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Thema: Wofür lohnt es sich zu leben/im Leben zu kämpfen ?? (Achtung, etwas länger!!!)

  1. #1
    Neuling
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    Standard Wofür lohnt es sich zu leben/im Leben zu kämpfen ?? (Achtung, etwas länger!!!)

    Hallo Ihrs,

    (vorab will ich sagen das ich nicht suizidgefährdet bin, es mir im Moment jedoch nicht gut geht.)

    ich muss einfach irgendwem was schreiben. Mir geht es gerade richtig dreckig. Mit dreckig meine ich nicht depressive Gefühle sondern so schlecht, das ich mich ernsthaft frage wofür es sich überhaupt zu leben lohnt. Seit zwei Stunden liege ich wach ihm Bett und das Gedankenkarussell will einfach nicht aufhören sich zu drehen. Ständig denke ich daran was in meinem Leben alles schief gelaufen ist, wie beschissen mein Verhältnis zu meiner Familie ist und und und. Ich habe so viele negative Erfahrungen in meinem Leben gehabt.

    Überall wo ich hinkomme habe ich (teilweise) Angst vor Menschen (Urmisstrauen?), davor das sie ein schlechtes Bild von mir haben könnten oder mich bloßstellen. Durch langjährige Therapieerfahrung weiß ich, dass das meiste davon nur Projektion ist, jedoch ist es mir bisher nur wenig gelungen das in der Realität umzusetzen. Nie habe ich das Gefühl bekommen ein liebenswerter Mensch zu sein, ich habe auf Sachen verzichtet, die mir gefallen haben, nur weil ich Angst davor hatte, was andere von mir denken können. Von meinen Minderwertigkeitsgefühlen sollte ich lieber gar nicht erst anfangen. Könnt ihr verstehen wie weh es tut, zu sehen wie andere Leute Hobbys/Interessen entwickeln und darin aufblühen und man selber nur stagniert und auf einen (perfekten) Moment wartet auch was an zu fangen.

    Meine Schulzeit war auch keine schöne Zeit. Häufig bin ich mit Leuten aneinander geraten, habe nur schwer Anschluss gefunden und war irgendwie immer in einer leichten Außenseiterposition. Ich habe die Leute immer beneidet, die scheinbar gut mit vielen klargekommen sind.

    Jetzt im Nachhinein waren bereits im Kindesalter Verhaltensweisen/Gedanken vorhanden die stark auf psychische Auffälligkeiten/(Störung) hindeuteten. Seit dem ich denken kann habe ich mich permanent mit Anderen verglichen, Komplexe gehabt, mir nie was zugetraut oder mich selber schlecht gemacht. Ich habe häufig das Gefühl das meine Eltern sich bei mir keine Mühe gegen haben, frei nach dem Motto „bei deinen anderen Geschwistern war Erziehung ja auch eher ein Selbstläufer“. Ich hätte mir einfach nur ein wenig mehr Aufmerksamkeit/Interesse seitens meiner Eltern gewünscht.

    Nun bin ich ja in der heutigen Zeit ein Erwachsener Mensch und stehe auf eigenen beinen, jedoch fühle ich mich innerlich aber häufig noch wie ein Kind. Nicht in Bezug auf Verhalten, sondern eher nach Bedürfnissen. Sachen wie Zuwendung, Liebe oder Geborgenheit habe ich nur spärlich erfahren und danach sehne ich mich immer noch sehr.

    Und irgendwie habe ich einfach die Schnauze voll das ich es im Leben immer schwer habe. Ich erwarte nicht das alles im Leben von alleine glatt läuft, aber irgendwann ist jeder Mensch an einem Punkt angelangt, an dem er nicht mehr weiter weiß. Manchmal habe ich den Eindruck, das ich mich selbst aufgegeben habe und das obwohl ich gerade mal 25 bin.

    Wofür lohnt es sich zu leben, wenn man doch jegliche Aussicht auf mein positives Selbstbild und stabile Beziehungen/ (Partnerschaft) bereits in jungen Jahren fast verloren hat? Warum soll man sich anstrengen, kämpfen oder wie man es auch nenne mag? Habe ich überhaupt die möglich was zu ändern?

    Ich würde mir wünschen das hier wirklich ernste Antworten gepostet werden und nicht so was wie „ wird sowas in der Therapie nicht aufgearbeitet?“. Wenn ihr euch wirklich alles durchgelesen habt, vielen Dank dafür.

    Viele Grüße und gute Nacht!

  2. #2
    Nachwuchs Autor Avatar von bonusheft
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    Standard

    sobald du dich nicht mehr als opfer siehst, geht es aufwärts.
    solange du in dieser rolle bist und bleiben willst, kannst du machen was du willst, es wird alles sch...

    ändere deine denkmuster.

    du bist 25? wow, bis hierher hast du es also schon geschafft.

    was hast du durch deine "auussenseiterrolle" positives gelernt?
    arbeite an deinen ressourcen.

    falls du weiter an therapie interessiert sein solltest, empfehle ich dir körpertherapie (hakomi, skan, bioenbergetik..)
    über probleme reden kannst du 100jahre lang ohne dass sich viel verändert.

    gehe für deine bedürfnisse!!!
    ich behaupte, fast jeder hat bedürfnisse, die in der kindheit nicht vollständig befriedigt wurden. (aus welchen gründen auch immer).
    du kannst dir die zeit zum "nachreifen" nehmen!
    suche dir das passende dafür aus. mach eine kleine fobi in dem bereich, der dich interessiert.
    z.b. einen clownworkshop (galli kann ich empfehlen), oder etwas mit gestalten, tanzen....

    wir haben undendlich viele möglichkeiten uns das zu holen, was wir wirklich brauchen.
    nähre dich mit allem, was dir spass macht.

    die möglichkeit etwas zu verändern besteht jeden tag!!

    nur mut! mache den ersten schritt, indem du auf die suche gehst, wo die leichtigkeit in deinem leben ist.
    du kannst dir alle möglichen flyer, die überall ausliegen, einsammeln und schauen, was dich anspricht.

    viel freude!
    Man sollte die Dinge so nehmen, wie sie kommen. Aber man sollte dafür sorgen, dass die Dinge so kommen, wie man sie nehmen möchte.
    Curt Götzdt. Schriftsteller1888-1960

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