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Thema: Wer hatte schon mal ein "moderiertes Konfliktgespräch"?

  1. #1
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    Standard Wer hatte schon mal ein "moderiertes Konfliktgespräch"?

    Hallo liebe Leute,

    unsere Chefin wünscht sich ein moderiertes Konfliktgespräch zwischen mir und dem Kollegen, mit dem ich gar nicht umgehen kann.

    Wer von euch hatte schon mal ein "moderiertes Konfliktgespräch" und kann mir sagen, was mich ungefähr erwartet und was es bringt?

    Ich werde vorher noch (mindestens) ein Einzelgespräch mit unserer Sozialpädagogin führen.

    Kann man solche "moderierten Konfliktgespräche" auch im Gespräch beenden, wenn sich die Situation verschlimmern sollte oder um die komplette Eskalation zu verhindern?

    Gruß
    Simon
    Ich bin kein Arzt, Therapeut oder Rechtsanwalt. Meine Postings entsprechen meiner (momentanen) Meinung zu einem Thema und können auch falsch sein. Wenn jemand etwas aus meinen Postings umsetzt / umsetzen möchte, dann ist er / sie für die Folgen selbst verantwortlich und sollte dies nur nach vorherigem Nachdenken tun.

  2. #2
    Neuling Avatar von Cailynn
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    Guten Morgen,

    ich hatte sowas ein Mal während meiner Ausbildung. Im Prinzip war es wie eine Supervision, nur dass man eben nicht mit dem kompletten Team dort saß sondern nur zu zweit. Ich fand das ganz gut.... habe mich dadurch dass eine neutrale Person dabei war getraut Dinge anzusprechen, die ich so im vier Augen Gespräch nicht angesprochen hätte. Manchmal ist es eben auch gut einen neutralen "Zeugen" zu haben, der auch ein bisschen deeskalierend wirkt.
    Ich hab mir damals Punkte aufgeschrieben die ich auf jeden Fall besprechen möchte, mein Gegenüber hatte das auch getan und diese Punkte wurden dann besprochen.
    Soweit ich weiß bist du kein Gefangener und darfst das Gespräch auch verlassen wenn es dir zu bunt wird Ich denke, solange du es gut begründen kannst, wird dich keiner zwingen können, auch kein Supervisor.

    Viel Glück!

  3. #3
    Verleger Avatar von Draugr
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    Moin, ich persönlich würde das Gespräch nicht beenden bzw dieses fordern, das spielt der Gegenseite ins Netz, im Regelfall.
    Ich würde auch nicht zu viele persönliche Aspekte einbringen, nur wenn diese den Betriebsablauf betreffen; es sei denn, der Kollege bringt ganz extreme Sachen, welche nicht tragbar sind aus objektiver Sicht.

    An deiner Stelle würde ich tendenziell eher reagieren und abwarten, darauf aufbauend dann kontern.
    Das Angenehme dieser Welt hab ich genossen,
    Die Jugendstunden sind, wie lang! wie lang! verflossen,
    April und Mai und Julius sind ferne
    Ich bin nichts mehr; ich lebe nicht mehr gerne!
    (Friedrich Hölderlin)

  4. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Draugr für den sinnvollen Beitrag:

    Mirjam (11.03.2020)

  5. #4
    Roman Verfasser Avatar von Mona-Lisa
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    ein guter Moderator ist in der Regel fähig, das Gespräch so zu leiten, dass keiner vorzeitig geht, aber klar, gehen kann man immer.

    Vielleicht magst Du Dich in Ruhe hinsetzen und mal alles aufschreiben für Dich, was es so schwierig macht mit ihm und dann entscheiden, was die wichtigsten 3 Punkte sind. Oft wird einem beim einfach drauf losschreiben vieles klar und manches noch nicht gesehene taucht vielleicht auch auf.

    Was auch manchmal eine interessante Fragestellung an sich sein kann: was soll der andere verändern und was will ich verändern, damit ein Konflikt kleiner wird.

    Wünsche Euch ein gutes Gelingen
    Man muß mit Allem rechnen, sogar mit dem Schönen!
    Es gibt tausend Gründe, alles beim Alten zu belassen, aber nur einen, etwas zu ändern, Du hältst es einfach nicht mehr aus!

  6. Die folgenden 2 Benutzer bedankten sich bei Mona-Lisa für den sinnvollen Beitrag:

    Mirjam (10.03.2020),simonjohannes (11.03.2020)

  7. #5
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    Hallo Mona-Lisa,

    Zitat Zitat von Mona-Lisa Beitrag anzeigen
    Was auch manchmal eine interessante Fragestellung an sich sein kann: was soll der andere verändern und was will ich verändern, damit ein Konflikt kleiner wird.

    Wünsche Euch ein gutes Gelingen
    die Frage, was ich an mir ändern müsste, damit der Konflikt kleiner wird, habe ich mir tatsächlich auch schon gestellt.

    Ich müsste wahrscheinlich bei seinen dummen und ausländerfeindlichen Sprüchen und seinem Mobbing gegenüber anderen Kolleginnen und Kollegen Beifall klatschen und Zustimmung zeigen um Ruhe zu haben. Ich dürfte keine Widerworte geben, wenn er mir erklären möchte, dass die Zeit von 1933-45 doch "gar nicht so schlimm" war, es gar nicht so viele Tote gegeben hat und doch auch einige gute Dinge aus dieser Zeit entstande seien.

    So kann ich mich nicht verbiegen. Ich könnte in keinen Spiegel mehr blicken, wenn ich mich so verbiegen müsste.

    Ich kann einfach nicht erkennen, wie ein solches Gespräch den Konflikt zwischen uns verkleinern kann.

    Gruß
    Simon
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  8. #6
    Roman Verfasser Avatar von Mona-Lisa
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    Moderatoren sind manchmal wahre Künstler was das Schlichten von Konflikten angeht, so eine Art Diplomaten. Dauerstreit beeinträchtig ja die Arbeitsleitsung, unter den Tisch kehren allerdings auch. Und es gibt für Alles mindestens eine Lösung.

    Verbiegen ist nie gut, dass er mit so einer Gesinnung dort überhaupt ankommt, finde ich schon sehr gruselig. Ist das nicht schon nahe "Volksverhetzung" oder irgendein anderer Straftatbestand? Vielleicht hilft schon die Entwirrung der gemeinsamen Überschneidungen, andrerseits, wenn er so rechtsradikal und mobbend ist, bist ja nicht nur Du betroffen. Kann es sein, dass Du derjenige bist, der sich zur Wehr setzte und die Anderen sind still oder klatschen die etwas Beifall?

    Wann hast Du das Gespräch?
    Alles Gute
    Mona-Lisa
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  9. #7
    Verleger Avatar von Mirjam
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    Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass der Konflikt an sich wirklich kleiner wird. Im Optimalfall werdet ihr in der Lage sein, sachlich im Zusammenhang mit euren Arbeitsgebieten miteinander umzugehen....mehr wohl nicht.

    Ich schließe mich Draugr's Ratschlägen an.

    Falls du dich an irgendeiner Stelle des Gesprächs unter Druck gesetzt fühlen solltest, würde ich an deiner Stelle argumentieren, dass ich Bedenkzeit bräuchte und würde ggf. um einen Folgetermin bitten.

    Bleib cool, höflich und freundlich. Mit ein bisschen Glück sorgt dein Kollege unabsichtlich selbst dafür, dass er im Gespräch kein gutes Bild von sich abgibt.

    Du machst das schon! Ich drück' dir die Daumen!

  10. Die folgenden 3 Benutzer bedankten sich bei Mirjam für den sinnvollen Beitrag:

    Draugr (11.03.2020),Mona-Lisa (11.03.2020),simonjohannes (11.03.2020)

  11. #8
    Nachwuchs Autor
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    Hallo Mona-Lisa,

    Zitat Zitat von Mona-Lisa Beitrag anzeigen

    Verbiegen ist nie gut, dass er mit so einer Gesinnung dort überhaupt ankommt, finde ich schon sehr gruselig. Ist das nicht schon nahe "Volksverhetzung" oder irgendein anderer Straftatbestand? Vielleicht hilft schon die Entwirrung der gemeinsamen Überschneidungen, andrerseits, wenn er so rechtsradikal und mobbend ist, bist ja nicht nur Du betroffen. Kann es sein, dass Du derjenige bist, der sich zur Wehr setzte und die Anderen sind still oder klatschen die etwas Beifall?

    Wann hast Du das Gespräch?
    ja, es ist gruselig.

    Nein, ich bin nicht der einzige, der ihm Widerworte "um die Ohren geklatscht" hat. Die Kolleginnen C., D. und K. haben ihm auch deutliche Widerworte gegeben. Alle drei waren bei ihm ab diesem Zeitpunkt "unten durch" und wurden von ihm mehr oder weniger "drangsaliert". Ich habe ihm wohl die "heftigsten und lautesten Widerworte" um die Ohren geschlagen.

    Die anderen "stellen sich dumm", wollen nichts mitbekommen. Bei denen hat der Kollege auch keine "Schönfärberei des dritten Reiches" betrieben. Ich kann mich nicht so verbiegen. Es geht einfach nicht.

    Ich weiß nicht, wann ich das Gespräch habe. Ich habe erst noch ein Einzelgespräch mit unserer Sozialpädagogin. Auch für dieses Vorgespräch steht noch kein Termin fest. Unsere Chefin möchte vorher auch noch mit der Sozialpädagogin sprechen.

    Es gibt auch leider keine "hieb- und stichfesten" Beweise. Das ist auch mit das Problem.

    Gruß
    Simon
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