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Thema: Wie mit Gefühlen gegenüber Schwiegermutter umgehen?

  1. #17
    Schreiberling Avatar von katta
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    Mit einem Mehrgenerationenhaushalt hat sowas für mich überhaupt nichts gemein.
    In der Tat hat es das nicht. Sofern Du Dich auf meinen Beitrag bezogen hast, in dem ich darauf eingegangen bin, möchte ich das gern aufgreifen, bevor ein Missverständnis entsteht.

    Mein Vergleich zum Mehrgenerationenhaushalt diente der Abgrenzung zu dem Konstrukt, von dem in diesem Thread die Rede ist.

  2. #18
    Schreiberling Avatar von katta
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    Ich vermute mangels weiterer Informationen aber, dass er nicht wirtschaftlich auf das Haus baut. Wie die TE sagt, steht es nicht auf Eigentum, sondern auf "Pachtland". Das beddeutet, es fällt nach Ablauf der Pachtzeit an den Grundstückseigentümer zurück. Da wird gerade nichts vererbt, bestenfalls bis zum Ablauf der Pachtzeit.
    Danke für den Hinweis. Ich besitze kein Haus und auch keines, das auf Pachtland steht, war mir also dessen nicht bewusst.

  3. #19
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    Liebe Pfefferminza,
    Aber eigentlich hat sie mir persönlich nichts getan. Wie kann ich diese Gefühle also wieder loswerden bzw. wie kann ich besser damit umgehen? Hat vielleicht jemand einen Rat für mich?
    Der ist wirklich schwer zu geben,da sich räumlich für Deinen Partner nichts ändern kann oder will,selbst wenn ihr in einer gemeinsamen Wohnung leben würdet,wäre da Stress vorprogrammiert,weil er dennoch mehr Zeit mit Mutti verbringt,als mit seiner Freundin und Du über kurz oder lang dann Frust schieben würdest,dann kann mans nur noch so machen:Nichts sehen,nichts hören und auch nichts sagen,Du willst Dich ja schließlich nicht einmischen in diese Konstellation,oder es bleibt bei Treffen bei Dir zuhause,was vielleicht auch noch ginge,ist,kommt auch natürlich auf den Platz an,sich einen Wohnwagen o.ä.aufs Grundstück zu stellen,dann wäre zumindest das Schlafproblem so gelöst.Oder sich ein Gartenhäuschen zurecht machen,wäre auch noch Möglichkeit.
    Lg

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    Pfefferminza (26.01.2020)

  5. #20
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    Vielen Dank für eure Antworten! :-)

    Zitat Zitat von Physalis Beitrag anzeigen
    hast Du diese Partnerschaft bereits 2017 geführt, als Du hier den Strang wegen Deines geringen Selbstwertgefühls eröffnet hast und davon schriebst unsicher zu sein, Ängste zu haben und Dich oft als hässlich und unbeholfen zu empfinden?
    Ja, das ist korrekt, allerdings war das vor 5 oder 10 Jahren noch viel schlimmer. Ich habe in der Zwischenzeit sehr intensiv an mir gearbeitet und mein Selbstwertgefühl hat sich deutlich verbessert … auch wenn das in diesem Thread vielleicht nicht deutlich wird, aber ihr hättet mich mal früher erleben sollen ;-).

    Zitat Zitat von Physalis Beitrag anzeigen
    Ich frage dies, weil es mich erschüttert, dass Du fragst, wie Du positive Gefühle gegenüber einer Täterin entwickeln kannst, gegenüber einer Frau, die ihren Sohn lebenslang emotional ausbeutet und missbraucht und ihn finanziell ausnimmt.
    Moment, Missverständnis! Ich möchte keine positiven Gefühle für sie entwickeln, sondern erreichen, dass sie mir gleichgültig wird. Ich möchte einfach keine Energie in dieses ungesunde Mutter-Sohn-Verhältnis stecken, ansonsten helfe ich noch mit, es aufrecht zu erhalten.

    Zitat Zitat von Physalis Beitrag anzeigen
    Aber vielleicht solltest Du einmal hinschauen, weshalb Du Dich in eine solche Konstellation hinein begibst. Hat es damit zu tun, dass Du Dich selbst nicht magst, und fürchtest, keinen anderen Partner mehr zu finden? Wie verliefen Deine bisherigen Partnerschaften und woran sind diese gescheitert? Denkst Du, dieser Mann ist Dir sicher, weil ohnehin keine andere Fraru eine Partnerschaft mit ihm führen wollte, so, wie er lebt?
    Vorab zu deiner letzten Frage: Nein, mein Freund würde schon eine andere Frau finden, er ist sehr liebenswert und sympathisch. Ob Mutti das auf Dauer zulassen würde, ist natürlich eine andere Frage, allzu "sicher" bin ich mir aber nicht, was meinen Freund betrifft.

    Ansonsten ist dein Gedankengang schon richtig, es hat mit meiner Familiengeschichte zu tun. Ich hatte eine wirklich üble narzisstische Großmutter, die gesamte Familie beherrscht und tyrannisiert hat. Leider hat sie - also in meiner frühen Kindheit - sich ausgerechnet mich als Sündenbock ausgesucht und mein Selbstwertgefühl ganz bewusst und systematisch zerstört. Meine Familie stand so unter ihrer Kontrolle, dass mich niemand beschützen konnte oder wollte. Deshalb gerate ich offenbar immer wieder an narzisstisch-missbrauchende Frauengestalten, die meiner Großmutter ziemlich ähnlich sind.

    Ich habe dazu bereits Therapie gemacht, konnte dieses Muster aber bisher leider noch nicht auflösen. Irgendwie fehlt mir der "Hebel", der etwas in Bewegung bringt und diesen Knoten endlich löst. An meiner Großmutter ist bisher jede Therapie gescheitert. Das klingt jetzt vielleicht schwülstig, aber es ist beinahe so, als würde sie mich aus dem Grab heraus verfolgen und immer wieder zum Leben erwachen … zuletzt in Gestalt meiner Schwiegermutter in spe.

    Zitat Zitat von katta Beitrag anzeigen
    Entweder wir finden eine andere Lösung, wenn ich Dich besuche, sprich, wir gehen gemeinsam in ein Hotel. Oder Du kommst nur noch zu mir zu Besuch, wo wir ungestört sind und in meinem Bett schlafen und ich beteilige mich dann zur Hälfte an den entstehenden Fahrtkosten.

    Aber gemeinsam im Bett der Mutter zu schlafen, wäre für mich von vornherein völlig ausgeschlossen gewesen. Da hätten mich keine 10 Pferde rein gebracht.
    Ich bin froh, dass du das schreibst. Es bestätigt mein Gefühl, die Schlafsituation ist für mich nämlich wirklich unerträglich. Mal gucken, ob ich für meinen nächsten Besuch ein preisgünstiges Zimmer finde (ist aber leider auch eine Geldfrage, mein mangelndes Selbstwertgefühl manifestiert sich leider auch auf meinem Bankkonto, aber mal sehen, vielleicht finde ich ja etwas ...).

    Zitat Zitat von Physalis Beitrag anzeigen
    Ich fürchte, hier haben sich zwei sehr Verzweifelte gefunden und daher auch der ganze Aufwand.

    Aber das ist nur eine Vermutung und ich möchte Dir, Pfefferminza, nicht zu nahe treten.
    Du trittst mir nicht zu nahe, ich habe ja um Rückmeldungen gebeten. Dass eure Rückmeldungen so heftig ausfallen, hätte ich zwar nicht erwartet, aber sie helfen mir, einige Dinge deutlich klarer zu sehen.

    OK, "zwei Verzweifelte" ist vielleicht etwas hart ;-). Mein Freund und ich haben zwar beide ein mieses Selbstwertgefühl, das stimmt, aber aus Verzweiflung sind wir nicht zusammengekommen. Wir haben wirklich sehr tiefe und ehrliche Gefühle füreinander.

    Zitat Zitat von katta Beitrag anzeigen
    Ein weiterer Aspekt ist der, dass die TE vieles an ihrem Partner schätzt, ihn also wohl nicht aufgeben möchte. Sie möchte eine Lösung des Problems.
    Vielen Dank, genau so ist es! :-)

    Zitat Zitat von katta Beitrag anzeigen
    Von einem Menschen zu verlangen, mal eben von jetzt auf gleich sein ganzes Leben umzukrempeln, völlig unabhängig davon, wie ich dazu persönlich stehe, halte ich für eine Forderung, von der ich denke, dass ich sie so nicht stellen kann. Da würde ich abwägen, wieviel mir an dem Menschen liegt und ich ihn möglicherweise ganz verliere, wenn ich Forderungen an ihn stelle, die er nicht erfüllen kann, bzw. ihn überfordern.
    So sehe ich das auch. Für seine Erziehung und seine narzisstisch-übergriffige Mutter kann er nunmal nichts und niemand kann von ihm erwarten, die jahrzehntelange Gehirnwäsche seiner Mutter von einer Minute auf die andere abzuschütteln. So etwas ist Schwerstarbeit und wird Zeit brauchen. Entscheidend wird sein, ob er das überhaupt möchte.

    Zitat Zitat von Mirjam Beitrag anzeigen
    Wie oft seht ihr euch pro Jahr?
    Wir sehen uns etwa alle 1-2 Monate, meistens für ungefähr eine Woche.

    Zitat Zitat von Else08/15 Beitrag anzeigen
    Allein schon, dass er eine Partnerin dieser Situation auf Dauer aussetzt, zeigt doch, dass er in völlig anderen Dimensionen lebt.
    Ja, das ist korrekt. Das Seltsamste daran ist, dass ihm die extreme Nähe zu seiner Mutter anscheinend überhaupt nicht auffällt, auch ihre ständigen Grenzüberschreitungen scheint er nicht wahrzunehmen. Deshalb stört ihn auch die Schlafsituation nicht.

    Zitat Zitat von Else08/15 Beitrag anzeigen
    Sorry für meine klaren Worte, das ist für mich nichts anderes, als erweiterter Missbrauch.
    Es IST Missbrauch. Mein Freund ist ja nicht als erwachsener Mann auf die Welt gekommen, sondern als kleines Kind. Ich will mir gar nicht vorstellen, was sie alles angestellt hat, um ihn dermaßen an sich zu binden.

    Zitat Zitat von Else08/15 Beitrag anzeigen
    Aber sei Dir bewusst, es wird sich nix zum positiven ändern
    Natürlich kann ich ihn nicht ändern und auch seine Situation nicht ändern, das ist mir schon klar.
    Aber offenbar muss ich mich selbst ändern.

    Nachdem ich immer wieder an narzisstische Übermütter gerate, muss ich einen Weg finden, anders mit ihnen umzugehen. Vermeiden kann ich sie nicht, sie treten immer wieder in mein Leben. Wahrscheinlich werden sie das so lange tun, bis ich den Knoten gelöst habe. Daher sehe ich auch nicht viel Sinn darin, die Beziehung hinzuschmeißen. Das würde nicht viel ändern, ich hätte bei der nächsten Beziehung einfach nur die nächste Überschwiegermutti am Hals.

    Zitat Zitat von Physalis Beitrag anzeigen
    Ich vermute mangels weiterer Informationen aber, dass er nicht wirtschaftlich auf das Haus baut. Wie die TE sagt, steht es nicht auf Eigentum, sondern auf "Pachtland". Das beddeutet, es fällt nach Ablauf der Pachtzeit an den Grundstückseigentümer zurück. Da wird gerade nichts vererbt, bestenfalls bis zum Ablauf der Pachtzeit.

    Zudem kostet eine Vollversorgung der Mutter über Jahrzehnte sicher ebenso viel wie das hier beschriebene kleine Haus auf Pachtland.
    Das siehst du vollkommen richtig. Leider ist das Haus ein zentraler Bestandteil von Muttis Gehirnwäsche. Sie hat meinem Freund seit frühester Kindheit eingeredet, dass das Haus unglaublich wichtig ist und unter allen Umständen erhalten werden muss. Deshalb darf mein Freund auch nicht ausziehen - es würde den Verlust dieses wundervollen Hauses bedeuten, das sie ihm aus reiner Selbstlosigkeit später mal vererben will (sorry für meinen Sarkasmus).

    Die Wahrheit ist aber leider, dass das Haus stark renovierungsbedürftig und meiner Einschätzung nach beinahe wertlos ist. Es wäre bestimmt wesentlich sinnvoller gewesen, das viele Geld, das das Haus (über mehrere Jahrzehnte) verschlungen hat, in zwei Eigentumswohnungen zu investieren. Im Grunde geht es nur darum, dass Mutti ihren gewohnten Komfort mit Häuschen und Garten nicht aufgeben will, ich denke, sie weiß sehr genau, dass es da nichts zu vererben gibt.

    Zitat Zitat von Physalis Beitrag anzeigen
    Ich sehe hier ein mangelndes Gleichgewicht.
    Hmm … so habe ich das noch gar nicht gesehen … darüber muss ich erstmal nachdenken.

    Nochmals vielen Dank für eure Antworten, ihr habt mir sehr weitergeholfen! :-)

    Lieben Gruß,
    Pfefferminza

  6. #21
    mobila
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    Hallo Pfefferminza,

    mir ist beim Lesen etwas aufgefallen: Du schriebst, du würdest dich nicht gern (jetzt schon) von deinem Freund trennen wollen, weil sonst Mutti sich ihre kleinen Hände reibt: den Triumph willst du ihr nicht gönnen.
    Später schreibst du, es sei dir, als würde deine narzistische Großmutter dir aus ihrem Grab heraus folgen.

    Was ich auch lese ist, dass du nicht etwa wütend auf deinen Freund bist, dass er sich als erwachsener Mensch noch so behandeln lässt... und dir das zuwider ist... sondern deine Wut geht gänzlich auf sie und auf dich, weil sie dir emotional etwas aufrührt.

    Wäre ich du, wäre ich auf meinen Freund sauer. Ich würde ihm zwar Verständnis zeigen, aber ganz klar meine Grenzen aufzeigen: Ich besuche dich nicht mehr im Haus deiner Mutter, wenn wir nicht einmal ein eigenes Bett haben. Finde eine Lösung oder ich komme nicht mehr, denn Hotelzimmer sind mir zu teuer. Punkt.
    So als Beispiel.

    ich finde, du nimmst ihn zu sehr in Schutz. Fast auch wie man ein Kind in Schutz nimmt. Ja, er wurde von seiner Mutter missbraucht und dadurch tief verletzt. Aber es stimmt auch, dass er nicht unmündig ist sondern selbst Verantwortung trägt. Er selbst hält diese Situation aufrecht. Er schadet damit dir. Du schadest dir, indem du es zulässt.

    Die Mutter wird sich nicht mehr verändern.
    Und es geht hier auch nicht, aber auch wirklich gar nicht um sie. Soll sie sich doch die Hände reiben, falls du ihn verlässt- bist du etwa mit ihr in einem Machtkampf- wer gewinnt?
    Nein!

    Ich habe so ganz deutlich das Gefühl, dass hier eine 3er Verwicklung bzw Gegenübertragung vorliegt.

    Daher würde ich an deiner Stelle, um das zu lösen, folgendes tun:

    1) Deinem Freund wie oben im Beispiel klare Grenzen setzen. Er ist kein kleines Kind, den du beschützen musst. Sondern du bist als Erwachsene selbst für deine Grenzen verantwortlich. Respektiert er dies nicht, passt ihr nicht! So einfach.
    2) Die Schwiegermutter kann dir egal werden, wenn du dich tatsächlich nur auf IHN fokussierst und mit IHM zusammen bist. Und nicht mit dem "Opfer einer narzistischen Frau" (Gegenübertragung)
    Schone ihn nicht länger. Dadurch wirst du vermutlich sowieso emotional aus der Beziehung zu IHR aussteigen.

    LG mobila

  7. Der folgende Benutzer bedankte sich bei mobila für den sinnvollen Beitrag:

    Pfefferminza (26.01.2020)

  8. #22
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    Zitat Zitat von Felsenbirne Beitrag anzeigen
    Der ist wirklich schwer zu geben,da sich räumlich für Deinen Partner nichts ändern kann oder will,selbst wenn ihr in einer gemeinsamen Wohnung leben würdet,wäre da Stress vorprogrammiert,weil er dennoch mehr Zeit mit Mutti verbringt,als mit seiner Freundin und Du über kurz oder lang dann Frust schieben würdest
    Liebe Felsenbirne, vielen Dank, dass du dir so viele Gedanken machst! :-) Hmmm ... wenn er mich alleine in einer fremden Stadt herumsitzen lässt und weiterhin bei Mutti wohnt, hat sich die Sache für mich erledigt. Das würde ich ihm aber natürlich mitteilen, BEVOR ich eine Wohnung suche.

    Zitat Zitat von Felsenbirne Beitrag anzeigen
    was vielleicht auch noch ginge,ist,kommt auch natürlich auf den Platz an,sich einen Wohnwagen o.ä.aufs Grundstück zu stellen,dann wäre zumindest das Schlafproblem so gelöst.Oder sich ein Gartenhäuschen zurecht machen,wäre auch noch Möglichkeit.
    Lg
    Für einen Wohnwagen oder ein Gartenhäuschen ist das Grundstück leider zu klein. Es gäbe vielleicht noch die Möglichkeit, sich in einer WG einzumieten. Das wäre eventuell leistbar. In einer WG hätten zwar ebenfalls Mitbewohner, aber wenigstens ein eigenes Bett ;-).

    Allerdings hat Physalis schon recht, von meinem Freund kommt tatsächlich nicht viel. Vielleicht sollte ich ihn die Wohnung suchen lassen, wenn er es wirklich ernst mit uns beiden meint ...


    EDIT:

    Liebe mobila, vielen Dank für deinen Beitrag! :-)

    Zitat Zitat von mobila Beitrag anzeigen
    mir ist beim Lesen etwas aufgefallen: Du schriebst, du würdest dich nicht gern (jetzt schon) von deinem Freund trennen wollen, weil sonst Mutti sich ihre kleinen Hände reibt: den Triumph willst du ihr nicht gönnen.
    Später schreibst du, es sei dir, als würde deine narzistische Großmutter dir aus ihrem Grab heraus folgen.
    Ja, natürlich sind meine Großmutter und die Mutter meines Freundes zwei verschiedene Personen. Dass mich meine Großmutter "aus dem Grab heraus verfolgt", hatte ich nicht wörtlich gemeint (ich glaube nicht an Geister oder so). Aber meine Großmutter und die Mutter meines Freundes sind sich sehr ähnlich. Was ich damit meinte ist, dass übergriffige, narzisstische Frauen immer wieder eine wichtige Rolle in meinem Leben spielen und dass ich da offenbar noch etwas lösen muss.

    Zitat Zitat von mobila Beitrag anzeigen
    Was ich auch lese ist, dass du nicht etwa wütend auf deinen Freund bist, dass er sich als erwachsener Mensch noch so behandeln lässt... und dir das zuwider ist... sondern deine Wut geht gänzlich auf sie und auf dich, weil sie dir emotional etwas aufrührt.
    Damit hast du recht. Vielen Dank für den Hinweis, das ist mir bisher gar nicht aufgefallen...

    Zitat Zitat von mobila Beitrag anzeigen
    Und es geht hier auch nicht, aber auch wirklich gar nicht um sie. Soll sie sich doch die Hände reiben, falls du ihn verlässt- bist du etwa mit ihr in einem Machtkampf- wer gewinnt?
    Als Machtkampf sehe ich das eigentlich nicht. Was ich meinte, war: Ich würde unter einer Trennung leiden, mein Freund würde unter einer Trennung leiden, aber Mutti wäre überglücklich - da stimmt doch was nicht, oder?

    Aber du hast recht und du sprichst haargenau den Punkt an, weshalb ich diesen Thread eröffnet habe - es geht viel zu viel Energie in Richtung Mutti und das stört mein Bauchgefühl.

    Zitat Zitat von mobila Beitrag anzeigen
    Ich habe so ganz deutlich das Gefühl, dass hier eine 3er Verwicklung bzw Gegenübertragung vorliegt.
    Das klingt sehr interessant. Könntest du mir erklären oder verlinken, was eine 3er-Verwicklung und eine Gegenübertragung ist? Ich habe davon nämlich noch nie gehört.

    Zitat Zitat von mobila Beitrag anzeigen
    Daher würde ich an deiner Stelle, um das zu lösen, folgendes tun:

    1) Deinem Freund wie oben im Beispiel klare Grenzen setzen. Er ist kein kleines Kind, den du beschützen musst. Sondern du bist als Erwachsene selbst für deine Grenzen verantwortlich. Respektiert er dies nicht, passt ihr nicht! So einfach.
    2) Die Schwiegermutter kann dir egal werden, wenn du dich tatsächlich nur auf IHN fokussierst und mit IHM zusammen bist. Und nicht mit dem "Opfer einer narzistischen Frau" (Gegenübertragung)
    Schone ihn nicht länger. Dadurch wirst du vermutlich sowieso emotional aus der Beziehung zu IHR aussteigen.
    Ich glaube, das könnte die Antwort sein, die ich gesucht habe :-). Ich wusste ja, dass da von meiner Seite etwas falsch läuft, konnte es aber einfach nicht zuordnen. Vielen Dank!! Allerdings bräuchte ich zu dieser Dynamik noch etwas mehr Information, hast du vielleicht einen guten Link-Tipp oder einen Buchtipp oder ähnliches für mich?


    Nochmals vielen Dank an euch alle! :-)

    Liebe Grüße
    Pfefferminza
    Geändert von Pfefferminza (26.01.2020 um 22:54 Uhr) Grund: Ergänzung

  9. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Pfefferminza für den sinnvollen Beitrag:


  10. #23
    Roman Verfasser Avatar von Mona-Lisa
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    Zitat Zitat von Pfefferminza Beitrag anzeigen
    Liebe Mona-Lisa,

    vielen Dank für deine Antwort! :-)


    Naja, ich bin gerade dabei, mir eine kleine Firma aufzubauen. Mein Plan wäre also, meine Heimatstadt nicht vollständig zu verlassen, sondern teilweise in der Stadt meines Freundes und teilweise in meiner Heimat arbeiten zu können. Es liegt noch viel Arbeit vor mir, aber mit ein bisschen Fleiß und Glück könnte es klappen...
    Liebe Pfefferminza,

    das klingt interessant, in zwei Städten arbeiten zu können und ich finde es klasse, dass Du Dich auf Deine eigenen Beine stellst. Du scheinst eine sehr mutige ehrgeizige Frau zu sein, die Verantwortung für sich übernimmt und auch sehr bereit ist, sich zu verändern. Das erscheint mir in totalem Gegensatz zu Deinem Freund zu sein, der, so sieht es für mich aus, wenig Verantwortung für sich übernimmt und wohl auch so gut wie nicht ändern will.
    ja genau den meinte ich, aber wie Du geschrieben hast, hast Du ja schon mehrfach und von klein auf mit narzistischen Mutterfiguren zu tun.
    [/QUOTE]
    Diese Befürchtung habe ich auch ... ich vermute mal, sie ist nur deshalb freundlich zu mir, weil ich weit weg und daher "ungefährlich" bin. :-( Allerdings bin ich innerlich vorbereitet. Wenn Mutti so richtig loslegt und mein Freund nicht loyal zu mir steht, bin ich weg. Das tue ich mir nicht an.
    [/QUOTE]Woran würdest Du seine Loyalität erkennen? Z.B. wenn sie dann plötzlich sehr stark krank werden würde? Ich nehme an, sie befindet sich derzeit eher in guter gesundheitlicher Verfassung und sie ist noch nicht pflegebedürftig.
    Das wäre natürlich super, ist wegen Arbeit, Urlaubsanspruch usw. aber nicht ganz leicht zu realisieren :-/. Unser längster gemeinsamer Zeitraum waren drei Wochen (mehrmals, also jeden Sommer), zumindest in dieser Zeit haben wir uns immer gut verstanden.
    drei Wochen am Stück ist gut. Seid Ihr da an seinem Wohnort gewesen, weil Urlaub ist ja oft eine besonders schöne Zeit und wenn man andernorts ist nochmal viel schöner, das kann schon Illusionen erwecken von "passt auch im Alltag".
    Hmm, findest du bzw. findet ihr die Situation wirklich so schlimm? Jeder Mensch hat doch seine Altlasten, Probleme und ggf. auch Traumata. Ich kenne auch relativ viele Menschen, die schlecht abgenabelt sind. OK, so krass wie bei meinem Freund ist es nicht bei vielen Leuten, aber teilweise vergleichbar. Einige von diesen Leuten sind btw. glücklich verheiratet.
    Ich denke schon, dass ihr Euch auf die Distanz ganz gut vertragt und jeder hat eine Vergangenheit und Probleme und auch abhängige Liebe kann zwei Menschen guttun, aber etwas denke ich, ist schon so ein Punkt, wo ich denke, Du bist schon ziemlich verstrickt, wo Du sinngemäß beschreibst, dass Mutti nicht ihren Willen bekommen soll. Ich glaube, da kämpfst Du noch einen alten Kampf und eine Therapie ist eigentlich gut, wenn man so wiederkehrende Situationen erlebt, auch wenn Du mittlerweile selbstbewußter und selbstachtender geworden bist. Hast Du jüngere Geschwister, die Du beschützen wolltest vor Deiner Grpßmutter?
    Ja natürlich wäre das toll! Ein Traum! Ich habe allerdings keine Idee, woher ich einen solchen Mann nehmen sollte? Sorry, das liest sich jetzt vielleicht sarkastisch, so ist es aber überhaupt nicht gemeint. Was ich meine ist: jeder Mensch hat doch seine Probleme, oder nicht? Ehrlich gesagt bin ich froh, einen Menschen gefunden zu haben, der liebevoll und aufrichtig zu mir ist. Einen Partner zu wollen, der "perfekt" ist und keine Fehler und Probleme hat - wäre das nicht unrealistisch?
    Das kann ich gut verstehen, trotzdem könnte es Sinn machen, mal hin zu sehen, ob es andere Menschen in Deinem Umfeld gibt, die Dir auch guttun.
    Außerdem liebe ich meinen Freund und es läuft ja gut zwischen uns. Sollte ich eine an sich gute Beziehung nur deshalb beenden, weil seine Mutti ein Problem damit hat? Wenn ich mit meinem Freund Schluss mache, reibt sich Mutti glücklich die kleinen Händchen und freut sich, dass sie ihren Willen durchgesetzt hat - wie immer! Ich bin nicht so ganz sicher, ob ich ihr diese Freude machen will ...
    nein beenden ist vielleicht nicht der richtige Zeitpunkt, weil Du ja auch schreibst, dass der nächste Mann bestimmt wieder ähnliche Mutterfiguren mitbringt. Aber wäre es nicht schön, aus diesem Muster auszusteigen, vielleicht gibt es ja Menschen mit ähnlichen Vorbedingungen, die etwas reflektierter und änderungsbereiter sind. Jeder hat so seine Baustellen, aber jemand, der so gar nichts in Frage stellt, wäre mir suspekt und zu wenig reflektiert. Verändern kann man nur sich selbst und manchmal bewirkt das eine Veränderung im Beziehungsgeflecht. Ich wünsche Dir, dass Du die für Dich und Dein Wohlergehen passenden Änderungen anstoßen kannst. Und neben dem Firmenaufbau auch Zeit für Deine eigene Weiterentwicklung zu finden.
    Nochmals danke für deine Antwort! :-)
    Lieben Gruß
    Pfefferminza
    Ich danke Dir für Deine Offenheit
    lieben Gruß
    Mona-Lisa
    Kleine Taten, die man ausführt,
    sind besser als Große, die man nur plant

    Man muß mit Allem rechnen, sogar mit dem Schönen!

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    Pfefferminza (26.01.2020)

  12. #24
    mobila
    Gast

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    Freut mich, dass du damit etwas anfangen konntest
    Dass du es mit der Großmutter aus dem Grab nicht wörtlich meintest, hab ich schon verstanden.... : )) Ich meine es ungefähr so: Weißt du was Trigger sind?
    als Kind wurdest du auf eine bestimmte Weise geprägt. Eins von vielen Dingen, die dich geprägt hat, war der Einfluss einer narzistischen Bezugsperson. Das hat etwas mit dir gemacht. Und nun, weil das Thema offensichtlich in dir nicht geheilt ist, du also deine eigene Wunde damit trägst, hast du eine erhöhte Resonanz gegenüber narzistischen Persönlichkeiten/Tendenzen. Deswegen kommt es dir auch so vor, als würde "sie" dich verfolgen. In gewisser Weise ist es so. Aber nicht eigentlich SIE verfolgt dich, sondern deine eigene ungeheilte Wunde. Vielleicht hat auch dein geringes Selbstwertgefühl, das du erwähnt hast, damit zu tun?

    Du schreibst hier ja selbst von einigen Triggern, die diese Frau in dir auslöst. Zum Beispiel: Wie sie deinen Freund niedermacht, ihn manipuliert, an sich bindet durch ihre übergriffige Kritik usw. Dich macht das rasend, sagst du. Und vermutlich macht es das, weil es deine eigene Wunde triggert. Du wurdest selbst vielleicht ganz ähnlich behandelt, von deiner Großmutter? Auf jeden Fall scheint dir das ganze Muster bitter vertraut zu sein.
    Wenn so eine Wunde noch nicht geheilt ist (und oft braucht es da nicht nur Zeit, sondern aktive Unterstützung, zB Therapie), dann tut sie immer wieder weh, wenn wir es bei anderen Menschen sehen.
    Nicht die anderen sind dann die EIGENTLICHE Ursache, sondern verursachen einfach den Trigger.
    Damit möchte ich aber nicht sagen, dass die Frau sich nicht unmöglich verhält, denn klar tut sie es. Aber dein Freund, obwohl lange erwachsen, lässt es zu. Daher eine ganz andere Situation als deine damals, in der du ein Kind warst.

    Solche Muster sind total schwierig zu verstehen, wenn man selber drin steckt. Die Emotionen, die da verwickelt sind, sind eben sehr tief und liegen zT ja auch schon lange zurück. Dazu kommen alle Gefühle, die mit dem HEUTE zu tun haben, zB die Liebe zu deinem Freund usw.

    Ich kann dir leider keine Bücher oder Webseiten empfehlen, weil ich wahrscheinlich hunderte Bücher und Webseiten zu solchen und ähnlichen Themen gelesen habe, aber vielleicht wissen andere etwas Passendes. Ansonsten schau mal die Begriffe "Projektion" und "Trigger".
    Gegenübertragung ist glaube ich nur ein anderes Wort für Projektion.

    Wie du klingst und schreibst, mache ich mir bei dir aber keine Sorgen, dass du es nicht bald lösen wirst.
    Also alles Liebe und Gute

    wünscht mobila

  13. Der folgende Benutzer bedankte sich bei mobila für den sinnvollen Beitrag:

    Pfefferminza (27.01.2020)

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