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Thema: Wer ist Gott?

  1. #161
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    Zitat Zitat von Nils1 Beitrag anzeigen
    Sehr gut. Das habe ich auch getan. Das ist die Basis der Selbsterkenntnis. Und was hast du herausgefunden?
    Ich konnte meine Identität finden (ein Prozess, der normalerweise mit 20 Jahren schon abgeschlossen sein könnte). Ich habe mich an Erlebnisse aus der Kindheit und Jugend erinnert. Und derzeit befinde ich mich in einem Zustand, in dem es keine Fragen mehr gibt, die mich wurmen. Also alles in allem war das für mich ein rein psychischer, vllt sogar intellektueller Prozess, der mit Spiritualität m.M.n. nur sehr indirekt zu tun hatte. Wenn es ohne sie nicht sogar schneller gegangen wäre, die Selbstfindung/Identitätsbildung, meine ich.

    Als Einzelwesen sehe ich, dass ich ohne Umwelt nicht sein könnte und darum ist sie aktual für mich das Wichtigste (Höchste); wenn Gott das Höchste ist, dann wäre die Umwelt Gott. Zumindest liebe ich meine Umwelt und nehme sie als Motivation, dabei versuche ich, den Humor zu behalten.

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    Nils1 (08.12.2019)

  3. #162
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    Nils, bzgl. Erleuchtung: ich würde sagen, wenn die geistige Entwicklung an einem solchen Punkt ist, zu sagen: "ich bin erleuchtet", dass da stets etwas gefehlt hat, an Direktive für das Danach: was macht man, mit seiner Erleuchtung?

    Sie ist so gesehen nur Selbstzweck und außerdem ist jede/r erleuchtet, oder?

  4. #163
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    Dein Beitrag, roter Faden, ging zwar an Nils, aber ich finde das sehr interessant und würde gern "meinen Senf" dazu geben.

    Es gibt tausende Gemeinschaften. Die hier beschriebene, ist nicht weit von den sog. "Mormonen" (letzte Heilige) entfernt. Dieser Torop erinnert mich auch an Osho oder Uriella. Im Prinzip lässt sich nicht sagen, ob diese Gurus es sind, die die Menschen brauchen oder die Menschen, die solche Leitung brauchen. Der freie Wille ist so eine Sache, weil wir Menschen gar keinen haben. Aus Sicht des Konstruktivismus, sind die Verhaltensweisen in den Organismen angelegt und daher hypnotisierbar. Strenggenommen befinden wir uns immer in einer "Sekte", würde ich sagen. Niemand vermag es "auszusteigen", selbst wenn er "aussteigt", muss er irgendwo wieder "einsteigen". M.E. sind hypnotisierte Organismen (wie es Gurus und ihre Anhänger sind) wie eine Art "eingerastet". Ich stelle mir grade ein ferngesteuertes Spielzeugauto vor, der dauernd gegen eine Wand titscht und sich nicht mehr orientiert, bis man es aufhebt, von der Wand wegdreht und wieder absetzt. Ein gestörter Guru einer Psychosekte, würde die 'Spielzeugautos' nicht mehr 'befreien'.

  5. #164
    Ibwh1968
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    Zitat Zitat von Nils1 Beitrag anzeigen
    Ich habe mich viele Jahre intensiv mit dem Christentum beschäftigt. Ich kenne persönlich die Kirche und viele Christen. Insofern habe eine vernunftbasierte persönliche Einschätzung des Christentums, die von vielen Menschen geteilt wird.
    Das ist das Argument was ich so oft höre... vielleicht hast du dich nicht richtig damit beschäftigt... vielleicht zu einseitig.. Du kannst nicht alle kennen und daraus allgemeine Schlüsse ziehen und behaupten das ist so...

    Ich habe nicht behauptet, dass alle Christen spirituell festhängen. Vielleicht die Mehrheit, .....
    Welche Mehrheit? Das meine ich...

    Deine Meinung gehört dir, genauso wie deine Erfahrungen und deine Erleuchtungswahrnehmungen. Die sind aber nicht allgemeingültig.
    Du magst dich erleuchtet fühlen, vielleicht bist du es auch andere mögen dich vielleicht anders sehen. Es spielt auch gar nicht so eine Rolle, wer da recht hat.

    Ich finde es nur dann problematisch, wenn jemand einem anderen Menschen seine Erleuchtung, Erlösung oder sonstige Gefühle als einzig richtige verkauft.

    Wie gesagt, mir ist noch nie ein Erleuchteter begegnet. Buddha ist ewig tot, also alles hören sagen, Christus ist auch nicht da und die ganzen anderen die das von sich behaupten, haben mich persönlich nicht überzeugt. Obwohl, manchmal haben sie mich vom Gegenteil überzeugt.
    Aber ich glaube, das der eine oder andere dieser Menschen von sich überzeugt sind.

    Was mich dann wieder zu den Gedanken führt, warum wollen Sie unbedingt so ein Alleinstellungsmerkmal haben?! Es geht ihnen immer darum, das ihr Weg der einzig richtige ist...

    Das verstehe ich nicht...
    Geändert von Ibwh1968 (07.12.2019 um 14:51 Uhr)

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  7. #165
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    Zitat Zitat von Treehouse Beitrag anzeigen
    Ich kenne diese Berichte von Nahtoderfahrungen ich spreche den Leuten nicht ihr Erleben ab, sondern der Schluss der daraus gezogen wird das Nahtoderlebnisse etwas über ein Leben nach dem Tod aussagen. Diese Menschen waren nicht tot, sonst hätten sie nicht darüber berichten können.
    Die Nahtoderfahrungen weisen darauf hin, dass das Bewusstsein vom Körper unabhängig ist. Die Menschen konnten mit ihrem Bewusstsein während der Operation aus ihrem Körper austreten und die Operation von oben beobachten. Sie konnten später genau über die Operation und die Gespräche Auskunft geben. Daraus kann dann gefolgert werden, dass das Bewusstsein beim Tod genauso aus dem Körper austritt und dann den Körper überleben kann.

    Es gibt aber auch Beispiele wo körperlich Tote in der Welt handeln. Vielen Menschen erscheinen ihre toten Verwandten nach dem Tod im Traum. Im tibetischen Buddhismus gibt es eine Praxis, dass erleuchtete Meister noch drei Tage nach ihrem Tod mit ihrem Bewusstsein im Körper bleiben. Der Körper bleibt dann aufrecht sitzen. Eine Verwesung findet nicht statt. Das Herzchakra ist warm. Und die Menschen können die Anwesenheit des Erleuchteten spüren.

    Der Karmapa ist neben dem Dalai Lama der zweite oberste Meister im tibetischen Buddhismus. Der 16. Karmapa schenkte der westlichen Welt einen Beweis des Weiterlebens nach dem Tod. Er starb 1981 in einem Krankenhaus in Chicago. Für die behandelnden Ärzte erkennbar demonstrierte er das Sterben und die anschließende Rückkehr der Seele in den Körper. Bericht des behandelnden Arztes Dr. Mitchell Levy: "Er starb. Ich wusste es. Jeder im Team wusste es. Und dann wachte er wieder auf und setzte sich aufrecht. Er öffnete seine Augen und sein Wille brachte ihn wieder hoch. So etwas hatte ich noch nie erlebt. Trungpa Rinpoche sagte später zu mir: "Jetzt sehen sie, was wirklich möglich ist." Es war fast, als hätte jemand die Messgeräte ausgesteckt, irgendwas mit ihnen gemacht, sie wieder angeschlossen - und sie zeigten einen Normalzustand.

    Einige Tage danach starb der Karmapa tatsächlich. 48 Stunden nach seinem Tod war seine Brust über seinem Herzen warm. Kurz nachdem wir das Zimmer verlassen hatten, kam der Chirurg und sagte: "Er ist warm, er ist warm." Und dann kam es so, dass das Pflegepersonal immer wieder fragte: "Ist er noch warm?" Es war in Übereinstimmung mit der traditionellen tibetischen Erfahrung. Verwirklichte Menschen wie Seine Heiligkeit bleiben, nachdem Atem und Herzschlag aufgehört haben, noch einige Tage in einem Zustand tiefer Meditation in ihrem Körper."
    Mögen alle Menschen glücklich sein. Möge es eine glückliche Welt geben.

  8. #166
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    Zitat Zitat von Investigenzia Diavolina Beitrag anzeigen
    Ich konnte meine Identität finden. Ich habe mich an Erlebnisse aus der Kindheit und Jugend erinnert. Und derzeit befinde ich mich in einem Zustand, in dem es keine Fragen mehr gibt, die mich wurmen.
    Das ist ein guter spiritueller Weg. Meine Freundin praktiziert das auch gerade. Das innere Kind lebt in einem Zustand der Einheit und des Glücks. Wenn wir unser inneres Kind wieder erwecken können, erwacht unser inneres Glück.

    Zitat Zitat von Investigenzia Diavolina Beitrag anzeigen
    Wenn die geistige Entwicklung an einem solchen Punkt ist, zu sagen: "ich bin erleuchtet", dass da stets etwas gefehlt hat. Was macht man, mit seiner Erleuchtung? Sie ist so gesehen nur Selbstzweck und außerdem ist jede/r erleuchtet, oder?
    Solange man nicht erleuchtet ist, fehlt einem in der Tiefe seiner Seele etwas. Wenn man dann die Erleuchtung erlangt hat, fehlt einem nichts mehr. Man ist aus sich selbst heraus glücklich. Man lebt im inneren Frieden. Alles ist gut so wie es ist. Teresa von Avila sagte den berühmten Satz: "Gott allein genügt." Wer Gott oder die Erleuchtung hat, braucht nichts mehr. Nur die Liebe bringt einen dazu seinen Mitmenschen zu helfen. Das ist dann der tiefere Sinn der Existenz.

    Aus der Sicht eines Erleuchteten ist jeder erleuchtet, weil in der Erleuchtungssicht aus jedem das Licht der Erleuchtung strahlt. Ein Erleuchteter hat eine Paradiessicht der Welt. Einem Nicht-Erleuchteten fehlt diese Paradiessicht. Aber jeder hat das Potential der Erleuchtung in sich. Jeder kann die Erleuchtung erreichen. Nur dauert das bei den meisten eine lange Zeit. Aber wer das Ziel wirklich will, der kommt schneller an sein Ziel.


    Ein Erleuchteter kann nicht sagen "Ich bin erleuchtet." Es gibt in der Erleuchtung kein Ich-Bewusstsein mehr. Wer sagt, dass er erleuchtet ist, hat noch ein Ego und Stolz. Ein spirituelles Ego kann auf einer unteren Stufe der Erleuchtung noch vorhanden sein. Auf einer höheren Stufe ist man einfach nur noch ein spiritueller Diener seiner Mitmenschen. Man konzentriert sich auf seine Umwelt und seine Mitmenschen und nicht auf sich.

    Zitat Zitat von Der rote Faden Beitrag anzeigen
    Gestern lief bei Arte unter dem Titel "Sinnsuche in Sibirien - Jesus aus der Taiga und seine Jünger". Wo ich ganz besonders Gänsehaut bekomme, sind Aussagen wie diese: "„Die Jünger werden für sich nie bessere Bedingungen schaffen, wenn sie nicht in der Lage sind, ihrem Hirten das beste Leben zu verschaffen.“
    Ich habe den Film auch gesehen. Ich fand ihn interessant, obwohl es nicht mein Weg ist. Deine Kritik teile ich.
    Geändert von Nils1 (08.12.2019 um 12:38 Uhr)
    Mögen alle Menschen glücklich sein. Möge es eine glückliche Welt geben.

  9. #167
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    Zitat Zitat von Nils1 Beitrag anzeigen
    Das innere Kind lebt in einem Zustand der Einheit und des Glücks.

    Tatsächlich?
    Immer?

    Das kann ich nicht glauben.
    Grüße
    Kai



    Jedes Leben hat sein Maß an Leid. Manchmal bewirkt eben dieses unser Erwachen.

    Buddha

  10. #168
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    Zitat Zitat von Ibwh1968 Beitrag anzeigen
    Mir ist noch nie ein Erleuchteter begegnet. Buddha ist ewig tot, also alles Hörensagen, Christus ist auch nicht da und die ganzen anderen die das von sich behaupten, haben mich persönlich nicht überzeugt. Aber ich glaube, das der eine oder andere dieser Menschen von sich überzeugt sind. Was mich dann wieder zu den Gedanken führt, warum wollen Sie unbedingt so ein Alleinstellungsmerkmal haben?! Es geht ihnen immer darum, das ihr Weg der einzig richtige ist... Das verstehe ich nicht...
    Wenn du die Lehre von Buddha oder Christus gut findest, dann ist das bereits ein guter Anfang. Beide habe viele erleuchtete Anhänger, auch in der heutigen Zeit. Du kannst dann diese erleuchteten Nachfolger treffen. Bei den Christen hat mich zum Beispiel Bede Griffiths sehr überzeugt. Im tibetischen Buddhismus gibt es viele erleuchtete Meister, die regelmäßig Deutschland besuchen. Der bekannteste ist der Dalai Lama, den ich auch sehr gut finde.

    Aus meiner Sicht ist es auch nicht richtig, wenn eine Religion oder ein Erleuchteter behauptet, sein Weg wäre der einzig richtige. Nach meiner klaren Erfahrung gibt es viele Wege zur Erleuchtung. Viele Wege führen den Berg hinauf. Es gibt erleuchtete Buddhisten, Christen, Moslems und Hindus. Religionen mit einem persönlichen Gottesverständnis wie der Islam, das Judentum und das Christentum neigen dazu zu sagen, dass nur sie die Wahrheit besitzen. Das führt oft zu Konflikten und Religionskriegen. Ich halte das für eine Form des spirituellen Egoismus. In der heutigen Zeit müssen wir das überwinden, wenn wir eine Welt des Friedens erreichen wollen. Eine solche Welt kann nur multikulturell auf der Basis der religiösen Toleranz sein, wie es auch das Grundgesetz für Deutschland vorsieht.

    Buddha und Jesus waren keine Dogmatiker. Sie akzeptierten auch andersdenkende Mitmenschen. Sie wollten keine eigene Religion gründen. Das haben erst die Anhänger gemacht. Buddha hat erklärt, dass er nur das lehrt, was die erleuchteten Weisen vor ihm auch gelehrt hat. Er wandte sich wie Jesus nur gegen die in Dogmen erstarrte Priesterklasse. Jesus hat seinen Weg der umfassenden Lehre wahrscheinlich bei seinem Aufenthalt in Indien von den dortigen Hindus und Buddhisten gelernt, die diese Lehre schon vor ihm besaßen. Im Buddhismus ist das der Weg des Mahayanabuddhismus und im Hinduismus die Lehre von Krishna.

    Der Neohinduismus vertritt die Lehre von der Einheit aller Religionen und versucht damit den religiösen Egoismus und die Religionskriege zu überwinden. Diese Lehre geht zurück auf Ramakrishna, der alle großen Religionen ausprobiert und erkannt hat, dass sie alle zur Erleuchtung führen. Im tibetischen Buddhismus gibt es die Rimebewegung, die versucht die verschiedenen Richtungen im tibetischen Buddhismus zu vereinen. Der Dalai Lama geht sogar noch einen Schritt weiter und hat erklärt, dass es letztlich nur eine Religion gibt, die Religion der Liebe. Es genügt ein guter Mensch zu sein. Das ist das Zentrum seiner Philosophie.
    Mögen alle Menschen glücklich sein. Möge es eine glückliche Welt geben.

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