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Thema: Wie ist das mit dem getrennt sein?

  1. #1
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    Standard Wie ist das mit dem getrennt sein?

    Hallo an alle. Ich brauche eure Meinung zu einem Thema das mich sehr beschäftigt.
    Ich bin von dem Vater meines Kindes seit 3 Jahren getrennt. Die Kleine ist fast 4. Leider wohnt er ca 500 km entfernt von uns und hat keine Wohnung bzw. bevorzugt es in einem Garten oder auto zu wohnen. Jedesmal wenn er die Kleine sehen will, dann kommt er und wohnt bei mir.
    Er ist nicht oft hier bzw. hat nur bedingt Zeit und Geld daher habe ich ihn bisher hier wohnen lassen. Nun möchte ich das nicht mehr. Mir geht er auf die Nerven und ich bin nur noch ein emotionaler Luftballon wenn er in meiner Nähe ist. Es sind die gleichen Probleme wie früher bzw. ich fühle mich extrem eingeengt in meiner Wohnung, und ich kann keine Freiheit haben, weil ich das Gefühl habe ich müsste mich rechtfertigen, wo ich hingehe und was ich mache. Nicht nur, das ich fast Alleinerziehend bin und eh kaum Freiheiten habe, es ist auch so, dass wenn er da ist, ich auch meine Freiheiten nicht nehmen darf. Er versucht mir manchmal im Alltag zu helfen, aber ich will seine Hilfe nicht in Anspruch nehmen. Ich will eigentlich gar nicht das er mit uns wohnt sondern sich was eigenes sucht, am besten hier in der Gegend. Das ist zu viel verlangt, aber ich würde sogar was dazuzahlen, so dass meine Kleine ihren Vater hat und ich für ein paar Tage mich ausruhen kann.
    Letzte Woche habe ich ihn rausgeschmissen, weil ich nicht mehr konnte. Ich konnte es mir nicht mehr anschauen wie unsere Tochter die Streitigkeiten von uns mitbekommt. Er meinte ich würde die "Familie" zerstören und meine Tochter hätte wegen mir keinen Vater. Stimmt das? Ich weiss selbst nicht mehr weiter.
    PS: Zu erwähnen ist, das er sich nicht an den Kosten für die Wohnung beteiligt, lediglich für Essen für die Kleine. Die Wohnung hat mal uns gehört, jetzt gehört sie mir. Seine Sachen kann er jederzeit mitnehmen, stehen bis heute noch rum.

  2. #2
    Schreiberling Avatar von Kai68
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    Na ja.....da ich selber getrennt lebender Vater bin - meine Tochter ist inzwischen allerdings erwachsen - kann ich sagen, dass ist so nicht richtig.
    Habt ihr gemeinsames Sorgerecht?
    Ich vermute mal eher nicht.
    Da er keinen festen Wohnsitz hat, hat er, rein rechtlich gesehen, weder Anspruch auf geteiltes Sorgerecht, noch ein Umgangsrecht oder Besuchsrecht.
    Insofern liegt es eigentlich nur an ihm, etwas dagegen zu unternehmen.


    Katta, hilf mir, wenn ich jetzt bodenlosen Quatsch erzählt habe.
    Das letzte Mal, dass ich mich mit sowas beschäftigen musste, ist 13 Jahre her.
    Grüße
    Kai



    Jedes Leben hat sein Maß an Leid. Manchmal bewirkt eben dieses unser Erwachen.

    Buddha

  3. #3
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    Was genau meinst du mit nicht richtig?
    Zitat Zitat von Kai68 Beitrag anzeigen
    Na ja.....da ich selber getrennt lebender Vater bin - meine Tochter ist inzwischen allerdings erwachsen - kann ich sagen, dass ist so nicht richtig.
    Habt ihr gemeinsames Sorgerecht?
    Ich vermute mal eher nicht.
    Da er keinen festen Wohnsitz hat, hat er, rein rechtlich gesehen, weder Anspruch auf geteiltes Sorgerecht, noch ein Umgangsrecht oder Besuchsrecht.
    Insofern liegt es eigentlich nur an ihm, etwas dagegen zu unternehmen.


    Katta, hilf mir, wenn ich jetzt bodenlosen Quatsch erzählt habe.
    Das letzte Mal, dass ich mich mit sowas beschäftigen musste, ist 13 Jahre her.

    Er hat seine Vaterschaft anerkennen lassen. Aber darum geht es nicht. Er kann jederzeit die Kleine sehen und zu sich "nachHause" nehmen. Ich will auf keinen Fall im Weg stehen. Aber ich sehe wie ich vor die Hunde gehe wenn er bei uns wohnt.

  4. #4
    Schreiberling Avatar von Kai68
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    Zitat Zitat von zebrablatt Beitrag anzeigen
    Er meinte ich würde die "Familie" zerstören und meine Tochter hätte wegen mir keinen Vater. Stimmt das? Ich weiss selbst nicht mehr weiter.
    Ich habe mich jetzt auf die Frage von dir bezogen.

    Vaterschaft anerkennen ist ja schön und gut. Aber wenn er auch nichts zahlt?
    Du musst in dieser Situation, das Beste für dich und die kleine Maus raus holen.
    Und wenn es dich belastet, belastet es auch den Zwerg.
    Zumal sie ja, wie du schon geschrieben hast, auch viel von euren Streitigkeiten mitbekommt.
    Langfristig gesehen, ist es vermutlich besser, wenn du da einen sauberen Schnitt machst. Und er für sich sorgt und sich dann angemessen um euer Kind kümmern kann.
    Da habt zumindest ihr beide - du und die Kleine - mehr von.
    Grüße
    Kai



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    Buddha

  5. #5
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    Seinen Beitrag am Unterhalt zahlt er schon. Nur mir halt nix wenn er hier ist. Aber jetzt ist es so, das die Kleine ihn noch seltener zu sehen bekommt. Das macht mich fertig.

  6. #6
    Schreiberling Avatar von Kai68
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    Das verstehe ich und kann ich auch nachvollziehen.
    Aber ich behaupte mal ganz frech, für eine emotionale Sicherheit eures Kindes, ist es erstmal besser so.
    Wenn er sich dann einen festen Wohnsitz sucht, und die Kleine auch mal zu sich holen kann, spielt die Entfernung erstmal keine Rolle.
    Ich bin damals auch über 300 km weg gezogen und habe meine Maus trotzdem alle 14 Tage zu mir geholt. Und wir hatten immer viel Spaß. Selbst auf den Fahrten.
    Möglich ist alles, wenn beide mitziehen.
    Grüße
    Kai



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    Buddha

  7. #7
    Schreiberling Avatar von katta
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    Zitat Zitat von Kai68 Beitrag anzeigen
    Da er keinen festen Wohnsitz hat, hat er, rein rechtlich gesehen, weder Anspruch auf geteiltes Sorgerecht, noch ein Umgangsrecht oder Besuchsrecht.
    Insofern liegt es eigentlich nur an ihm, etwas dagegen zu unternehmen.


    Katta, hilf mir, wenn ich jetzt bodenlosen Quatsch erzählt habe.
    Das letzte Mal, dass ich mich mit sowas beschäftigen musste, ist 13 Jahre her.


    "Geteiltes Sorgerecht" gibt es nicht. Es gibt nur die gemeinsame elterliche Sorge, sprich, beide Kindeseltern sind vollumfänglich sorgeberechtigt, also jeder zu 100%.


    Die Kindesmutter ist mit der Geburt des Kindes automatisch sorgeberechtigt, sofern sie nicht minderjährig ist. Wenn der Vater die Vaterschaft offiziell anerkannt hat, liegt es an der Kindesmutter, ob sie der gemeinsamen elterlichen Sorge zustimmt. Beide geben dann die gemeinsame Sorgerechtserklärung ab.

    Es gibt meines Wissens nach keinen rechtlichen Grund, warum einem Vater die elterliche Sorge entzogen würde, bzw. er mit Zustimmung der Mutter diese nicht für sein Kind bekommen kann, nur weil er obdachlos ist. Ein obdachloser Mensch hat genauso Rechte wie Menschen, die in einer Wohnung oder einem Haus leben.

    Das Besuchsrecht ist in erster Linie kein Recht der Eltern, sondern der Kinder. Damit soll Kindern der Umgang auch mit dem Elternteil ermöglicht werden, der nicht mit im Haushalt lebt. Auch bei obdachlosen Vätern gibt es Möglichkeiten, dass die Kinder ihre Väter sehen. Hier kann man um Unterstützung beim Jugendamt bitten.

  8. #8
    Verleger Avatar von Steinchen.im.Schuh
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    Hallo Zebrablatt,

    weshalb wirft er dir vor, du würdest die Familie zerstören? Was versteht er darunter? Ich denke, das können wir als Außenstehende nicht wirklich beurteilen aber "zerstören" klingt erst mal sehr hart.
    Ich denke, es ist legitim zu erwarten, dass er nicht bei dir in der Wohnung schläft,wenn es dir nicht gut damit geht. So eine Situation wäre wohl für viele getrennte Paare unangenehm und wenn ihr dann ständig streitet tut ihr dem Kind auch keinen Gefallen.
    Weshalb ist er denn so weit weggezogen? Die Entscheidung wegzuziehen ist ja nach meinem Eindruck die Ursache für den jetzigen Konflikt. Je nachdem was die Gründe sind finde ich unfair, wenn er dir die Schuld an der Situation gibt, obwohl er derjenige ist, der für seinen Wegzug verantwortlich ist und Treffen dadurch erheblich erschwert.
    Gibt es im Sommer die Möglichkeit, dass er auf einem Zeltplatz in eurer Nähe campt? Das wäre dann nicht zu teuer aber ist für diese Jahreszeit natürlich keine Option. Hat er gar keine Freunde in der Gegend, bei denen er übernachten kann? Keine Verwandten? Für mich klingt es so, als mache er dich zur Schuldigen des Konflikts und vergisst seine eigenen Anteile daran.
    Vielleicht wäre es hilfreich ein gemeinsames Gespräch bei einer Erziehungsberatungsstelle zu führen. Ich kann gut verstehen, dass du unter der Situation leidest, da du dir den Umgang zwischen Kind und Vater wünscht und du aber nicht deine eigenen Bedürfnisse nach Abstand von ihm zurückstellen willst.

    Ich hoffe, ihr findet eine gute Lösung für euch alle.

    Alles Gute!
    "There are such a lot of things that have no place in summer and autumn and spring. Everything that's a little shy and a little rum. Some kinds of night animals and people that don't fit in with others and that nobody really belives in. They keep out of the wall all the year. And then when everything's quiet and white and the nights are long and most people are asleep - then they appear." - Tove Jansson

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