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Thema: Was ist los mit mir???

  1. #1
    Neuling
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    Standard Was ist los mit mir???

    Hey,
    ich kann das gerade selber nicht glauben, dass ich mich hier angemeldet habe und diesen Text hier schreibe, aber ich weiß nicht was ich sonst machen soll.
    Ich weiß nicht was mit mir nicht stimmt. Momentan müsste es mir eigentlich endlich wieder gut gehen ist müsste glücklich sein. Ich habe dieses Wochenende mein Abizeugnis erhalten und werde im Winter mit meinem Studium beginnen. Auf das ich mich auch unheimlich freue. Meine Mutter war zunächst skeptisch was ein Studium anging, "Neuland", doch steht mir nun genauso beiseite wie mein Vater. Mit meinen Freunden läuft auch alles super und ich habe vor kurzem jemanden kennen gelernt, der Potenzial für einen Freund hat.

    Und trotzdem, fühle ich mich oftmals, sobald ich mit meinen Gedanken alleine bin, einsam und fehl am Platz. Zum Beispiel auf der Hochzeit meines Vaters habe ich mich unheimlich für ihn gefreut, doch als es dann für einen Moment ruhiger um mich
    wurde kam ich mir vor wie ein Parasit der gar nicht dort hin gehörte. Ich wurde nicht nicht ausgeschlossen oder so es war eher das gegenteil der Fall, aber das Gefühl war trotzdem da.

    Ich hatte früher ein schlechtes Verhältnis zu meiner Mutter, was mit der Scheidung meiner Eltern zu tun hat, doch unsere Beziehung ist wieder besser geworden. Sie ist zwar noch nicht so wie ich sie mir wünschen würde, aber kleine Schritte
    sind auch Schritte. Jedoch habe ich das Gefühl alles wäre wieder wie vor vier Jahren, ich meide sie, weil ich es in ihrer Nähe nicht aushalte und mich über alles was sie sagt und macht aufregen könnte. Manchmal würde ich ihr am liebsten ins
    Gesicht schreien: "Was stimmt nicht mit dir? Wieso kannst du nicht einmal eine normale Mutter sein und mir wirklich zu hören und nicht bloß so tun?" Dabei bin ich doch eigentlich gar nicht so ein ein aggressiver Mensch und möchte auch nicht so sein.

    Hinzu kommt, dass ich mich am liebsten bloß noch in meinem Zimmer verkriechen möchte und dort bloß heraus komme wenn mich jemand heraus lockt. So verbringe ich meine tage in meinem stickigen Zimmer und lasse mich von Youtube etc. berieseln und bin davon dann auch noch müde, obwohl ich nichts gemacht habe.

    Zu guter letzt überkommt mich meistens abends so eine tiefe Traurigkeit, im einen Moment ist noch alles gut und dann breche ich einfach so in Tränen aus.
    Ich fühle mich dann so einsam und komme mir vor als hätte ich keinerlei Perspektive, ich fühle mich so hilflos, als würde ich in ein tiefes loch fallen, dass kein Ende hat und mich einfach in sich aufsaugt.

    Kann mir jemand weiter helfen?

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  3. #2
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    Hatte ich auch. Ich denke, dass geht allen so, die aus einer Handwerker-Familie kommen und die ersten Akademiker werden.
    Fühlt sich alles fremd an und man hat kein berufliches Vorbild in der Familie.
    Das gibt sich aber mit der Zeit.
    Schließe dich schnell einer Fachschaft an, lerne fleißig.
    Nach einer Weile hast du dich dran gewöhnt.
    Und deine Eltern werden dich feiern und sehr stolz sein.

  4. #3
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    Vielleicht ist Das ne Abend Depression oder wie Das heißt..

    Und es ist gut, wenn man einfach Mal Nichts macht, aber irgendwann sollte man sich langsam wieder aufrichten und Was für sich Gutes tun. Bspw Sport oder Freunde treffen oder Mal durch die Stadt bummeln. Obwohl ich diese energielose Phase kenne..

  5. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Stolperndes Glühwürmchen für den sinnvollen Beitrag:

    Pullus (12.07.2018)

  6. #4
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    Hallo Celina,

    es ist sehr häufig zu beobachten, dass Menschen einer Depression vergleichbare Symptome haben, wenn sie ein großes Ziel, für das sie lange gearbeitet haben, erreicht haben.

    Das Abitur ist so ein Ziel.

    Danach fallen viele in ein Loch.

    Auch bei späteren, vielleicht noch größeren Zielen wie einem Studienabschluss, wirst Du das selbst erleben oder bei anderen beobachten.

    Ich sagte damals immer, wir sehen aus wie Geiselopfer, die befreit werden. Statt vor Freude Luftsprünge zu machen, waren viele von uns einfach nur erschöpft, oft wurde man sogar richtig krank (Grippe oder so etwas) und die Freude am Partymachen wollte nicht so richtig aufkommen. Wobei ich in einer wirtschaftlich schlechten Phase fertig wurde und viele dann auch direkt Zukunftsängste hatten.

    Als ich mein bisher größtes Ziel erreichte, wäre ich einfach wortlos nach Hause gegangen, hätte ein guter Freund nicht darauf bestanden, mich abzuholen und etwas zu unternehmen. Ich weiß noch, dass es die Vorweihnachtszeit war und er darauf bestand, dass er mit etwas schenken kann und ich es mir aussuche. Ich hatte gar keine Idee und suchte mir dann - ziemlich schlimm das Teil - einen mit knallrotem Samt überzogenen Weihnachtshirsch aus.

    Wichtig finde ich, dass Du nicht glaubst, Du seist mit diesen Gefühlen allein. Vielleicht wird es Jahre dauern, bis Schulkameraden zu Dir sagen (vielleicht auf irgendeinem Abitreffen), wie mies sie sich damals nach dem Abi fühlten und meinten, dafür doch gar keinen Grund zu haben.

    Doch, Du hast einen Grund. Du beginnst einen völlig neuen Lebensabschnitt. Das ist aufregend, birgt aber auch viel Ungewisses.

    Magst Du erzählen, was Du studieren wirst?

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