oder nicht. Wenn man dimensional denkt, geht man davon aus, dass alle Persönlichkeitseigenschaften normal verteilt sind. Es gibt einige, die sind emotional sehr stabil, es gibt einige, die sind emotional sehr labil. Einer redet viel und gerne über sich, eine andere sieht sich nicht gerne im Mittelpunkt. Die meisten Leute fallen jedoch in die Mitte. Persönlichkeitsstörungen treten auf, wenn jemand soweit an einem Extrem liegt, dass es ihre/seine Funktionalität einschränkt.
    Man kann also problemlos narzisstische/paranoide/etc. Tendenzen haben ohne mit einer narzisstischen/paranoiden/wasauchimmer Persönlichkeitsstörung diagnostiziert zu werden. Es geht eher darum wie sehr die Person sich und andere um sich rum einschränkt also darum wie viele Kriterien (z.B. laut DSM-IV) die Person aufweist.

    Es kann also schon helfen ihr bewusst zu machen, dass sie durch bestimmtes Verhalten sich selbst und andere einschränkt und alles "unnötig" kompliziert macht. Man muss nicht sofort von einem Syndrom oder einer (Persönlichkeits-)Störung reden - das wirkt oft abschreckend.

  5. #5
    Gast784
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    Moien,

    die Grenzen vom Persönlichkeitsstil zur Persönlichkeitsstörung sind fließend, ebenso die von Störung zur Krankheit. Die Einschränkung und evtl. sogar Selbst- und Fremdgefährdung ist dafür ein ganz gutes Indiz.

    Ich fürchte aber, das wird die Frau nicht so sehen können. Dass sie sich gern als ADHSlerin sieht, glaube ich. Zum einen kann man das mit Pillchen behandeln und muss folglich nicht aktiv an sich arbeiten, zum anderen hat man immer ne gute Erklärung dafür, warum man weiterhin der Umwelt tierisch aufn Keks gehen kann. So lange der Krankheitsgewinn so groß ist, wird sie nix ändern und man kann hinschwätzen, was man will.

    Was ich mich bei der Geschichte aber frage: wie gehts den Kindern? Wenn, dann kriegt die irgendwann mal von da den meisten Druck, denn Kinder sind ein unbarmherziger Spiegel. Spätestens in der Pupertät wird sie evtl die Rechnung präsentiert bekommen. Vll schlucken die aber auch alle ADHS-Pillchen, wer weiß das schon...


    Psychi, was sagt sie, wenn Du sie als Muttertier packst, dass sie da ne gewisse Verantwortung für sich selbst trägt, um den Kindern die entsprechende Fürsorge entgegenbringen zu können?

    lg Gaby

  6. #6
    Neuling
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    @Schaufelbagger
    Es gibt einige, die sind emotional sehr stabil, es gibt einige, die sind emotional sehr labil.
    Ich würde sie eher als labil bezeichnen, denn sobald es um sie selbst geht, bricht der Schutzschild ziemlich weg und gerade das versucht sie wohl zu verhindern.
    Es kann also schon helfen ihr bewusst zu machen, dass sie durch bestimmtes Verhalten sich selbst und andere einschränkt und alles "unnötig" kompliziert macht. Man muss nicht sofort von einem Syndrom oder einer (Persönlichkeits-)Störung reden - das wirkt oft abschreckend.
    Nicht einmal das klappt, sie erkennt sofort, wenn man versucht das zu umgehen.
    Ich fürchte aber, das wird die Frau nicht so sehen können. Dass sie sich gern als ADHSlerin sieht, glaube ich. Zum einen kann man das mit Pillchen behandeln und muss folglich nicht aktiv an sich arbeiten, zum anderen hat man immer ne gute Erklärung dafür, warum man weiterhin der Umwelt tierisch aufn Keks gehen kann. So lange der Krankheitsgewinn so groß ist, wird sie nix ändern und man kann hinschwätzen, was man will.
    So sehe ich das auch. Sie hat sozusagen damit ihren Freifahrtschein für ihr Verhalten.
    Da ja auch kaum jemand eine Ahnung von ADHS hat, kommt sie damit auch gut durch.

    Was ich mich bei der Geschichte aber frage: wie gehts den Kindern? Wenn, dann kriegt die irgendwann mal von da den meisten Druck, denn Kinder sind ein unbarmherziger Spiegel. Spätestens in der Pupertät wird sie evtl die Rechnung präsentiert bekommen.
    Die Kinder haben ihrer Aussage nach auch ADHS, das eine ist hyperaktiv und hypersensibel und das andere jüngere ist mehr der Träumer Typ und erfindet ständig Geschichten, und es ist nicht immer ganz einfach zu durchschauen, was daran wahr ist und was nicht und hat der Mutter damit auch schon Probleme bereitet.

    was sagt sie, wenn Du sie als Muttertier packst, dass sie da ne gewisse Verantwortung für sich selbst trägt, um den Kindern die entsprechende Fürsorge entgegenbringen zu können?
    Sie sagt, sie ist eine gute Mutter, ist auch liebevoll mit ihnen, andererseits ist sie von ihren Kindern auch oft genervt und fertigt sie ab. Es gibt Regeln im Haushalt, die nach ADHS oder Verhaltenstherapien erstellt worden sind. Die Kinder gehen natürlich eher nach Gefühlen als nach den Regeln, halt wie sie es für richtig halten.
    Regeln gibt es für alles, aber fast nichts wird eingehalten, weil sie meist mit ihren Sachen beschäftigt ist (PC, telefonieren). Wenn sie dann 10 mal alles wiederholt, tun die Kinder nichts, bis sie selber hingeht und laut wird.
    ADHS Pillchen bekommen die beiden noch nicht. Wenn das eine Kind mal einen Ausraster oder emotionalen Ausbruch hatte, haben da sogar Placebos sehr schnell geholfen. Und sonst sind die beiden eigentlich recht normal, da habe ich schon schlimmere Kinder gesehen.
    Es ist schon OK, dass Ritalin und Co. nicht ohne weiteres zu bekommen sind. Die richtig harten Fälle, die das wirklich nötig haben, gibt es bei weitem nicht so oft.

  7. #7
    Gast784
    Gast

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    Zitat Zitat von psychi Beitrag anzeigen


    Sie sagt, sie ist eine gute Mutter, ist auch liebevoll mit ihnen, andererseits ist sie von ihren Kindern auch oft genervt und fertigt sie ab. Es gibt Regeln im Haushalt, die nach ADHS oder Verhaltenstherapien erstellt worden sind. Die Kinder gehen natürlich eher nach Gefühlen als nach den Regeln, halt wie sie es für richtig halten.
    Regeln gibt es für alles, aber fast nichts wird eingehalten, weil sie meist mit ihren Sachen beschäftigt ist (PC, telefonieren). Wenn sie dann 10 mal alles wiederholt, tun die Kinder nichts, bis sie selber hingeht und laut wird.
    ADHS Pillchen bekommen die beiden noch nicht. Wenn das eine Kind mal einen Ausraster oder emotionalen Ausbruch hatte, haben da sogar Placebos sehr schnell geholfen. Und sonst sind die beiden eigentlich recht normal, da habe ich schon schlimmere Kinder gesehen.
    Es ist schon OK, dass Ritalin und Co. nicht ohne weiteres zu bekommen sind. Die richtig harten Fälle, die das wirklich nötig haben, gibt es bei weitem nicht so oft.

    Tja Psychi, damit entspricht diese reizende Familie voll den Zeitgeist, im Moment wächst ja eine ganze Generation solcher Plagen heran

    So lange die Kinder nicht grob vernachlässigt werden, oder physischen oder starken psychischen Schaden nehmen, wirst Du gar nichts machen können. Wenn es so wäre, könntest Du nur die Behörden einschalten, wobei die ja selber auch nur Teil eines kranken Systems sind... aber anderes Thema...

    Man kann nur hoffen, dass die Kinder irgendwann "gesund" werden, wenn sie sich abgenabelt haben. Doch wie gesagt: wir haben heute eine Gesellschaft von "ADHS"lern, Borderlinern usw. da nun die Kinder, die mit Glotze, Inet und Playstation aufgewachsen sind und daher selbst schon gehörige Defizite haben, nun selber Kinder kriegen, denen sie auch nix anderes vermitteln können. Wir werden damit leben müssen. Vll werden ja bald entsprechende Medis ins Leitungswasser gemischt, ist billiger *sarkasmus*

    lg Gaby

  8. #8
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