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Thema: Wie beende ich unnötige Feindseiligkeit/Neid/Eifersucht Anderen mir gegenüber?

  1. #1
    katze789
    Gast

    Standard Wie beende ich unnötige Feindseiligkeit/Neid/Eifersucht Anderen mir gegenüber?

    Hallo,

    ich bin eine Frau und habe schon seit meines Lebens das Problem, dass andere Frauen mich (wohl unbewusst) als Konkurrentin sehen und ablehnend mir gegenüber werden - und zwar ziemlich schnell, obwohl sie mich gar nicht richtig kennen. Das hat verschiedene Gründe, doch am meisten wird es mein Aussehen sein (sehe einigermaßen gut aus, bin schlank), meine offene, herzliche Art (finde schnell Anschluss zu anderen Menschen, kann mich gut eingliedern) und zum Teil auch meine Bildung (gute Allgemeinbildung, Fremdsprachenkenntnisse, was ich sage, hat Hand und Fuß und ist kein Unsinn).
    Betrete ich "neues Terrain", egal ob in Form einer Klinik, eines Vereins, einer Gruppe, oder nur der Besuch in einem Café, werde ich oft von anderen Frauen kritisch beäugt: Das Gesicht verzieht sich, die Mimik wird grimmig, die Augen schauen giftig - obwohl ich diesen Frauen nichts getan habe. Ich habe oft versucht, anzuknüpfen und Bekanntschaften oder Freundschaften zu schließen, doch diese Ablehnung steht mir dabei oft im Weg.
    Mit Männern habe ich dieses Problem nicht, ich verstehe mich auf Anhieb gut mit ihnen und die Atmosphäre ist locker und entspannt. Deshalb habe ich mehr Männer-Bekanntschaften als mit Frauen, bei Frauen habe ich nur meine beste Freundin. Ich wünsche mir sehr, wieder mehr weibliche Freundinnen zu haben, doch das ist irgendwie nicht einfach.
    Da ich in der Vergangenheit viele Jahre krank war, habe ich viel Zeit in Kliniken, Krankenhäusern und Rehas verbracht, und es zeichnete sich immer wieder dasselbe Bild ab: Gleichaltrige oder jüngere Frauen (ich bin 33) sahen mich als Konkurrenz und wurden abweisend, mit Frauen über 50 war der Kontakt gut und schön, mit Männern war es kein Problem, also war das Ergebnis immer so: Die meiste Zeit mit Gesprächen und Spielen habe ich mit Männern verbracht, teilweise mit Frauen über 50, jüngere Frauen ignorierten mich oder lästerten hinter meinem Rücken.

    Immer wieder habe ich mir die Frage gestellt: Was habe ich diesen Frauen getan?
    Und wie kann ich diese Feindseligkeit beenden?

  2. #2
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    Standard

    Liebe Katze,

    mit wirklich fremden Frauen wirst Du Dich immer schwer tun, sie zu einem freundlichen Gesicht zu bewegen. Ich denke, da hilft nur "darüber hinwegsehen".

    Bei Frauen, die Du z.B. in einem Verein oder in einer anderen geschlossenen Gruppe triffst, sieht es anders aus.
    Da fängt das "Problem" bei Dir an, in dem Du einen kritischen oder unfreundlichen Gesichtsausdruck schnell als " Ablehnung aus Konkurrenzdenken" interpretierst.
    Auch wenn Du zu 90% Recht haben solltest, wirfst Du damit auch die 10% der Frauen, die andere Gründe haben, in den gleichen Topf.

    Ich kann Dich leider im Alltag nicht beobachten, aber ich kann mir vorstellen, dass Deine offene Anerkennung dieser Frauen hier und da eine positive Änderung bewirken kann.
    Werde Spezialistin in der Frage: Was ist an dieser Frau schön? Was kann diese Frau gut? Worin kann ich sie bestärken? Und immer wenn Du gute Antworten gefunden hast,
    dann teile es genau dieser Frau offen mit, ggf. laut auch für andere hörbar. Es geht mir also nicht um das Einschleimen, sondern um das Herausfinden guter Eigenschaften und
    um das ehrliche Loben! Ich denke, dass so manche Frau sich überlegt, dass es keinen Sinn macht eine Frau anzufeinden, die so deutlich "meine" Vorzüge sieht und lobt.

  3. #3
    katze789
    Gast

    Standard

    Ich habe damit nicht gemeint, dass ALLE Frauen sich so verhalten, aber einige. Ich denke, vor allem Frauen, die selbst unzufrieden sind und in mir etwas sehen (oder besser gesagt: glauben, es zu sehen) was sie selbst gerne hätten, aber nicht haben. Ich glaube, dass es eine Form von Projektion ist, z.B.:

    Was denkst du, wie es rüberkommt, wenn ich mit meinem Vater und seinem teuren Sportwagen unterwegs bin (Ich habe wegen meiner Epilepsie keinen Führerschein und kein Auto mehr)? In mir wird die "gutaussehende Tussi, die sich einen reichen Mann geangelt hat" gesehen.
    Anderes Beispiel: Ich hatte in der Klinik regelmäßig Besuch von Eltern, Großeltern, Tante, fester Partner, die andere junge Frau mit mir im Zimmer nicht, sie hatte keinen Kontakt mehr zu ihrer Familie und da war der Neid groß
    Wieder ein Beispiel: Ich aß in der Klinik, was ich wollte und nahm nicht zu, andere Frauen gingen auseinander. Ich mit Chipstüte und Cola, die anderen auf Diät, wieder war der Neid da.
    Doch ich kann nichts dafür, wenn mein Vater einen teuren Wagen hat und Andere nicht, ich kann nichts dafür, wenn Andere zunehmen und ich schlank bleibe, ich kann nichts dafür, wenn bei Anderen die Familie zerrüttet ist und bei mir nicht...

    Ich glaube, sie bilden es sich nur ein, dass es mir toll ginge, denn die Wirklichkeit sieht anders aus: Ich bin chronisch krank, schwerbehindert, arbeitslos

    Ich versuche, das Eis zu brechen, indem ich freundlich bleibe und keinen Zickenkrieg anfange.

  4. #4
    katze789
    Gast

    Standard

    Habe zu dem Thema eben etwas im Internet gefunden:

    "Es ist einfach stärker als wir. Es reicht schon, dass eine nicht allzu unscheinbare Frau das Lokal betritt. In Sekunden setzt die Rasterfahndung ein. Im Hirnscanner würden jetzt alle Areale für Anspannung rot blinken, mit der Präzision eines Chirurgen sezieren wir ihr Äußeres. Und mit der Heimlichkeit eines Diebes schleicht sich die Frage an: Ist sie schöner als ich? Was hat sie, was ich nicht habe? Wer ist sie, wer bin ich?
    Warum sind wir Frauen nur so kritisch mit anderen Frauen? Die Antwort lautet: weil sie es mit sich selbst sind. Die Ideale, an denen wir uns messen, legen wir auch bei der Sitznachbarin in der Straßenbahn an. Genauso wie wir uns selbst begutachten, beäugen wir auch die andere und klopfen ihr Erscheinungsbild gnadenlos auf Makel und Vorzüge ab. Reicht uns morgens noch das eigene Spiegelbild, an dem wir uns abarbeiten, müssen über den Tag andere für den stetigen Vergleich herhalten. Zum guten alten „Wie du mir, so ich dir“ gesellt sich ein „Wie ich mir, so ich dir“.

    Quelle:ttps://www.petra.de/lifestyle/talk-about/artikel/konkurrenzdenken-unter-frauen

    Meine Frage ist nun: Was ist besser? Gute Miene zum bösen Spiel machen und immer freundlich bleiben oder auch mal auf den Tisch hauen und sagen "Hör auf mit diesem Blödsinn!"

  5. #5
    Nachwuchs Autor Avatar von Malembe
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    Zitat Zitat von katze789 Beitrag anzeigen
    Meine Frage ist nun: Was ist besser? Gute Miene zum bösen Spiel machen und immer freundlich bleiben oder auch mal auf den Tisch hauen und sagen "Hör auf mit diesem Blödsinn!"

    Besser würde ich es finden, kein Schwarz-weiss Denken zu haben sondern

    Leben und leben lassen.

    Bedeutet - Sei Du selbst. So wie Du bist, im Moment Deines Lebens. Du bist Du. Zeig weiterhin Interesse an etwas wenn Du den Raum betrittst, sei offen, gutaussehend, verärgert wenn es etwas zu ärgern gibt, sei enfach da und tue das, was Du im Moment für richtig hälst, gerade dort wo Du bist.

    Und lass die anderen Menschen ihren Kram denken. Und ihre Raster/Muster haben. Du kannst die Menschliche Gedanken nicht beeinflussen.


    Es werden Menschen ganz von alleine zu Dir gesellen, die Interesse an Dir haben, und auch werden sich Gespräche eröffnen die Sinn haben, all das was nicht passt, kapselt sich von alleine ab.

    Keine Miene zu irgendeinem Spiel, einfach nur das machen, was ansteht, das geniessen, was zu geneissen ist, an den doofen Blicken vorbeigehen.

    Ich würde jetzt zum Beispiel keine Komplimente den Frauen machen, die mir gänzlich unbekannt sind, ich finde, dies ist kein so guter Start für ein Kennenlernen ist. Lieber vielelicht nach Meinungen / Ansichten zu bestimmten Thema / Anlass fragen? Selbst irgendwo in die Gespräche einklinken?

    Verstehe Dich sehr gut, auch ich hab so meine Problemchen, mit Frauen Freundschaften zu knüpfen Und ja, Statusunterschied spielt ne große Rolle, finde ich

    Aber Du bist halt Du Verstellen ist ned
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    JannaW (15.05.2018)

  7. #6
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    Hallo Katze,

    ich bin mir nicht so sicher, ob die Ablehnung hauptsächlich an deinem Aussehen liegt, ich kenne so viele sehr hübsche und kluge Frauen, die viele Freundinnen haben. Am sich wäre sonst logisch, dass alle Frauen, die mit den von dir genannten Eigenschaften ausgestattet sind, ähnliche Erfahrungen machen oder nicht? Bewegst du dich in speziellen Kreisen? Warst du psychiatrisch erkrankt? In Klimiken für psychisch Kranke kann ich mir derlei Erfahrungen schon eher vorstellen, da dort viele Menschen ein schlechteres Selbstwertgefühl haben als gesunde Menschen.

  8. #7
    Bestseller Autor Avatar von Steinchen.im.Schuh
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    Zitat Zitat von Nordrheiner Beitrag anzeigen
    Liebe Katze,

    mit wirklich fremden Frauen wirst Du Dich immer schwer tun, sie zu einem freundlichen Gesicht zu bewegen. Ich denke, da hilft nur "darüber hinwegsehen".

    Bei Frauen, die Du z.B. in einem Verein oder in einer anderen geschlossenen Gruppe triffst, sieht es anders aus.
    Da fängt das "Problem" bei Dir an, in dem Du einen kritischen oder unfreundlichen Gesichtsausdruck schnell als " Ablehnung aus Konkurrenzdenken" interpretierst.
    Auch wenn Du zu 90% Recht haben solltest, wirfst Du damit auch die 10% der Frauen, die andere Gründe haben, in den gleichen Topf.

    Ich kann Dich leider im Alltag nicht beobachten, aber ich kann mir vorstellen, dass Deine offene Anerkennung dieser Frauen hier und da eine positive Änderung bewirken kann.
    Werde Spezialistin in der Frage: Was ist an dieser Frau schön? Was kann diese Frau gut? Worin kann ich sie bestärken? Und immer wenn Du gute Antworten gefunden hast,
    dann teile es genau dieser Frau offen mit, ggf. laut auch für andere hörbar. Es geht mir also nicht um das Einschleimen, sondern um das Herausfinden guter Eigenschaften und
    um das ehrliche Loben! Ich denke, dass so manche Frau sich überlegt, dass es keinen Sinn macht eine Frau anzufeinden, die so deutlich "meine" Vorzüge sieht und lobt.
    Würde eine mir fremde Frau mir auf die von dir Vorgeschlagene Art Komplimente VOR Anderen machen, fände ich sie genau ab diesem Moment extrem unsympathisch.

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    Malembe (13.04.2018),sappy (13.04.2018)

  10. #8
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    Wie gesagt, vielleicht wäre es gut, einfach mal bei einer Veranstaltung / einem Treffen nicht mehr darüber na chzudenken, wer wer ist, sondern einfach nur das Wesentliche im Auge behalten, den Grund für das Zusammentreffen, den Gesprächsthemen folgen... Wenn Du auf einem Konzert bist - die Musik geniessen, auf einem Geburtstag mal den Kuchen zu probieren und die gastgeberin nach dem Rezept zu fragen und etwas über die Kuchenvorlieben zu erzählen....

    Eben auf der Sachebene vorerst bleiben, ohne darüber nachzudenken, wie man wirkt oder wie man wahrgenommen wird...
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  11. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Malembe für den sinnvollen Beitrag:

    JannaW (15.05.2018)

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