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Thema: Was hat den etwas kein Gegenteil

  1. #9
    Sandsturm
    Gast

    Standard

    Na sicher, man muss immer schlechte Erfahrungen gemacht haben.
    Es gibt keine Toleranz, Toleranz bedeutet Ignoranz und jeder Mensch, muss sich immer und überall rechtfertigen.

  2. #10
    Neuling
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    Wieso ist Toleranz = Ignoranz? Doch nur dann, wenn ich die Intoleranz anderer toleriere...

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  4. #11
    honeymoon
    Gast

    Standard

    Die Grenze zwischen Mann und Frau ist schon sehr eindeutig festgelegt Über die Unterschiede werde ich jetzt nicht weiter drauf eingehen -- ich glaube die kennt jeder *g*

    Ob sich nun jemand nicht wohlfühlt in seinem Körper ist aber eine ganz andere Schublade, er wechselt ja deswegen nicht das andere geschlecht. (klar - es sei denn - er hilft nach.) d.h es kommt ja nun kein Mann mit Brüsten zur welt oder das ein Mann schwanger werden kann.

    Es gibt jedoch eine Ausnahme, die ich mal gesehen habe und davon stark abwisch. Da war ich mir auch nicht sicher und konnte nicht eindeutig sagen, ob "er" nun eigentlich doch in Wahrheit eine Frau war.
    Er kam als Junge zur Welt, fühlt sich sein Leben lang im falschen Körper geboren. Er hat aber von der Natur Eileiter mitbekommen und konnte sogar schwanger werden, richtig schwanger war er dann auch. da ist es nicht ganz klar was man dann eigentlich ist. Vom äußerlichen Körper her Mann - aber innnerlich eine Frau... Also das sind dann Ausnahmen/Abweichungen da frag ich mich dann auch ob das wirklich so dualistisch ist *g*
    Geändert von honeymoon (27.10.2011 um 17:33 Uhr)

  5. #12
    Sandsturm
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von honeymoon Beitrag anzeigen
    Ein Mann, als Junge geboren, fühlt sich weiblich und hat sogar weibliche Eileiter und war dann sogar richtig schwanger. Also das sind dann Ausnahmen/Abweichungen da frag ich mich dann auch ob das wirklich so dualistisch ist *g*
    Hä? Was das denn? Fiktion?

  6. #13
    honeymoon
    Gast

    Standard

    Kam schon alles vor.

  7. #14
    Exot
    Gast

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    Zitat Zitat von ErDzAn12 Beitrag anzeigen
    Was hat den kein Gegenteil?
    Das ist eigentlich eine sehr schwer zu beantwortende Frage. Man könnte zwar jedes Wort, das wir Menschen kennen, durchgehen und nach seinem Gegenteil untersuchen (wie es meine Vorredner bereits mit "Inter-" oder "Transsexualität" angefangen haben, was übrigens kein Zwischen ist, sondern ein Sein im einen Pol und ein sein-Wollen im anderen Pol), aber das wäre wohl zu aufwendig. Viel nützlicher wäre es doch, wenn wir mit dem Ganzen abstrakt vorgehen. Da Deine Frage sehr philosophisch ausgeprägt ist, nenne ich mal ein paar philosophische Aspekte:

    Wer Platon und seine Schriften kennt, der wird wissen, wie er über diese Dinge denkt. Häufig geht er von sogenannten Ideen, also immateriellem Sein (zu unterscheiden von Seiendem) wie das Schöne, das Gute, die Tapferkeit, die Lust, die Vernunft und so weiter, aus, an denen die materiellen seienden Dinge teilhaben (Beispiel: ein vernünftiger Mensch ist das Seiende in Form eines Menschen, das teil am Sein Vernunft hat). So ganz sicher ist sich Platon auch nicht, ob die gegenteiligen Dinge, also das Hässliche, das Schlechte, die Feigheit, die Unlust, die Unvernunft und so weiter, auch eigenständige Ideen oder aber nur eine Wortbildung für das Nichtvorhandensein einer Idee sind (Beispiel: ist ein Mensch hässlich, weil er einfach nur an der Schönheit nicht teilhat oder weil er an der Hässlichkeit teilhat?). Daraus folgt also, dass man unterscheiden kann zwischen dem Nichtvorhandensein von etwas und dem Vorhandensein von nichts. Aus dieser Möglichkeit entstanden auch diverse philosophische Probleme, wovon ich eines mal auf Deine Frage mit den Gegenteilen übertrage:

    Deine Frage ist, ob es etwas (also entweder eine Idee (= ein Sein) oder ein materielles Seiendes) gibt, das kein Gegenteil hat. Wenn wir diese Frage verneinen, dann sagen wir also, dass nichts keinen Gegenteil hat, sondern dass alles einen Gegenteil hat. Wenn wir aber jetzt sagen, nichts habe keinen Gegenteil, sagen wir dann nicht auch dann, dass Nichts keinen Gegenteil hat? Platon und viele andere Philosophen sind jedoch der Meinung, dass das Gegenteil vom Nichts das Etwas ist. Wir tappen also in ein Paradoxon, mit dem wir Deine Frage sowohl mit Ja als auch mit Nein beantworten könnten. Denn wir sagen, dass es nichts gibt, dass keinen Gegenteil hat, obwohl das Nichts an sich doch einen Gegenteil hat, nämlich das Etwas.

    Dieses paradoxe Verhalten lässt sich nur lösen, wenn wir in der Tat zwischen dem Nichtvorhandensein von diesem Etwas und dem Vorhandensein von diesem Nichts unterscheiden. Das heißt: wenn es etwas, sagen wir mal ein Buch, an einer Stelle nicht gibt, heißt das nicht, dass an der Stelle, wo das Buch nicht ist, das Nichts ist. Entsprechend müsste der hässliche Mensch nicht gleich an der Hässlichkeit teilhaben, sondern nur nicht an der Schönheit.

    Bei Mann und Frau ist das ähnlich, nur ist die Frau nicht bloß die Negation des Mannes, sondern schon ein eigenständiges Sein, an der jeder Mensch dieses Geschlechts teilhat. Entsprechend ist der Mann nicht bloß die Negation der Frau, sondern ein eigenständiges Sein mit ganz eigenen Eigenschaften (zum Beispiel einen Penis zu haben und so weiter). Das heißt, Du als Mann bist nicht deshalb ein Mann, weil Du keine Frau bist, sondern andersherum: weil Du ein Mann bist, bist Du keine Frau. So ist es auch mit Etwas und Nichts: Du bist nicht deshalb ein Etwas, weil Du nicht Nichts bist, sondern weil Du ein Etwas bist, bist Du nicht Nichts.

    Ich hoffe, das ist soweit einigermaßen verständlich. Falls Fragen bestehen, einfach nachfragen, ich kann auch gerne einen Denkfehler eingebaut haben.

    So, und jetzt weiter. Sagen wir nun, dass es nichts gibt, das keinen Gegenteil hätte, dann sagen wir nach dem, was ich vorhin alles sagte, NICHT gleichzeitig, dass auch das Nichts keinen Gegenteil hätte. Paradoxon also schon einmal gelöst.

    Sagen wir hingegen, dass es einige wenige Dinge gibt, die in der Tat keinen Gegenteil haben und somit, dass es viele andere Dinge gibt, die einen Gegenteil haben, dann können wir folgendes Schema machen:



    Es gibt einmal die gegenteiligen Dinge und einmal die nichtgegenteiligen Dinge:

    Code:
    Gegenteilige Dinge          Nichtgegenteilige Dinge
    Beide Arten sind ja etwas, zum Beispiel Worte, die gelesen, gesprochen und gedacht werden können. Das "Gegenteilige Ding" an sich und das "Nichtgegenteilige Ding" an sich ist zwar nicht mit den Sinnesorganen fassbar, aber es sind beides immaterielle Dinge. Somit haben sie beide am Etwas teil:

    Code:
                                __Etwas__
                              /           \
                            /               \
               Gegenteilige                 Nichtgegenteilige
               Dinge                          Dinge
    So. An den gegenteiligen Dingen hat alles teil, was einen Gegenteil hat, zum Beispiel der Mann (mit der Frau), die Klugheit (mit der Dummheit), die Helligkeit (mit der Dunkelheit), der Himmel (mit der Hölle) und so weiter. So dargestellt:

    Code:
                                __Etwas__
                              /           \
                            /               \
               Gegenteilige                 Nichtgegenteilige
                   Dinge                          Dinge
                       /
                     /
          Mann-Frau
          Himmel-Hölle
          Klugheit-Dummheit
          etc.
    An den nichtgegenteiligen Dingen hat hingegen alles teil, das keinen Gegenteil hat. Da wir vorerst einmal nicht genau wissen, was denn keinen Gegenteil hat, definieren wir diese Menge an nichtgegenteiligen Mengen als ein X:

    Code:
                                __Etwas__
                              /           \
                            /               \
               Gegenteilige                 Nichtgegenteilige
                   Dinge                          Dinge
                       /                        \
                     /                            \
          Mann-Frau                                 X
          Himmel-Hölle
          Klugheit-Dummheit
          etc.
    X ist hier wie in der Mathematik einfach nur eine Mengenangabe mit nicht exakt definierten Elementen.

    Nun sagte ich ja zuvor, dass das Nichtvorhandensein vom Etwas nicht dasselbe ist wie das Vorhandensein vom Nichts. Man kann auch sagen, das Gegenteil eines nichtgegenteiligen Dings ist das Nichtvorhandensein von Etwas, also wie folgt:

    Code:
                                __Etwas__
                              /           \
                            /               \
               Gegenteilige                 Nichtgegenteilige
                   Dinge                          Dinge
                       /                        \
                     /                            \
          Mann-Frau                                 X-Nichtvorhandensein von Etwas
          Himmel-Hölle
          Klugheit-Dummheit
          etc.
    Wir sehen, es ist eine Unstimmigkeit entstanden. Denn mit diesem Ergebnis würden wir aussagen, dass auch das Nichtvorhandensein von Etwas ein Teil von Etwas ist aber das ist es ja gerade nicht - eben weil "Nichtvorhandensein" gleichbedeutend ist mit "nicht teilhaben". Wenn Du zum Beispiel nicht auf Deinem Arbeitsplatz bist, dann bist Du gerade nicht Teil dieses Arbeitsplatz bzw. dann hast Du an ihm nicht teil.

    Aus diesem Grund muss also zwangsweise folgen, dass alles einen Gegenteil hat.
    Geändert von Exot (27.10.2011 um 17:41 Uhr)

  8. Die folgenden 2 Benutzer bedankten sich bei Exot für den sinnvollen Beitrag:

    Magdolna (29.10.2011),Reckoning (27.10.2011)

  9. #15
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    Ich bin Laie auf dem Gebiet, finde es aber erstaunlich, dass 93 % aller Befragten auf die Frage:

    "Was ist das Gegenteil von einem Hund?"

    "Eine Katze!" antworten.

    Und auf die Frage:

    "Was ist das Gegenteil von einem Apfel?"

    sogar 96 % der Befragten

    "Eine Birne!" antworteten.

  10. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Physalis für den sinnvollen Beitrag:

    Semiramis (27.10.2011)

  11. #16
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    Hallo,

    Physalis ich traue meinen Augen nicht. Ich musste so lachen wo ich es gelesen habe. Ich gebe zu, spontan kann ich kein Gegenteil für Hund und Apfel finden, jedoch würde ich nicht einfach auf Begriffe zurückgreifen die damit oft in Zusammenhang gebracht werden.
    Exot ich finde deinen Beitrag außerordentlich interessant, den muss ich erst mal sacken lassen und nochmal lesen. Er beantwortet aber sehr gut die Frage des Threaderstellers.
    Sandsturm ich muss zugeben dass mich dein Beitrag auch verwirrt hat, im Lateinunterricht wurde mir beigbracht dass tolerare = ertragen und ignorare = nicht wissen ist, wieso setzt du es gleich?
    Wenn man jetzt nach dem Sinn dahinter fragt sehen sich Ignoranz und Toleranz recht ähnlich weil bei Ihnen ein gewisses Desinteresse vorliegt, meinst du das in der Richtung?

    Viele Grüße
    Reck

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