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Thema: Wie viel planen ist zu viel planen ?

  1. #1
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    Standard Wie viel planen ist zu viel planen ?

    Moin,
    ich bin 20 und jemand der Dinge plant und nicht sonderlich spontan ist, da ich zwischenmenschlich mich nicht so sicher fühle, überlege ich mir zum Beispiel oft, was ich anderen sage oder wie ich es formuliere. Nun frage ich mich wie viel planen ist zu viel planen, ich meine ein gewisses überdenken von Taten ist ja gut, aber irgendwann bremst man sich ja aus, wo würdet ihr da sagen ist die Grenze?

  2. #2
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    Da, wo du Einbußen hinnehmen musst, bei vergleichsweise vielen Leuten aneckst, selbst nicht mehr klarkommst usw .
    Das Angenehme dieser Welt hab ich genossen,
    Die Jugendstunden sind, wie lang! wie lang! verflossen,
    April und Mai und Julius sind ferne
    Ich bin nichts mehr; ich lebe nicht mehr gerne!
    (Friedrich Hölderlin)

  3. #3
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    Hallo JanLudwig,

    ich bin mir nicht sicher, ob sich das so pauschal sagen lässt.

    Es kommt immer auch auf die Gesamtsituation an und auf die Leute die da mit mir zusammen betroffen sind und wie "schwerwiegend die zu erwartenden Konsequenzen" sein können.

    Wenn jetzt ein guter Freund / Bekannter / Bekannte / Freundin frägt, ob wir miteinander ins Kino gehen, dann hängt es davon ab, ob ich an dem vorgeschlagenen Termin schon etwas anderes vorhabe, Lust auf den Film habe.
    Hier wäre der "GAU" (=größter anzunehmender "Unfall") gering: Film gefällt mir nicht, aber ich habe mit einem guten Freund / guter Freundin / Bekannten .... einen netten Nachmittag / Abend verbracht.... . Kein Problem.

    Wenn jetzt jemand, den ich nicht so gut kenne, kurzfristig anfrägt ob ich mit ihr / ihm zum ersten Mal tauchen gehe (Apnoetauchen; ohne Flasche), dann bin ich auch nicht sonderlich spontan. Den ersten Tauchgang mit eine(m/r) neuen Tauchpartner(in), möchte ich auch planen können, da ich mich auf die Person (nicht nur im Notfall) verlassen können muss. Ich muss wissen, wie die Person tickt und ob sie mit mir "ans Limit" gehen will oder nur "just for fun" tauchen möchte. Wenn es hingegen jemand ist, mit dem ich schon mehrmals unter Wasser war und ich mich 100%ig auf die Person verlassen kann, dann habe ich auch kein Problem -bei entsprechendem Wetter und Gewässer- meine Ausrüstung zu packen und in einer Stunde bereit für die Abfahrt zum Tauchausflug zu sein, wenn ich die Zeit habe.

    Eine gewisse Grundspontanität ist aber von Vorteil. Jemand, der mit seinen Plänen, die "in Stein gemeißelt" waren, scheitert, läuft meiner Meinung nach in Gefahr in ein "Loch" und in Depressionen zu verfallen.

    Meiner Meinung nach kann man Spontanität auch (jedenfalls in einem gewissen Rahmen) trainieren, indem man zum Beispiel nicht für die ganze Woche einkauft, sondern "nur noch" für die nächsten zwei Tage.

    Schreib doch mal, was bei Dir alles spontan geht und wo Du "planen musst".

    Leidest Du unter diesem Zustand und wie würdest Du es Dir wünschen?

    Gruß
    Simon
    Ich bin kein Arzt, Therapeut oder Rechtsanwalt. Meine Postings entsprechen meiner (momentanen) Meinung zu einem Thema und können auch falsch sein. Wenn jemand etwas aus meinen Postings umsetzt / umsetzen möchte, dann ist er / sie für die Folgen selbst verantwortlich und sollte dies nur nach vorherigem Nachdenken tun.

  4. Der folgende Benutzer bedankte sich bei simonjohannes für den sinnvollen Beitrag:

    JanLudwig (27.12.2019)

  5. #4
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    Bin auch so ein Mensch der ständig plant und es liebt wenn alles so läuft wie ich das eingeplant hab. Ein Problem wird es wohl dann, wenn ohne Plan gar nichts mehr geht, wenn man ein schlechtes Gefühl bekommt weil man umdenken muss usw. und Sauer wird wenn nicht alles läuft wie geplant?

    Also planen ist gut, aber ein bissl flexibel sollte mal bleiben.

  6. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Fleckchen für den sinnvollen Beitrag:

    JanLudwig (27.12.2019)

  7. #5
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    Hallo JanLudwig,

    ich habe nochmal über das "Planen" nachgedacht.

    Es wäre echt hilfreich, wenn Du uns konkrete Beispiele aus deinem Leben nennen könntest, wenn Du magst.

    Eine andere Option wäre, wenn Du darüber nachdenkst oder uns berichtest, was passiert, wenn dein Plan nicht funktioniert.

    Wenn Du sagen kannst: "Okay, es ist schiefgelaufen, aber ich versuche noch was daraus zu machen", dann geht es noch. Wenn Du aber dann schon bei "kleinen Tagesplänen" z.B. gelähmt stehen bleibst und erst einmal einige Zeit brauchst um deinen Plan zu "betrauern" oder zu "realisieren, dass dein Plan gescheitert ist", dann solltest Du ernsthaft überlegen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

    Gruß
    Simon
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  8. #6
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    Also ich mache mir eigentlich nur in sozialen Bereichen Gedanken, in Dingen wie Urlaub planen oder so, sehe ich das eher als positiv an. Bei mir sind das so Dinge wie, was sage ich am Telefon, was könnte ich meinen WG Mitbewohner sagen/fragen wenn er/sie mir zufällig in der Küche begegnet oder was sage ich zur Verkäuferin in der Bäckerei. Also primär, wenn ich mit Leuten rede, sprich ich plane Gespräche.

  9. #7
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    Zitat Zitat von JanLudwig Beitrag anzeigen
    Moin,
    ich bin 20 und jemand der Dinge plant und nicht sonderlich spontan ist, da ich zwischenmenschlich mich nicht so sicher fühle, überlege ich mir zum Beispiel oft, was ich anderen sage oder wie ich es formuliere. Nun frage ich mich wie viel planen ist zu viel planen, ich meine ein gewisses überdenken von Taten ist ja gut, aber irgendwann bremst man sich ja aus, wo würdet ihr da sagen ist die Grenze?
    Genau die fettmarkierten Stellen sind zuviel. Sie hindern dich am Kontakt mit anderen Menschen.
    Grüße
    Beinwell

    (Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten.)

  10. #8
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    Zitat Zitat von JanLudwig Beitrag anzeigen
    Also ich mache mir eigentlich nur in sozialen Bereichen Gedanken, in Dingen wie Urlaub planen oder so, sehe ich das eher als positiv an. Bei mir sind das so Dinge wie, was sage ich am Telefon, was könnte ich meinen WG Mitbewohner sagen/fragen wenn er/sie mir zufällig in der Küche begegnet oder was sage ich zur Verkäuferin in der Bäckerei. Also primär, wenn ich mit Leuten rede, sprich ich plane Gespräche.
    Gespräche (die dieses Wort verdienen) unter gleichberechtigten kann man nicht planen. Sie sind eine Interaktion von 2 Personen die spontan auf das gesagte ihres gegenübers reagieren.
    Grüße
    Beinwell

    (Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten.)

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