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Thema: Wie mit Gefühlen gegenüber Schwiegermutter umgehen?

  1. #41
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    Liebe Physalis, vielen Dank, dass du mir die Geschichte erzählt hast. Es ist wirklich tragisch, dass dein Bekannter sich trotz finanzieller Unabhängigkeit nicht von seiner Mutter lösen konnte. Das ist ja z.B. bei meinem Freund viel problematischer, weil neben der emotionalern auch noch eine wirtschaftliche Verstrickung besteht.

    Interessant finde ich, dass dein Bekannter sich trotz der engen Bindung zu seiner Mutter nach ihrem Tod befreit fühlte. Das erinnert mich sehr an meinen Vater. Als seine Mutter starb, hat er weder geweint noch wirkte er traurig, eigentlich war eher das Gegenteil der Fall, er machte einen entspannten und und glücklichen Eindruck. Danach ist er regelrecht aufgeblüht, hat sich eine unternehmungslustige Partnerin gesucht und jetzt bereist er gemeinsam mir ihr die halbe Welt.

    Ich hoffe für deinen Bekannten, dass sich seine Lebenssituation ebenso positiv entwickelt hat! :-)

    Liebe Grüße, Pfefferminza
    Geändert von Pfefferminza (30.01.2020 um 00:23 Uhr)

  2. #42
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    Hallo Pfefferminza,

    der wichtigste Unterschied zu Deinem Fall ist aber, dass mein Bekannter nie eine Beziehung geführt hat. Also auch nicht, bevor der Vater starb und er allein mit der Mutter zusammen lebte. Dein Partner ist ja ganz offensichtlich in der Hinsicht normal entwickelt.

    Alle Fälle, die ich persönlich kenne - allein hier in meinem Heimatdort zwei weitere - wo die Söhne bis zum Tod der alleinlebenden Mutter mit dieser zusammen lebten, wurden nie Partnerschaften geführt. Was wir nicht wissen, ist, ob sie wegen der besonderen Beziehung zur Mutter solo blieben, oder umgekehrt, daheim blieben, weil sie eben keine Beziehung aufbauen wollten und sich dann sagten, dass sie dann auch daheim bleiben könnten und es keinen Grund für einen eigenen Hausstand gäbe.

    Solche Fälle sind tabu. Die Leute reden über alles und jeden, aber darüber, dass es doch auffallend ist, wenn ein Mann (seltsamerweise sind es immer Männer) allein bleibt und sein Leben mit der Mutter verbringt, spricht keiner.

    Einen weiteren Fall einer auffallenden Mutter-Sohn-Beziehung kenne ich, da bliebt der ausgesprochen attraktive und sympathische Sohn immer Single. Auch darüber wurde geschwiegen, als gäbe es eine geheime Absprache, während doch jeder anderen ab der Jugend gefragt wurde, ob es einen Freund oder eine Freundin gibt. Er outete sich dann mit Anfang 30 als schwul, lebt aber in keiner schwulen Beziehung, sondern verbringt seine freie Zeit mit der Mutter, verreist auch mit dieser. Dies war ein Fall von schwerer Vernachlässigung im Kindesalter. Die Mutter trennte sich sehr jung, mit Mitte 20, vom Kindsvater und lebte seither bis ins hohe Alter promiskuitiv mit zahlreichen wechselnden Partnern. Der Sohn kämpfte umso mehr um die Liebe seiner Mutter, umso mehr sie ihn zu Verwandten, Freunden, Nachbarn zur Aufsicht gab. Man müsste meinen, ein so schwer vernachlässigtes Kind würde sich von der Mutter abwenden, aber stattdessen verbringt er nun so viel Zeit wie möglich mit seiner Mutter, die nun, als Seniorin, sexuell zumindest weniger aktiv ist und recht vereinsamt lebt.

    Ich habe einen Großcousin, auch ein sehr attraktiver, groß gewachsener Mann mit sehr gute Ausbildung im Alter von Mitte 40, der direkt im Haus neben den Eltern wohnen blieb und auch noch nie eine Beziehung führte. Auch darüber wird nie gesprochen. Es ist irgendwie einfach so, dass er immer allein bleibt.

    Vielleicht ist es aber auch einfach so, dass nicht jeder Mensch nach einer Paarbeziehung strebt und dies in keiner Weise pathologisch sein muss, egal, ob jemand bei der Mutter lebt, oder nicht. Die Gesellschaft gibt eben dieses Model vor, dass die Paarbeziehung das Ziel sein müsse und außerdem eigene Kinder.

    In Deinem Fall ist es jedenfalls so, dass Dein Partner zwar daheim wohnt, aber sich altersgemäß verhält. Wäre es nicht zufällig sein Kinderzimmer, in dem er heute noch schläft, sondern ein anderes Zimmer, würde man sagen, dass er im Elternhaus seinen "eigenen Bereich" hat, was sich schon deutlich harmloser anhört.

  3. #43
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    Hallo Physalis,

    dass solche Dinge tabu sind, habe ich auch beobachtet. Einer meiner Nachbarn hat ebenfalls mit seiner Mutter zusammengewohnt, und das auf kleinstem Raum in einer Mietwohnung. Mit 50 war er psychisch völlig fertig, er lebte (wie seine Mutter) von Sozialhilfe und war auffallend ungepflegt. Über diese Geschichte hat seltsamerweise auch niemand gesprochen. Ich habe mich allerdings manchmal gefragt, ob er sich vielleicht deshalb so wenig pflegt, damit ihm seine Mutter nicht auf die Pelle rückt :-/.

    Ich kenne auch einen anderen Mann, der bis zum Alter von 16 oder 17 Jahren gemeinsam mit seiner Mutter in einem Bett schlafen musste. Angeblich, weil nicht genug Wohnraum für ein Jugendzimmer vorhanden war ... was ich aber für eine Ausrede halte, weil man auch in der kleinsten Studentenbude irgendwo eine Matratze oder eine Schlafcouch unterbringen kann, wenn man nur will. Vermutlich lag es eher daran, dass seine Mutter nicht alleine schlafen wollte. Der Mann lebte zwar bis zum Alter von 40 Jahren bei seiner Mutter, lernte aber dann über das Internet eine sehr liebe Frau kennen. Ich habe heute keinen Kontakt mehr zu den beiden, aber ich hoffe, dass der Mann (samt Partnerin) den Absprung von seiner Mutter geschafft hat.

    Zitat Zitat von Physalis Beitrag anzeigen
    Dies war ein Fall von schwerer Vernachlässigung im Kindesalter. Die Mutter trennte sich sehr jung, mit Mitte 20, vom Kindsvater und lebte seither bis ins hohe Alter promiskuitiv mit zahlreichen wechselnden Partnern. Der Sohn kämpfte umso mehr um die Liebe seiner Mutter, umso mehr sie ihn zu Verwandten, Freunden, Nachbarn zur Aufsicht gab. Man müsste meinen, ein so schwer vernachlässigtes Kind würde sich von der Mutter abwenden, aber stattdessen verbringt er nun so viel Zeit wie möglich mit seiner Mutter, die nun, als Seniorin, sexuell zumindest weniger aktiv ist und recht vereinsamt lebt.
    Möglicherweise ist es gerade auch Vernachlässigung, die manche Leute so extrem an ihre Mütter bindet? Ich meine, wenn man sich in der Kindheit der Liebe seiner Mutter nie sicher sein konnte, entwickelt man vielleicht eine solche Sehnsucht nach Mutterliebe, dass man sich auch im Erwachsenenalter nicht von der Mutter lösen kann? Ist aber nur eine Vermutung.

    Zitat Zitat von Physalis Beitrag anzeigen
    Vielleicht ist es aber auch einfach so, dass nicht jeder Mensch nach einer Paarbeziehung strebt und dies in keiner Weise pathologisch sein muss, egal, ob jemand bei der Mutter lebt, oder nicht. Die Gesellschaft gibt eben dieses Model vor, dass die Paarbeziehung das Ziel sein müsse und außerdem eigene Kinder.
    Damit hast du bestimmt recht, das Thema Beziehung scheint nicht jedem Menschen gleich wichtig zu sein. Die "betroffenen" Männer, die ich kenne, sehnen sich allerdings schon nach einer Liebesbeziehung. Ich glaube, sie vermeiden den Kontakt zu (anderen) Frauen eher unbewusst, um ihre Mütter nicht zu verletzen.

    Zitat Zitat von Physalis Beitrag anzeigen
    In Deinem Fall ist es jedenfalls so, dass Dein Partner zwar daheim wohnt, aber sich altersgemäß verhält. Wäre es nicht zufällig sein Kinderzimmer, in dem er heute noch schläft, sondern ein anderes Zimmer, würde man sagen, dass er im Elternhaus seinen "eigenen Bereich" hat, was sich schon deutlich harmloser anhört.
    Nein, er hat leider keinen eigenen Bereich. Gäbe es in dem Haus getrennte Wohneinheiten, hätte ich mit der Situation kein Problem. So gibt es aber keinen Bereich im gesamten Haus, der vor Mutti sicher ist, sie hat überall Zugang, klopft nicht an, bevor sie eine Türe aufreißt und räumt überall herum.

    In Sachen Liebe verhält sich mein Freund vielleicht altersgemäß, allerdings scheint er kein großes Bedürfnis nach Autonomie oder einem selbstbestimmten Leben zu haben. Ich glaube, dass er sich ganz gerne von seiner Mutter umsorgen lässt. Was die Sache für mich natürlich nicht einfacher macht, aber wie gesagt, sollte ich mich erstmal um meine eigenen Baustellen kümmern ...

    Liebe Grüße
    Pfefferminza
    Geändert von Pfefferminza (31.01.2020 um 02:14 Uhr)

  4. #44
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    Hallo Pfefferminza,

    es ist doch auffallend, dass es meistens Männer sind, die im Hotel Mama bleiben.

    Der Nachbars"junge" hier bei mir ist nun über 30 und wohnt daheim in einem Kellerzimmer. Er hat einen Master in BWL und einen guten Job bei einer Bank. Er pendelt täglich sehr weite Strecken in eine Stadt, um zu arbeiten. Schon während des Studiums ist er extreme Strecken gependelt, während es hier aufgrund der abgelegenen Lage absoluter Standard ist, dass die jungen Leute zum Studieren wegziehen. Er ist ein auffallend attraktiver Mann, ich denke immer, er sieht aus wie ein Engländer, der als Model Wachsjacken von Babour präsentieren könnte :-). Er hatte noch nie eine Freundin, lebt ganz zurückgezogen daheim in diesem Keller. Seine jüngere Schwester hingegen hat mit 15 ihren heutigen Ehemann kennen gelernt, zog mit 18 daheim aus, hat mit Anfang 20 geheiratet, ihr Mann hat den elterlichen Betrieb übernommen, sie haben Kinder bekommen, haben sich Hunde angeschafft und gebaut.

    Auch in diesem Fall spricht keiner darüber, dass der Sohn nie ausgezogen ist und sich daheim bekochen lässt. Es ist einfach so. Da fragt auch nie jemand, ob er mal jemanden kennen gelernt hat. Das Umfeld schweigt. Ich kenne die Familie schon immer und eigentlich wäre nichts dabei, sich mal nach dem Sohn zu erkundigen, oder ihn selbst zu fragen. Aber die Hemmschwelle ist groß, weil das Bauchgefühl einen doch warnt, nichts anzurühren, was man gar nicht so genau wissen mag. Eine Grenzüberschreitung wäre dies aber m.E. nicht. Kennt man Leute seit ihrer Geburt und lebt in direkter Nachbarschaft, dürfte man sicher mal fragen, ob es eine Freundin gibt. Ich werde jedenfalls immer nach solchen Dingen gefragt.

    Zur Vernachlässigung: Es ist wohl erforscht, dass ungebliebte, abgewiesene Kinder ganz besonders um die Liebe der Mutter kämpfen und ihr Leben lang versuchen, ihr Verhalten danach auzurichten, dass die Mutter sie doch noch annimmt. In dem von mir geschilderten Fall wurde schon vor Jahrzehnten vom Umfeld vorausgesagt, dass gerade die übelsten Mütter die sind, die sich später als beste Mütter hinstellen und so tun, als hätten sie alles für das Kind getan. Genau so ist es hier. Diese Mutter, die allein in der Kindergarten- und Grundschulzeit mit mindestens 15 verschiedenen Männern zusammenlebte, die reinen Sexpartner nicht berücksichtigt, erzählt heute, hochbetagt, dass sie sogar putzen gegangen sei, um ihrem Sohn ein Studium zu ermöglichen. Fakt ist, dass sie putzen ging, weil sie für einen ihrer Liebhaber, der nicht kreditwürdig war, einen Kredit aufgenommen hatte und er sie damit hängen ließ. Sie ging putzen, um die Schulden abzutragen. Du merkst sicher schon, es ist ein Fall aus meinem engsten Umfeld, daher weiß ich so gut Bescheid. Es gibt aber keinen Kontakt mehr.

    In Deinem Fall meinte ich, wenn es nicht das Kinderzimmer wäre, sondern bspw. ein ausgebautes Zimmer im Dachgeschoss, würde sich das anders anhören. Dass Sie gemeinsam in einer Wohneinheit leben, habe ich verstanden.
    Wenn ich Dich richtig verstanden habe, bist Du aber nur max. 3 Mal im Jahr da, oder? Ich schliße es daraus, da ihr euch alle 1 - 2 Monate seht, also ca. 9 Mal im Jahr. Ihr wechselt euch mit dem Fahren ab und seit gelegentlich auf halber Strecke in Hotels. Also ist er vielleicht 3 Mal im Jahr bei Dir, 3 Mal seit ihr in Hotels und 3 Mal bei ihm und seiner Mutter? Wenn das so ungefähr hinhaut, meine ich, dass es Wege geben müsste, diese wenigen Besuche zu überstehen. Für die wenigen Mal pro Jahr, wo Du in seiner Stadt bist, lohnt sich aber doch keine Zweitwohnung, die Du dort unterhalten würdest. Wie kommst Du auf diese Idee? Oder ist das Wohnen dort sehr günstig?

    Wie macht ihr das denn, wenn ihr im Schlafzimmer der Mutter wohnt? Nimmt die Mutter für die Zeit auch ihre Sachen aus dem Zimmer (sicher steht dort doch ein Kleiderschrank), oder betritt sie den Raum, um Dinge herauszuholen? Schließt ihr euch dann ein, wenn ihr eure Zweisamkeit genießen wollt? Rüttelt sie dann an der Klinke, um reinzukommen und stellt dann fest, sie ist ausgesperrt? Oder besprecht ihr mit ihr, wann sie nicht den Raum betreten soll, weil ihr Raum für euer Liebesleben braucht? Ist das überhaupt klar, dass ihr dort im Haus dann auch euer Intimleben auslebt, oder geht das alles heimlich und mit buchstäblich der Hand auf dem Mund, damit die Mutter nebenan nichts hört? Das erinnert mich nun tatsächlich an meiner Teenagerzeit, wo die Eltern im Wohnzimmer saßen, während mich mein Freund in meinem Jugendzimmer besuchte.
    Geändert von Physalis (31.01.2020 um 10:07 Uhr)

  5. #45
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    Hallo Physalis!

    Zitat Zitat von Physalis Beitrag anzeigen
    es ist doch auffallend, dass es meistens Männer sind, die im Hotel Mama bleiben.
    Ja, das ist wirklich sehr auffallend. Wobei Jungs natürlich viel gefährdeter sind, von ihren Müttern in die Rolle eines Ersatzpartners gedrängt zu werden. Eine Mutter-Sohn-Beziehung eignet wesentlich besser zur "Ersatzehe", als das bei einer Mutter-Tochter-Beziehung der Fall wäre.

    Vielleicht hat auch die klassische Rollenverteilung ein wenig damit zu tun. In meinem Bekanntenkreis erlebe ich häufig mit, dass Söhne oft viel weniger im Haushalt mithelfen als Töchter. Der Sohn wird bekocht und ihm wird die Wäsche gewaschen, weil "er ja lernen muss". Die Tochter steht aber zur gleichen Zeit in der Küche und hilft beim Kartoffelschälen. Natürlich nicht immer, aber ich kenne viele Familen, in denen das so läuft. Ich glaube, neben der Bequemlichkeit, die das mit sich bringt, kann dieses ständige Umsorgt-Werden bei den betüdelten Söhnen auch zu einer gewissen Hilflosigkeit führen. Wenn man sein ganzes Leben lang nie eine Waschmaschine oder einen Herd bedient hat, glaubt man vielleicht (unbewusst), ohne seine Mutter nicht zurechtzukommen.

    Zitat Zitat von Physalis Beitrag anzeigen
    Zur Vernachlässigung: Es ist wohl erforscht, dass ungebliebte, abgewiesene Kinder ganz besonders um die Liebe der Mutter kämpfen und ihr Leben lang versuchen, ihr Verhalten danach auzurichten, dass die Mutter sie doch noch annimmt. In dem von mir geschilderten Fall wurde schon vor Jahrzehnten vom Umfeld vorausgesagt, dass gerade die übelsten Mütter die sind, die sich später als beste Mütter hinstellen und so tun, als hätten sie alles für das Kind getan. Genau so ist es hier. Diese Mutter, die allein in der Kindergarten- und Grundschulzeit mit mindestens 15 verschiedenen Männern zusammenlebte, die reinen Sexpartner nicht berücksichtigt, erzählt heute, hochbetagt, dass sie sogar putzen gegangen sei, um ihrem Sohn ein Studium zu ermöglichen. Fakt ist, dass sie putzen ging, weil sie für einen ihrer Liebhaber, der nicht kreditwürdig war, einen Kredit aufgenommen hatte und er sie damit hängen ließ. Sie ging putzen, um die Schulden abzutragen. Du merkst sicher schon, es ist ein Fall aus meinem engsten Umfeld, daher weiß ich so gut Bescheid. Es gibt aber keinen Kontakt mehr.
    Das ist furchtbar und ich kann sehr gut verstehen, warum dich diese Geschichte so berührt :-(. Btw. erinnern mich einige Dinge aus deiner Erzählung an meinen Freund. Seine Mutter hatte zwar nicht so viele Affairen, aber auch sie redet ständig davon, was sie alles für ihren Sohn geopfert hat. Aus einigen Kindheitserinnerungen meines Freundes habe ich aber ganz andere Dinge rausgehört.

    Zitat Zitat von Physalis Beitrag anzeigen
    Wenn ich Dich richtig verstanden habe, bist Du aber nur max. 3 Mal im Jahr da, oder? Ich schliße es daraus, da ihr euch alle 1 - 2 Monate seht, also ca. 9 Mal im Jahr. Ihr wechselt euch mit dem Fahren ab und seit gelegentlich auf halber Strecke in Hotels. Also ist er vielleicht 3 Mal im Jahr bei Dir, 3 Mal seit ihr in Hotels und 3 Mal bei ihm und seiner Mutter? Wenn das so ungefähr hinhaut, meine ich, dass es Wege geben müsste, diese wenigen Besuche zu überstehen. Für die wenigen Mal pro Jahr, wo Du in seiner Stadt bist, lohnt sich aber doch keine Zweitwohnung, die Du dort unterhalten würdest. Wie kommst Du auf diese Idee? Oder ist das Wohnen dort sehr günstig?
    Es ist ganz unterschiedlich, ich fahre so ungefähr 3 bis 5 Mal pro Jahr zu ihm, je nachdem, wie es meine Arbeit zulässt. Und nein, das Wohnen ist dort leider nicht günstig, aber ein paar Treffen pro Jahr sind mir für eine Beziehung einfach zu wenig. Ich möchte aus der Fernbeziehung eine richtige Beziehung machen, deshalb baue ich gerade eine kleine Firma auf, um zumindest einen Teil des Jahres in der Nähe meines Freundes leben zu können. Das mache ich aber nicht nur seinetwegen - beruflich so unabhängig zu sein, dass ich in zwei Städten arbeiten kann, würde mir auch persönlich Spaß machen.

    Zitat Zitat von Physalis Beitrag anzeigen
    Wie macht ihr das denn, wenn ihr im Schlafzimmer der Mutter wohnt? Nimmt die Mutter für die Zeit auch ihre Sachen aus dem Zimmer (sicher steht dort doch ein Kleiderschrank), oder betritt sie den Raum, um Dinge herauszuholen? Schließt ihr euch dann ein, wenn ihr eure Zweisamkeit genießen wollt? Rüttelt sie dann an der Klinke, um reinzukommen und stellt dann fest, sie ist ausgesperrt? Oder besprecht ihr mit ihr, wann sie nicht den Raum betreten soll, weil ihr Raum für euer Liebesleben braucht? Ist das überhaupt klar, dass ihr dort im Haus dann auch euer Intimleben auslebt, oder geht das alles heimlich und mit buchstäblich der Hand auf dem Mund, damit die Mutter nebenan nichts hört? Das erinnert mich nun tatsächlich an meiner Teenagerzeit, wo die Eltern im Wohnzimmer saßen, während mich mein Freund in meinem Jugendzimmer besuchte.
    Sie lässt ihre Sachen im Zimmer und kommt auch herein, wenn sie etwas braucht. Deshalb muss sich an der Situation ja auch dringend etwas ändern. Spätabends oder nachts ist sie aber glücklicherweise noch nie hereingeplatzt (das fehlte gerade noch).

    Was unser Intimleben betrifft ... viel Stimmung kommt in Muttis Bett sowieso nicht auf ;-). Würden mein Freund und ich zusammenleben und wären nur ab und an zu Besuch bei Mutti, würden wir aus Höflichkeit auch ganz auf Sex verzichten. So ist es mir aber ehrlich gesagt ziemlich egal, was Mutti davon hält oder denkt - sollte sie sich gestört fühlen, muss sie sich eben irgendwas in die Ohren stopfen, schließlich kann ich nichts für die Wohnsituation.

    Lieben Gruß
    Pfefferminza
    Geändert von Pfefferminza (01.02.2020 um 02:06 Uhr)

  6. #46
    Verleger Avatar von Physalis
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    Hallo Pfefferminza,

    es ist zwar nicht optimal, wie das bei euch aktuell ist und zu Beginn - Du hast es gemerkt - hat mich das Thema auch recht stark angesprochen.
    Mittlerweile sehe ich es viel gelassener.

    Wenn Du magst, halte uns doch auf dem Laufenden, wie es mit Euch weitergeht. Es würde zumindest mich freuen.

    Viele Grüße

    Physalis

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