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Thema: Zweifel an meiner Wahrnehmung

  1. #9
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    Wenn es mir heute schlecht geht,ich mich innerlich gestresst fühle und nicht recht weiss wieso,sehr nervös bin oder mich ausgeschlossen,unzugehörig fühle; dann esse ich viel,Süsses vorallem,oder lege mich irgendwann einfach ins Bett ins dunkle Zimmer und warte bis ich einschlafe .

    Wenn es mir ganz schlecht geht und ich ständig denke "ich wäre lieber tot", dann ist das schrecklich,aber ich weiss gleichzeitig,dass ich nicht den Mut habe,mir etwas anzutun. Wenn,dann würde ich zu Exit gehen..

    Ich habe diese Todesgedanken früher nicht geäußert in der Beziehung,auch weil mein Freund einen Bruder durch Selbstmord verloren hat, aber irgendwann habe ich es doch getan.
    Aber sie zu äußern bringt nicht viel,eher das gegenteil.mein Freund wird aggressiv.
    Habt ihr Tipps/Erfahrungen, wie mit solchen Gedanken umgehen?

  2. #10
    Roman Verfasser Avatar von Mona-Lisa
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    Mit solchen Gedanken würde ich mich an eine der unter Notfallnummern angegebenen Stellen in Verbindung setzen, das meiner Therapeutin erzählen oder in die Krisenambulanz der Psychiatrie gehen, aus Selbstschutz. Auch wenn ich weiß, dass ich eigentlich es gar nicht wirklich tun würde, aber für mich wäre der Gedanke daran wie eine starke rote Signallampe und dem Textband "Du bist am Limit, das ist schwierig alleine, Du brauchst Hilfe, hol sie dir und wenn möglich bei Jemandem, der das beruflich macht"

    Hilft Dir die Verhaltenstherapie?
    Man muß mit Allem rechnen, sogar mit dem Schönen!
    Es gibt tausend Gründe, alles beim Alten zu belassen, aber nur einen, etwas zu ändern, Du hältst es einfach nicht mehr aus!

  3. #11
    Verleger Avatar von Draugr
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    Zitat Zitat von Nika8 Beitrag anzeigen
    Nun ist es anders,mein Freund verzweifelt nicht,wenn ich den Kopf an die Wand schlage,und sorgt sich wie es scheint,auch nicht,sondern wird eher selber aggressiv.
    Darum,und auch weil ich die Kopfschmerzen und die Angst,all meine Hirnzellen abgetötet zu haben,leid bin,kommt es kaum mehr vor.
    Es ist eben vermutlich nicht anders..., Aggressivität/ Wut ist eine klassische männliche Reaktion auf Hilflosigkeit, Verzweiflung etc.
    Das Angenehme dieser Welt hab ich genossen,
    Die Jugendstunden sind, wie lang! wie lang! verflossen,
    April und Mai und Julius sind ferne
    Ich bin nichts mehr; ich lebe nicht mehr gerne!
    (Friedrich Hölderlin)

  4. #12
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    Männliche Hilflosigkeit wird oft verkannt, weil sie sich eben anders äußert.

    Eine meiner besagten Ex-Freundinnen mit BPS musste ich gar ein paar Mal, als sie besonders extrem ausrastete, nieder ringen und so lange fixieren, mit meinem Körper/ Bodenkampftechniken, bis sie sich wieder abgeregt hatte, sonst hätte sie sich ernsthaft verletzt.
    Sie hat mir das im Nachhinein vorgeworfen, als wäre ich übergriffig gewesen; doch was hätte ich in dem Moment anderes tun sollen . Das war dann auch alles eine Mehrfachbelastung für mich auf Dauer.

    Edit: während jener körperlichen Schutzmaßnahmen selbst war ich natürlich sehr kontrolliert, der große Flash kam immer erst im Nachhinein, zum Glück, wahrscheinlich auch so eine Art Selbstschutz.

    Bei BPS wiegt die Bürde der Co- Betroffenen besonders schwer, will ich meinen; das hat nichts mit Schuld der Erkrankten zu tun; aber es ist halt so.
    Geändert von Draugr (07.02.2020 um 14:02 Uhr)
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  5. Die folgenden 2 Benutzer bedankten sich bei Draugr für den sinnvollen Beitrag:

    Kai68 (07.02.2020),Mona-Lisa (07.02.2020)

  6. #13
    Neuling
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    Liebe Mona-Lisa

    Danke für Deine Antwort. In der Verhaltenstherapie habe ich diese Gedanken auch schon angesprochen. Es hilft mir, sie einfach jemandem mitteilen zu können..Da sie immer auch wieder vorbeigehen und danach oft auch eine sehr positive Phase kommt, habe ich bisher nicht mehr unternommen. Wie gesagt,sie gehen vorüber,ich muss einfach aushalten.ich glaube,das kann schon auch dazugehören. Meint ihr nicht?
    Die Verhaltenstherapie hilft mir schon,indem Sinne,dass ich es entlastende finde,mit jemandem über die vielen negativen Gedanken &Emotionen zu sprechen und zu üben,mich nicht dafür zu verurteilen.

    Lieber Draugr

    Danke auch für Deine Antwort,welche mir recht hilft,die Reaktionen von meinem Freund besser einzuordnen.
    Das klingt krass,was Du mit Deiner Exfreundin erlebt hast. Darf ich fragen,in welchen Situationen sie ausgerastet ist?

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende Euch,
    Nika8

  7. Die folgenden 2 Benutzer bedankten sich bei Nika8 für den sinnvollen Beitrag:

    Draugr (08.02.2020),Mona-Lisa (08.02.2020)

  8. #14
    Verleger Avatar von Draugr
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    Zitat Zitat von Nika8 Beitrag anzeigen
    Liebe Mona-Lisa

    Danke für Deine Antwort. In der Verhaltenstherapie habe ich diese Gedanken auch schon angesprochen. Es hilft mir, sie einfach jemandem mitteilen zu können..Da sie immer auch wieder vorbeigehen und danach oft auch eine sehr positive Phase kommt, habe ich bisher nicht mehr unternommen. Wie gesagt,sie gehen vorüber,ich muss einfach aushalten.ich glaube,das kann schon auch dazugehören. Meint ihr nicht?
    Die Verhaltenstherapie hilft mir schon,indem Sinne,dass ich es entlastende finde,mit jemandem über die vielen negativen Gedanken &Emotionen zu sprechen und zu üben,mich nicht dafür zu verurteilen.

    Lieber Draugr

    Danke auch für Deine Antwort,welche mir recht hilft,die Reaktionen von meinem Freund besser einzuordnen.
    Das klingt krass,was Du mit Deiner Exfreundin erlebt hast. Darf ich fragen,in welchen Situationen sie ausgerastet ist?

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende Euch,
    Nika8
    Das ist sehr positiv, dass du auch die Perspektive deines Freundes einzunehmen bereit bist.
    Konkrete Auslöser, die gab's in dem Sinne nicht, sie hatte zum Ende der Beziehung, so erklärte sie es mir auch in ruhigen Momenten, ein Problem damit, eine Beziehung auf Augenhöhe zu hören. Mein Vorgänger und mein Nachfolger, letzteren lernte sie in der Tagesklinik kennen, waren im Vergleich zu mir auch, ohne arrogant klingen zu wollen, ziemliche Luschen.

    Sie hat dann halt auch Konflikte künstlich herbeigeführt, um zu verletzen und abzuwerten, weil zumindest letzteres nicht gelungen ist und ich mir ersteres nicht anmerken ließ, sind die Streits dann so ausgeufert.
    Geändert von Draugr (08.02.2020 um 12:27 Uhr)
    Das Angenehme dieser Welt hab ich genossen,
    Die Jugendstunden sind, wie lang! wie lang! verflossen,
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  9. #15
    Neuling
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    Hallo Draugr

    Ah dann war es wie ein Bedürfnis von ihr,zu streiten, damit das 'Gefälle' sozusagen wieder da ist indem du sie oder sie dich abwerten,verletzen kann,wenn ich das richtig verstanden habe..klingt anstrengend.
    Und wie denkst du jetzt von ihr?

    Liebe Grüße,
    Nika8

  10. #16
    Roman Verfasser Avatar von Mona-Lisa
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    Zitat Zitat von Nika8 Beitrag anzeigen
    Liebe Mona-Lisa

    Danke für Deine Antwort. In der Verhaltenstherapie habe ich diese Gedanken auch schon angesprochen. Es hilft mir, sie einfach jemandem mitteilen zu können..Da sie immer auch wieder vorbeigehen und danach oft auch eine sehr positive Phase kommt, habe ich bisher nicht mehr unternommen. Wie gesagt,sie gehen vorüber,ich muss einfach aushalten.ich glaube,das kann schon auch dazugehören. Meint ihr nicht?
    Die Verhaltenstherapie hilft mir schon,indem Sinne,dass ich es entlastende finde,mit jemandem über die vielen negativen Gedanken &Emotionen zu sprechen und zu üben,mich nicht dafür zu verurteilen.

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende Euch,
    Nika8
    Liebe Nika8,

    aushalten können ist schon eine gute Sache, aber eben nur eine und lernen, sich nicht dafür zu verurteilen auch, Entlastung durch Mitteilung, klar, solange jemand da ist, der das in Empfang nimmt. Mir erscheint es, als bliebe man damit zu sehr an der Oberfläche.

    Hast Du mal was von Skills-Training gehört? Das ist ein sehr interessanter Ansatz bei BPS. Vielleicht magst Du mal googeln danach.

    liebe Grüße
    Mona-Lisa
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