Seite 2 von 3 ErsteErste 123 LetzteLetzte
Ergebnis 9 bis 16 von 17

Thema: WIE wichtig sind Normen und Regeln

  1. #9
    Neuling Avatar von Edain
    Registriert seit
    24.03.2014
    Beiträge
    45
    Danke
    0
    13 mal in 13 Beiträgen bedankt

    Standard

    Zitat Zitat von Jonathan Dörner Beitrag anzeigen
    Daran ist viel Wahres, aber es würde auch reichen sich nur angemessen zu verhalten und zu wissen was erwartet wird, ohne das wirklich mit irgendwelchen Werten zu verbinden. Normen sind etwas, das von außen an den Menschen herangetragen wird, Werte wohnen ihm inne.
    Werte ansich genommen sind ein weites Feld und jeder definiert sie für sich selbst. Damit dieses Selbstdefinieren nicht im Chaos endet ... bedarf es Normen.

    Nehmen wir als beliebiges Beispiel einen Dieb, für ihn existiert der Wert nicht, dass man sich nicht am Eigentum anderer vergreift. Verhält sich der Dieb "angemessen" und normkonform ... also stiehlt nicht, reicht das erstmal aus und er muss diesen Wert selbst nicht besitzen.

    Schöner wär's natürlich, wenn er diesen Wert verinnerlichen würde.

  2. #10
    Schreiberling
    Registriert seit
    04.08.2013
    Beiträge
    368
    Danke
    51
    103 mal in 74 Beiträgen bedankt

    Standard

    Werte ansich genommen sind ein weites Feld und jeder definiert sie für sich selbst. Damit dieses Selbstdefinieren nicht im Chaos endet ... bedarf es Normen.
    Ähm, nö. Allgemein hat man schon verloren, wenn man das Wörtchen "damit" verwendet um hier einen Zusammenhang aufzuzeigen. "Damit" impliziert, dass etwas bewusst aus irgendeinem Grund eingeführt wurde um einen Zweck zu erfüllen. Da die Entwicklung der menschlichen Gesellschaft aber nicht bewusst gesteuer und verändert wird, sondern sich entwickelt, gibt es solche Zusammenhänge nicht.

    Das Gleiche gilt für das Wort Chaos. Es gibt keinen Lenker in einer Gesellschaft der alles reguliert, das stimmt, aber Chaos ist dennoch unmöglich, weil sich jede Gesellschaft automatisch selbst reguliert und ihre Mitglieder automatisch untereinander eine gewisse Ordnung aushandeln.

    Die Feststellung des Zitats ist soweit richtig, dass es zwischen Werten und Normen Wechsewirkungen gibt.


    Schöner wär's natürlich, wenn er diesen Wert verinnerlichen würde.
    Für wen? Es gibt immer Menschen die Werte annehmen und solche die es nicht tun. Das liegt in der Natur der Sache und ist die Basis für die Wandlungsfähigkeit einer Gesellschaft. Wenn alle sich entsprechend der herrschenden Norm verhielten und die entsprechenden Werte hätten, dann könnte sich nichts verändern. Allerdings besteht eine Notwendigkeit für Veränderung, damit sich der Mensch seiner veränderlichen Lebenswirklichkeit anpassen kann.

  3. #11
    Klabauterin
    Gast

    Standard

    Hallo,
    ich glaube, es gibt Normen und Regeln, die man selbst aufstellt und dann gibt es die verordneten Normen und Regeln. Ich denke, daß sich sehr wohl jeder an seine eigenen Regeln hält-egal wie sie geartet sind und ob sie andere Menschen (oder sich selbst) in ihrer Freiheit einschränken.

    Mit verordneten Normen und Regeln ist das schon was ganz anderes. Ich neige eher nicht dazu, mich an diese Vorgaben immer zu halten. Oftmals unbewußt oder fahrlässig durchkreuze ich da schon mal diese Normen. Das passiert jedem sicherlich mal, aber ich denke dann auch darüber gar nicht nach, da ich Normen, die meinem Emfpinden nach überflüssig und blödsinnig sind, gar nicht anerkenne.

    Chaos ...ist eigentlich nur eine andere Organisation der Dinge, dessen Anordnung auch einer Ordnung unterliegen. Was für einen Betrachter chaotisch wirkt, hat für einen anderen Betrachter System.

    Grüsse
    Klabauterin

  4. #12
    Neuling Avatar von Edain
    Registriert seit
    24.03.2014
    Beiträge
    45
    Danke
    0
    13 mal in 13 Beiträgen bedankt

    Standard

    Zitat Zitat von Jonathan Dörner Beitrag anzeigen
    Ähm, nö. Allgemein hat man schon verloren, wenn man das Wörtchen "damit" verwendet um hier einen Zusammenhang aufzuzeigen. "Damit" impliziert, dass etwas bewusst aus irgendeinem Grund eingeführt wurde um einen Zweck zu erfüllen. Da die Entwicklung der menschlichen Gesellschaft aber nicht bewusst gesteuer und verändert wird, sondern sich entwickelt, gibt es solche Zusammenhänge nicht.

    Das Gleiche gilt für das Wort Chaos. Es gibt keinen Lenker in einer Gesellschaft der alles reguliert, das stimmt, aber Chaos ist dennoch unmöglich, weil sich jede Gesellschaft automatisch selbst reguliert und ihre Mitglieder automatisch untereinander eine gewisse Ordnung aushandeln.
    Gesetze (Normen) sind aus dem aus dem Zweck der Regulierung eingeführt worden. Ich stimme Dir zu, dass sich eine Gesellschaft selbst reguliert, wenn die Normen überholt sind ... siehe hier Mauerfall.
    Am Ende wird alles gut, wenn es nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende. - Oscar Wilde -

  5. #13
    Schreiberling
    Registriert seit
    04.08.2013
    Beiträge
    368
    Danke
    51
    103 mal in 74 Beiträgen bedankt

    Standard

    Normen sind kein Synonym für Gesetze. Wikipedia hilft.

  6. #14
    silbo
    Gast

    Standard

    nein aber viele Gesetze sind Normen. Mengenlehre.

  7. #15
    Verleger
    Registriert seit
    01.03.2014
    Ort
    irgendwo in Hessen
    Beiträge
    2.142
    Danke
    1.079
    1.082 mal in 739 Beiträgen bedankt

    Standard

    Was sind denn Normen und was sind Gesetze...

    Ich glaube Gesetze sind sehr vorgegeben, sehe ich mal von juristischen Gesetzen ab, unterliegen wir alle zumindest den Naturgesetzen innerhalb unserer Welt. Normen hingegen ergeben sich daraus. Das ist das Verhaltensmuster mit dem wir uns innerhalb dieser Gesetze und Grenzen normalerweise bewegen.

    Allerdings in unserem sozialen Verhalten haben sich so einige Gesetze auch aus unserem "normalen" Verhalten ergeben. Viele Normen bleiben einfach nur Normen und sind veränderbar, bei den Gesetzen hingegen ist das schon schwieriger. Auch wenn sie überholt sind, weil wir unser normales Verhalten (unsere Normen) geändert haben, bestehen die Gesetze meist weiterhin.

    Allerdings, wieder mal abgesehen von den Naturgesetzen, ist das wie mit dem Ei und dem Huhn, was war vorher da...

    Ich denke Gesetze sind gut und haben sich bewärt für unsere Entwicklung und dienen der Orientierung, Normen haben eine ganz andere Dynamik und sind mehr oder weniger gesteuert und der Spiegel unseres allgemeinen Handlungsmusters, dienen aber ebenso unserer Orientierung, auf einer anderen unmittelbareren Ebene. Normen schauen wir uns in der Regel ab.

    Ich würde die Frage so beantworten, Gesetze sind wichtig, wahrscheinlich auch sehr wichtig, Normen ergeben sich meist daraus und sind natürlich auch wichtig für unsere unmittelbare soziale Begegnung. Über Normen sind wir kollektiv gesehen, aber auch am meisten beeinflussbar.

    Das ist jetzt das was mir so einfällt.
    Geändert von Blase (26.03.2014 um 07:34 Uhr)

  8. #16
    Verleger
    Registriert seit
    01.03.2014
    Ort
    irgendwo in Hessen
    Beiträge
    2.142
    Danke
    1.079
    1.082 mal in 739 Beiträgen bedankt

    Standard

    Ach so, wie wichtig sind mir Regeln und Normen... hmm, einige Regeln oder Gesetze befolge ich nicht so akribisch, trotzdem finde ich sie unter Umständen sehr wichtig. Bei den Normen nutze ich die, von denen ich denke das sie mir nützlich sind und von denen ich denke es ist von Vorteil mich ihnen anzupassen. Insgesamt versuche ich einigermaßen "normal" zu sein, einfach um meine Umgebung nicht vor den Kopf zu stoßen, aber für mich ist Normalität nicht das Maß aller Dinge. In der psychosomatischen oder auch Behinderten-Betreuung musste ich oft genug das unnormale als gegeben (oder eben als "Normal") akzeptieren was auch eine gewisse Freiheit mit sich brachte, so brauchte ich nicht so sehr auf meine Wirkung zu achten, wie z.B. bei den wolhabenden und gesellschaftlich angesehenen Herrschaften, bei denen in der Pflege arbeitete.

    Normalität bedeutet für mich aber oft genug ein Zwang, dem ich mich nicht gerne hingebe.

Seite 2 von 3 ErsteErste 123 LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. NORMEN I-S-T 2000 R - Jemand den Test vorliegen?
    Von Neidina im Forum Psychologie: Stellenangebote/ Jobsuche/ Praktikantenstellen - Psychologie im Beruf
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 28.09.2009, 20:21
  2. Gegen Normen und Werte
    Von mindShape im Forum Selbstbewusstsein
    Antworten: 12
    Letzter Beitrag: 14.01.2009, 18:55

Stichworte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •