Seite 5 von 5 ErsteErste 12345
Ergebnis 33 bis 39 von 39

Thema: Zweifel an meiner Wahrnehmung

  1. #33
    Neuling
    Themenstarter

    Registriert seit
    01.09.2015
    Beiträge
    24
    Danke
    0
    4 mal in 3 Beiträgen bedankt

    Standard

    Zitat Zitat von lemonish Beitrag anzeigen
    Hallo Nika.


    Ich glaube nicht, dass du ein bösartiger Mensch bist.
    Vielmehr habe ich den Eindruck, dass du dir in solchen Situationen vor lauter Verzweiflung nicht anders zu helfen weißt.
    Früher bei deiner Mutter scheint das ja auch "funktioniert" zu haben. Deine Mutter war hilflos und verzweifelt vor Sorge um dich. Wahrscheinlich war jeder Streit dann einfach vergessen!? Hat sie dich dann in den Arm genommen? Dir verziehen, um was es vorher ging? Dich angefleht, das nie wieder zu machen?

    Nur ist das halt keine gesunde, "erwachsene" Lösung.

    So, wie ich es kenne, geht es zum Einen um den Umgang mit den eigenen Gefühlen (die vielleicht übermächtig erscheinen?). Da könnten Skills vielleicht helfen. Das wurde dir ja schon von jemand anderem vorgeschlagen.
    Und da würde es sich bestimmt auch lohnen, mit dem Therapeuten mal hinzuschauen. Was für Gefühle gehen da genau in dir vor? Was fühlt sich "übermächtig" an? Was befürchtest du, wenn der andere deine Verzweiflung nicht sehen könnte?
    Und zum anderen geht es um den Ausdruck der eigenen Gefühle. Was wäre ein adäquater Umgang damit? Was könnte dir in solchen Situationen helfen? Würde dir eine kurze Auszeit helfen? Mal kurz raus an die frische Luft und danach weiter diskutieren? Oder wie könntest du deinem Gegenüber deine Verzweiflung anders verdeutlichen? Oder z. B. anders ausdrücken, dass du in den Arm genommen werden möchtest?

    Liebe Grüße
    Lemonish
    Hallo Lemonish

    Deine Gedanken sind inspirierend für mich,danke..

    Ja,früher mit meiner Mutter war es nach dem Kopf an die Wand schlagen irgendwie so,dass wir uns wieder näher waren. Sie tröstete mich und nahm mich manchmal in den Arm wenn ich es zuliess. Und ja,bat mich,das nicht wieder zu tun..ich verstehe aber bis heute nicht genau,was da genau ablief.

    Mit meinem Freund heute ist das anders.seine Reaktion machte mir Angst und lässt mich mich noch einsamer fühlen. Darum habe ich vermutlich auch damit aufgehört..

    Liebe Grüße,
    Nika
    Geändert von Nika8 (23.02.2020 um 19:59 Uhr)

  2. #34
    Verleger
    Registriert seit
    27.11.2009
    Ort
    in NRW
    Beiträge
    2.014
    Danke
    1.008
    858 mal in 569 Beiträgen bedankt

    Standard

    Dann hat dein Freund richtig reagiert!

    Hätte deine Mutter auch so machen sollen!
    Grüße
    Beinwell

    (Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten.)

  3. #35
    Roman Verfasser Avatar von Mona-Lisa
    Registriert seit
    27.04.2016
    Ort
    hinter dem Mond
    Beiträge
    1.220
    Danke
    4.227
    1.135 mal in 778 Beiträgen bedankt

    Standard

    Zitat Zitat von Beinwell Beitrag anzeigen
    Dann hat dein Freund richtig reagiert!

    Hätte deine Mutter auch so machen sollen!
    Bei allem Verständnis für Deine Meinung: agressiv zu reagieren auf Autoagression eines Kindes/Jugendlichen ist keine erwachsene Handlungsweise. Für das Kind und sich selbst (falls man überfordert ist ) einen Psychologen suchen und dem Kind signalisieren, dass man es liebt, aber sein Verhalten für falsch hält und sich nicht von dem vorher gesagten abbringen läßt, wäre m.E. angemessen. Ich denke aber auch, dass da schon früher was schieflief. Autoagression ist ein Hilfeschrei nach langem verzweifelten Bemühen, Liebe und Aufmerksamkeit zu erhalten. Das ist meine Meinung dazu. Fachmenschen mögen das anders sehen
    Man muß mit Allem rechnen, sogar mit dem Schönen!
    Es gibt tausend Gründe, alles beim Alten zu belassen, aber nur einen, etwas zu ändern, Du hältst es einfach nicht mehr aus!

  4. #36
    Roman Verfasser Avatar von Mona-Lisa
    Registriert seit
    27.04.2016
    Ort
    hinter dem Mond
    Beiträge
    1.220
    Danke
    4.227
    1.135 mal in 778 Beiträgen bedankt

    Standard

    Zitat Zitat von Nika8 Beitrag anzeigen
    Hoi Mona-Lisa

    Danke für deine Antwort.
    Ich mache momentan eine Verhaltenstherapie. Meine Therapeutin ist recht jung,am Doktorieren..das muss nichts heißen,aber manchmal denke ich,sie hat vielleicht zu wenig erfahrung.obwohl,sie hat auch schon in einer Klinik gearbeitet und viele Weiterbildungen und so..aber das muss auch nichts heißen:-)

    Ich glaube schon,dass ich Vertrauen zu ihr habe. Nur befürchte ich oft,dass sie mich 'zu positiv' sieht. Obwohl ich mir.mühe gebe,ihr ein ehrliches Bild von mir zu geben durch Erzählen von situationen..und durch natürlich-Sein in den Sitzungen.. ich kann es ehrlichgesagt nicht genau fassen,ob es wirklich eine hilfreiche Beziehung ist oder eher ein Vortäuschen,daran vorbei reden,oberflächlich..

    Ui,ich schreibe viel.

    Ich wünsche Dir eine gute Nacht,
    Nika8
    Hallo Nika8,

    ich könnte mir vorstellen, dass es an der Therapierichtung liegt. Nach meiner bisherigen Erfahrung sind Verhaltenstherapeuten eher praktisch veranlagte Therapeuten, die versuchen durch Tipps, wie man sich anders verhalten kann, um positivere Erlebnisse zu haben. Dabei wird schon mal der Blick in die Vergangenheit eher ausgeblendet. Tiefenpsychologische Therapeuten interessieren sich für die früheren Ereignisse, woher es kommt, dass man jetzt in der Situation ist, die ja oft eine Wiederholung von frühkindlichen Erfahrungen ist.

    Die Unerfahrenheit der Therapeutin oder ihre spezielle Art können da aber schon auch mit reinspielen. Es gibt erstaunlich gute Verhaltenstherapeuten mit viel Gespür für Ihre Patienten. Hast Du Deine Bedenken mal angesprochen, so wie Du es hier schilderst, das wäre eine gute Rückmeldung an sie. Oft traut man sich das nicht anzusprechen. Aber Therapeuten sind auch nur Menschen, die nur mit dem arbeiten können was sie haben. Aber vielleicht hast Du das längst getan, dann entschuldige bitte den Hinweis, ich habe nur schon so oft gelesen, dass jemand Probleme mit dem Therapeuten hat, aber es dem Therapeuten nicht mitgeteilt haben aus unterschiedlichen Gründen.

    Ich wünsche Dir viel Erfolg bei Deiner nächsten Therapiesitzung. Wie oft gehst Du hin?

    viele Grüße
    Mona-Lisa
    Man muß mit Allem rechnen, sogar mit dem Schönen!
    Es gibt tausend Gründe, alles beim Alten zu belassen, aber nur einen, etwas zu ändern, Du hältst es einfach nicht mehr aus!

  5. #37
    Verleger
    Registriert seit
    27.11.2009
    Ort
    in NRW
    Beiträge
    2.014
    Danke
    1.008
    858 mal in 569 Beiträgen bedankt

    Standard

    Zitat Zitat von Mona-Lisa Beitrag anzeigen
    Bei allem Verständnis für Deine Meinung: agressiv zu reagieren auf Autoagression eines Kindes/Jugendlichen ist keine erwachsene Handlungsweise. Für das Kind und sich selbst (falls man überfordert ist ) einen Psychologen suchen und dem Kind signalisieren, dass man es liebt, aber sein Verhalten für falsch hält und sich nicht von dem vorher gesagten abbringen läßt, wäre m.E. angemessen. Ich denke aber auch, dass da schon früher was schieflief. Autoagression ist ein Hilfeschrei nach langem verzweifelten Bemühen, Liebe und Aufmerksamkeit zu erhalten. Das ist meine Meinung dazu. Fachmenschen mögen das anders sehen
    Das sehe ich genau so. Aber es ist die falsche Art sich um Aufmerksamkeit zu bemühen und wird auch bereits durch das Kind manipulativ eingesetzt. Das sollte man schon seinem Kind deutlich machen, das diese Verhalten grundsätzlich nicht geht und diese Art der Aufmerksamkeitssuche auf keinen Fall belohnen wird, in dem es bekommt was es will.
    Genau so wird es z.B. auch in Kliniken gemacht. Die Wunde wird versorgt, aber der Pat. bekommt für seinen SVV an sonsten keinerlei Aufmerksamkeit. Es wird ignoriert.

    Stunden oder Tage später in der Psychotherapiesitzung wird das ganze dann aufgearbeitet.
    Geändert von Beinwell (24.02.2020 um 21:19 Uhr)
    Grüße
    Beinwell

    (Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten.)

  6. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Beinwell für den sinnvollen Beitrag:

    Mona-Lisa (24.02.2020)

  7. #38
    Neuling
    Themenstarter

    Registriert seit
    01.09.2015
    Beiträge
    24
    Danke
    0
    4 mal in 3 Beiträgen bedankt

    Standard

    Zitat Zitat von Mona-Lisa Beitrag anzeigen
    Hallo Nika8,

    ich könnte mir vorstellen, dass es an der Therapierichtung liegt. Nach meiner bisherigen Erfahrung sind Verhaltenstherapeuten eher praktisch veranlagte Therapeuten, die versuchen durch Tipps, wie man sich anders verhalten kann, um positivere Erlebnisse zu haben. Dabei wird schon mal der Blick in die Vergangenheit eher ausgeblendet. Tiefenpsychologische Therapeuten interessieren sich für die früheren Ereignisse, woher es kommt, dass man jetzt in der Situation ist, die ja oft eine Wiederholung von frühkindlichen Erfahrungen ist.

    Die Unerfahrenheit der Therapeutin oder ihre spezielle Art können da aber schon auch mit reinspielen. Es gibt erstaunlich gute Verhaltenstherapeuten mit viel Gespür für Ihre Patienten. Hast Du Deine Bedenken mal angesprochen, so wie Du es hier schilderst, das wäre eine gute Rückmeldung an sie. Oft traut man sich das nicht anzusprechen. Aber Therapeuten sind auch nur Menschen, die nur mit dem arbeiten können was sie haben. Aber vielleicht hast Du das längst getan, dann entschuldige bitte den Hinweis, ich habe nur schon so oft gelesen, dass jemand Probleme mit dem Therapeuten hat, aber es dem Therapeuten nicht mitgeteilt haben aus unterschiedlichen Gründen.

    Ich wünsche Dir viel Erfolg bei Deiner nächsten Therapiesitzung. Wie oft gehst Du hin?

    viele Grüße
    Mona-Lisa
    Hallo Mona-Lisa

    In die Therapie gehe ich im Schnitt alle zwei Wochen.

    Ich habe ihr gegenüber meine Zweifel auch schon Mal angesprochen und danach war wieder besser...Ich habe auch den Eindruck,dass es eher an der Therapierichtung liegen könnte. Vielleicht fehlt mir die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit..wobei ich mich wirklich nicht an viel erinnern kann und mich frage,wie man so arbeiten könnte..

    Ich bleibe vorläufig in dieser Therapie und schaue wie es sich entwickelt..ich bin noch nicht allzu lange bei ihr,von daher braucht es noch ein wenig Zeit.

    Danke und liebe Grüße,
    Nika8

  8. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Nika8 für den sinnvollen Beitrag:

    Mona-Lisa (28.02.2020)

  9. #39
    Neuling
    Themenstarter

    Registriert seit
    01.09.2015
    Beiträge
    24
    Danke
    0
    4 mal in 3 Beiträgen bedankt

    Standard

    Zitat Zitat von Beinwell Beitrag anzeigen
    Das sehe ich genau so. Aber es ist die falsche Art sich um Aufmerksamkeit zu bemühen und wird auch bereits durch das Kind manipulativ eingesetzt. Das sollte man schon seinem Kind deutlich machen, das diese Verhalten grundsätzlich nicht geht und diese Art der Aufmerksamkeitssuche auf keinen Fall belohnen wird, in dem es bekommt was es will.
    Genau so wird es z.B. auch in Kliniken gemacht. Die Wunde wird versorgt, aber der Pat. bekommt für seinen SVV an sonsten keinerlei Aufmerksamkeit. Es wird ignoriert.

    Stunden oder Tage später in der Psychotherapiesitzung wird das ganze dann aufgearbeitet.
    Hallo Beinwell

    Das macht Sinn. Leider habe ich das nicht so gelernt:-/ ich habe gelernt,dass wenn ich meinen Kopf an die Wand schlage,meine Mutter mir die grösste Aufmerksamkeit schenkte.
    Jetzt habe ich es halt auf die harte Tour und viel später gelernt, besser als nie!

Seite 5 von 5 ErsteErste 12345

Ähnliche Themen

  1. Ich zweifel an mir und meiner Umwelt
    Von Flo_98 im Forum Psychologie-Talk
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 12.07.2019, 02:05
  2. Wahrnehmung von aussen
    Von Mirasol im Forum Minderwertigkeitsgefühle
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 10.05.2019, 10:07
  3. Wahrnehmung meiner Grenzen??
    Von Lena hofft :) im Forum Psychologie-Talk
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 08.06.2015, 17:13
  4. Störung der Wahrnehmung
    Von waald im Forum Psychologie-Talk
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 30.05.2015, 12:32
  5. Andere Wahrnehmung
    Von MrUnited im Forum Minderwertigkeitsgefühle
    Antworten: 12
    Letzter Beitrag: 17.06.2013, 08:22

Stichworte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •