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Thema: Wer ist Gott?

  1. #177
    Schreibkraft Avatar von Nils1
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    Zitat Zitat von Treehouse Beitrag anzeigen
    Ich kenne diese Berichte von Nahtoderfahrungen ich spreche den Leuten nicht ihr Erleben ab, sondern der Schluss der daraus gezogen wird das Nahtoderlebnisse etwas über ein Leben nach dem Tod aussagen. Diese Menschen waren nicht tot, sonst hätten sie nicht darüber berichten können.
    Die Nahtoderfahrungen weisen darauf hin, dass das Bewusstsein vom Körper unabhängig ist. Die Menschen konnten mit ihrem Bewusstsein während der Operation aus ihrem Körper austreten und die Operation von oben beobachten. Sie konnten später genau über die Operation und die Gespräche Auskunft geben. Daraus kann dann gefolgert werden, dass das Bewusstsein beim Tod genauso aus dem Körper austritt und dann den Körper überleben kann.

    Es gibt aber auch Beispiele wo körperlich Tote in der Welt handeln. Vielen Menschen erscheinen ihre toten Verwandten nach dem Tod im Traum. Im tibetischen Buddhismus gibt es eine Praxis, dass erleuchtete Meister noch drei Tage nach ihrem Tod mit ihrem Bewusstsein im Körper bleiben. Der Körper bleibt dann aufrecht sitzen. Eine Verwesung findet nicht statt. Das Herzchakra ist warm. Und die Menschen können die Anwesenheit des Erleuchteten spüren.

    Der Karmapa ist neben dem Dalai Lama der zweite oberste Meister im tibetischen Buddhismus. Der 16. Karmapa schenkte der westlichen Welt einen Beweis des Weiterlebens nach dem Tod. Er starb 1981 in einem Krankenhaus in Chicago. Für die behandelnden Ärzte erkennbar demonstrierte er das Sterben und die anschließende Rückkehr der Seele in den Körper. Bericht des behandelnden Arztes Dr. Mitchell Levy: "Er starb. Ich wusste es. Jeder im Team wusste es. Und dann wachte er wieder auf und setzte sich aufrecht. Er öffnete seine Augen und sein Wille brachte ihn wieder hoch. So etwas hatte ich noch nie erlebt. Trungpa Rinpoche sagte später zu mir: "Jetzt sehen sie, was wirklich möglich ist." Es war fast, als hätte jemand die Messgeräte ausgesteckt, irgendwas mit ihnen gemacht, sie wieder angeschlossen - und sie zeigten einen Normalzustand.

    Einige Tage danach starb der Karmapa tatsächlich. 48 Stunden nach seinem Tod war seine Brust über seinem Herzen warm. Kurz nachdem wir das Zimmer verlassen hatten, kam der Chirurg und sagte: "Er ist warm, er ist warm." Und dann kam es so, dass das Pflegepersonal immer wieder fragte: "Ist er noch warm?" Es war in Übereinstimmung mit der traditionellen tibetischen Erfahrung. Verwirklichte Menschen wie Seine Heiligkeit bleiben, nachdem Atem und Herzschlag aufgehört haben, noch einige Tage in einem Zustand tiefer Meditation in ihrem Körper."
    Mögen alle Menschen glücklich sein. Möge es eine glückliche Welt geben.

  2. #178
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    Zitat Zitat von Investigenzia Diavolina Beitrag anzeigen
    Ich konnte meine Identität finden. Ich habe mich an Erlebnisse aus der Kindheit und Jugend erinnert. Und derzeit befinde ich mich in einem Zustand, in dem es keine Fragen mehr gibt, die mich wurmen.
    Das ist ein guter spiritueller Weg. Meine Freundin praktiziert das auch gerade. Das innere Kind lebt in einem Zustand der Einheit und des Glücks. Wenn wir unser inneres Kind wieder erwecken können, erwacht unser inneres Glück.

    Zitat Zitat von Investigenzia Diavolina Beitrag anzeigen
    Wenn die geistige Entwicklung an einem solchen Punkt ist, zu sagen: "ich bin erleuchtet", dass da stets etwas gefehlt hat. Was macht man, mit seiner Erleuchtung? Sie ist so gesehen nur Selbstzweck und außerdem ist jede/r erleuchtet, oder?
    Solange man nicht erleuchtet ist, fehlt einem in der Tiefe seiner Seele etwas. Wenn man dann die Erleuchtung erlangt hat, fehlt einem nichts mehr. Man ist aus sich selbst heraus glücklich. Man lebt im inneren Frieden. Alles ist gut so wie es ist. Teresa von Avila sagte den berühmten Satz: "Gott allein genügt." Wer Gott oder die Erleuchtung hat, braucht nichts mehr. Nur die Liebe bringt einen dazu seinen Mitmenschen zu helfen. Das ist dann der tiefere Sinn der Existenz.

    Aus der Sicht eines Erleuchteten ist jeder erleuchtet, weil in der Erleuchtungssicht aus jedem das Licht der Erleuchtung strahlt. Ein Erleuchteter hat eine Paradiessicht der Welt. Einem Nicht-Erleuchteten fehlt diese Paradiessicht. Aber jeder hat das Potential der Erleuchtung in sich. Jeder kann die Erleuchtung erreichen. Nur dauert das bei den meisten eine lange Zeit. Aber wer das Ziel wirklich will, der kommt schneller an sein Ziel.


    Ein Erleuchteter kann nicht sagen "Ich bin erleuchtet." Es gibt in der Erleuchtung kein Ich-Bewusstsein mehr. Wer sagt, dass er erleuchtet ist, hat noch ein Ego und Stolz. Ein spirituelles Ego kann auf einer unteren Stufe der Erleuchtung noch vorhanden sein. Auf einer höheren Stufe ist man einfach nur noch ein spiritueller Diener seiner Mitmenschen. Man konzentriert sich auf seine Umwelt und seine Mitmenschen und nicht auf sich.

    Zitat Zitat von Der rote Faden Beitrag anzeigen
    Gestern lief bei Arte unter dem Titel "Sinnsuche in Sibirien - Jesus aus der Taiga und seine Jünger". Wo ich ganz besonders Gänsehaut bekomme, sind Aussagen wie diese: "„Die Jünger werden für sich nie bessere Bedingungen schaffen, wenn sie nicht in der Lage sind, ihrem Hirten das beste Leben zu verschaffen.“
    Ich habe den Film auch gesehen. Ich fand ihn interessant, obwohl es nicht mein Weg ist. Deine Kritik teile ich.
    Geändert von Nils1 (08.12.2019 um 12:38 Uhr)
    Mögen alle Menschen glücklich sein. Möge es eine glückliche Welt geben.

  3. #179
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    Zitat Zitat von Nils1 Beitrag anzeigen
    Das innere Kind lebt in einem Zustand der Einheit und des Glücks.

    Tatsächlich?
    Immer?

    Das kann ich nicht glauben.
    Grüße
    Kai



    Jedes Leben hat sein Maß an Leid. Manchmal bewirkt eben dieses unser Erwachen.

    Buddha

  4. #180
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    Zitat Zitat von Ibwh1968 Beitrag anzeigen
    Mir ist noch nie ein Erleuchteter begegnet. Buddha ist ewig tot, also alles Hörensagen, Christus ist auch nicht da und die ganzen anderen die das von sich behaupten, haben mich persönlich nicht überzeugt. Aber ich glaube, das der eine oder andere dieser Menschen von sich überzeugt sind. Was mich dann wieder zu den Gedanken führt, warum wollen Sie unbedingt so ein Alleinstellungsmerkmal haben?! Es geht ihnen immer darum, das ihr Weg der einzig richtige ist... Das verstehe ich nicht...
    Wenn du die Lehre von Buddha oder Christus gut findest, dann ist das bereits ein guter Anfang. Beide habe viele erleuchtete Anhänger, auch in der heutigen Zeit. Du kannst dann diese erleuchteten Nachfolger treffen. Bei den Christen hat mich zum Beispiel Bede Griffiths sehr überzeugt. Im tibetischen Buddhismus gibt es viele erleuchtete Meister, die regelmäßig Deutschland besuchen. Der bekannteste ist der Dalai Lama, den ich auch sehr gut finde.

    Aus meiner Sicht ist es auch nicht richtig, wenn eine Religion oder ein Erleuchteter behauptet, sein Weg wäre der einzig richtige. Nach meiner klaren Erfahrung gibt es viele Wege zur Erleuchtung. Viele Wege führen den Berg hinauf. Es gibt erleuchtete Buddhisten, Christen, Moslems und Hindus. Religionen mit einem persönlichen Gottesverständnis wie der Islam, das Judentum und das Christentum neigen dazu zu sagen, dass nur sie die Wahrheit besitzen. Das führt oft zu Konflikten und Religionskriegen. Ich halte das für eine Form des spirituellen Egoismus. In der heutigen Zeit müssen wir das überwinden, wenn wir eine Welt des Friedens erreichen wollen. Eine solche Welt kann nur multikulturell auf der Basis der religiösen Toleranz sein, wie es auch das Grundgesetz für Deutschland vorsieht.

    Buddha und Jesus waren keine Dogmatiker. Sie akzeptierten auch andersdenkende Mitmenschen. Sie wollten keine eigene Religion gründen. Das haben erst die Anhänger gemacht. Buddha hat erklärt, dass er nur das lehrt, was die erleuchteten Weisen vor ihm auch gelehrt hat. Er wandte sich wie Jesus nur gegen die in Dogmen erstarrte Priesterklasse. Jesus hat seinen Weg der umfassenden Lehre wahrscheinlich bei seinem Aufenthalt in Indien von den dortigen Hindus und Buddhisten gelernt, die diese Lehre schon vor ihm besaßen. Im Buddhismus ist das der Weg des Mahayanabuddhismus und im Hinduismus die Lehre von Krishna.

    Der Neohinduismus vertritt die Lehre von der Einheit aller Religionen und versucht damit den religiösen Egoismus und die Religionskriege zu überwinden. Diese Lehre geht zurück auf Ramakrishna, der alle großen Religionen ausprobiert und erkannt hat, dass sie alle zur Erleuchtung führen. Im tibetischen Buddhismus gibt es die Rimebewegung, die versucht die verschiedenen Richtungen im tibetischen Buddhismus zu vereinen. Der Dalai Lama geht sogar noch einen Schritt weiter und hat erklärt, dass es letztlich nur eine Religion gibt, die Religion der Liebe. Es genügt ein guter Mensch zu sein. Das ist das Zentrum seiner Philosophie.
    Mögen alle Menschen glücklich sein. Möge es eine glückliche Welt geben.

  5. #181
    Schreibkraft Avatar von Nils1
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    Zitat Zitat von Kai68 Beitrag anzeigen
    Tatsächlich? Immer? Das kann ich nicht glauben.
    Man unterscheidet zwischen dem Schattenkind und dem Sonnenkind. Das Sonnenkind ist noch mit dem ursprünglichen Glück in Kontakt. Das Schattenkind hat bereits viele Verletzungen erfahren. Es muss erst seine Traumata auflösen, bevor sich das innere Glück entfalten kann. Meine Schwester war bis zu ihrem siebten Lebensjahr ein Sonnenkind. Dann zerstörte sie der Schulstress und sie wurde als Jugendliche depressiv. Ihre Aufgabe ist es die vielen Verletzungen wieder aufzulösen. Dazu muss sie mit dem Schattenkind Kontakt aufnehmen und ihre Trauer bearbeiten.
    Mögen alle Menschen glücklich sein. Möge es eine glückliche Welt geben.

  6. #182
    Ibwh1968
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    Schatten- /Sonnenkind?

    Verstehe....

  7. #183
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    Zitat Zitat von Nils1 Beitrag anzeigen

    Ein Erleuchteter kann nicht sagen "Ich bin erleuchtet." Es gibt in der Erleuchtung kein Ich-Bewusstsein mehr. Wer sagt, dass er erleuchtet ist, hat noch ein Ego und Stolz. Ein spirituelles Ego kann auf einer unteren Stufe der Erleuchtung noch vorhanden sein. Auf einer höheren Stufe ist man einfach nur noch ein spiritueller Diener seiner Mitmenschen. Man konzentriert sich auf seine Umwelt und seine Mitmenschen und nicht auf sich.

    Wieso, es entspricht doch der Wahrheit und ist doch authentisch, wenn ich sage, dass ich erleuchtet bin. Wie ist es denn, ohne Ego? Da ist kein Beobachter mehr, der dies sagen könnte. Jedoch, wenn ich mit dir spreche und dir sage, dass ich erleuchtet bin, meine ich die Erfahrung.

  8. #184
    Ibwh1968
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    Zitat Zitat von Nils1 Beitrag anzeigen
    Ein Erleuchteter kann nicht sagen "Ich bin erleuchtet." Es gibt in der Erleuchtung kein Ich-Bewusstsein mehr. Wer sagt, dass er erleuchtet ist, hat noch ein Ego und Stolz..
    Also ist Buddha nach eigenen Empfinden kein Erleuchteter...
    Wer hat ihn denn zum Erleuchteten gemacht?

    Und die, die ihn zum Erleuchtenden ernannt haben sind dann, nicht stolz oder voller Ego sondern....?

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