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Thema: Wenn eine Beziehung krank macht...

  1. #1
    Neuling
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    Standard Wenn eine Beziehung krank macht...

    Hallo Leute,
    habe vor einiger Zeit einige Beiträge über meine Ex geschrieben, die mich vor mittlerweile sechs Wochen verlassen hat.
    Der Grund dieses Beitrages ist, dass ich Euren Rat brauche, ob eine Beziehung wirklich krank machen kann, damit meine ich körperlich und seelisch.
    Wie gesagt, wir waren vier Jahre zusammen. Allerdings hatte ich die gesamten vier Jahre ständige Angst. Ich hatte Angst, dass sie mich verlässt, dass sie am Wochenende feiern geht, dass sie mich betrügt, dass ich sexuell etwas falsch mache, und und und. Der Grund war wohl, dass kurze Zeit nachdem wir zusammenkamen, sie anfing im wieder ihre Gefühle in Frage zu stellen, dass sie jegliche sexuelle Lust an mir verlor, dass sie alle Fehler immer bei mir suchte, dass sie alleine weggehen wollte (unter den Umständen konnte ich ihr nicht vertrauen), dass alle ihre Bekannten und Freunde ein schlechtes Bild von mir hatten... Na ja, zum einen muss ich zugeben, dass ich keinen blassen Schimmer habe warum diese Frau überhaupt vier Jahre mit mir zusammen war (Pille abgesetzt, recht hohe Verschuldung ihrerseits um uns den Umzug in die Traumwohnung zu ermöglichen)... Kann man so lange mit jemandem zusammen sein ohne ihn zu lieben? Kann es sein, dass sie sich die ganze Zeit gegen mich gewehrt hat? Wenn ja, warum?
    Zum anderen hat mich diese Beziehung auch körperlich zerstört; diese permanente Angst hat Anfang des Jahres zu neurologischen Spannungserscheinungen geführt...

  2. #2
    Neuling
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    Standard

    Hi

    Also das liest sich fast wie meine Beziehung, nur dass ich dabei derjenige war, der, zwar letztlich der Verlassene war, aber im Grunde auch schon sehr darunter litt, dass sie geklammert hat, eifersüchtig war und wenig Selbstwert hatte.

    Ich kann dir aus meiner Sicht sagen, dass es nichts gibt, was einen Menschen mehr Angst macht, als mit jemandem zusammen zu sein, der alles für einen tut, der ständig misstrauisch ist, der eifersüchtelt und alles kritsich beäugt, jedes kleine Anzeichen wertet als "Er/sie liebt mich nicht mehr!".

    Warum ich mit ihr zusammengeblieben bin war, dass es auch andere Seiten an ihr gab. Dass es vieles gab, dass mir sehr gefiel und ich im Grunde wusste, dass sie anders sein "kann" und eigentlich ist. Und ich wollte nicht alleine sein - ganz egoistisch.

    Wie waren denn deine vorherigen Beziehungen? Ähnlich? Wie sieht denn ihre Familie aus? Scheidungskind oder andere "Auffälligkeiten"? Was weißt du über ihre Beziehungen vor eurer?

    Letztlich aber, fürchte ich, wird es so sein, dass du es nie genau verstehen wirst. Klar, es kann sein, dass sie irgendwann mit dir redet, aber versuche zwischendrin mal ein wenig dich selber zu verstehen. Warum bist du so "anhänglich"? Warum hast du Angst davor alleine zu sein, sollte das deine Angst sein? Was kannst du für dich tun, damit du eine "solche" Beziehung in Zukunft nicht mehr haben wirst?

    Als Buchtipp würde ich dir empfehlen Byron Katie's - Ich brauche deine Liebe - stimmt das? zu lesen. Vielleicht regelt sich darüber so manches.

    Grüße Tom

  3. #3
    Schreibkraft
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    Ich sehe das genauso wie Tom
    Oft ist es mangelndes Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl. Wenn Du schon mehrere Beziehungen dieser Art hattest, dann geh mal eine Beziehung mit jemandem ein der vom Typ das genaue Gegenteil deiner Ex Beziehungen ist. Ich bin einer der wenigen Frauen die gerne Single war. Mit hat die eine oder andere Trennung zwar auch zugesetzt, aber ich habe mir immer die positiven SEiten des Singlelebens vor Augen gehalten (und die schlechten Seiten meiner Ex Partner - da ist der Schmerz nicht ganz so groß)
    Ich weiß nicht wie das bei Dir im Job ist!? Bekommst Du da Bestätigung und Anerkennung??

    Versuch Dir was im Leben zu suchen entweder Job oder Hobby oder am besten beides, was Dein Selbstwertgefühl steigert und wo Du anerkennung und Lob erhälst. Behalte in einer Beziehung bei Konflikten immer Deinen Standpunkt und lerne streiten. Sich immer nur unterorden und dem anderen alles recht machen wollen macht auf Dauer krank und traurig. Der Reiz einer Beziehung liegt auch darin mal Konflikte auszutragen und die "Schmerzgrenze" des anderen zu testen. Jemand der immer nur ja sagt und immer parat steht wird mit der Zeit uninteressant. Geh auch mal Deine eigenen Wege in der Beziehung und such Dir eigene Interessen und Hobbys, dann denkst Du nicht immer was macht sie gerade, bei wem ist sie grad, betrügt sich mich vielleicht. Eifersucht killt jede Liebe.
    Was ist es denn was Du mit Eifer suchst was leiden schafft??
    Ich hatte selber mal einen eifersüchtigen Feund, und mit jedem Tag mehr an dem er mich "angekettet" und kontrolliert hat, hat er mich weiter von sich weggetrieben
    Liebe Grüße Wolke ***


    Freiheit bedeutet, dem Himmel näher zu sein als der Erde und den Träumen näher als der Realität

  4. Der folgende Benutzer bedankte sich bei wolke für den sinnvollen Beitrag:

    Sternenglanz (26.01.2015)

  5. #4
    Neuling
    Themenstarter

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    Standard

    Im Grunde genommen gebe ich Euch ja recht, natürlich killt Eifersucht Gefühle und Beziehungen, doch stellt sich mir auch die Frage, ob jemand zu dieser Eifersucht beiträgt oder die Grunde in einem selber liegen.
    Der Punkt ist doch der, wenn man mit jemandem zusammen ist, der ständig Gefühle anzweifelt, der sexuell überhaupt keine Lust auf Dich hat, der aber sexuell ein sehr offenes Leben geführt hat, der kein Geheimnis daraus macht gerne zu flirten und alleine weggehen möchte; wer kann einer solchen Person vertrauen? Ist sie es nicht selber schuld, dass der Partner misstraut? Ich meine, dass es auch eine Grenze gibt zwischen Vertrauen und naiver Dummheit, mit anderen Worten die Augen vor der Realität zu verschliessen.
    Ich denke, dass man sich Vertrauen genauso erarbeiten wie man Misstrauen aufbauen kann.
    Zu meiner Ex, sie kennt ihren Vater gar nicht, der Stiefvater war wohl ihrer Mutter und ihr gegenüber gewalttätig. Ihre einzige längere Beziehung hatte sie mit Anfang zwanzig, also vor zehn Jahren. Unter der Trenung hat sie wohl sehr gelitten. Danach war sie ca. sechs Jahre Single, obwohl sie sich eigentlich nach einer Beziehung gesehnt hatte...

  6. #5
    Gast784
    Gast

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    Zitat Zitat von Paul1974 Beitrag anzeigen
    Der Punkt ist doch der, wenn man mit jemandem zusammen ist, der ständig Gefühle anzweifelt, der sexuell überhaupt keine Lust auf Dich hat, der aber sexuell ein sehr offenes Leben geführt hat, der kein Geheimnis daraus macht gerne zu flirten und alleine weggehen möchte; wer kann einer solchen Person vertrauen? Ist sie es nicht selber schuld, dass der Partner misstraut? Ich meine, dass es auch eine Grenze gibt zwischen Vertrauen und naiver Dummheit, mit anderen Worten die Augen vor der Realität zu verschliessen.
    ...
    lieber Paul,

    bei deinen o.g. Worten möchte ich Dich fragen:

    Hast Du Dir selbst eigentlich schon vergeben, dass Du all das mitgemacht hast, also praktisch naiv warst, Dich hast (sexuell) kränken lassen, Dich für sie verbogen hast?

    Im Zusammenhang mit Deinen anderen Threads habe ich das Gefühl, dass Du immer noch an den 20 % hängst, die Dir an ihr gefallen haben, und Du deshalb versuchst, Rechtfertigungen für die 80 %, die schief liefen, zu finden, um die 20 % nicht aufgeben zu müssen. Kommt das in etwa hin?

    Du schreibst, das ganze ist jetzt ca 6 Wochen her. Nach einer Trennung kommen die ganzen Gefühlsungetüme, die man eigentlich gar nicht gern hat, nacheinander auf dem Silbertablett daher. Kann es sein, dass Du jetzt in eine Phase der Wut und des Zorns trittst? Mir fällt auf, dass Deine Sprache in Deinem letzten Post unpersönlicher und verallgemeinender geworden ist ("Man". "jemand" usw.anstatt "sie" und "ich"). Kannst Du nicht Deine Wut mal irgendwo rauspowern z.B.Sport usw. oder was kaputtschlagen, was niemandem weh tut? Deine Wut ist berechtigt, Du darfst sie Dir erlauben. Du musst nicht versuchen rational zu bleiben, und die Frau zu verstehen. Nach der Wut kommt das nächste Silbertablett mit irgendwas drauf. Und wenn Du Dich so durch den "Speiseplan" der hochgekochten Gefühle durchackerst, wird es Dir irgendwann mal egal sein, warum, wie und was sie getan oder nicht getan hat. Deine Energie wird wo anders hin wollen.

    Deine körperlichen Symptome hängen vermutl. mit dieser gehaltenenen Wut- und was-auch-immer-für-welche-Energie zusammen. Und weil Dir jetzt die 4jährige Angst aus den Knochen steigt. Das alles hat geköchelt, Du hast es in-dich-rein-gefressen, und jetzt muss es verdaut werden. Es ist verdaut, wenn man es rausgelassen hat. Verzeih mir diese etwas unappetitliche Metapher ;-)

    LG Gaby
    Geändert von Gast784 (28.10.2007 um 09:37 Uhr) Grund: falsche Anrede

  7. #6
    Neuling
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    Zitat Zitat von Gabiannarele Beitrag anzeigen
    lieber Tom,
    Hmm, ich glaube, du meintest Paul, aber ich habe es trotzdem mal gelesen, als gelte es (auch) mir

    Die interessantere Frage, Paul, die ich mir an deiner Stelle stellen würde ist: Warum hast du es mitgemacht?

    Das hat zwei Vorteile:
    - Du kannst dich selber kennen lernen
    - Du kannst eh nur dich kennen lernen

    Ich weiß, dass unser Geist sich am liebsten mit dem auseinandersetzt, was "außerhalb" von uns ist. Es ist immer leichter den anderen zu verstehen zu versuchen, seine Fehler zu sehen und ihn zu analysieren. Gaby weiß, dass ich das auch tue. Und tatsächlich, es ist gut!

    Schön aber wird es, wenn du anfängst AUCH bei dir zu suchen. Was war es denn genau, was du wolltest? Was hat dich veranlasst zu bleiben, obwohl du nicht glücklich warst? Mach eine ganz ehrliche Zesur. Also für dich ganz alleine. Beschönige nichts. Schau dir deine schrcklichsten, egoistischsten Gedanken an, derer du gewahr wirst. Wirf ihr alles vor was dir einfällt und dann lausche, was davon in dir selbst so sein könnte. Was an den Vorwürfen könntest du ganz leicht bei ihr lassen und was könntest du dir, wenn du so ganz ehrlich zu dir bist, selber vorwerfen?

    Es macht einen frei. Es gibt einem eine solche Freiheit, wenn man zwischendrin mal anfängt auf sich selbst zu schauen und Verantwortung für das zu übernehmen, was man am Scheitern selbst zu verantworten hat.

    Wenn man ausschließlich den anderen verantwortlich macht, ihm Vorhaltungen macht und bei sich selber keine Fehler "findet", dann ist man gefangen, abhängig und handlungsunfähig. Es lähmt - ja wahrlich, es macht krank.

    Glaube mir, es verlangt eine Menge Mut und Kraft sich einzugestehen, dass man Teil des Systems des Scheiterns war und sich einzugestehen einiges nicht ganz so gemacht zu haben, wie man es jetzt tun würde, wo man darum weiß, ist eine zusätzliche Belastung - im ersten Moment. Wenn man sich aber in Erinnerung ruft, dass es nur die Zukunft ist, die man "beeinflussen" kann, vergeht dieser auch wieder. In gewisser Weise verändert dies auch die Vegangenheit, aber ich verrate nur ungern das Ende eines guten Films

    Jeden Tag einen kleinen Schritt. Und sage dir so oft es geht am Tag: Alles genau so ist, wie es sein soll! Denn sollte es nicht so sein, wäre es nicht so!



    Grüße Tom

  8. #7
    Gast784
    Gast

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    Zitat Zitat von Tr909Tom Beitrag anzeigen
    Hmm, ich glaube, du meintest Paul, aber ich habe es trotzdem mal gelesen, als gelte es (auch) mir

    OH TOM, HIlFE ENTSCHULDIGE ähem.. tja das Alter ist nix schönes...[URL=http://www.snukk.de][/URLNatürlich meinte ich PAUL! Das ist, weil ihr so viele Zahlen in euren Namen habt, da bin ich schnell überfordert (Alzheimer?)...

    Furchtbar sorry. Aber schön, wenn es Dich auch angesprochen habe, obwohl ich nicht den Eindruck habe, dass Du im Moment wegen Deiner Geschichte wütend bist

    LG Gaby

    ps: habs grad geändert
    Geändert von Gast784 (28.10.2007 um 09:38 Uhr)

  9. #8
    Wunderlampe
    Gast

    Standard

    Hallo Paul

    .....wer kann einer solchen Person vertrauen?....
    Rechtfertigt Mißtrauen Eifersucht oder sollte man nicht eher darüber nachdenken ob mangelndes Vertrauen nicht ein Grund ist die Beziehung in Frage zu stellen?
    Warum hast du dich denn nicht einfach von ihr getrennt, statt dir und ihr mit der ( berechtigten ? ) Eifersucht das Leben schwer zu machen. War es für dich nicht abzusehen wie die Sache läuft oder hast du nur die Augen zugemacht vor einer Wahrheit, die du nicht sehen wolltest.

    @Tom, dein Post hätte von mir sein können.

    Es ist verdammt schwer sich seine eigene Rolle in einem Drama anzuschauen. Da macht man oft keine gute Figur. Blöde Rolle und das Blödeste daran ist, dass man sie sich oft selber ausgesucht hat.

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