Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 8 von 12

Thema: Wie komme ich jemals von ihm los?

  1. #1
    Neuling
    Registriert seit
    13.12.2015
    Beiträge
    3
    Danke
    0
    0 mal in 0 Beiträgen bedankt

    Frage Wie komme ich jemals von ihm los?

    Ich bin 26. Wir waren 3 1/2 Jahre zusammen, 2 davon die schönsten in meinem bisherigen Leben.
    Während dieser Zeit wurde eine bipolare Störung bei ihm diagnostiziert, worunter unsere Beziehung enorm litt. Er verbrachte 4 Monate in einer Psychiatrie, jedoch ohne große Erfolge.. Da er sich auch einfach nicht helfen lassen wollte.
    Ich unternahm alles was in meiner Macht stand um ihm zur Seite zu stehen, ihn zu zeigen dass er immer auf mich zählen kann, brachte so viel Feingefühl mit wie nur möglich..
    Zwischendurch dachte ich auch, wir schaffen es, bzw. er schafft es. Aber es wurde einfach nur schlimmer.
    Um zu erzählen was alles passiert ist und wie er mich behandelte würde ich wahrscheinlich tagelang hier sitzen und schreiben... Also belass ich es erst einmal bei der Kurzfassung.
    Ich weiß nur, dass er diese schwere Zeit ohne mich nicht so überstanden hätte, wie es dann im endeffekt war, denn Familie hatte er auch keine mehr.
    Er hatte nur mich. Ich will mich auch nicht in den Himmel heben, aber ich finde ich habe alles richtig gemacht, ich bin jeder Situation mit Souveränität entgegen gekommen, und habe ihn nach wie vor abgöttisch geliebt. Ein Dank erhielt ich allerdings niemals.
    Einige Monate nach dem ganzen, als er wieder daheim war, verstarb mein Papa ohne "Ankündigung" binnen von 30 Minuten, an einem vorher nicht vorhersehbaren Riss in der Aorta. Mein Papa war mein Held und ich war die vergangenen Monate nur mit meinem Freund beschäftigt, mit seinen Problemen, mit seiner Krankheit, dass ich meine Familie total vernachlässigt hatte.
    Der Gedanke fraß mich auf... Zumindest hatte ich einen kleinen Halt, meinen Freund, dachte ich.
    Er verließ mich keine 4 Wochen nach dem Tod meines Papas. Zu dem Zeitpunkt dachte ich wirklich dass ich zusammen breche, dass es das nun war. Die 2 wichtigsten Menschen in meinem Leben haben mich verlassen. Der eine freiwillig.
    Ich bekam bis heute keine ordentliche Erklärung dafür dass er Schluss gemacht hat. Für mich ist meine komplette Welt eingestürzt, vor allem weil ich so viel Kraft, Zeit und Liebe in ihn investiert habe, und zum Danke verlässt er mich kurze Zeit nach dem Tod meines Vaters.. Ich kann es immer noch nicht in Worte fassen und schreibe jedes dieser Worte unter Tränen.
    Das ganze ist jetzt über ein Jahr her. Wir haben uns etliche Male wieder getroffen, hatten schöne Wochen, alles war wie damals.
    Doch jedes Mal, nachdem wir eine wunderschöne Zeit hatten, ging er wieder extrem auf Abstand, ließ mich gar nicht mehr heran, ignorierte mich wochenlang.
    Es war ein ständiger Wechsel zwischen glücklich sein und lieben, und das Gefühl zu haben in meinem Kummer und meiner Einsamkeit zu ersticken.
    Sobald es auch nur ansatzweise wieder Richtung Bindung ging, war er weg. Gab mir das Gefühl wertlos zu sein.
    Das Problem ist dass nur er es schafft mich glücklich zu machen, und auch nur er es schafft dass ich mich wie das Letzte fühle.
    Ich war oft an dem Punkt an dem ich einfach nicht mehr konnte. Ich kann seit einem Jahr kaum eine Nacht ruhig schlafen.
    Das Ding ist dass ich mit ihm die schönste Zeit hatte die ich mir jemals hätte vorstellen können, bis zu dem Punkt an dem seine Krankheit ausgebrochen ist.
    Ich weiß nicht wo ich die Kraft hernehmen soll, selbst einen endgültigen Schlussstrich zu ziehen.
    Jede Faser meines Körpers hält noch mit so viel Liebe an ihm fest.
    Ich bin verzweifelt, ich will doch nur ihn...

  2. #2
    Neuling
    Registriert seit
    23.12.2014
    Beiträge
    53
    Danke
    44
    31 mal in 19 Beiträgen bedankt

    Standard

    Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.
    So hart es klingen mag, aber wenn er dich so sch..ße behandelt, würde ich an
    deiner Stelle einen Schlusstrich ziehen.
    Du hast ihm schließlich monatelang zur Seite gestanden, er hat dich im umgekehrten
    Fall im Stich gelassen, als du ihn gebraucht hast. Ganz offensichtlich tut er dir nicht gut.

  3. #3
    Verleger Avatar von Mirjam
    Registriert seit
    22.06.2015
    Beiträge
    6.952
    Danke
    4.469
    3.586 mal in 2.435 Beiträgen bedankt

    Standard

    Ich fühle mit dir....versuche einfach jeden einzelnen Tag (ohne ihn) zu überstehen - irgendwann wird es besser....

    Es ist fraglich, ob er fähig ist, in einer Partnerschaft auch nur ansatzweise das zurückzugeben, was er bekommt. Du würdest dich auf Dauer nur kaputt machen.

    Ich würde dich gerne fest umarmen (wenn ich darf)! Mirjam

  4. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Mirjam für den sinnvollen Beitrag:

    pinkcrocodile (14.12.2015)

  5. #4
    Verleger Avatar von nonames
    Registriert seit
    15.08.2012
    Beiträge
    3.545
    Danke
    243
    774 mal in 513 Beiträgen bedankt

    Standard

    Um dir hier einen Rat geben zu können bedarf es zusätzlicher Informationen.
    Ich vermute deshalb mal, das du in deinem Leben wenig Männerbekanntschaften hattest und deshalb die Vergleichsmöglichkeiten gering sind.
    Jeder Mensch hat seine guten und schlechten Seiten und es ist gar nicht Mal so schwer diese auch zu sehen, wenn man objektiv an die Sache heran geht.
    Ich würde dir empfehlen dir eine Liste zu machen in dem du die guten und die schlechten Seiten deines Freundes gegenüber stellst und siehst was letztendlich überwiegt.
    Dies hilft auf jeden Fall beim weiteren heran gehen.
    Was ich auch empfehlen kann ist sich vermehrt deinen Hobbys zuzuwenden und Leute zu treffen, die ähnliche Interessen haben.
    Es lenkt ab und vor allem besteht die Möglichkeit jemand anderes kennen zu lernen.
    Ich denke Mal das die Hauptproblematik daran liegt, das man in deinem Fall 3 Jahre miteinander verbracht hat und plötzlich allein sein Leben wieder meistern muss.
    Du schreibst auch das ihr euch nach der Trennung öfters wieder getroffen und schöne Wochen gehabt habt.
    Was war der Grund das er zurück kam?
    Von wem ging die Initiative aus?
    An was machst du "die glücklichsten Zeiten in meinem Leben" fest?
    Ich denke wenn du dies analysiert siehst du um einiges klarer und es wird einfacher loszulassen.
    Ich denke das auch ein ernstgemeintes Ultimatum zweckmäßig ist, in dem du ihm beim nächsten Mal offerierst das dies der definitiv letzte Versuch ist und du ihn wenn er wieder geht nicht mehr wieder sehen wirst und dich dann auch daran hälst.
    Diese immer offene Tür verführt dazu es auszunutzen, wenn gerade Bedarf ist.

  6. #5
    Verleger Avatar von LukeHB
    Registriert seit
    10.04.2014
    Ort
    HB
    Beiträge
    5.076
    Danke
    1.425
    3.060 mal in 1.932 Beiträgen bedankt

    Standard

    Nonames hat Recht.
    Du nimmst ihn immer wieder gerne auf, wenn er dich möchte, bist Du da für ihn. Und wenn er dich nicht mehr möchte, ist er weg, denn er hat ja auch keine Konsequenzen zu fürchten. Tu dir selbst einen Gefallen und reiß dich los, Du musst unbedingt an dich selber denken - denn er tut es nicht.

    Zitat Zitat von light89 Beitrag anzeigen
    Für mich ist meine komplette Welt eingestürzt, vor allem weil ich so viel Kraft, Zeit und Liebe in ihn investiert habe, und zum Danke verlässt er mich kurze Zeit nach dem Tod meines Vaters.
    Wenn man Dank oder einen anderen Ausgleich erwartet, wird man oft enttäuscht im Leben. Du solltest nur so viel geben, wie Du ohne Gegenleistung zu geben bereit bist. Das gilt nicht nur für ihn, sondern generell.

    Ich wünsche dir viel Kraft!
    Orthographie, Grammatik und Interpunktion sind keine Spielwiese für Individualisten!

    "Warum passieren mir immer Sachen, die sonst nur dämlichen Menschen passieren?" (Homer J. Simpson)

  7. #6
    Mariposa
    Gast

    Standard

    Hallo light,

    willkommen in unserem Forum!

    Ich hab neulich mal gelesen, dass es manchen Menschen zu eigen ist, sich in einer Beziehung so darzustellen dass sie dem "Idealbild" des Partners entsprechen oder diesem Idealbild sehr nahe kommen, bedienen dadurch bisher unerfüllte Wünsche und Sehnsüchte, manchmal sogar in der Art, dass man erstaunt ist einen Partner gefunden zu haben, der so sehr diesem Idealbild entspricht oder nahekommt....
    Damit erreichen sie, dass am "Suchtzentrum" angedockt wird, was bewirkt dass man schlecht von ihnen loskommt.
    Dein Exfreund scheint außerdem wie du schreibst Probleme mit seiner Bindungsfähigkeit zu haben (er hatte nur dich, keine Familie und wahrscheinlich auch keine Freunde, auch daran wird er seinen Anteil haben), er erscheint mir sehr egoistisch, ich denke es fällt dir schwer das zu erkennen oder dir das richtig bewusst zu machen.
    Du weißt ja ganz sicher, ich lese das bei dir auch so, dass man sich in einer Partnerschaft aufeinander verlassen können sollte, dass man auch in schlechten Zeiten zusammenhält und darüber hinaus sich auch gegenseitig stützt, und du weißt auch, dass das mit deinem Exfreund nicht möglich ist.
    Er nimmt gern, dein Verständnis, deine Energie, Aufmerksamkeit, aber wenn du ihn brauchst ist auf ihn kein Verlass, ganz im Gegenteil, er versetzt dir noch einen Extraschlag wenn du eh schon am Boden bist. (Vllt hat es ihn intuitiv gestört dass dein Vater, die Trauer um deinen Vater in deinen Mittelpunkt gerückt wurde, dein Ex war zu der Zeit deiner Trauer nicht "der wichtigste Mensch in deinem Leben", sowas stört manche Menschen, vorallem solche die sehr ich-bezogen sind, meine Erfahrung)
    Wer sich so verhält ist als Partner nicht gut zu gebrauchen, führe dir das immer wieder vor Augen wenn du dich nach ihm sehnst.
    Mein Rat: versuche dich innerlich von ihm zu lösen, versuche ihn realistisch zu betrachten....gib der "Sucht" nicht nach, sie tut dir nicht gut und wenn du ihr nachgibst könntest du möglicherweise in einer Endlosschleife gefangen sein....
    LG Mari (privat)

  8. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Mariposa für den sinnvollen Beitrag:

    siddhi (17.12.2015)

  9. #7
    silbo
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von light89 Beitrag anzeigen
    Es war ein ständiger Wechsel zwischen glücklich sein und lieben, und das Gefühl zu haben in meinem Kummer und meiner Einsamkeit zu ersticken.
    Sobald es auch nur ansatzweise wieder Richtung Bindung ging, war er weg. Gab mir das Gefühl wertlos zu sein.
    Das Problem ist dass nur er es schafft mich glücklich zu machen, und auch nur er es schafft dass ich mich wie das Letzte fühle.
    Du machst seine Zyklen mit. So wie wahrscheinlich sein Selbstbild zwischen Manie (=gut, ideal, etc.) und Depression (=schlecht, wertlos) schwankt, scheint er dich zu behandeln. Wobei bei mir eher die Depression eher zu mehr Bindung führte, die Hypomanie zur Trennung.
    Klingt eigentlich auch "logisch", denn wenn ich mich selbst wertlos fühle, dann wird das Gegenüber automatisch "höher", und wenn ich mich stark aber gereizt fühle, dann regt mich alles auf....

    Nimmt er noch seine Medikamente? Macht er eine Therapie?

  10. #8
    Neuling
    Registriert seit
    09.10.2015
    Beiträge
    99
    Danke
    36
    39 mal in 28 Beiträgen bedankt

    Standard

    Zitat Zitat von light89 Beitrag anzeigen
    Ich bin 26. Wir waren 3 1/2 Jahre zusammen, 2 davon die schönsten in meinem bisherigen Leben.
    Während dieser Zeit wurde eine bipolare Störung bei ihm diagnostiziert, worunter unsere Beziehung enorm litt. Er verbrachte 4 Monate in einer Psychiatrie, jedoch ohne große Erfolge.. Da er sich auch einfach nicht helfen lassen wollte.
    Hallo light,

    wer hatte von ihm "Erfolge" erwartet - er selbst, diagnostizierende Ärzte, "die Psychiatrie", Du?

    Ich unternahm alles was in meiner Macht stand um ihm zur Seite zu stehen, ihn zu zeigen dass er immer auf mich zählen kann, brachte so viel Feingefühl mit wie nur möglich.
    Zwischendurch dachte ich auch, wir schaffen es, bzw. er schafft es. Aber es wurde einfach nur schlimmer.
    Mit so viel mitbringen, wie Du es tatest, kann ich mir vorstellen, dass sich für einen
    auf diese / mit solcher Weise Dauer-"Beschenkten" innerlich enormer Druck aufbaut, der auf Abstand gehen lässt - zum Zwecke des Selbstschutzes.
    [...] habe ihn nach wie vor abgöttisch geliebt. Ein Dank erhielt ich allerdings niemals.
    Für Liebe Dank zu erwarten, halte ich für vermessen.
    Eher sehe ich es aufgrund Deiner Ausführungen so, dass Du ihn
    brauchtest. Du ihn mehr als er Dich.
    Vielleicht brauchte er einfach nur erstmal Zeit für sich, an Statt all der vermeintlichen "Hilfen".
    [...]
    Ich bekam bis heute keine ordentliche Erklärung dafür dass er Schluss gemacht hat. Für mich ist meine komplette Welt eingestürzt, vor allem weil ich so viel Kraft, Zeit und Liebe in ihn investiert habe, und zum Danke verlässt er mich kurze Zeit nach dem Tod meines Vaters.. Ich kann es immer noch nicht in Worte fassen und schreibe jedes dieser Worte unter Tränen.
    Das ganze ist jetzt über ein Jahr her. Wir haben uns etliche Male wieder getroffen, hatten schöne Wochen, alles war wie damals.
    Doch jedes Mal, nachdem wir eine wunderschöne Zeit hatten, ging er wieder extrem auf Abstand, ließ mich gar nicht mehr heran, ignorierte mich wochenlang.
    Es war ein ständiger Wechsel zwischen glücklich sein und lieben, und das Gefühl zu haben in meinem Kummer und meiner Einsamkeit zu ersticken.
    Sobald es auch nur ansatzweise wieder Richtung Bindung ging, war er weg. Gab mir das Gefühl wertlos zu sein.
    Das Problem ist dass nur er es schafft mich glücklich zu machen, und auch nur er es schafft dass ich mich wie das Letzte fühle.
    Immer sich auf "Glück" das von a u ß e n zu kommen habe, zu verlassen, auf solches dauerzuhoffen, quasiangewiesen zu sein, kann unglücklich machen.
    Dabei ist all das, was Du verzweifelt "draußen" - bei und von Anderen - suchst, in Dir selbst. Wage Dich da mal hinein.
    Ein "Einstieg" kann in der Natur erfolgen.
    Oder mit entsprechender Lektüre (z.B.: "Samenkornmeditation" googeln), und dem Willen, (in) sich selbst zu entdecken.


    [Fettungen durch mich.]
    Geändert von Dankwart van der Suep (14.12.2015 um 11:20 Uhr)

Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Werde ich jemals eine Partnerschaft führen können?
    Von sophia123 im Forum Liebe & Partnerschaft
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 22.07.2014, 02:38
  2. Verliebt ohne ihm jemals in die Augen gesehn zu haben ?
    Von Anonymous86 im Forum Liebe & Partnerschaft
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 03.07.2013, 21:08
  3. Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 03.02.2013, 15:57
  4. Wie komme ich von ihr los?
    Von lukas0815 im Forum Scheidung / Trennung
    Antworten: 10
    Letzter Beitrag: 02.02.2012, 21:25
  5. kann man jemals wieder vertrauen? pseudologie...
    Von penny1 im Forum Psychologie-Talk
    Antworten: 56
    Letzter Beitrag: 10.05.2011, 17:33

Stichworte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •