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Thema: Was ist los mit mir?!

  1. #1
    Neuling
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    Standard Was ist los mit mir?!

    Hallo zusammen,

    ich bin mittlerweile 28 und mache eine Polizeiausbildung, ich bin fast fertig, einer meiner großen Kindheitsträume, einer von drei, wurde also wahr.
    Ich war in meiner Kindheit/Jugend sehr schmal und schwach, dementsprechend war es auch hier mein Ziel mich zu verändern, dies konnte ich ebenfalls verändern, mittlerweile wiege ich knapp 90 Kg und bin im Kampfsport seit mehreren Jahren unterwegs. Ich bereue heute lediglich, dass soviel Zeit in den Sport verschwendet habe, anstatt auch andere Interessen zu haben.

    Mein dritter und wahrscheinlich größter Wunsch sind heiraten, Kinder haben. Und genau hier merke ich, dass es sich im Leben staut. Ich merke einfach, wie sehr ich mich runterziehen lasse. Familie habe ich hierzulande außer meine Mutter niemand, mit meinem Vater habe ich kein Kontakt. Er hat eine andere Frau kennengelernt und diese über mich gestellt. Meine Mutter hat sich wie ich 5 war, von meinem Vater scheiden lassen und jemand anderen kennengelernt, von dem sie sich, wie ich 16 war, auch hat trennen lassen. Beides war für mich relativ schmerzhaft, ich denke, zweiteres sogar mehr, ich denke oft an diese Person, die mittlerweile verstorben ist.

    Eine Freudin hatte ich noch nie, da ich 10 Jahre meines Lebens impotent war (erektile Dysfunktion), der Pornokonsum hat sozusagen mein Leben komplett auf den Kopf gestellt, trotzdem konnte ich mich durchkämpfen. Ich konnte mich erst mit 26, also vor zwei Jahren, selbst heilen, worauf ich verdammt stolz bin. Außer meinem besten Freund und einem weiteren Bekannten, der dieses Problem selbst hatte, habe ich aus scham noch mit niemandem drüber gesprochen. Zu der Pornosucht kam es denke ich aufgrund meines geringes Selbstwertgefühls zum damaligen Zeitpunkt.

    Ich merke schon seit Jahren, dass mich etwas im Leben ausbremst: Sobald es zu Enttäuschungen/Ablehnungen von anderen Menschen kommt, bin ich wie gelähmt, ich könnte heulen. Bei Frauen, mit denen ich in der Kennenlernphase war und nichts drauß geworden war, mit denen ich also eigentlich gar nichts zu tun hatte, musste mich meine Mutter jedes Mal aufbauen und aufmuntern. Ganz schlimm ist es bei meinem besten Freund, der mich vor zwei Monaten links liegen gelassen hat, weil ich den Hund seiner Frau angeschrien habe. Kein Kontakt, er lässt mich links liegen. Hier merke ich auch, wie sehr mich das umhaut, traurig macht. Er hat mir jahrelang gesagt, dass ich Famile bin, das was ich immer wollte. Und dann lässt er mich im Stich.

    Andere Punkte: Ich habe große Angst, dass ich meine Mutter irgendwann verliere, der Gedanke daran lässt mich erstarren. Alleinsein ist für mich mittlerweile unerträglich, ich habe es noch nie gemocht, aber konnte damit umgehen, jetzt ist es die Hölle. Ich verfalle in grübeln und werde depressiv.

    Kann mir jemand einen Anstoß geben, wo mein Problem ist? Psychologie ist in meiner Ausbildung ein großes Thema. Ich kann mir selber keine Antwort darauf geben, Krankheitsbilder kann ich auch keine zu 100 % erkennen wie z.B. Borderline.

    Vielen Dank.

  2. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Luke2990 für den sinnvollen Beitrag:

    Endstation (06.05.2018)

  3. #2
    Neuling
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    jemand eine Idee, das wäre nett.

  4. #3
    Verleger Avatar von Mirjam
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    Hm.....denk mal drüber nach, ob du nicht mal psychologische Hilfe in Anspruch nehmen willst. Zumindest mal abklären, ob Therapiebedarf besteht oder nicht.

  5. #4
    Verleger Avatar von mops
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    Hallo,

    Oft haben wir vor der Pubertät große Pläne, was wir alles werden wollen, machen wollen.
    Nicht alles lässt sich verwirklichen.

    An der Essensausgabe, die Kinder kommen angestürmt! Die Frau an der Ausgabe:
    "Nicht alle auf einmal! Alle schön der Reihe. Einer nach dem Anderen! Schön der Reihe nach!"
    -- manchmal ist es auch mit den Gedanken so.

    Einer deiner Ziele ist erreicht. Wie soll es weitergehen?
    Lustlosigkeit ist was negatives. "Jedes hat seine 2 Seiten!"
    Ich fand es man nicht verkehrt, der Lustlosigkeit freien Lauf lassen. Mir keinen Kopf darüber zu machen, was ich jetzt machen sollte oder wie soll es weitergehen.
    Pause im Kopf machen. -- Was ist wichtiger?
    Als kam nach der Pause der Antrieb wieder. Neuen Antrieb finden.


    Lustlosigkeit!
    Pause im Kopf machen!


    gruss mops

  6. #5
    Neuling
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    Danke für die gute Antwort, ich habe das sowieso schon gemerkt, in den letzten Wochen, dass mein Kopf automatisch eine Pause macht, jahrelang musste ich Leistung erbringen, ich würde einfach mal zu gerne die nächste Zeit gar nichts tun müssen.

    Weitere Meinungen? Gerade was das Thema Abhängigkeit betrifft und Angst vor Verlust?

  7. #6
    Roman Verfasser
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    Krankheitsbilder bzw Diagnosen kann hier niemand erstellen, ich kann höchstens sagen, was dir vermutlich in deiner persönlichen Entwicklung widerfahren ist und dich blockiert und verhindert das Du dich selbstständig und unabhängig fühlst.
    Ich habe die Vermutung, dass Du durch die Trennungen der Lebenspartner deiner Mutter traumatisiert bist.
    Sie (die Väter) haben ja nicht nur deine Mutter verlassen, sie haben auch dich verlassen. Und das ohne irgendein Fehlverhalten von dir. Du hast also in deinem Bindungsverhalten keinen Fehler gemacht und dennoch ist sie gerissen, diese Ungewissheit macht natürlich zu schaffen und eben auch Angst, zum einen vor Bindungen und zum anderen davor eine weitere bestehende und wichtige Bindung (Mutter) zu verlieren, auf eine Art, auf die Du keinen Einfluss hast.
    Du brauchst die Erfahrung, dass eine Bindung durchaus in ihrer Dauer und Qualität von dir beeinflussbar ist. Also Vertrauen entwickeln. Steigerung der Selbstwirksamkeit. Das ist eine Sache für den Profie sag ich mal.
    Geändert von Blase (06.05.2018 um 20:25 Uhr)

  8. #7
    Verleger Avatar von mops
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    Zitat Zitat von Luke2990 Beitrag anzeigen
    Danke für die gute Antwort, ich habe das sowieso schon gemerkt, in den letzten Wochen, dass mein Kopf automatisch eine Pause macht, jahrelang musste ich Leistung erbringen, ich würde einfach mal zu gerne die nächste Zeit gar nichts tun müssen.
    Irgendwas müssen wir mal tun. Mutti kam nach Hause "Jetzt habe ich mal Zeit für mich!"
    Vor einiger Zeit kam ich nach Hause. Ich wusste nicht recht, was ich machen will. - Ich haute mich auf die Couch, ließ Fernseher und alles andere aus.
    Es war gar nicht schlecht, nichts zu tun und an nichts denken. Irgendwann kam der Antrieb langsam wieder. Wieder etwas zu tun.


    gruss mops

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